Freitag, 13. Januar 2017

Veröffentlichung von Forschungsdaten auf OPARU

Angehörige oder Mitglieder der Universität Ulm können seit Ende Dezember 2016  Forschungsdaten auf OPARU (= OPen Access Repositorium der Universität Ulm) hochladen und veröffentlichen:
  • die Forschungsdaten werden dadurch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht,
  • die publizierten Forschungsdaten erhalten einen DOI und können hierüber zitiert werden,
  • über eine Lizenz können die Bedingungen der Nachnutzung geregelt werden,
  • die Veröffentlichung kleiner Datensets (small data) ist außerdem möglich.
Die Veröffentlichung von Forschungsdaten trägt zur Nachvollziehbarkeit publizierter Ergebnisse bei. So erwarten beispielsweise manche Verlage, dass bei eingereichten Publikationen die zugrundeliegenden Forschungsdaten in einem Repositorium öffentlich zugänglich gemacht werden. 

Wie das Hochladen von Forschungsdaten funktioniert, wird auf https://oparu.uni-ulm.de/xmlui/researchdata anschaulich erklärt. 

Historical Book Images

http://historicalbookimages.tumblr.com/ 

Historical Book Images is a Tumblr site that selectively presents illustrations from books scanned by the Internet Archive for its eBooks and Texts collection. This segment of the Internet Archive, online since 2004, has over 10,000,000 fully accessible books and texts. Historical Book Images is surfacing interesting items from this large corpus and making them available for more users to comment, reblog, and use for other purposes (such as iPhone wallpaper). Want to see the whole book and more images? Titles and page numbers are provided to make for easy searching in the eBooks and Texts collection back at the Internet Archive, where you can see full text as well as images, or click on any image to go to the Internet Archive's Flickr stream. Historical Book Images is curated by Mark Sample, a professor of Digital Studies at Davidson College in North Carolina.

via https://scout.wisc.edu/archives/r47853/historical_book_images

Referentenentwurf des UrhWissG

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat den Referentenentwurf des  "Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG)" vorgelegt. 

iRights.info hat den Entwurf in einer Stellungnahme ausführlich kommentiert (https://irights.info/artikel/referentenentwurf-urheberecht-wissensgesellschaft-bildungs-wissenschaftsschranke/28355).

Nach dem Abbruch der Verhandlungen HRK und Elsevier / Stephan Holländer

Im Rahmen des Projekts DEAL verhandelt die Hochschulrektorenkonferenz im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit den großen Zeitschriftenverlagen, um jeweils eine Bundes-Lizenzlösung zu realisieren, über die dann alle Artikel dieser Verlage bundesweit zur Verfügung stehen würden. Die Allianz hat für die Umsetzung des Projektes eine Expertengruppe aus Universitäten und außeruniversitären Institutionen sowie einen Projektlenkungsausschuss eingesetzt. Die wissenschaftlichen Bibliotheken sind durch Dr. Antje Kellersohn, Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg, und Frank Scholze, Direktor der KIT-Bibliothek Karlsruhe vertreten. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof Dr. Horst Hippler, ist Sprecher des Projektlenkungsausschusses.
Die Grundpositionen der Hochschulen für die Verhandlungen sind:
• Teilnehmereinrichtungen sind alle zur Teilnahme an Allianz- und Nationallizenzen berechtigten Einrichtungen in Deutschland.
• Für DEAL-Einrichtungen wird ein dauerhafter Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio der Verlage für DEAL-Einrichtungen eingeräumt.
• Sämtliche Publikationen von Autoren aus deutschen Einrichtungen werden Open Access geschaltet (CC BY)
• Angestrebt wird eine angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.
Aus der Pressemitteilung der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen sei über den Stand der Verhandlungen zitiert:
„Nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen hat der Verlag Elsevier der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen ein erstes Angebot für eine bundesweite Lizenz für den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen vorgelegt. Das Angebot entspricht nach Überzeugung der Allianz nicht den Prinzipien von Open Access und einer fairen Preisgestaltung. Trotz der derzeit bei 40 Prozent liegenden Umsatzrendite setzt der Verlag weiter auf Preissteigerungen jenseits der bislang bezahlten Lizenzsummen. Der Verlag lehnt transparentere Geschäftsmodelle ab, die auf der Publikationsleistung basieren und Publikationen offener zugänglich machen würden.“
Elsevier entgegnete mit einem Pressecommuniqué [1] der Allianz:
„Elsevier wurde von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) darum gebeten, an vertraulichen Verhandlungen teilzunehmen, um erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine landesweite Vertragsvereinbarung für wissenschaftliche Literatur zu entwickeln. Wir sind diesem Ansinnen nachgekommen und haben Vorschläge für eine Abonnement-Lizenz und separat für Open-Access-Publikationen für deutsche Forscher gemacht. Elsevier wurde auch darum gebeten, einen Vorschlag zu machen, der landesweit mehr Inhaltsvolumen sowie bedeutend mehr Institutionen umfasst, als es momentan über individuelle Verträge der Fall ist. Dies erhöht die Komplexität und das Gesamtvolumen des zu verhandelnden Vertrages.“ 

