Freitag, 29. August 2014

Bibliotheksforum Bayern: Heft 3/2014 erschienen

Das Bibliotheksforum Bayern (BFB) informiert mit Fachbeiträgen und Nachrichten über alle Gebiete des öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliothekswesens in Bayern sowie aus Deutschland und der Welt. Neben der Druckausgabe wird das BFB gleichzeitig online zur Verfügung gestellt. Themen der aktuellen Ausgabe sind u.a.: Zwischen Archivauftrag und Kundenorientierung - Nutzergesteuerte Erwerbung an der Bayerischen Staatsbibliothek | Was misst Bibliometrie? - Wissenschaftliche Veröffentlichungen und ihre Wahrnehmung | Sie schreiben, wir verlegen - Zwei Jahre FAU University Press. Das aktuelle Heft 3/2014 steht unter http://www.bibliotheksforum-bayern.de/index.php?id=125 online zur Verfügung.

Kompetenzverbund „Historische Wissenschaften München“ gegründet

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Bayerische Staatsbibliothek, das Collegium Carolinum, das Historische Kolleg, die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, die Monumenta Germaniae Historica sowie als assoziierte Partner das Institut für Zeitgeschichte und die Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU München, unterzeichneten am 04.08.2014 in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle eine multilaterale Kooperationsvereinbarung und stärken so die Geschichtswissenschaft in München (vgl. dazu die Pressemitteilung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vom 04.08.: https://www.idw-online.de/de/news598524).

Sonderveröffentlichung anlässlich 30 Jahre „MEDIENwissenschaft: Rezensionen/Reviews“

Zum 30-jährigen Bestehen der Zeitschrift „MEDIENwissenschaft: Rezensionen/Reviews“ haben Studierende des Seminars „Redaktionswerkstatt: Arbeitsformen medienwissenschaftlicher Publikationspraxis“ eine Sonderpublikation erarbeitet. Diese wurde als Online-Ausgabe veröffentlicht und stellt die gesamte Journalgeschichte in Schlaglichtern und Interviews dar (http://30jahremedien.blogspot.de). 1984 wurde die Zeitschrift von Prof. Dr. Thomas Koebner und Prof. Dr. em. Karl Riha in Marburg gegründet. Es war ein Versuch die Medienwissenschaft in der akademischen Öffentlichkeit zu verankern. Seitdem hat sich die Zeitschrift als kritisches Forum etabliert, das über neue fachwissenschaftliche Buchveröffentlichungen und aktuelle Forschungsfelder der Medienwissenschaft berichtet. Das Journal erscheint vierteljährlich im Marburger Schüren Verlag und ist seit 2012 zusätzlich online verfügbar (http://archiv.ub.uni-marburg.de/ep/0002/index).

Mittwoch, 27. August 2014

GESIS hat datorium gestartet

datorium ist ein Service von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, mit dem Forschungsdaten archiviert und zur Nachnutzung veröffentlicht werden können. datorium, das bereits im Mai 2014 an den Start gegangen ist, dient Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften zur Dokumentation ihrer Forschungsdaten. Sie können ihre Daten, Metadaten und dazugehörigen Dokumente in das Repositorium einpflegen und mit relevanten Publikationen verlinken. Forscherinnen und Forscher, die eine empirische Datenerhebung durchgeführt haben, erhalten die Möglichkeit, ihre Forschungsdaten in eine sichere Umgebung hochzuladen, zu beschreiben und zeitnah der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Zur Qualitätssicherung durchlaufen sämtliche Forschungsdaten einen von GESIS durchgeführten Review-Prozess. Eine dauerhafte Lokalisierung und verlässliche Zitierbarkeit der Forschungsdaten wird durch persistente digitale Identifikatoren (DOI) gewährleistet. Nach der Veröffentlichung sind die in datorium veröffentlichten Forschungsdaten recherchierbar und beispielsweise für Sekundärstudien oder für Replikationsstudien zur Überprüfung von Forschungsergebnissen verwendbar. Gleichzeitig können Forscherinnen und Forscher selbst bestimmen, wer unter welchen Bedingungen auf ihre Daten zugreifen darf.

Antiquariat J. Voerster in Stuttgart erweitert Online-Angebot

Das auf Musik, Literatur, Philosophie und Geschichte spezialisierte Stuttgarter Antiquariat J. Voerster hat sein Internetangebot deutlich erweitert: Zusätzlich zum bestehenden Angebot "Objekt des Monats" und zu den Antiquariatskatalogen, die jeweils in gedruckter Form und als PDF zur Verfügung stehen, startete auf der Website des Antiquariats ein Online-Katalog, der eine Auswahl an hochwertigen Autographen, literarischen Werken, Musik-Literatur und Noten präsentiert. Bislang werden dort rund 700 Objekte vorgestellt. Ein kontinuierlicher Ausbau des Angebots ist vorgesehen. Das Antiquariat J. Voerster in Stuttgart besteht bereits seit 1966 und wird in zweiter Generation von Eva-Maria und Oliver Voerster geführt.

Privatkopien auch von unveröffentlichten Werken

Der Bundesgerichtshof hat in einem am 26.08.2014 veröffentlichten Urteil vom 19.03.2014 (Az.: I ZR 35/ 1 3) entschieden, dass die Schrankenbestimmung des § 53 Abs. 1 UrhG, die die Anfertigung von Kopien zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch ermöglicht, auch dann anwendbar ist, wenn das betroffene urheberrechtliche Werk (noch) nicht veröffentlicht worden ist.

Dienstag, 26. August 2014

bibnet.org bietet Suche im Bestand der eigenen Bibliothek

bibnet.org, eine frei zugängliche Referenzdatenbank für Literatur des Gesundheitswesens, die vom Schweizerischen Verein "Netzwerk Fachbibliotheken Gesundheit" betrieben wird, bietet teilnehmenden Bibliotheken neuerdings einen voreingestellten Filter, der die Suche auf den Bestand der eigenen Bibliothek einschränkt. Der dabei zum Zuge kommende Suchfilter ist IP-basiert und in dieser Form eine Neuheit im Bereich frei zugänglicher Referenzdatenbanken. Er kann optional deaktiviert werden, um die Suche auf den ganzen bibnet-Bestand (zurzeit über 1.100.000 Datensätze) auszuweiten. bibnet.org beinhaltet die Datenbanken Heclinet der TU Berlin, CC MED der ZB MED Köln, die Datenbanken der Bibliothek des Rudolfinerhauses (Wien) und der Pro Senectute Bibliothek (Zürich) sowie zahlreiche weitere Katalogisate.

Informationen dazu und zum Vorgehen für teilnehmende Bibliotheken, die den IP-basierten Default-Filter wünschen, finden sich hier: http://bibnet.org/?q=asset. Wenn eine Bibliothek die Voreinstellung auf die eigene Bestandssuche wünscht, kann sie sich über das Kontaktformular (http://bibnet.org/?q=contact) melden.

Zerstörung von Informationen - Information Destruction Through History

Information [is] the most valuable commodity in the world. All human progress depends on the accumulation and preservation of information. When information is lost, human progress suffers. This infographic displays some of the most significant losses of information human civilization has suffered:

http://www.globaldatavault.com/blog/information-destruction-history/

Montag, 25. August 2014

Jahresbericht 2013 des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz

Seit 2007 veröffentlicht das Landesbibliothekszentrum einen regelmäßig erscheinenden Jahresbericht, der in Wort und Bild einen zusammenfassenden Überblick über das Dienstleistungsangebot des LBZ mit seinen fünf Standorten gibt (Link auf sämtliche Jahresberichte seit 2007: http://www.lbz-rlp.de/cms/service/publikationen/jahresberichte/index.html). Der Jahresbericht 2013 liegt jetzt als PDF-Datei vor (http://www.lbz-rlp.de/fileadmin/user_upload/LBZ/Publikationen/jahresbericht/lbz-jahresbericht2013.pdf).

Kinder- und Jugendbuchportal des Goethe-Instituts

Das Goethe-Institut hat ein neues Kinder- und Jugendbuchportal mit kompakten Informationen über deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautoren sowie Kinderbuchillustratoren der Gegenwartsliteratur online gestellt. Von einer Expertenjury wurden 50 Kinder- und Jugendbuchautoren sowie 25 Illustratoren ausgewählt, die mit einer Kurzbiographie und einer Werkauswahl präsentiert werden. Zu vielen Titeln sind Hörbücher und Hörbuchproben im Portal zu finden. Didaktisches Material soll die Literaturvermittlung unterstützen. Cirka 1.000 lieferbare Titel sind nach Autor, Titel, Thema und Genre recherchierbar. Das Kinder- und Jugendportal ist erreichbar unter http://www.goethe.de/kue/lit/prj/kju/deindex.htm.

Jahresbericht 2013 der Verbundzentrale des GBV veröffentlicht

Der Jahresbericht 2013 der Verbundzentrale des GBV steht als PDF zur Verfügung (http://www.gbv.de/Verbundzentrale/Publikationen/06Publikationen_1544).

