Dienstag, 30. Dezember 2014

Archiv Soziale Bewegungen in Freiburg

Das Archiv Soziale Bewegungen in Freiburg wird von einem Förderverein getragen, der seit dem Jahr 2006 besteht und jedes Jahr rund 10.000 Euro für den Unterhalt des Archivs sammelt. Die Stadt Freiburg gibt einen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro, das Land Baden-Württemberg erstmals seit diesem Jahr 25.000 Euro. Aus den Einnahmen werden Miet-, Sach- und Personalkosten getragen. Das Archiv ist in der Adlerstraße 12, 79098 Freiburg untergebracht

Das Archiv besitzt über 200.000 Flugblätter, etwa 5.000 Broschüren, 1.500 Zeitschriftentitel, 4.000 Plakate, 150 Filme, 600 Tonträger, 1.000 Fotos, Buttons, Postkarten, Aufkleber, zumeist aus Nachlässen von "Alt-68ern" und ehemaligen Aktivisten. Schwerpunkt der Sammlung sind die politischen Initiativen und Bewegungen, die es vor 30 oder 40 Jahren in und um Freiburg gab. So gibt es etwa eine umfangreiche Sammlung rund um die Protestbewegung gegen das geplante Atomkraftwerk in Wyhl nördlich des Kaiserstuhls, die von Erfolg gekrönt war. 10.250 Dokumente mit circa 40.000 Seiten sind digitalisiert.

DFG fördert ZPID-Projekt zum Forschungsdatenmanagement in der Psychologie

Das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) in Trier betreibt seit mehr als zehn Jahren das Archiv für psychologische Forschungsdaten PsychData. Da dennoch das Data Sharing, also das Teilen von Forschungsdaten, in der Psychologie wenig verbreitet ist, hat die DFG das Projektvorhaben DataWiz bewilligt. Das Projektvorhaben verfolgt zwei strategische Ziele: - Die Etablierung eines fachgerechten Forschungsdatenmanagements in der Psychologie und - die nachhaltige Sicherung der Forschungsdaten, verknüpft mit Anreizen, die Daten zu teilen. Das Assistenzsystem DataWiz ist eine Art Expertensystem, das Wissensbasis und prozedurale Unterstützung zugleich bietet.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Aufbau von DataWiz mit Drittmitteln in Höhe von rund 315.000 Euro auf 24 Monate (nach der Pressemitteilung vom 17.12.2014).

Digitaler Blick auf Stuttgart

Die Stadt Stuttgart hat auf ihrer Internetseite eine umfangreiche Sammlung von Stadtplänen freigeschaltet. Zum Start des Portals klickt man unter http://www.stuttgart.de ganz oben auf „Stadtplan“ oder gibt in der Adresszeile des Browsers http://www.stuttgart.de/stadtplan ein. Es erscheint ein Stadtplan von Stuttgart, auf den man über ein Menü verschiedene Informationen einblenden kann. So kann man sich im Bereich Umwelt die Kaltluftströme über Stuttgart anzeigen lassen, den mittleren Jahresniederschlag oder auch die Lärmpegel, jeweils auch gezielt für einzelne Straßen oder Viertel. Im Bereich Freizeit finden sich alle Grillplätze im Stadtgebiet, alle Museen, Minigolfplätze oder Toilettenanlagen. Man kann nach Behörden, P&R-Plätzen, Kirchen, Schulen oder Taxiständen suchen. Alle Standorte von Mobilfunkanlagen sind verzeichnet, man kann sich die Grenzen jedes einzelnen Grundstücks im Maßstab 1:500 anschauen, und man kann auch prüfen, was in den einzelnen Vierteln für Grund und Boden gezahlt wird. An der Königstraße sind es übrigens 19 000 Euro pro Quadratmeter.

Interessant sind auch die Luft- und Schrägbilder, die an vielen Stellen des Stadtplans angeklickt werden können. Bei Luftbildern lassen sich über einen Schieber zudem Fotos aus den Jahren 2006, 2009, 2011 und 2013 überblenden, so dass man wie im Zeitraffer die Entwicklung eines Viertels dargestellt bekommt. Gerade bei größeren Neubebauungen wie im Europaviertel ergeben sich spannende Einblicke.

Daneben besitzt das Portal auch mehrere historische Karten, die ebenfalls überblendet werden können. Insgesamt sind zehn historische Stadtpläne aus den Jahren von 1914 bis 1999 verfügbar. Über Icons auf der Karte kann man sich zudem historische Fotos anzeigen lassen.