Es wird seitens Elsevier deutlich, dass man sich gegen den Kulturwandel in Deutschland wie auch in der Schweiz stemmen will, in der sich als Mehrheitsmeinung durchsetzt. die mit öffentlichen Geldern finanzierten Forschungsresultate sollten unter Open Access zugänglich gemacht werden. Wenn getrennt über beide Modelle verhandelt wird, zeichnet sich das Risiko ab, dass gleich zweimal abkassiert wird: zum ersten, wenn Forscher eine Art Bearbeitungsgebühr für die Begutachtung, Redaktion und die Verbreitung ihrer Beiträge zahlen und zweitens als Leser und Nutzer ihrer Beiträge für das bezahlte Abonnement der Publikation.
In den letzten Monaten haben mehrere deutsche Universitäten ihr Abonnement mit Elsevier zum 1. Januar 2017 gekündigt. Damit ist etwa 60 Einrichtungen vorerst der Zugang zu den Elsevier-Publikationen verwehrt.
Aber selbst dann, wenn der Deal gelingen sollte, verbreiten sich in Fachkreisen Skepsis und große Befürchtungen über seine voraussichtlichen Folgen:
• Wenn der Buchhandel aus den Transaktionen zwischen Verlagen und Nutzern ausgeschaltet wird, werden diesem Deckungsbeiträge entzogen, die für den Fortbestand zahlreicher Buchhandlungen und damit der kulturellen Infrastruktur wichtig sind.
• Aggregatoren und Agenturen fallen aus der Wertschöpfungskette heraus. Der weiteren Monopolisierung des Zugang zu wissenschaftlichen Information wird Vorschub geleistet.
• Mittlere und kleinere Bibliotheken mit geringeren Budgets müssen Titel einstellen, die nicht ihrem Kernbereich für den Bestandsaufbau oder ihrer Spezialisierung entsprechen. Etatmittel für Sondersammelgebiete fehlen.
• Kleinere Verlage blieben bei Lizenzverhandlungen unberücksichtigt. Ihre Titel wären in Bibliotheken unter­repräsentiert. Herausgeber und Trägerverbände von Zeitschriften könnten darauf drängen, die Zeitschrift an einen der drei Verlage zu verkaufen. Das würde die „Großen Drei“ noch stärker als bisher machen.
Die Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher Sortimente (AWS) hat deshalb einen Protestbrief veröffentlicht, in dem auch die drei großen Verlage kritisiert wurden.
via Open Password Pushdienst vom 13.01.2017 [Text leicht gekürzt] 

Nach geplatztem "DEAL" beklagen Hochschulen fehlenden Zugang zu Elsevier-Inhalten

Die vorerst geplatzten Verhandlungen um eine Nationallizenz für elektronische Wissenschaftszeitschriften – das sogenannte Projekt DEAL – haben offenbar unerwünschte Nebenwirkungen: Rund 60 Wissenschaftseinrichtungen, die im Vorgriff auf eine erwartete Lizenzvereinbarung ihre Verträge zu Ende 2016 gekündigt hatten, beklagen nun, dass der Zugang zu Elsevier-Inhalten ganz oder teilweise abgeschaltet worden sei. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-nach_geplatztem__deal_.1272844.html

Bericht zur Lage der Bibliotheken 2016/17 auch in englischer Version

Der aktuelle Bericht zur Lage der Bibliotheken 2016/17, der bereits in der deutschen Version vorliegt und auch online verfügbar ist (https://issuu.com/bibverband/docs/dbv_bericht_2016_final), steht jetzt auch in einer englischen Übersetzung zum Abruf bereit (http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/publikationen/DBV_Bericht_2016_EN.pdf).

Nachlass Alexander von Humboldts digital

Der gesamte Nachlass Alexander von Humboldts, der in der Staatsbibliothek zu Berlin und in der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau aufbewahrt wird, ist im Netz digital zugänglich und erschlossen (http://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de/werk/). Auch die neun berühmten, 2013 von der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz erworbenen Amerikanischen Reisetagebücher sind im Internet abrufbar.

In einem dreijährigen Forschungsprojekt wurden sämtliche Unterlagen in rund 75.000 Bildern digital erfasst. Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam statt. Die Krakauer Bibliothek stellte ihren Bestand aus dem Nachlass für die Digitalisierung zur Verfügung. Bei jedem einzelnen Blatt wurde zuvor geprüft, ob es restauriert werden muss. Zudem wurden alle Dokumente in neu beschriftete, säurefreie Mappen umgelagert.