Montag, 5. Dezember 2016

Sächsische Hochschulbibliotheken erhalten Millionenförderung für die Entwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur

Der Freistaat Sachsen fördert die Entwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur im Land bis 2020 mit insgesamt sechs Millionen Euro aus dem EU-Strukturfonds EFRE. Die SLUB Dresden hat im November 2016 erste Zuwendungsbescheide über insgesamt 3,5 Millionen Euro erhalten. Damit werden die Hochschulbibliotheken ihre Werkzeuge und Dienste in den Bereichen Lizenzmanagement für digitale Inhalte, Datenintegration und Informationsrecherche ausbauen und  Forschung und Wirtschaft in Sachsen noch wirksamer unterstützen können. 

Im Januar 2017 starten die ersten drei Projekte. In einem Verbundprojekt werden Bibliotheksdaten nach internationalen Standards so aufbereitet, dass sie weltweit frei verfügbar und nutzbar sind. Außerdem wird die Grundlage für den vermehrten Einsatz visueller Recherchehilfen wie Geodaten geschaffen. Unter Federführung der UB Leipzig schaffen die Hochschulbibliotheken ein einheitliches System für eine effiziente Lizenzverwaltung elektronischer Informationsressourcen im Freistaat. Hier hat die UB Leipzig mit der Software AMSL bereits eine tragfähige Lösung entwickelt, die im Rahmen des nun geplanten Projektes weiterentwickelt und auf andere sächsische Hochschulbibliotheken übertragen wird.

Die SLUB Dresden baut in enger Zusammenarbeit mit der international profilierten sächsischen Materialforschung eine Digitale Materialbibliothek auf. Bislang sind Forschungsdaten, Herstellerinformationen und Anwenderbeispiele sehr heterogen strukturiert und müssen in verschiedenen Datenbanken recherchiert werden. Die SLUB will den Schatz der materialwissenschaftlichen Daten nun in einem fachspezifischen Portal zusammenführen. 

DEAL-Verhandlungen werden 2017 fortgesetzt

In der Diskussion um eine Nationallizenz für elektronische Wissenschaftszeitschriften hat sich der Verlag Elsevier zu Wort gemeldet. In einem Statement bestätigt das Unternehmen die laufenden Verhandlungen mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sowie mehr als 600 Institutionen und kündigt an, die Gespräche nach einer Pause 2017 fortsetzen zu wollen. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-elsevier_informiert_ueber_nationallizenz-gespraeche_mit_hrk.1260428.html

Brill übernimmt die Verlage Ferdinand Schöningh und Wilhelm Fink in Paderborn

Brill und die Eigentümer sind sich über die Bedingungen zur Übernahme der Ferdinand Schöningh GmbH & Co. KG und der Wilhelm Fink GmbH & Co. Verlags-KG in Paderborn sowie des Imprints Konstanz University Press einig.

Die Übernahme umfasst hoch angesehene Zeitschriften und Buchreihen in Geschichte, Theologie, Literatur- und Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft und Philosophie. Insgesamt besteht das Verlagsprogramm aus 5.500 Titeln und sieben Zeitschriften, wobei jährlich 330 Neuerscheinungen hinzukommen. Der Jahresumsatz beträgt über 3 Mio. Euro und es wird erwartet, dass die Übernahme einen positiven Effekt auf die Aktienrendite im Jahr 2017 haben wird.... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-brill_uebernimmt_die_verlage_schoeningh_und_fink.1260435.html

Drei Fragen an Ute Schwens, Direktorin der DNB in Frankfurt

Der Beschluss der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), Bücher vorrangig nur noch in ihrer elektronischen Fassung im Lesesaal bereitzustellen, hat eine Debatte über den Bibliotheksauftrag entfacht. In mehreren Pressebeiträgen wurde der Bibliothek vorgeworfen, sich selbst abzuschaffen. Boersenblatt.net hat Ute Schwens, die Direktorin am Standort Frankfurt, dazu befragt. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-drei_fragen_an_ute_schwens__direktorin_der_dnb_in_frankfurt.1259940.html

Gastbeitrag: Die Hoffnung stirbt zuletzt - kann ein reformiertes europäisches Urheberrecht ein besseres sein?

Freitag, 2. Dezember 2016

Open Data auf e-rara.ch und e-manuscripta.ch

Die beiden Plattformen e-rara.ch und e-manuscripta.ch öffnen den Weg für Open Data: Neu wird bei den digitalisierten Dokumenten, wo immer möglich, die Public Domain Mark 1.0 oder CC BY-SA 4.0 Lizenz verwendet. Die an den Plattformen beteiligten Bibliotheken unterstützen mit Open Data den offenen Zugang zu Informationen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die interessierte Öffentlichkeit profitieren somit von einem unkomplizierten Zugang zu historischen Materialien. Wo es möglich ist, wird die Public Domain Mark 1.0 vergeben, womit diese Dokumente für wissenschaftliche, private, nicht kommerzielle und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden dürfen.
Digitalisate, die mit der Creative Commons BY-SA 4.0 Lizenz versehen sind, dürfen ebenfalls für wissenschaftliche, private, nicht kommerzielle und kommerzielle Zwecke verwendet werden. Zusätzlich müssen der Herkunftsnachweis angegeben und die gleiche Lizenz bei Veränderungen weitergegeben werden.
Ein relativ kleiner Teil des Bestands auf e-manuscripta.ch ist mit eingeschränkten Nutzungsrechten versehen. Unter Angabe des Herkunftsnachweises ist die wissenschaftliche, private und nicht kommerzielle Nutzung gestattet. Für die kommerzielle Nutzung muss die Einwilligung des Rechteinhabers eingeholt werden. Wie auch bislang können die Dokumente von den Plattformen in Bildschirmqualität heruntergeladen werden. Die kostenpflichtige Bestellung hochauflösender TIFF-Dateien bei den besitzenden Bibliotheken ist weiterhin möglich.
e-rara.ch und e-manuscripta.ch sind kooperativ betriebene Plattformen von Schweizer Bibliotheken. e-rara.ch (http://www.e-rara.ch/) beinhaltet rund 50.000 alte Drucke, illustrierte Materialien, Karten, Musikdrucke und Zeitschriften. e-manuscripta.ch (http://www.e-manuscripta.ch/) umfasst ca. 48.000 handschriftliche Quellen aller Art aus Bibliotheken und Archiven.

Föderale Vielfalt – Globale Vernetzung. Strategien der Bundesländer für das kulturelle Erbe in der digitalen Welt

Im September 2016 ist der zweite Band der Schriftenreihe „Kulturelles Erbe in der digitalen Welt“ der Deutschen Digitalen Bibliothek erschienen: "Föderale Vielfalt – Globale Vernetzung. Strategien der Bundesländer für das kulturelle Erbe in der digitalen Welt". Der Sammelband liefert erstmals einen umfassenderen Überblick über die Aktivitäten zur Vermittlung und Vernetzung des kulturellen Erbes einzelner Bundesländer in Deutschland. Waren es im ersten Band „Der Vergangenheit eine Zukunft“ Fragen nach öffentlicher Verantwortung, gesellschaftlichen Aufgaben und privatem Engagement, stehen nun die Strategien der Bundesländer für das kulturelle Erbe in der digitalen Welt im Vordergrund.