Die Stadtpläne können nicht nur auf dem PC, sondern auch auf Tablets genutzt werden (nach: Stuttgarter Zeitung vom 29.12.2014).

Landesbibliographie Baden-Württemberg in neuem Design

Sämtliche Funktionen und Inhalte der alten Website der Landesbibliographie Baden-Württemberg (http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/LABI) wurden neu strukturiert, um neue Angebote erweitert und finden sich als Einstiegspunkte in einer Menüleiste wieder. Im großen zentralen Bereich sind die jeweilige Recherchemaske und die Rechercheergebnisse wie Register, Trefferlisten und Einzeltreffer sowie einzelne Textbeiträge positioniert. Der Informationsblock bietet einen kurzen geschichtlichen Überblick zur Landesbibliographie. Die Rubrik „Aktuelles“ weist auf neue Angebote, Feature und interessante Themen rund um die Landesbibliographie hin. Außerdem gibt es eine Reihe von Links zu weiteren bibliothekarischen und landeskundlichen Angeboten: Hierzu zählen der Meta-Katalog Virtuelle Deutsche Landesbibliographie (VDL), das landeskundliche Informationssystem für Baden-Württemberg LEO-BW, der Online-Katalog des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) und eine Liste von Landes- und Regionalbibliographien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Individualisiert ist die Website durch Bildleisten mit hiesigen Ortsansichten, Bildnissen von historischen Ereignissen und Porträts baden-württembergischer Persönlichkeiten. Im Mittelpunkt des neuen Webauftritts stehen aber auch weiterhin verschiedene Rechercheeinstiege mit allen vertrauten Funktionalitäten: die Literatursuche, die Personensuche, die Browsing-Möglichkeit über die Fachsystematik der Landesbibliographie und der Sucheinstieg über alle regelmäßig ausgewerteten Zeitschriften. Die Menüpunkte „Nachrichten-Archiv“ und „Technische Hinweise“ sowie eine Kurzhilfe zur Benutzung der Datenbank runden das Angebot ab. Über das Kontaktformular können Meinungen, Anregungen oder Titelvorschläge an die Landesbibliographie gemeldet werden. Neue Funktionen sind in Vorbereitung bzw. stehen kurz vor ihrer Freischaltung: So werden ortsbezogene Literaturnachweise in der Trefferanzeige visualisiert und auf einer Baden-Württemberg-Karte angezeigt. Auch dem Wunsch nach einer Weiternutzung der bibliographischen Daten, insbesondere von Aufsatzliteratur, wird entsprochen. Über eine Exportfunktion wird das Suchergebnis gezielt in verschiedene Literaturverwaltungsprogramme (Formate: RIS, EndNote, BibTex) importiert werden. Künftig soll die Website auch zur Nutzung mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets optimiert werden (nach: Anja Thalhofer in Südwest-Info Nr. 27 / 2014. S.35-37 - http://www.vdb-online.org/landesverbaende/sw/sw-info/suedwest-info-27-2014.pdf).

Montag, 29. Dezember 2014

Abwicklung des DFG-Sondersammelgebiets Psychologie an der SULB Saarbrücken

Seit 1965 betreut die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken (SULB) <291> das DFG-Sondersammelgebiet Psychologie (SSG Psychologie). Sie wird diese Tätigkeit zum 31.12.2014 beenden, da im Einvernehmen mit der Universitätsleitung kein Antrag auf Weiterförderung bzw. Transformierung in das neue DFG-Fördersystem der Fachinformationsdienste gestellt wurde. Über 1.300 Abonnements der laufenden aus- und inländischen psychologischen Fachzeitschriften mussten abbestellt werden; auf der diesjährigen Buchmesse wurden erfolgreiche Verhandlungen geführt, um den Totalausfall der konsortial zur Verfügung stehenden elektronischen Journals zu verhindern und so die Literaturversorgung auf dem Campus wenigstens einigermaßen zu sichern – zumindest für das Jahr 2015. Die SULB ermöglichte durch die Eigenbeteiligung am SSG die Realisierung einiger fachübergreifender Journal-Collections. Ebenso mussten die langjährig etablierten Approval Plans mit den deutschlandweiten Buchhändlern für 2015 gestoppt werden. Die Zukunft der SSG-spezifischen Dienstleistungen der SULB wird derzeit noch diskutiert. Unter Umständen wird es in dem einen oder anderen Bereich eine Fortführung durch das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) in Trier geben (nach: Eva E. Kopp in Südwest-Info Nr. 27 / 2014 S.6-7 - http://www.vdb-online.org/landesverbaende/sw/sw-info/suedwest-info-27-2014.pdf).