Donnerstag, 21. August 2014

WLB Stuttgart digitalisiert (Baden-)Württembergische Landtagsprotokolle

Die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart <24> hat die Württembergischen Landtagsprotokolle digitalisiert. Die Einzelbände der historischen Landtagsprotokolle Württembergs bzw. der Nachfolgestaaten liegen in zweifacher Ordnung vor: Die chronologische Reihenfolge nach Legislaturperioden bzw. Berichtszeiträumen (von 1797 bis 1996) erleichtert den Überblick über das Zeitgeschehen unabhängig von der bibliographischen Teilserie der Landtagsprotokolle. Dagegen gibt die formal-institutionelle Gliederung gattungs- und epochenspezifische Merkmale (vom Alten Landtag 1797-1799 bis zum Landtag Baden-Württemberg 1953-1996) wieder. Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe <31> hat bereits die Badischen Landtagsprotokolle 1819 bis 1933 digitalisiert, die Bände ab 1996 präsentiert der Landtag Baden-Württemberg in digitaler Form (https://www.landtag-bw.de/cms/home/dokumente/plenarprotokolle.html).

Jahresbericht der ULB Düsseldorf für das Jahr 2013

Über ihre Tätigkeiten des Jahres 2013 berichtet die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Düsseldorf in ihrem nun erschienenen Jahresbericht. Die Berichte aus den Dezernaten und Stabsstellen dokumentieren die Umsetzung der ständigen Aufgaben der ULB sowie ihre Mittelverausgabung. Neben dieser Bilanz des Jahres stellt die ULB besondere Produkte und Projekte ausführlicher vor. Ein Höhepunkt des Berichtsjahres war der Umbau des Informationszentrums in der Zentralbibliothek: Die ULB bietet nun alle Dienstleistungen rund um Auskunft und Anmeldung an einer zentralen Stelle an. Darüber hinaus wurde die Abholung und Rückgabe von Fernleihen neu organisiert und automatisiert. In diesem Zusammenhang wurde auch der Selbstabholbereich direkt neben dem Informationszentrum neu gestaltet. Als Landesbibliothek bewahrt die ULB einen Teil des schriftlichen kulturellen Erbes des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahresbericht dokumentiert die ULB weitere Erfolge bei der Erschließung und Digitalisierung ihrer historischen Sammlungen. So wird von der Katalogisierung der mittelalterlichen Handschriften berichtet sowie von der Erschließung der historischen Düsseldorfer Theaterzettel aus dem 19. Jahrhundert – beides Projekte mit einer Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Außerdem konnte die ULB die Erschließung ihrer historischen Schulprogramme abschließen. Der Jahresbericht 2013 kann unter http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=30307 heruntergeladen werden.

Kommentare und Reaktionen zur Digitalen Agenda

Netzpolitik.org hat Kommentare und Reaktionen zur Digitalen Agenda zusammengefasst, die in anderen Medien (u. a. heise, Zeit.de, heute.de, SPIEGEL, Stern, Deutschlandfunk) veröffentlicht worden sind (https://netzpolitik.org/2014/kommentare-und-reaktionen-zur-digitalen-agenda-in-anderen-medien/). heise untersucht insbesondere das Schwerpunktthema Medienpolitik, Urheberrecht und Forschung (http://www.heise.de/ct/artikel/Digitale-Agenda-3-Medienpolitik-Urheberrecht-und-Forschung-2296131.html) und kommentiert die Reaktionen der IT-Branche, der Musik-Industrie und der Politik (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Digitale-Agenda-der-Regierung-ruft-Lob-Tadel-und-Enttaeuschung-hervor-2297515.html).

Mittwoch, 20. August 2014

Landesdenkmalamt Baden-Württemberg stellt 3-D-Modelle ins Netz

Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart hat ein Pilotprojekt zur visuellen Aufbereitung und Veröffentlichung von frei drehbaren 3-D-Modellen im Internet gestartet. Das Landesamt sieht in dieser Präsentationsform ein „Potenzial für die Vermittlung archäologischer Forschung in der Öffentlichkeit“. Zunächst sechs Denkmäler aus verschiedenen Epochen stehen – versehen mit ausführlichen Informationen – als bewegliche 3-D-Modelle im Netz: der Hohlenstein-Stadel und die Bärenhöhle im Lonetal, der bronzezeitliche Menhir von Tübingen-Weilheim, die keltische Grabstele von Hirschlanden, ein Ausschnitt der keltischen Siedlung Heidengraben am Nordrand der Schwäbischen Alb, die Reste des Apollo-Grannus-Tempels von Neuenstadt am Kocher sowie Teile der Ruine Hochburg bei Emmendingen (http://www.denkmalpflege-bw.de/denkmale/projekte/archaeologische-denkmalpflege/3d-modelle.html) (nach: Stuttgarter Zeitung vom 18.08.2014).

Verlustlisten Erster Weltkrieg

"Die deutschen Verlustlisten des Ersten Weltkriegs, die von 1914 bis Mitte Oktober 1919 veröffentlicht worden waren, verzeichnen nicht nur die Toten, sondern auch alle verwundeten, vermissten oder in Gefangenschaft geratenen Soldaten. Sortiert sind die Verlustlisten in der Regel allerdings nicht alphabetisch, sondern pro Ausgabe nach militärischen Einheiten, also Regimentern, Bataillonen, Kompanien. Da man üblicherweise nicht weiß, in welcher Ausgabe die gesuchte Person verzeichnet ist, kann einen der Umfang der Quellen nahezu verzweifeln lassen. Es handelt sich um über 31.000 in Fraktur gesetzte, dreispaltige Seiten im Zeitungskleinformat mit etwa 300 Einträgen pro Seite. Um einen bestimmten Soldaten zu finden, müsste man also sämtliche Seiten sorgfältig durchgehen. ... Beim Verein für Computergenealogie entwickelte ich also eine Online-Erfassung für die Verlustlisten und fand viele Unterstützer. Seit Anfang 2012 haben knapp 700 Freiwillige bislang 90 Prozent der Seiten indexiert" (aus Jesper Zedlitz. Sisyphusarbeit auf 31.000 Seiten: Familienforschung zum Ersten Weltkrieg. In: SPIEGEL online vom 13.06.2014). Ergebnis: Eine Suchmaske ist entstanden, in der bequem nach Nachname, Vorname und Ort gesucht werden kann (http://des.genealogy.net/eingabe-verlustlisten/search).

Sachsen startet „Landesdigitalisierungsprogramm Wissenschaft und Kultur“

Mit zusätzlichen Mitteln fördert Sachsen ab 2015 die Erwerbung von elektronischen Büchern und Zeitschriften, die Digitalisierung von wissenschaftlich und kulturell wertvoller Literatur in sächsischen Bibliotheken und die Langzeitarchivierung von Digitalisaten. Für das „Landesdigitalisierungsprogramm Wissenschaft und Kultur“ sollen jährlich 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Das „Landesdigitalisierungsprogramm Wissenschaft und Kultur“ setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Zum einen unterstützt es die sächsischen Hochschulbibliotheken bei der Lizenzierung digitaler Medien wie E-Books, Volltextdatenbanken und elektronische Zeitschriften, die ihren Nutzerinnen und Nutzern frei zugänglich sind. Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) koordiniert diese Erwerbungen. Die Hochschulbibliotheken können damit den eingeschlagenen Weg des „digital first“ fortsetzen und ihren Bestand an wissenschaftlichen elektronischen Medien erheblich vergrößern. Zum anderen wird durch das Landesdigitalisierungsprogramm die Digitalisierung von wertvollem Schriftgut unterstützt. Gerade auch in kleineren wissenschaftlichen Bibliotheken und Sammlungen befinden sich kostbare Bücher und Dokumente, die weltweit von Interesse sind und die in digitaler Form für wissenschaftliche und kulturelle Zwecke genutzt werden können. Alle Digitalisate stehen der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Die dritte Komponente betrifft die Langzeitsicherung von Digitalisaten und soll gewährleisten, dass elektronisch gespeicherte Informationen langfristig gesichert werden und zuverlässig les- und nutzbar bleiben. Die SLUB verfügt in Dresden bereits über eines der wichtigsten Digitalisierungszentren Deutschlands, das auch große Mengen historischer Bücher, Karten und anderer Medien einscannen kann (http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/ddz/). In den vergangenen Jahren hatte die SLUB damit ihre digitalen Sammlungen bereits stark ausgebaut und im Internet frei zugänglich gemacht. Zudem gibt es an der TU Dresden, der Kunstbibliothek Dresden, den Kunstsammlungen und zahlreichen anderen Institutionen das Bestreben, auch regionale Bestände und Kunstwerke digital im Netz zugänglich zu machen.

Digitale Agenda

Roland Kaiser hat in seinem Blog eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Textstellen der Digitalen Agenda 2014 – 2017 hinsichtlich der Bedeutung für Archive, Bibliotheken und Informationseinrichtungen erstellt, die am 20.08.2014 von der Bundesregierung veröffentlicht wurde. Die Digitale Agenda kann unter http://www.digitale-agenda.de/DA/Navigation/DE/Home/home.html heruntergeladen werden.

