Freitag, 28. April 2017

Badische Landesbibliothek stellt die millionste Zeitungsseite ins Netz

Die Badische Landesbibliothek hat bereits vor mehreren Jahren begonnen, historische Zeitungen in ihre Digitalisierungsstrategie einzubeziehen. Die inzwischen auf mehrere Titel angewachsene Sammlung digitaler Zeitungsausgaben deckt den Zeitraum vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ab. Sie zeigt das politische Meinungsspektrum während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, während die wenigen im Dritten Reich neben dem NSDAP-Organ Der Führer erschienenen Blätter weitgehend gleichgeschaltet waren. 

Zu den bislang digital verfügbaren großen Tageszeitungen mit ihren diversen Beilagen, darunter die Karlsruher Zeitung, das Karlsruher Tagblatt, die Badische Presse, der Badische Beobachter, die Badische Landeszeitung und Der Führer, ist als weiteres Angebot nun der sozialdemokratisch ausgerichtete Volksfreund getreten. Mit seiner Freigabe im Netz überschreitet die Badische Landesbibliothek inzwischen die Marke von einer Million digitalisierten Zeitungsseiten. Einen größeren Teil der Vorlagen stellte das Stadtarchiv Karlsruhe zur Verfügung. Die von der BLB frei ins Netz gestellten Zeitungen sind über die "Digitalen Sammlungen" auf der Bibliothekshomepage unter http://digital.blb-karlsruhe.de zu erreichen ("Zeitungen" anklicken). 

Onleihe der divibib für E-Books wächst 2016 um 27 %

Die Onleihe der divibib für E-Books im deutschsprachigen Bibliotheksbereich verzeichnete im vergangenen Jahr 22,2 Millionen Ausleihen (27 % mehr als im Vorjahr). Damit hat sich der Zuwachs gegenüber den Vorjahren verlangsamt: 2014 (13,1 Millionen Ausleihen; +64,2 Prozent zum Vorjahr) und 2015 (17,5 Millionen Ausleihen; +34,6 Prozent). Die Zahl der an der Onleihe beteiligten Bibliotheken liegt aktuell bei rund 3.000 Teilnehmern. Im vergangenen Jahr konnte die divibib mit den Publikumsverlagen der Holtzbrinck-Gruppe, Bonnier und Diogenes Rahmenverträge für die Lizenzierung von E-Medien für die Bibliotheksnutzung abschließen. Damit sind mittlerweile fast 6.000 Verlage dabei.

via Börsenblatt online vom 28.04.2017 

Württembergische Handschriften der UB Tübingen

http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/MhIII118-3 

(nach einem Hinweis aus Klaus Grafs Archivalia-Blog)

Land Brandenburg verstetigt Koordinierungsstelle für Digitalisierung von Kulturgut

2012 wurde die Koordinierungsstelle Brandenburg-digital als zentraler Ansprechpartner für Institutionen in Brandenburg eingerichtet, um bei der Digitalisierung des Kulturgutes zu unterstützen. Mittlerweile bietet die Koordinierungsstelle ein breites Spektrum an Beratung, Information und Vermittlung. Dazu gehören Weiterbildungen zum Umgang mit Online-Datenbanken, Beratungen bei der Antragstellung von Fördermitteln aber auch die Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg bei der Entwicklung neuer Strategien für eine langfristige und nachhaltige Digitalisierung der Kulturgüter im Land. Mit Beschluss des Haushalts 2017/18 bestätigte der Landtag die Entscheidung der Regierung, die Koordinierungsstelle zu verstetigen. Mehr zum Thema ist in der Pressemitteilung vom 27.02.2017 zu erfahren.

Virtuelle Ausstellung der DDB: „Bahnriss?! Papier I Kultur“

Anlässlich des Welttages des Buches am 23.04.2017 wurde von der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) die virtuelle Ausstellung "Bahnriss?! Papier I Kultur" freigeschaltet, die auf einer 2016 in Leipzig gezeigten Sonderausstellung aufbaut. Die vom Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig in Kooperation mit der Deutschen Digitalen Bibliothek entstandene Ausstellung nimmt die wechselvolle Geschichte des Allerweltstoffes Papier in 17 Kapiteln unter die Lupe und spannt den Bogen von der Lumpenwirtschaft vorindustrieller Zeiten über das Sicherheitswasserzeichen und stillgelegte Zeitungsdruckpapierfabriken bis in die Gegenwart.

"Aidas" Kussmund gehört jedem

Fotos von Kunstwerken an Schiffen und anderen Fahrzeugen dürfen im Internet veröffentlicht werden. Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Hier gilt die sogenannte „Panoramafreiheit“. Im konkreten Fall hatte die Reederei Aida den Betreiber einer Webseite verklagt, der Fotos und Informationen über Landausflüge verbreitete und dabei verschiedene Kreuzfahrtschiffe abbildete. Zu sehen war hier auch der „Aida Kussmund“. Aida muss das dulden, da das Kunstwerk nicht „bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen“ platziert sei. Mehr zum Urteil ist unter https://www.golem.de/news/panoramafreiheit-aidas-kussmund-darf-im-internet-veroeffentlicht-werden-1704-127543.html nachzulesen. 

Pressemitteilung 03/17 vom 27.04.2017: Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“


Die Zeit drängt: Bildung und Wissenschaft brauchen eine Reform des Urheberrechts


Das Aktionsbündnis unterstützt weiter den vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf für eine Reform des Urheberrechts. Das Aktionsbündnis bedauert jedoch die Verschlechterungen des Regierungsentwurfs im Vergleich zum Referentenentwurf. Ebenso bedauern wir, dass in keiner Weise den Verbesserungsvorschlägen Rechnung getragen wurde, die nicht nur vom Aktionsbündnis, sondern von vielen Seiten in den (öffentlich zugänglich gemachten) Stellungnahmen zum Referentenentwurf des BMJV vorgebracht wurden. Der Reformweg ist mit dem jetzigen Vorhaben nicht zu Ende. Das Aktionsbündnis muss der Einschätzung widersprechen, dass mit den neuen §§ 60a – 60h die von der jetzigen Bundesregierung im Koalitionsvertrag gegebene Zusage, eine Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke (ABWS) einzurichten, nun eingelöst sei. Auf den weiter bestehenden großen Reformbedarf wird in einer detaillierten Liste hingewiesen.... [mehr] http://urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung0317.html