KIT-Bibliothek übernimmt die Literaturversorgung der DHBW Karlsruhe

Die Bibliothek der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe (DHBW) ist eine Spezialbibliothek zur Literaturversorgung von 3.000 Studierenden, 70 Professorinnen und Professoren sowie 700 Dozentinnen und Dozenten. Die Bibliothek umfasst einen Bestand von 30.000 Bänden zu den Schwerpunktthemen Wirtschaft, Technik und – neu hinzugekommen – Arztassistenz. Damit passen die Literaturbestände hervorragend zum Portfolio der KIT-Bibliothek, die bereits 2009 die Literaturversorgung der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft übernommen hatte. Daher wurde im Juni 2014 ein Kooperationsvertrag zwischen der DHBW und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geschlossen. Die Fachbibliothek wird in das Transportsystem zwischen den verschiedenen Standorten der KIT-Bibliotheken integriert und bietet somit direkten Zugriff auf über 2 Mio. Bücher des gesamten Bibliothekssystems. Darüber hinaus wird ein erweitertes Angebot an elektronischen Ressourcen umgesetzt. Der Bestandsaufbau erfolgt in Zukunft zentral über die Fachreferenten der KIT-Bibliothek in enger Abstimmung mit den Professoren und Dozenten der DHBW (nach: Diana M. Tangen in Südwest-Info Nr. 27 / 2014 S.5-6 - http://www.vdb-online.org/landesverbaende/sw/sw-info/suedwest-info-27-2014.pdf).

DFN Mitteilungen Ausgabe 87 / November 2014 - Zwei Beiträge zum Thema Urheberrecht

Klein, Florian. „Das mach‘ ich doch mit Links!“ DFN Mitteilungen Ausgabe 87 / November 2014. S. 54-59 https://www.dfn.de/fileadmin/5Presse/DFNMitteilungen/DFN_Mitteilungen_87.pdf

„Die Haftung eines Linksetzers für verlinkte fremde Inhalte im Internet hängt im Wesentlichen davon ab, ob der Linksetzer sich die fremden Inhalte zu eigen gemacht hat und sie deshalb wie eigene Inhalte behandelt werden müssen, für die keinerlei Haftungsprivilegierungen bestehen. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat nun im Hinblick auf eine wettbewerbsrechtliche Streitigkeit mit Urteil vom 19.02.2014 (Az. 6 U 49/13) entschieden, dass das Setzen eines Links auf der eigenen Internetseite zur Startseite eines fremden Internetauftritts auch bei einer empfehlenden Ankündigung regelmäßig nicht genügt, um darin schon ein Zueigenmachen bestimmter rechtswidriger Inhalte auf Unterseiten des fremden Internetauftritts zu sehen“ (nach dem Abstract).

Roos, Philipp. „Bibliothek 2.0: Alles digital, oder was?: Schlussanträge des Generalanwalts des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Auslegung der 'Bibliotheksschranke'. DFN Mitteilungen Ausgabe 87 / November 2014. S.50-53 https://www.dfn.de/fileadmin/5Presse/DFNMitteilungen/DFN_Mitteilungen_87.pdf

„Die Bibliothek der Zukunft: Bildschirme, Tablets und Smartphones – aber keine Bücher mehr? Hiervon sind heutige Bibliotheken noch weit entfernt. Zumindest existieren in einigen Bibliotheken bereits digitale Leseplätze, von denen aus Bücher aus dem Bestand der Bibliothek aufgerufen werden können. Das beruht darauf, dass der Gesetzgeber am 1. Januar 2008 mehrere urheberrechtliche Normen einführte, die es sich zum Ziel setzten, die Medienkompetenz der Bevölkerung und die öffentliche Bildung zu stärken. Eine dieser Normen befasst sich mit der urheberrechtlichen Zulässigkeit digitaler Leseplätze in Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen. Dabei war lange Zeit unklar, wie die einzelnen Merkmale der Norm auszulegen sind. Hierzu äußerte sich … der Generalanwalt des EuGH (Schlussanträge des Generalanwalts Niilo Jääskinen v. 5.6.2014 in der Rechtssache C-117/13)“ (nach dem Abstract).