Horkheimer digital - UB Frankfurt startet Horkheimer-Portal

Die UB Frankfurt hat Mitte August 2014 den Nachlass des Sozialphilosophen Max Horkheimer (1895-1973), des Begründers der "Kritischen Theorie", ins Internet gestellt. Unter http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/horkheimer werden große Teile der 250.000 Dokumente, darunter sämtliche Manuskripte und Entwürfe, dazu 16.000 Bände aus Horkheimers Privatbibliothek, bereit gestellt. Unter den mehreren Tausenden Briefen befinden sich auch Briefwechsel mit den anderen Vertretern der Frankfurter Schule wie Theodor W. Adorno, Walter Benjamin und Jürgen Habermas. Bisher waren große Teile der Dokumente aufgrund fortgeschrittenen Papierzerfalls für die Benutzung gesperrt. Die Digitalisierung dient daher auch konservatorischen Gründen.

BSB München stellt Portal b2i für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften ein

Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) hat das Sondersammelgebiet „Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften“ 2008 von der SUB Göttingen im Rahmen der Neuvergabe durch die DFG zusammen mit dem dazugehörigen Fachportal b2i übernommen. Das Portal b2i wurde völlig neu aufgebaut und konnte 2009 das vorherige von der SUB Göttingen gestaltete Portal ablösen. Das Portal erfährt seither in der Fachcommunity große Anerkennung als zentrale Anlaufstelle für die wissenschaftliche Literaturrecherche. Ein Antrag der BSB auf Überführung des Sondersammelgebiets „Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften“ in die neue DFG-Förderlinie „Fachinformationsdienst für die Wissenschaft“ (FID), der nicht zuletzt den weiteren Ausbau des Fachportals bedeutet hätte, wurde von den DFG-Gremien im Herbst 2013 einstimmig abgelehnt.

Die Sondersammelgebietsverpflichtungen der Bayerischen Staatsbibliothek sind somit zum 31.12.2013 ausgelaufen. Die Bayerische Staatsbibliothek hat folglich die Erwerbung der fachrelevanten Informationsquellen auf das Profil von 2007, also der Zeit vor der Übernahme des Sondersammelgebietes, zurückgefahren. Damit bleibt die BSB in diesen Fachgebieten zwar nach wie vor eine der zentralen Einrichtungen für die überregionale Literaturversorgung, dem bisherigen Vollständigkeitsanspruch wird sie allerdings nicht mehr gerecht. Nach gründlicher Abwägung und intensiver Prüfung sieht sich die BSB unter diesen veränderten Rahmenbedingungen dazu gezwungen, sich aus dem Betrieb des Portals b2i zurückzuziehen. Die Abschaltung des Portalbetriebs an der Bayerischen Staatsbibliothek wird zum 31.12.2014 erfolgen. Die BSB München würde es begrüßen, wenn andere Institutionen der Fachcommunity sich einzeln oder auch im Rahmen einer Kooperation dazu in der Lage sähen, den Portalbetrieb zu übernehmen.

Lesegewohnheiten auf dem stillen Örtchen - What Do People Read on the Toilet?

http://www.magazinediscountcenter.com/blog/read-on-toilet-infographic/

Dienstag, 19. August 2014

Notendrucke für Händel-Haus in Halle/Saale

Die umfangreiche Sammlung zum Wirken des Komponisten Georg Friedrich Händel (1685-1759) in Halle bekommt Zuwachs. Die Stiftung Händel-Haus hat mitgeteilt, dass sie sieben frühe Notendrucke und zwei Texte aus einem englischen Antiquariat erworben hat. Bevor die Dokumente ausgestellt werden können, müssen sie noch restauriert werden.

Digitalisierte Bestände der UB Tübingen

Die UB Tübingen <21> digitalisiert ausgewählte Objekte aus ihren umfangreichen Beständen (http://www.ub.uni-tuebingen.de/suchen-ausleihen/digitalisierte-bestaende.html):

In einem von der DFG geförderten Projekt werden zentrale theologische Publikationsorgane, die im Prozess der theologischen Schulenbildung des 19. Jahrhunderts entstanden bzw. in denen dieser Prozess wissenschaftlich rekonstruierbar wird, digitalisiert (DigiTheo).

Seit 2010 digitalisiert sie Handschriften und Drucke und stellt sie im Internet zur Verfügung. Das Angebot befindet sich im Aufbau und wird laufend erweitert. Stücke mit Bezug auf Baden-Württemberg stellt die UB Tübingen als Projektteilnehmer auch über das landesgeschichtliche Portal LEO-BW (http://www.leo-bw.de/) zur Verfügung (DigiTü).

Im Rahmen der von der DFG geförderten Virtuellen Fachbibliothek Altertumswissenschaften Propylaeum (http://www.propylaeum.de/), zu der die UB das Modul Altorientalistik beisteuert, hat die UB 2012 begonnen, ausgewählte Zeitschriften und ältere Monographien im Bereich der Altorientalistik und der Vorderasiatischen Archäologie zu digitalisieren. Das Angebot digitalisierter Werke wird noch erweitert (DigiAltori). Auch die Mitteilungen der Deutschen Orientgesellschaft wurden von 1898 (Band 1) bis 1968 (Band 100) digitalisiert (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/mdog).

Unter dem Namen Digital South Asia digitalisiert die UB gedruckte und handschriftliche Quellen aus und über Südasien. Den Anfang machen die Epigraphia Carnatica, eine Sammlung von über 9000 Inschriften, herausgegeben in 18 Bänden. Indische Handschriften aus der Sammlung der Universitätsbibliothek Tübingen sollen folgen.

Im Rahmen eines kooperativen Digitalisierungsprojektes der UB Tübingen und der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut wurden 10.000 Portraits in einer Bilddatenbank der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt (Portraitsammlungen).

Im Rahmen des von der DFG seit 2014 geförderten Fachinformationsdiensts Kriminologie (FID) - ehemals SSG Kriminologie - wird damit begonnen, kriminologisch relevante Publikationen zu digitalisieren, um das Volltextangebot des FID auszubauen (DigiKrimDok). Alle digitalisierten Werke sind ebenfalls in der kriminologischen Datenbank KrimDok nachgewiesen.

Euregio-Bodensee-Datenbank weist mehr als hunderttausend Titel nach

Im Juni 2014 wurde der einhunderttausendste Titel elektronisch in der Euregio-Bodensee-Datenbank erfasst, die 1977 als gemeinsames Projekt der Bibliothek der Universität Konstanz <352> und des Vereins für die Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung gestartet ist. Jedes Jahr kommen im Schnitt zweitausendfünfhundert neue Titel von Büchern und Artikeln hinzu, die sich inhaltlich mit Themen, Orten und Personen des Bodenseeraumes befassen. Aus Anlass des 600-jährigen Jubiläums des Konstanzer Konzils rechnet die Bibliothek der Universität Konstanz mit einer Vielzahl von Neueinträgen an Büchern und Aufsätzen. Was 1977 mit einer jährlich gedruckten Bibliographie anfing, präsentiert sich seit dem Jahr 2000 ausschließlich in der digitalen und frei zugänglichen Form der Euregio-Bodensee-Datenbank im Internet. Die Daten wurden 2007 Bestandteil der Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes. Über diese Datenbank kann die Literatur mit dem entsprechenden Standortnachweis recherchiert werden, sofern sie nicht ohnehin in elektronischer Form als Volltext vorliegt. Rund 3.100 Titel können bislang im Volltext heruntergeladen werden. Der Zugriff auf die Euregio-Bodensee-Datenbank ist unter http://swb.bsz-bw.de/DB=2.319/ oder http://www.ub.uni-konstanz.de/region/euregio-bodensee-datenbank/ möglich.

Bücher auf dem Bildschirm werden schlechter erinnert

http://www.lesen.net/diskurse/buecher-auf-dem-bildschirm-werden-schlechter-erinnert-ergibt-studie-13787/

Montag, 18. August 2014

Ernst Kreuders Briefe im DLA Marbach

Ernst Kreuder war 1953 nach Gottfried Benn der zweite Empfänger des Georg-Büchner-Preises. Heute ist der 1903 geborene und 1972 verstorbene Schriftsteller nahezu vergessen. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat ein Konvolut von mehr als 500 Liebesbriefen erworben, die Kreuder zwischen 1951 und 1969 an die 25 Jahre jüngere Waltraud Liß geschrieben hat. Da er seine Geliebte auch als Mitarbeiterin betrachtet hat, enthält die nur einseitig erhaltene Korrespondenz, die aus dem Nachlass von Waltraud Liß stammt, ausführliche Berichte über das literarische Leben der fünfziger und sechziger Jahre und Kreuders Reisen mit dem Goethe-Institut rund um die Welt.

Netzwerk zum Ersten Weltkrieg führt Museen aus drei Ländern zusammen

35 konzeptionell aufeinander abgestimmte Ausstellungen in drei Ländern informieren zwischen Juni und November 2014 am Oberrhein über den Ersten Weltkrieg. Dieser Krieg war ein globales Ereignis, also erscheint eine transnationale Darstellung des Konfliktes naheliegend. In diesem Falle handelt es sich um die europaweit wohl größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zum Thema, denn grenzüberschreitende Zusammenarbeit muss sowohl inhaltlich unterschiedliche Zugänge als auch vielfältige strukturelle und organisatorische Hindernisse überwinden.

