Sonntag, 17. Dezember 2017

650 Jahre Österreichische Nationalbibliothek

Die Österreichische Nationalbibliothek begeht 2018 ihr 650-jähriges Jubiläum. Sie ist damit eine der ältesten und bedeutendsten Gedächtnisinstitutionen dieses Landes. Als Vermittlerin zwischen Vergangenheit und Zukunft stellt sie ihren Geburtstag unter das Motto „Unsere Geschichte lebt“ und bietet im Jubiläumsjahr ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Filmvorführungen und zahlreichen Aktionstagen.

Aus diesem Anlass ist auch ihr „Gründungscodex“ aus dem Jahr 1368 – das in Gold geschriebene, reich illustrierte Evangeliar des Johannes von Troppau – erstmals digitalisiert über die Website onb.ac.at abrufbar.

Die eigens konzipierte ÖNB-App bringt das Jubiläumsprogramm direkt aufs Smartphone, bis 28. Februar 2018 bekommt man mit dieser App zudem ermäßigten Eintritt in alle Museen der Österreichischen Nationalbibliothek. ... [mehr] http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=45100

Studie: VW als Diktatur-Unterstützer in Brasilien

In einer unabhängigen Studie werden dem VW-Konzern Repressalien gegen Oppositionelle in seinen brasilianischen Fabriken während der 1964 bis 1985 herrschenden Militärdiktatur vorgeworfen. "Der Werkschutz überwachte oppositionelle Aktivitäten seiner Beschäftigten und erleichterte durch sein Verhalten die Verhaftung von mindestens sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern", heißt es einer nun in Brasilien vorgestellten Untersuchung des Historikers Christopher Kopper von der Universität Bielefeld. Der VW-Konzern hatte sie selbst in Auftrag gegeben, er will auf die damaligen Opfer zugehen. ... [mehr] https://heise.de/-3918773

Freitag, 15. Dezember 2017

Unesco: Künstler werden zunehmend attackiert



2014 habe es nur 90 Angriffe gegeben. Eine Sprecherin ergänzte, es würden nicht nur körperliche Angriffe, sondern auch Attacken über das Internet registriert. Besonders betroffen sind laut Bericht Musiker. Aber auch viele Autoren seien Ziel von Übergriffen. In der Region Asien-Pazifik gab es bei Autoren im vergangenen Jahr 80 Fälle. In der Nahostregion und in Afrika zählte die Organisation zusammen 51 Fälle, in Europa 47. 

Es gebe Initiativen, um künstlerische Freiheiten zu schützen. Dazu gehörten Gesetzesänderungen in Staaten, die Einrichtung von sicheren Rückzugsorten in Künstlerresidenzen oder die Schaffung von Notfallfonds. 

via dpa vom 14.12.2017

Virtuelle Rekonstruktion des Buchbesitzes Eduard Mörikes im DLA Marbach

Der virtuelle Bestand rekonstruiert zunächst den ehemaligen Buchbesitz von Eduard Mörike, soweit er im Deutschen Literaturarchiv Marbach überliefert und zugleich erschlossen ist (152 Exemplare, Stand Dez. 2017, wachsender Bestand). In einem weiteren Schritt sollen der im Jahr 2017 erworbene Marbacher Sonderbestand des Mörike-Sammlers Klaus Berge sowie externe Buchbestände erfasst werden.

Erfasst werden sämtliche Exemplare, die sich nachweislich im Besitz von Eduard Mörike befanden sowie alle Exemplare aus dem Besitz seiner engeren Familie, d.h. seiner Vorfahren, seiner Schwester Klara, seiner Frau Margarethe sowie seiner Töchter Franziska und Marie. Nicht zu diesem Bestand zählen Exemplare, die Mörike lediglich verschenkt oder mit einer Widmung versehen hat.

Der virtuelle Buchbesitz beinhaltet neben Werken anderer Autoren auch Mörikes eigene Schriften. Im Zuge der Rekonstruktion wurden außer Mörikes eigenhändigen Besitzvermerken auch weitere Provenienzmerkmale wie z.B. Notizen, Lese- bzw. andere Benutzungsspuren Mörikes oder Widmungen Anderer verzeichnet.


Suchmöglichkeiten im Online-Katalog Kallías:
  • Bestandsbeschreibung: im Modul „Bestände“ im Feld Person „Mörike, Eduard“ eintragen und den Bestand „G:Mörike, Eduard (Virtuelle Rekonstruktion des Buchbesitzes)“ aufrufen.
  • Vollständige Titelliste: im Modul „Bibliothek“ im Feld „Signatur“ mit dem Wert „G:Mörike, Eduard (Virtuelle Rekonstruktion des Buchbesitzes)“ suchen. Es werden sämtliche Titelbeschreibungen von Exemplaren aus Mörikes Besitz selektiert. In Einzelfällen gibt es zu einem Titel mehrere Exemplare aus Mörikes Besitz.