LIBREAS #26 Bibliotheken ___abseits / außerhalb der Bibliothek

Die Ausgabe #26 der LIBREAS. Library Ideas mit dem Themenschwerpunkt "Bibliotheken ___abseits / außerhalb der Bibliothek" ist erschienen. Mit diesem Schwerpunkt wird unter anderem versucht, die Grenzen der "traditionellen" Bibliothekssysteme auszuloten und gleichzeitig Initiativen und Gedanken Platz einzuräumen, die sich dem bibliothekarischen Feld annähern, aber dort selten thematisiert werden. Die aktuelle Ausgabe der LIBREAS. Library Ideas, die zudem Artikel und Rezensionen außerhalb dieses Schwerpunkts enthält, ist unter http://www.libreas.eu einzusehen.

Ein Beitrag in der aktuellen Ausgabe von LIBREAS beschäftigt sich mit dem Thema Open Access:

Vierkant, Paul; Kindling, Maxi. „Welche Institutionen betreiben Open-Access-Repositorien in Deutschland?“ LIBREAS. Library Ideas #26 (2014) http://libreas.eu/ausgabe26/07vierkantkindling/

Der Artikel analysiert die Ergebnisse des „2014 Census on Open Access Repositories in Germany, Austria and Switzerland“ im Hinblick auf die Institutionen, die in Deutschland Repositorien betreiben. Der 2014 Census basiert auf einer qualitativen Inhaltsanalyse der Webseiten der Repositorien, einer automatisierten Validierung der über das OAI-PMH ausgelieferten Metadaten sowie einer Umfrage an die Repositorienbetreiber im Erhebungszeitraum 06.01. bis 13.02.2014. Die Forschungsdaten des 2014 Census sind auf zenodo.org verfügbar.

arbido print 4/14 - Schwerpunkt: Fachhochschulbibliotheken und -archive

"Mit der Einführung der Fachhochschulen ab Mitte der neunziger Jahre ist auch ein neuer Archiv- und Bibliothekstyp entstanden: die Fachhochschulbibliothek und das Fachhochschularchiv. Was sind ihre Kernaufgaben? Wie grenzen sie sich gegenüber anderen Hochschulbibliotheken und anderen Archivtypen ab?"

Diese Fragen beantwortet das neue Heft des Vereins Schweizerischer Archivarinnen und Archivare (VSA) und der Vereinigung Bibliothek Information Schweiz (BIS), das unter dem Schwerpunktthema "FH-Bibliotheken - eine dynamische Entwicklung!" steht.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Südwest-Info Nr. 27 (2014)

Die neue Ausgabe des Mitteilungsblatts des VDB-Regionalverbands Südwest für das Jahr 2014 liegt vor. Das neue Südwest-Info kann von der Regionalverbands-Website heruntergeladen werden (http://www.vdb-online.org/landesverbaende/sw/sw-info/). Das Heft ist 41 Seiten stark. Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf Fragen der Organisation und Organisationsentwicklung, wie z.B. den Konsequenzen der Aufgabe des Sondersammelgebiets Psychologie in Saarbrücken, der strategischen Partnerschaft von BSZ und VZG oder dem Aufbau eines integrierten Informationszentrums in Hohenheim. Zwei Beiträge beschäftigen sich mit Open Access, einige andere mit neuen Online-Services von Bibliotheken. Zu den weiteren Themen gehören Veranstaltungsberichte (wie z.B. ein Bericht über das 15. BSZ-Kolloquium in Stuttgart), das neue Rheinland-Pfälzische Bibliotheksgesetz und der Erweiterungsbau der Hochschule der Medien.

Erste Ausgabe von o-bib

Die erste Ausgabe von o-bib - Das offene Bibliotheksjournal, der neuen Open-Access-Zeitschrift des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), ist am 19.12.2014 freigeschaltet worden (https://www.o-bib.de/index.php/bib/).

Der Name dieses offenen Bibliotheksjournals ist Programm. Institutioneller Herausgeber ist der VDB, der mit o-bib die bibliothekarische Fachdiskussion und die Kommunikation zwischen dem Verein und seinen Mitgliedern beleben will. o-bib wird ab 2015 mit vier Ausgaben pro Jahr erscheinen.

Das gerade erschienene erste "Heft" enthält 29 ausgewählte Beiträge des 103. Deutschen Bibliothekartags in Bremen und weitere Tagungsberichte. Neben dem bibliotheksfachlichen Teil enthält o-bib einen Verbandsteil, der die bisherige Mitgliederzeitschrift "VDB-Mitteilungen" ablöst. Neben Nachrichten und Mitteilungen aus den VDB-Gremien wird in o-bib auch über VDB-Fortbildungen berichtet.