Positionspapier der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften zu Open Access

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) stärkt ihre Unterstützung von Open Access mit einem am 14.08.2014 in der Reihe der "swiss academies communications" erschienenen Positionspapier. Das Papier wurde von der Kommission Biomedizinische Bibliotheken der SAMW in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe Open Access Schweiz (AG OA-CH) ausgearbeitet (http://www.akademien-schweiz.ch/dms/pub/communication0901d.pdf). Darin bezeichnet die Akademie Open Access als "den optimalen Weg, um die Informationsversorgung von Forschenden, Medizinalpersonen, Patienten und allgemeiner Öffentlichkeit nachhaltig zu sichern und zu verbessern" und fordert Verlage und Wissenschaftsakteure mit neun Empfehlungen auf, den Übergang zu Open Access zu beschleunigen.

Stipendiatenberichte und Neuigkeiten von Bibliothek & Information International

Unter dem Titel BII Stories berichtet Bibliothek & Information International (http://www.bi-international.de/) in einem Blog über Neues aus der internationalen Bibliothekswelt. Dort ist auch die laufende Berichterstattung über die IFLA Konferenz 2014 in Lyon zu finden.

Aufsatz über die systematische Suche in der Sammlung „Krieg 1914“ der Staatsbibliothek zu Berlin

Im Juli-Heft der Zeitschrift Zeitgeschichte regional – Mitteilungen aus Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichte Heike Krems, Fachreferentin für Allgemeines, Wissen- schaftskunde und Publizistik sowie Leiterin des Alten Realkatalogs in elektronischer Form (ARK-Online-Projekt), einen Aufsatz mit dem Titel: „Die Sondersammlung ‚Krieg 1914‘ der Staatsbibliothek zu Berlin – aufbereitet für eine sachliche Online-Suche“. Mit über 40.000 Druckschriften ist die Sondersammlung „Krieg 1914“ eine der weltweit größten Sammlungen zum Ersten Weltkrieg. Sie enthält Bücher, Periodika und Flugschriften in westeuro- päischen, slawischen und orientalischen Sprachen, die militärische und politische Ereignisse sowie ökonomische, soziale, moralische, religiöse und rechtliche Aspekte des Krieges behandeln – und daneben auch literarische Werke und Kinderbücher. Die historische Systematisierung dieses Titels ist im Netz unter http://ark.staatsbibliothek-berlin.de/system_detail.php?ebene=002.015.008.006.003.001.002.008&ACT=SRCHA&TRM=weltkrieg+mecklenburg&IKT=1y&NSI=SYS zu finden; die Online-Systematik steht mit 670 Seiten und 6.750 Systemstellen für Recherchen zur Verfügung (http://ark.staatsbibliothek-berlin.de/index.php?ebene=002.015.008&ACT=&IKT=&TX=&SET=&NSI=SYS).

„Europeana Collections 1914–1918“ erfolgreich abgeschlossen

Das von der Staatsbibliothek zu Berlin koordinierte Projekt „Europeana Collections 1914–1918“ wurde erfolgreich beendet. Die externen Gutachterinnen und Gutachter des Projekts kamen zu dem Gesamtergebnis: „Excellent progress. The project has fully achieved its objectives and goals for the period and has even exceeded expectations.“ Mit dem „Europeana Collections 1914–1918“-Projekt wurden insgesamt über 400.000 Bestandsobjekte aus der Zeit des Ersten Weltkrieges aus zehn europäischen Nationalbibliotheken und weiteren Einrichtungen digitalisiert und über die europäische digitale Bibliothek Europeana online zugänglich gemacht (http://www.europeana.eu).

Alle Digitalisate sind auch über das Themenportal Europeana 1914–1918 zugänglich. Mit Hilfe eines gemeinsamen Schlagwortsystems wurden die digitalisierten Bestände aus unterschiedlichen europäischen Ländern und verschiedenen Projekten miteinander vernetzt, so dass thematisch zusammengehörige Objekte einfacher gefunden werden können. So führt eine einzige Suche, z.B. nach dem Schlagwort „Propaganda“, zu Ergebnissen in verschiedenen Medientypen wie Filmen oder Plakaten und zu Ergebnissen aus verschiedenen europäischen Ländern in verschiedenen Sprachen (http://www.europeana1914-1918.eu). Für einen wesentlichen Teil der Digitalisate der Staatsbibliothek liegen zudem Volltexte vor, so dass die Texte in der digitalen Bibliothek der Staatsbibliothek auch vollständig Wort für Wort durchsuchbar sind (http://digital.staatsbibliothek-berlin.de).

CrossAsia Newsletter Nr. 8 Juli 2014

Der Newsletter der Virtuellen Fachbibliothek Ost- und Südostasien CrossAsia zum Sommer 2014 (http://crossasia.org/service/newsletter.html) bietet eine Einsicht in vier neu lizenzierte elektronische Ressourcen (Brill Asian Studies E-Book Collection, Volltext-Datenbanken zu vormodernen chinesischen Lokalchroniken und Enzyklopädien sowie Web OYA-bunko) und berichtet über Neuerungen in der sehr gut genutzten und wichtigen Datenbank JapanKnowledge.

Relaunch der ViFa Recht

Mit der Virtuellen Fachbibliothek Recht wurde nun auch die letzte der von der Staatsbibliothek zu Berlin betriebenen Virtuellen Fachbibliotheken auf das Content-Management-Framework Typo3 migriert. Diese Maßnahme gab zugleich den Impuls, ihre seit langem fest in der rechtswissenschaftlichen Fachcommunity etablierten Informationsservices technisch zu modernisieren und inhaltlich zu erweitern. Dabei waren keineswegs nur die noch unter den Bedingungen des inzwischen abgelösten Sondersammelgebietssystems konzipierten Dienste der Virtuellen Fachbibliothek Recht von dieser Revision betroffen. Denn die neu geschaffenen Rechercheinstrumente – darunter z.B. der „ViFa Recht International Discovery Service“ – geben bereits einen ersten Vorgeschmack auf die digitalen Angebote, die der neu an der Staatsbibliothek eingerichtete Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung in den kommenden Jahren umsetzen wird.

Ein etwas anderer Nachruf auf Robin Williams: Lyrik im Film

http://publishingperspectives.com/2014/08/oh-captain-my-captain-on-robin-williams-and-literature/

TTIP und Urheberrecht

Ein Beitrag der Süddeutschen Zeitung vom 16.08.2014: http://www.sueddeutsche.de/digital/urheberrecht-was-ttip-von-acta-unterscheidet-1.2089906.

Freitag, 15. August 2014

Beiträge aus b.i.t. online 17 (2014) H.3 (in Auswahl)

Gehrlein, Sabine. „Bibliothek und Publikationsmanagement von E-Journals im Open Access“. b.i.t. online 17 (2014) H. 3. S.225-230 (http://www.b-i-t-online.de/heft/2014-03-fachbeitrag-gehrlein.pdf)

„Das Publikationsmanagement von E-Journals im Open Access stellt ein neues Aufgabenfeld für Bibliotheken dar, das mit klassischen bibliothekarischen Kernkompetenzen, wie Bereitstellung der Infrastruktur, Beratung und Katalogisierung, zu einem Service mit deutlichem Mehrwert ausgestaltet werden kann. Am Beispiel des seit 2008 an der Universitätsbibliothek Heidelberg etablierten E-Journal-Publikationsservices [Anm.: der Service Open Journal Systems] sollen diese Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt und aktuelle Fragestellungen diskutiert werden“ (nach dem Abstract).

"Das Prinzip e-only in der wissenschaftlichen Literatur- und Informationsversorgung". S. 240-243 (http://www.b-i-t-online.de/heft/2014-03-kontrovers.pdf)

Nach einer Einführung von Wilfried Sühl-Strohmenger (UB Freiburg) in die Thematik beziehen Alexander Botte vom Informationszentrum Bildung am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung Frankfurt am Main (Pro) und Susanne Göttker von der ULB Düsseldorf (Kontra) Stellung zum Postulat e-only, das die DFG in den Grundsätzen für den Erwerb von Publikationen im Rahmen der neuen Fachinformationsdienste (FID) für die Wissenschaft als Leitlinie ausgegeben hat.

Helmkamp, Kerstin; Harms, Reinhard. "Die internationale Fernleihe im Rahmen von OCLC World Share ILL und ihre Einbindung in MyBib eDoc an der SUB Göttingen". S.251-254 (http://www.b-i-t-online.de/heft/2014-03-nachrichtenbeitrag-helmkamp.pdf)

Die SUB Göttingen nimmt an der nationalen und internationalen Fernleihe des GBV, an subito und an World Share ILL von OCLC teil. Fernleihen mussten bislang in zwei voneinander getrennten Sytemen bearbeitet werden: Für Fernleihen im Rahmen des GBV und von subito setzt die SUB seit 2005 MyBib eDoc als Bestellverwaltungs- und Liefersystem ein, das eine weitgehend automatische Bearbeitung über alle Standorte der Bibliothek mit zentraler Bestellübersicht ermöglicht. Fernleihen des OCLC-Verbundes wurden in WorldShare Interlibrary Loan (früher: WorldCat Resource Sharing) bearbeitet. Da eine Einbettung des Systems in lokale Bestellverwaltungs- und Liefersysteme nicht möglich war, mussten Fernleihbestellungen über WorldShare ILL getrennt von den Fernleih-Geschäftsgängen behandelt werden, wobei aufgrund fehlender Softwareunterstützung viele Tätigkeiten manuel erledigt werden mussten. Eine größere Effizienz bei der Fernleihbearbeitung insgesamt und eine Serviceoptimierung bei der Auslieferung von Kopien in WorldShare ILL waren daher Ziele eines 2013 von der SUB Göttingen initiierten Projekts. Kooperationspartner waren die Verbundzentrale des GBV und die Firma ImageWare, die den Auftrag erhielt, MyBib eDoc im Leistungsumfang so weiterzuentwickeln, dass es in der SUB Göttingen als einheitliches automatisiertes System für sämtliche Fernleihanfragen eingesetzt werden kann. Die Verfasser des Artikels stellen das erfolgreiche Projekt vor.