The Editor Who Pulled Joseph Conrad from the Slush Pile

Edward Garnett’s daily job of ploughing through all the manuscripts submitted to Unwin by authors considerably less accomplished than Ford Madox Ford was generally a pretty thankless task, but just occasionally something was sent in which caused real excitement. Wilfred Chesson initially took charge of the manuscripts as they arrived at Unwin’s office and then passed on a selection to Edward, who did most of his reading at Henhurst Cross. On July 5, 1894, Chesson received a manuscript submitted for consideration for the Pseudonym Library. The author’s name on the typescript was “Kamudi”—the Malay word for “rudder.” This tale of a Dutch trader’s disintegration in Borneo impressed Chesson, who dispatched it to Edward. The story contained many of the elements of standard exotic “romances” of the time, including piracy, elopement and betrayal, but Edward immediately recognized that the narrative had qualities that set it apart from the usual run of Far Eastern potboilers.

Indeed, the manuscript seemed to challenge many of the conventions of such books: there was a distinctly antiheroic aspect to its main protagonist, the portraits of the natives ran counter to prevailing stereotypes, and the narrative’s mordant undercurrent was entirely unlike superficially similar works. The sophistication of the narrative point of view and the evocation of the tropical atmosphere evident in the opening chapter arrested Edward’s attention. He was captivated, too, by the figure of Babalatchi, an elderly, one-eyed statesman, and by a night scene at the river’s edge between the Dutch trader’s Malay wife and her daughter. Having read the manuscript, Edward firmly advised Unwin, “Hold on to this.” He was curious about the author, who he thought at first must have Eastern blood in his veins. “I was told however that he was a Pole,” Edward later recalled, “and this increased my interest, since my Nihilist friends, Stepniak and Volkhovksy, had always subtly decried the Poles when one sympathized with their position as ‘under dog.'” The Pole and the Russians: that early association in Edward’s mind was something he could never entirely relinquish. ... [mehr] http://lithub.com/the-editor-who-pulled-joseph-conrad-from-the-slush-pile/

W.H. Auden Wrote Poetry For a Beautiful Short Film About Running

In 1962, Canada’s National Film Board commissioned a first-time director to make an 11-minute, black-and-white movie about a 19-year-old distance runner who would later become an Olympian, and have legendary poet W.H. Auden—not Canadian, and not a runner—write a poem as narration. Runner has receded into the archives of film history, and that’s a shame. This is why you should care about this strange little film.

Runner is the story of Bruce Kidd, a Toronto racer training for the Commonwealth games. I’ve never been one for inspirational videos, but I was hooked on Kidd’s story. Here was a teenager with an unorthodox running style: arms low, scooping the air in a movement newspapers called “dog-paddling.” But Runner is no average runner biopic: with a jumpy jazz soundtrack complemented by Auden’s poetic meditations on the beauty of running, the film is a reminder that running is natural, sleek, and in a word, cool. ... [mehr] http://lithub.com/w-h-auden-wrote-poetry-for-a-beautiful-short-film-about-running/

TU Berlin veröffentlicht Quellcode ihres Repositoriums DepositOnce

Das Repositorium der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) "DepositOnce" (https://depositonce.tu-berlin.de) basiert auf DSpace, derzeit in der Version 6.2. DSpace ist die weltweit am häufigsten eingesetzte Software zur Umsetzung von Open-Access-Repositorien. Die Universitätsbibliothek (UB) der TU Berlin verfolgt seit jeher das Ziel möglichst viele ihrer Entwicklungen in die jeweils nächste offizielle Version von DSpace zu integrieren und sich so aktiv an der Entwicklung von DSpace zu beteiligen. Dazu wird jede lokale Ergänzung und Änderung dahingehend geprüft, ob sich für eine Integration in die Hauptentwicklungslinie von DSpace eignet. In diesem Zuge sind z.B. die automatische Vergabe von DOIs über DataCite oder der HTML5-Upload der JSPUI von der UB der TU Berlin in DSpace eingebracht worden sowie zahlreiche Fehlerbehebungen und andere Verbesserungen.

Es gibt jedoch auch immer wieder Änderungen am Quellcode, die zu spezifisch erscheinen um sie in DSpace zu integrieren, oder deren Integration einen ungewöhnlich hohen Mehraufwand verursachen würden. Hierzu zählen zum Beispiel die Realisierung der Pflichtabgabe von Netzpublikationen über OAI-PMH an die Deutsche Nationabibliothek, die ausschließlich für DSpace-Installationen in Deutschland von Interesse ist und damit nicht für die internationalen Versionen von DSpace von Belang ist. Um auch diese Entwicklungen der Nachnutzung durch andere Institutionen zur Verfügung zu stellen hat die UB der TU Berlin den kompletten Quellcode ihrer Installation von DSpace nun auf Github im Sinne von Open Source veröffentlicht und unter die DSpace Source Code License gestellt, eine 3-Clause-BSD-Lizenz. Der Quellcode von DepositOnce steht unter https://www.github.com/tuub/DSpace bereit.