Münch, Vera. "Cloud-Lösungen für E-Ressource Management werden greifbar". S.296-297 (http://www.b-i-t-online.de/heft/2014-03-reportage-muench3.pdf)

Vera Münch berichtet über den OCLC Informationstag 2014, der Ende März 2014 in der Deutschen Nationalbibliotek in Frankfurt/Main stattfand. Die Vortragsfolien stehen auf der OCLC-Website unter http://oclc.org/content/go/de/informationstag-2014/presentations.html zur Verfügung.

Ergebnisse der EU-Konsultation zum Urheberrecht

Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass insgesamt mehr als 9.500 Antworten zu den Fragen zu den EU-Urheberrechtsrichtlinien eingegangen sind. Damit handelt es sich um eine der höchsten Beteiligungsraten an einer Konsultation für die EU-Gesetzgebung überhaupt. Die Meinung der Interessensvertreter wird nun von der Europäischen Kommission für die Überarbeitung der Gesetzeslage mit einbezogen. Dabei geht es unter anderen um territoriale Regeln im Binnenmarkt, Harmonisierung, Beschränkungen und Ausnahmen vom Urheberrecht im digitalen Zeitalter. Die öffentliche Konsultation startete am 05.12.2013 und endete im März 2014. Wer mehr wissen möchte, rufe den Report on the responses to the Public Consultation on the Review of the EU Copyright Rules (http://ec.europa.eu/internal_market/consultations/2013/copyright-rules/docs/contributions/consultation-report_en.pdf) auf.

Donnerstag, 14. August 2014

Grütters fördert Digitalisierung des deutschen Filmerbes mit 1 Million Euro

Damit Filme aus der Vergangenheit auch in Zukunft noch angesehen werden können, müssen sie digitalisiert werden. Für Kulturstaatsministerin Grütters hat die Erhaltung des nationalen Filmerbes "hohe Priorität". Deshalb stellt sie für seine Digitalisierung in diesem Jahr eine Million Euro zur Verfügung. Die kulturhistorisch wichtige und dringend notwendige Digitalisierung des nationalen Filmerbes ist als Aufgabe von nationaler Bedeutung ausdrücklich in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Staatsministerin Grütters erklärte dazu: „Filme aus der Vergangenheit sind sensible Zeitdokumente unserer Kultur. Dieses Filmerbe mit seinem herausragenden historischen Wert in seiner Vielfalt lebendig zu erhalten, hat für mich hohe Priorität. Unser nationales Filmerbe muss für die Öffentlichkeit weiterhin zugänglich gemacht und für künftige Generationen erhalten werden. Die Filme, die gegenwärtig nur analog vorhanden sind, geraten immer mehr in Vergessenheit und verschwinden in unserer digitalen Mediengesellschaft zunehmend von der Kinoleinwand. Deshalb müssen sie digitalisiert werden. Viele analoge Filmmaterialien drohen aufgrund ihrer Beschaffenheit sogar unwiederbringlich zu zerfallen. Dies darf nicht passieren. Deshalb schützen und bewahren wir mit großer Sorgfalt gerade auch dieses nationale Kulturerbe“ (vgl. dazu die Pressemitteilung unter http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2014/08/2014-08-08-bkm-filmerbe.html).

Niederländisches ÖB-Strategiepapier auch in englischer Sprache

Das zu Beginn dieses Jahres veröffentlichte Strategiepapier des Niederländischen Instituts für Öffentliche Bibliotheken (SIOB), das unter dem Titel "Bibliotheek van de toekomst: knooppunt voor kennis, contact en cultuur" Entwicklungsoptionen bis zum Jahr 2025 aufzeigt, liegt nun auch in englischer Übersetzung vor. "The Library of the Future: Hub for Contact, Knowledge and Culture" kann von der Internetseite des SIOB in zwei Fassungen heruntergeladen werden: als farbige Publikation unter http://www.siob.nl/media/documents/Library_of_the_Future_12082014_DEF.pdf und als druckfreundliches einfarbiges Dokument unter http://www.siob.nl/media/documents/Library_of_the_Future_PRINTVERSIE_def.pdf.

DFG fördert Digitalisierung der Augsburger Baumeisterbücher

Mit den in der Reichsstadt Augsburg nach den rechnungsführenden Ratsherren Baumeisterbücher (BMB) genannten Rechnungsbüchern liegt eine Quelle von überregionaler Bedeutung vor. Fast lückenlos sind seit 1320 bis 1800 Jahr für Jahr nahezu die gesamten Ausgaben und zum Teil die Einnahmen der Stadt und des Rates von Augsburg darin verzeichnet. Die Baumeisterbücher sind daher eine hervorragende Quelle nicht nur für wirtschafts- und verwaltungsgeschichtliche, sondern insbesondere auch für sozial- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen. Die DFG hat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) 400.000 Euro für eine kommentierte digitale Edition der Augsburger Baumeisterbücher bewilligt. In den kommenden drei Jahren werden unter der Leitung von Jörg Rogge drei Mitarbeiter den Bestand der mittelalterlichen Rechnungsbücher der Stadt Augsburg für den Zeitraum von 1320 bis 1466 bearbeiten. Die handschriftlichen Einträge werden transkribiert und in eine moderne Texterfassung übertragen. Außerdem werden einschlägige Sachverhalte kommentiert und die jahrgangsweise online präsentierten Baumeisterbücher durch Informationen zu Personen, Orten, Institutionen und Sachverhalten erschlossen. Die Online-Präsentation der Baumeisterbücher erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften der Universität Trier und der UB Mainz. Das Ziel des Projektes ist es, die bearbeiteten Baumeisterbücher zukünftig online durchsuchbar und frei zugänglich zu präsentieren.

BSB erwirbt Lafreri-Atlas

Die BSB München hat einen kostbaren Sammelband mit 191 teilweise unbekannten Karten erworben. Der sogenannte Lafreri-Atlas aus dem 16. Jahrhundert vereinigt Kartenblätter bedeutender Kupferstecher. Der Preis für das umfangreiche historische Kartenwerk wurde mit fast 1,4 Mio. Euro angegeben.

36.000 historische Bücher der Anna-Amalia-Bibliothek restauriert

Zehn Jahre nach dem Brand vom 02.09.2004 in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek stehen 36.000 brandgeschädigte Bände wieder für die Benutzung zur Verfügung. Seit der Brandkatastrophe mit einem Totalverlust von 50.000 Titeln sind zudem 41.000 alte Bücher neu in den Bestand integriert worden. Dazu gehören über 10.000 Ersatzexemplare für verbrannte Bücher. Bei dem Brand wurden insgesamt 62.000 Bände beschädigt, 37.000 trugen Wasser- und Hitzeschäden an den Einbänden und 25.000 Titel Brandschäden an den Buchseiten davon. Diese sogenannten Aschebücher werden in einer Spezialwerkstatt der Stiftung restauriert. Bislang wurden über 440.000 Blatt bearbeitet, was mehr als 2.200 Bänden entspricht. Die sanierte historische Bibliothek wurde drei Jahre nach dem Brand im Herbst 2007 wiedereröffnet. Seit 1998 gehört die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Neue Publikationsplattform "Edition Open Sources"

Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte verbreitet im Rahmen der „Digital Humanities“ seine Forschungsergebnisse zunehmend entsprechend des Open Access-Gedankens sowie auf der Basis der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (http://openaccess.mpg.de/3515/Berliner_Erklaerung). Um Forschungsergebnisse, die auf seltenen Werken der Wissenschaftsgeschichte aufbauen, für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen, haben das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und seine Forschungsbibliothek, gemeinsam mit der History of Science Collection und dem Department for the History of Science an der University of Oklahoma (OU), ein neues Modell für das wissenschaftliche Publizieren von Primärquellen der Wissenschaftsgeschichte begründet. Zur Förderung der weltweiten Verwendung der bereitgestellten Materialien werden die beiden teilnehmenden Institutionen ihre nicht urheberrechtlich geschützten Sammlungen digitalisieren und sie auf einer Plattform zugänglich machen. Die Edition Open Access-Plattform (http://www.edition-open-access.de/) wurde entworfen, um Primärquellen zusammen mit Transkriptionen und kritischen Analysen bereitzustellen. Die digitalen Formate werden unmittelbar nach Veröffentlichung weltweit kostenlos zugänglich sein.

Freitag, 8. August 2014

Projekte des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg (BSZ) in Bibliothek, Forschung und Praxis 2/2014

Kühn, Roswitha. „E-Books und PDA im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund“. Bibliothek, Forschung und Praxis 38 (2014) H.2. S.253-256 (Preprint online unter https://www.b2i.de/fileadmin/dokumente/BFP_Preprints_2014/Preprint-Artikel-2014-AR-2952-K%C3%BChn.pdf).

„Wie kommen eigentlich die Metadaten zu den E-Books, die eine Bibliothek für die nutzergesteuerte Erwerbung anbietet, in ihren Katalog? Dafür hat das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg für die Teilnehmerbibliotheken des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes bisher drei verschiedene Varianten der Datenverarbeitung implementiert, deren Vor- und Nachteile hier beleuchtet werden“ (nach dem Abstract). Roswitha Kühn ist Mitarbeiterin des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg in Konstanz.

Nagl, Manfred. „'Kindermedienwelten' - ein Projekt zu einem Forschungsfeld mit vielen weißen Flecken“. Bibliothek, Forschung und Praxis 38 (2014) H.2. S.294-300 (Preprint online unter https://www.b2i.de/fileadmin/dokumente/BFP_Preprints_2014/Preprint-Artikel-2014-AR-2949-Nagl.pdf).

„Das Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK) an der Hochschule der Medien Stuttgart besitzt eine Sammlung von über 4.00 Kindermedien. Sie umfasst Beispiele aus nahezu allen für Kinder relevanten Medienbereiche: akustische und visuelle Medien, Spiel- und Lernmedien und Medienverbünde. Dieser Fundus bildet die Basis für den Aufbau einer Internetpräsentation und Forschungsprojekte zur Geschichte, Nutzung, Sozialisationsleistung und Interaktion von Medien für Kinder“ (nach dem Abstract). Die Sammlung wird mit Unterstützung des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg (BSZ) in die imdas-pro Museumsdatenbank eingegeben. Damit wird sowohl die Dokumentation nach wissenschaftlichen Kriterien wie die öffentliche Zugänglichkeit gewährleistet. Ebenfalls unterstützt vom BSZ wird unter der Adresse http://www.kindermedienwelten.de auf der Basis des MuseumsInformationsSystems (MusIS) eine Auswahl aus den vier Bereichen der Sammlung als virtuelle Ausstellung im Internet präsentiert. Damit bietet sich die Möglichkeit, das Themenfeld Kindermedien über die Ausstellungsobjekte hinaus zu ergänzen, zu vernetzen und in größere Kontexte zu stellen. Mit finanzieller Unterstützung der Förderinitiative „Ein Netz für Kinder“, das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und vom Bundesfamilienministerium zur Entwicklung qualitätsvoller Internetangebote für Kinder ins Leben gerufen wurde, wurde auf der Basis der Sammlung eine kindgerechte Webseite (http://www.mexii.de). Das als Point-and-Click-Adventure gestaltete Webangebot wurde im Zusammenarbeit mit dem BSZ entwickelt, das im Rahmen des Projekts die imdas-pro-Datenbank zur Erfassung der Objekte zur Verfügung stellt und das Angebot hostet.

UB Freiberg startet Digitale Bibliothek

Die Universitätsbibliothek „Georgius Agricola“ <105> der Technischen Universität Bergakademie Freiberg/Sachsen stellt bislang nur schwer auffindbare oder öffentlich nicht zugängliche Bestände der Öffentlichkeit zur Verfügung. Für die Digitalisierung und Präsentation der Freiberger Bestände, die von der SLUB Dresden maßgeblich unterstützt werden, wird die Open-Source-Software Goobi genutzt. In der neuen Digitalen Bibliothek präsentiert die UB Freiberg einen Großteil ihrer Schätze aus dem wissenschaftlichen Altbestand (http://digital.ub.tu-freiberg.de/kollektionen/). Neben einer Kollektion von 220 Sächsischen Grubenrissen oder den Bildern des Bergaufzugs von 1719 gibt es u. a. ein vollständig digitalisiertes Jahrbuch: Das „Jahrbuch für das sächsische Berg- und Hüttenwesen“ mit 114 Bänden enthält die wichtigsten statistischen Angaben zum sächsischen und europäischen Montanwesen, die bis ins Jahr 1829 zurückgehen. Bis zum 250. Gründungsjubiläum der Bergakademie im kommenden Frühjahr wird zudem ein montanhistorisches Portal aufgebaut. Dort werden Aufsätze zur sächsischen Bergbau- und Hüttengeschichte digital und im Volltext zur Verfügung gestellt, darunter bislang unveröffentlichte Arbeiten. Das Montan-Portal wird kontinuierlich vervollständigt und erweitert. Gemäß dem OpenData-Gedanken können alle Digitalisate komplett oder in Teilen frei verwendet werden. Die UB Freiberg ist von Anfang an Mitglied im Goobi e.V. und zählt neben der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, der Bibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, der SLUB Dresden, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, der Universitätsbibliothek Kiel, der Oberösterreichischen Landesbibliothek Linz und der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, zu den Gründungsmitgliedern der im September 2012 ins Leben gerufenen Initiative „Goobi Digitalisieren im Verein“ (vgl. dazu Oliver Löwe. „Sächsisches Berg- und Hüttenwesen digital: Universitätsbibliothek Freiberg startet Digitale Bibliothek mit Gobi und plant weitere Kollektionen“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 2/2014. S.108-109). .

Donnerstag, 7. August 2014

DNB mahnt Pflichtexemplare per Mail

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) hat ein automatisiertes Erinnerungsverfahren für ablieferungspflichtige Publikationen eingeführt. An ausstehende Ablieferungen wird zunächst per E-Mail erinnert, bevor die DNB das formale Mahnverfahren aufnimmt. Die E-Mail-Erinnerungen basieren für Bücher auf den Neuerscheinungsankündigungen der Verlage im VLB und für Hefte von Periodika auf dem vom Verlag angegebenen Erscheinungsverlauf. Das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) und die Pflichtablieferungsverordnung (PflAV) schreiben die Ablieferungspflicht für jedes in Deutschland erschienene Werk vor (gedruckte und / oder elektronische Werke und Tonträger).

Rückgang bei gedruckten Büchern in den USA

Die US-Verlage haben 2013 circa 305.000 Print-Titel produziert. Das entspricht einem Rückgang in Höhe von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hält sich der Printbereich der US-Verlage trotz der Konkurrenz durch E-Books relativ stabil. Bei der Belletristik, dem größten Segment, gab es 2013 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von einem Prozent auf 50.498 Titel. Kinder- und Jugendbücher verzeichneten ein Minus von 1 Prozent (32.902 Titel). Stärkere Einbußen gab es in den Segmenten Wirtschaft (minus 20 Prozent) und Religion (minus 6 Prozent), sehr gut schnitt dagegen Musik (plus 24 Prozent) ab. Die Anzahl der Titel, die nicht über traditionelle Verlage veröffentlicht wurden, brach 2013 mit minus 45,7 Prozent (auf 1,1 Millionen Titel) gegenüber dem Vorjahr regelrecht ein. Hierzu gehören etwa Self-Publishing, Print on Demand und der Nachdruck gemeinfreier Titel (Zahlen nach Bowker / zitiert nach Publishers Weekly).

Nachlass von Dietrich Fischer-Dieskau in der Staatsbibliothek zu Berlin

Der Nachlass des vor zwei Jahren verstorbenen Sängers, Dirigenten und Schriftstellers Dietrich Fischer-Dieskau (1925-2012) wurde der Staatsbibliothek zu Berlin von seiner Witwe Julia Varady, verh. Fischer-Dieskau, als Geschenk übergeben. Der Inhalt von über 100 Nachlasskisten wird jetzt gesichtet und für die Erfassung in der Datenbank der Nachlässe Kalliope (http://kalliope.staatsbibliothek-berlin.de/) vorbereitet. Zu dem Nachlass gehören zahlreiche Musikdrucke mit eigenhändigen Notizen, darunter viele Lieder und umfangreiche Korrespondenzen mit Musikern, Konzertagenturen, Firmen oder auch Verehrern. Außerdem befinden sich zahlreiche Manuskripte zu seinen Vorträgen, Aufsätze und Bücher sowie Verträge, Fotos und viele Schallplatten und CDs in Fischer-Dieskaus Nachlass. Ein besonderes Stück ist sein Konzertflügel, den er in den 50-er Jahren zu Beginn seiner Karriere kaufte.

Konsortium von 20 belgischen Bibliotheken wird Mitglied von WorldCat

Anet, ein Konsortium von 20 belgischen wissenschaftlichen Bibliotheken, darunter auch die Bibliothek der Universität Antwerpen und die Kulturerbe-Bibliothek Hendrik Conscience, unterzeichnete eine Übereinkunft mit OCLC, die WorldCat um zwei Millionen Bestandsdaten erweitert. Anet ist das erste Bibliothekskonsortium Belgiens, das Einträge für WorldCat bereitstellt.

Zehn Tipps für Autoren von J. R. R. Tolkien

http://www.mediabistro.com/galleycat/j-r-r-tolkiens-10-tips-for-writers-infographic_b88880

Dienstag, 5. August 2014

Netzpublikationen aus Sachsen

Zu den originären Aufgaben der SLUB Dresden als Sächsischer Staatsbibliothek gehört die möglichst vollständige Sammlung von Veröffentlichungen zu Sachsen wie auch der in Sachsen erschienenen Publikationen (Pflichtexemplare). Mit der Novelle des SLUB-Gesetzes vom 17.12.2013 hat der Gesetzgeber diesen Auftrag erneut bestätigt. Neu ist die Einbeziehung von Netzpublikationen (oder auch Online-Publikationen) in die Ablieferungspflicht. Diese digitalen Publikationen sind im novellierten § 11 SächsPresseG als „… Darstellungen in Schrift, Bild und Ton, die … in unkörperlicher Form in öffentlichen Netzen verbreitet werden“ definiert. Im bibliothekarischen Sprachgebrauch wird oft synonym der Begriff elektronisches Pflichtexemplar (oder auch kurz E-Pflicht) verwendet. Zu den Netzpublikationen gehören beispielsweise im Internet veröffentlichte Dateien diverser Formate (sehr häufig PDF), E-Books, Webseiten, Weblogs u. ä. Diese Veröffentlichungen können frei verfügbar sein oder Nutzungseinschränkungen unterliegen. Als Basis der praktischen Arbeit dienen zum einen die Sammelrichtlinien für Pflichtexemplare, die in Form eines internen Arbeitspapiers vorliegen. Zum anderen wird für die praktische Umsetzung ein Werkzeug für die Verarbeitung der elektronischen Dokumente benötigt. Dafür wird der Sächsische Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa (http://www.qucosa.de/) genutzt, um die Dokumente selbst sowie die zugehörigen Metadaten aufzunehmen und zu speichern. Unabdingbar für die erfolgreiche Langzeitarchivierung ist die Beschaffenheit der Dokumente hinsichtlich definierter technischer Standards. Die SLUB Dresden arbeitet in Kooperation mit dem Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechner (ZIH) in Dresden seit Juli 2012 auf Basis der Software Rosetta (ExLibris) am Aufbau eines Langzeitarchivierungssystems (nach: Gaitzsch, Uta; Wartenberg, Anke. "Wenn die Pflicht ruft… Die Novellierung des sächsischen Pressegesetzes und das sächsische Pflichtexemplar“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 2/2014. S.79-81).

Im Baden-Württembergischen Online-Archiv BOA (http://www.boa-bw.de/) sammeln die Badische Landesbibliothek Karlsruhe, die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart und das Landesarchiv Baden-Württemberg elektronische Publikationen und Websites aus oder über Baden-Württemberg. Die Publikationen werden erschlossen, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und für die Zukunft archiviert. Der technische Betrieb von BOA und die Sicherung der Daten werden vom BSZ geleistet. BOA wird mit der vom BSZ entwickelten Archivierungssoftware SWBcontent betrieben. Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek nutzt die Plattform SaarDok (http://saardok.sulb.uni-saarland.de/), um elektronische Publikationen und Websites mit Bezug zum Saarland zu erschließen, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und zu archivieren. Der Betrieb und die technische Sicherung der Inhalte von SaarDok werden vom BSZ geleistet. Als technische Grundlage für SaarDok verwendet das BSZ ebenfalls die Archivierungssoftware SWBcontent.

Buch und Buchhandel in Zahlen 2014 erscheint diese Woche

Einen kompakten Überblick über den aktuellen deutschen Buch- und E-Bookmarkt bietet "Buch und Buchhandel in Zahlen 2014". Das Buch wird ab dem 07.08.2014 zum Preis von 39.50 Euro ausgeliefert. "Buch und Buchhandel in Zahlen" bündelt die zentralen Wirtschaftszahlen des deutschen Buchmarkts: - Allgemeine Daten zum Umsatz, - zur Titelproduktion, - zu Vertriebswegen, - zu einzelnen Warengruppen, - zu Buchlesern und -käufern sowie - ein ausführliches Kapitel zum E-Book-Markt.

Jahresberichte der SNB seit 1.1895 online

Die Jahresberichte der Schweizerischen Landesbibliothek bzw. der Nationalbibliothek (NB) in Bern sind vom ersten Bericht, der 1895 erschien, bis heute online. Die Jahresberichte stehen auf der Website http://retro.seals.ch/ - "DDC-020: Bibliotheks- und Informationswissenschaften" zur Verfügung.

Montag, 4. August 2014

Numélyo - Lyons digitale Bibliothek

Die Plattform Nymélyo, die am 12.12.2012 startete, ist das Ergebnis einer staatlich-privaten Partnerschaft zwischen Google und der Lyoner Stadtbibliothek (BmL), die der amerikanischen Suchmaschine als erste europäische Bibliothek die Digitalisierung ihrer umfangreichen Sammlung anvertraute. Ihr Leiter Gilles Eboli erinnert sich in einem Gespräch mit dem Goethe-Institut an die Anfänge dieses gewaltigen Unternehmens (http://www.goethe.de/ins/fr/lp/kul/mag/bsz/de13014266.htm).

Fachinformationsdienste statt Sondersammelgebiete - Schwerpunktthema in ZfBB 3/2014

Kümmel, Christoph; Strohschneider, Peter. "Ende der Sammlung? Die Umstrukturierung der Sondersammelgebiete der Deutschen Forschungsgemeinschaft". Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 61 (2014) H.3. S.120-129.

"Die künftigen Herausforderungen einer effizienten wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur sind erheblich. Zu ihrer Bewältigung kommt es auf eine enge Abstimmung aller beteiligten Akteure an. Eine entsprechende Klärung der Rolle der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihres Selbstverständnisses bei der Förderung versucht der Beitrag zu leisten. Ein Teil der DFG-Förderung, die Sondersammelgebiete, wird nach einer intensiven Programmevaluierung grundsätzlich neu ausgerichtet. Hieraus folgt eine weitreichende Umstrukturierung, da sich der Beitrag des neuen Förderprogramms, der Fachinformationsdienste, nicht mehr vorrangig auf umfassende Literatursammlungen bezieht. Ausgehend von einem Rückblick auf den über 60-jährigen Wandel der Förderung wird dargelegt, welche komplementäre Funktion die qualitätsorientierte Zusatzfinanzierung der DFG für Aufbau und Weiterentwicklung von Informationsinfrastrukturen erfüllt. Anschließend wird beschrieben, welche Aufgabe den Fachinformationsdiensten im Gefüge überregionaler Informationsinfrastrukturen zukommt und was der weiterentwickelte Rahmen der DFG-Förderung für die bibliothekarische Sammlung bedeuten kann" (nach dem Abstract).

Dörr, Marianne. "Vom Sondersammelgebiet zum Fachinformationsdienst – ein Praxisbericht". S.130-137.

"Die laufende Umgestaltung des etablierten Systems der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sondersammelgebiete in Fachinformationsdienste für die Wissenschaft wird in der bibliothekarischen Öffentlichkeit, nicht nur von den betroffenen Bibliotheken, intensiv diskutiert. Der Beitrag schildert den Übergang von den Sondersammelgebieten zu Fachinformationsdiensten aus der Perspektive einer betroffenen Bibliothek, der Universitätsbibliothek Tübingen. Dabei werden sowohl die Konzepte, die die Bibliothek für ihre bereits gestellten Fachinformationsanträge verfolgte, dargestellt als auch bibliotheksübergreifende Überlegungen zur Umgestaltung des Sondersammelgebietssystems und seinen Konsequenzen angestellt" (nach dem Abstract).

Griebel, Rolf. "Ein »folgenreicher« Paradigmenwechsel. Die Ablösung der Sondersammelgebiete durch die Fachinformationsdienste für die Wissenschaft". S.138-157.

"Der Beitrag stellt die Probleme dar, die aus der Transformation der DFG-Sondersammelgebiete in Fachinformationsdienste resultieren. Der Aufsatz, der das in diesem Kontext gezeichnete Bild des SSG-Systems unter einigen Aspekten korrigiert und aufzeigt, dass wesentliche Elemente des FID-Systems bereits lange Kontinuitäten zu älteren Förderkonzepten der DFG aufweisen, setzt sich kritisch mit dem Paradigmenwechsel vom umfassenden vorsorgenden Bestandsaufbau zum selektiven Bestandsaufbau und den Konsequenzen einer strikten »E-Only-Policy« in der gegenwärtigen Phase auseinander. Er entlarvt die Legitimation des Paradigmenwechsels aus der maßgeblichen Mitgestaltung der Fachcommunity beim Bestandsaufbau als Fiktion. Der Prozess des kurzwegigen Übergangs in ein neues Diensteparadigma deutet darauf hin, dass das Verständnis für die größeren Zusammenhänge einer nachhaltigen, stabilen und verlässlichen Literaturversorgung auf Spitzenniveau abhanden gekommen ist" (nach dem Abstract).

Webseiten-Sammlung der DNB für die Benutzung vor Ort geöffnet

In den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek werden erstmals Webseiten aus der Sammlung der Bibliothek bereitgestellt. Diese bislang für Bibliotheken nur schwer handhabbare Publikationsform wird damit zunächst in ausgewählten Bereichen dauerhaft bewahrt und zugänglich gemacht. In einem ersten Schritt liegt der Fokus auf Webseiten von Institutionen, wie Bundesbehörden, Interessenverbänden und Kultureinrichtungen. Die derzeit rund 700 meist vierteljährlich gesammelten Webseiten werden bibliothekarisch erschlossen und sind sowohl über die Katalogeinträge in der Deutschen Nationalbibliografie als auch über eine Volltextsuche in den Lesesälen recherchierbar. Da Webseiten häufig aktualisiert werden, ermöglicht das Webarchiv das Auffinden von Informationen, die inzwischen nicht mehr verfügbar sind. Eine Übersicht über die bisherige Sammlung findet sich direkt über ein Desktop-Icon in der elektronischen Handbibliothek (kurz: EHB), im Menüpunkt Webarchiv (http://dnb.oia-dwa.de/ - Das Webarchiv ist nur innnerhalb der DNB erreichbar).

Übersicht über deutsche Beiträge zum IFLA-Weltkongress 2014

Auch in diesem Jahr sind zahlreiche Expertinnen und Experten aus der Bundesrepublik mit Vorträgen und Posterpräsentationen am Weltkongress Bibliothek & Information beteiligt. Zudem bringen sich wiederum viele Kolleginnen und Kollegen als Mitglieder von Gremien, Sektionsausschüssen, Interessengruppen u. ä. in die Organisation der unterschiedlichsten Programmpunkte ein. Ein Überblick über die in Kooperation mit der deutschen Fachgemeinde angebotenen Veranstaltungen in Lyon findet sich auf der Internetseite des IFLA-Nationalkomitees Deutschland (http://www.ifla-deutschland.de/de/ifla_konferenzen/ifla_2014_lyon/beitraege.html).

IFLA-Weltkongress in Lyon vom 16. bis 22.08.2014

Im Zusammenhang mit dem diesjährigen 80. IFLA-Kongress in Lyon hat das Goethe-Institut Frankreich ein zweisprachiges Dossier mit interessanten Informationen zum französischen und deutschen Bibliothekswesen erstellt (http://www.goethe.de/ins/fr/lp/kul/mag/bsz/deindex.htm).

Freitag, 1. August 2014

Privatkopie in Großbritannien jetzt legal

Britische Nutzer können vom 01.10.2014 an für den privaten Gebrauch Kopien von urheberrechtlich geschützten Werken ziehen. Das Oberhaus des britischen Parlaments hat entsprechende Verordnungsentwürfe nach jahrelangen Auseinandersetzungen am Abend des 29.07.2014 abgesegnet, nachdem das Unterhaus schon im Laufe des Monats zugestimmt hatte. Das exklusive Verwertungsrecht in der britischen Copyright-Gesetzgebung wird demnach nun eingeschränkt.

Die beschlossene Ausnahme für die Privatkopie ist vergleichsweise eng gefasst. Nutzern dürfen legal erworbene Inhalte für den "strikt persönlichen Gebrauch" auf Abspielgeräte und digitale Medien übertragen und so vervielfältigen. Das gilt etwa für den Transfer einer Musiksammlung oder von E-Books vom PC auf einen Tablet-Computer, ein Smartphone oder auch in die "private Cloud", solange dazu keine Dritten Zugang haben. Kopien aus rechtswidrigen Quellen oder von geliehenen Medien, Rundfunkübertragungen oder Abrufdiensten wie Video on Demand sind nicht zulässig. Technische Vervielfältigungsblockaden etwa über Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) dürfen nicht umgangen werden.

Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten geht der britische Gesetzgeber nicht davon aus, dass Urhebern und Verwertern ein zusätzlicher finanzieller Schaden entsteht, der durch eine Vergütungspauschale ausgeglichen werden müsste. Große Teile der Bevölkerung hätten letztlich schon immer in einer rechtlichen Grauzone Privatkopien angefertigt, die Wirtschaft habe die Verluste bereits in ihre Preise für Kulturgüter mit einbezogen. Für das Zitieren gilt vom Herbst an ebenfalls eine weitergehende Erlaubnis als bisher: Sie erstreckt sich unabhängig vom Zweck auf jede Nutzung, solange diese "fair" und verhältnismäßig ist sowie die Quelle genannt wird. Vom gleichen Grundsatz sollen die Bereiche Parodie und Karikatur profitieren (nach: heise online vom 31.07.2014).

Open Access bei juristischen Dissertationen und anderswo

"Wenn man in der Expertensuche der DNB ein wenig herumspielt ..., bekommt man sehr interessante Werte. Von den im Jahr 2013 erschienenen Dissertationen sind 31% frei zugängliche Online-Ressourcen. Im Fach Rechtswissenschaft hingegen sind es nur magere 2,6%. Sicher wird hier sogleich der Argument der "Buchwissenschaft" bemüht, aber selbst Fächer wie Politikwissenschaft oder gar Philosophie kommen mittlerweile auf 21 %, die Philologen auf 24%, die Literaturwissenschaftler auf 14%, die Wirtschaftswissenschaftler auf 38% und die Historiker gar auf 50%. Und selbst die Theologen schaffen 4,3%. Eine "Open-Access-Heuchelei der Bibliothekare" gibt es bei den Dissertationen jedenfalls nicht, im Fach Bibliotheks- und Informationswissenschaft liegt die Online-Quote bei 40%. Interessant sind die Ingenieure, die ja immer Angst wegen ihrer Patente haben: Hier sind 38% der Arbeiten frei zugänglich" (Quelle: Eric Steinhauer in der Inetbib-Liste vom 31.07.2014 - http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg53617.html).

Eric Steinhauer zur juristischen Buchproduktion in Deutschland und Folgerungen für das Fachreferat Rechtswissenschaften

Mit Erscheinungsjahr 2013 hat die Deutsche Nationalbibliothek 73.924 Bücher verzeichnet, die im Verlagsbuchhandel erschienen sind. Darunter waren 4.505 juristische Bücher (6,1% aller Neuerscheinungen). Daraus folgert Steinhauer für das Fachreferat: "Interessant ist, welche Folge sich aus diesen Zahlen für die Arbeit im Fachreferat, insbesondere für die Etatkalkulation, ergeben. Wenn man einen juristischen Kommentar im Schnitt mit 150 €, ein Lehrbuch mit 40 € und eine Dissertation mit 65 € kalkuliert und als Zielgröße die Hälfte aller Kommentare, 2/3 aller Lehrbücher und 1/10 aller Dissertationen wählt und dazu noch einen Aufschlag für Handbücher, Festschriften und sonstige Monographien von 1/2 der Kommentarkosten hinzurechnet, kommt man auf rund 50.000 € an notwendigen Erwerbungsmitteln für den Buchkauf.

Relevante Verlage

Er ist vertretbar, die aktive Literaturauswahl auf die eingangs genannten 14 Verlage zu beschränken. Kovac wird hier gemeinhin wegen der hohen Buchpreise als problematisch angesehen. Die Ansicht freilich, nur bei Mohr oder Duncker & Humblot seien die besonders hochwertigen Dissertationen mit den Prädikaten "summa cum laude" und "magna zum laude" zu finden, ist irrig. Glaubt man der Promotionsstatistik, ... so entsprechen gut 65% aller Dissertationen diesem Prädikat. Allein das "Summa" wird in rund 18% der Fälle vergeben. Bezogen auf die Zahlen aus 2013 bedeutet dies, dass gut 1.000 Arbeiten als Prädikatsdissertation zu bezeichnen sind und 280 Arbeiten das höchste Prädikat erhalten haben. Dieser Befund rechtfertigt es nicht, einen Verlag wie Kovac, der immerhin zu den zahlenmäßig starken Anbietern gehört, a priori auszuschließen.

Pragmatische Literaturauswahl bei den Monographien

Beschränkt man sich auf die genannten Verlage und wertet zudem einmal im Quartal die Reihe H der DNB aus, dürfte dies für ein solides juristisches Fachreferat ausreichend sein." (Quelle: http://skriptorium.blog.de/2014/08/01/juristische-publikationen-2013-zahlen-fachreferent-19022513/)

Masala Nr. 3 / 2014 erschienen

Die neue Ausgabe des Newsletters "Masala" der Bibliothek des Südasien-Instituts in Heidelberg ist am 31.07.2014 erschienen. Die Online-Ausgabe kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/masala/issue/view/1702.

Einen besonderen Hinweis wert sind die Beiträge von Arian Hopf: Yunani im Kontext des 19. Jahrhunderts in Südasien und Elmar Stapefeldt: ahara - Ayurveda-Ernährung.

Daneben informiert der Newsletter wieder über fachrelevante Veranstaltungen sowie Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet "Südasien" und Savifa.

Neues Leibniz-Journal mit dem Schwerpunktthema Krieg, Frieden und Konflikte

Im neuen Journal der Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz-Journal 2/2014) steht das Leitthema "Frieden und Konflikte" im Vordergrund.

Harald Müller, Leiter der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, warnt, dass Großmachtkriege auch im 21. Jahrhundert möglich sind. Regionale Konflikte könnten sich „wellenartig ausbreiten“ – und so globale Krisen entfachen, schreibt Müller in einem Exklusivbeitrag für das neue Leibniz-Journal „Frieden und Konflikte“. Weitere Beiträge befassen sich mit der Ukraine-Krise, der Erinnerungskultur, dem Ersten Weltkrieg und der sowjetischen Besatzung Afghanistans.