Semantic Web in Libraries (SWIB) 2014

An der sechsten internationalen Konferenz „Semantic Web in Libraries“, die in diesem Jahr vom 01. bis 03.12. 2014 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn stattfand, nahmen 165 Teilnehmer/innen aus 24 Ländern teil. Das vollständige Programm mit Links zu den Folien und Kurzvideos steht unter http://swib.org/swib14/programme.php zum Abruf bereit.

Seit 2009 veranstaltet die ZBW zusammen mit dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) die internationale Konferenz „Semantic Web in Bibliotheken“, kurz SWIB. Die SWIB (http://www.swib.org) ist eine Konferenz, die sich in Vorträgen, Diskussionen und Workshops sowohl wissenschaftlich als auch alltagspraktisch mit den übergeordneten Themen Semantic Web, Linked Open Data und webbasierter Wissenschaftskommunikation beschäftigt. Jedes Jahr werden hochrangige internationale Speaker geladen. Seit 2012 wird die Tagung in englischer Sprache abgehalten und heißt „Semantic Web in Libraries“.

Der Buchmarkt im Jahr 2014

http://www.ehlingmedia.com/blog/?p=4070

Montag, 22. Dezember 2014

Vortragsfolien der Open-Access-Tage 2014

Die Vortragsfolien der Open-Access-Tage 2014, die am 08./09.09.2014 an der FH Köln stattfanden, sind online. Sie stehen unter http://open-access.net/de/aktivitaeten/open_access_tage/programm/ zum Abruf bereit.

Schweizer Bundesgericht hält Versand von Zeitschriftenartikeln durch Bibliotheken für zulässig

Das Schweizer Bundesgericht hat entschieden, dass Bibliotheken auf Bestellung einzelne Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften einscannen und per E-Mail an Benutzer verschicken dürfen. Der von der ETH Zürich betriebene Dokumentenlieferdienst ist nach diesem Urteil mit dem Urheberrecht vereinbar. Das Bundesgericht hat damit das Urteil des Zürcher Handelsgerichts aufgehoben und die Klage der Verlage Elsevier, Springer und Thieme abgewiesen.

Datenbank für verwaiste Werke

Eine Datenbank für verwaiste Werke = Orphan Works Database wurde am 27.10.2014 vom Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM) der EU eingeführt. Verwaiste Werke sind zum Beispiel Bücher, Filme, Zeitungsartikel und sonstige kreative Materialien, die urheberrechtlich geschützt sind, deren Rechteinhaber jedoch nicht ausfindig gemacht werden können.

"Es gibt in der EU Millionen von verwaisten Werken in Bibliotheken, Museen, Archiven von öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten und anderen öffentlichen Einrichtungen. Zum Beispiel befinden sich im Bestand der British Library über 150 Mio. Exemplare, und man schätzt, dass 40% der kreativen Werke ihrer Sammlungen verwaiste Werke sein könnten. Ohne Einwilligung des Autors oder seines Erben können diese Werke jedoch nicht digitalisiert bzw. verbreitet werden. Dieses Verbot gilt auch für kulturelle Einrichtungen, wodurch der Zugang der Öffentlichkeit zu einem beträchtlichen Teil unseres Kulturerbes nicht möglich ist. Dieses Problem soll mit der EU-Richtlinie über verwaiste Werke (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2012:299:0005:0012:DE:PDF), die Ende 2012 in Kraft trat, gelöst werden. In der Richtlinie sind gemeinsame Vorschriften für die Digitalisierung und Online-Anzeige von verwaisten Werken, die zuerst in der EU veröffentlicht wurden, festgelegt. Gemäß der Richtlinie können solche Werke, die nach sorgfältiger Suche zu ihrer Urheberschaft als verwaist identifiziert wurden, von öffentlichen Einrichtungen verwendet werden. Alle verwaisten Werke müssen in eine EU-weite Datenbank eingetragen werden, mit deren Erstellung das HABM betraut wurde. Das HABM hat die Einrichtung der Datenbank zu verwaisten Werken, einer einheitlichen öffentlich zugänglichen Online-Plattform, mittlerweile abgeschlossen.

Zweck dieser Datenbank ist die Erfassung von Informationen über verwaiste Werke, die Teil von Sammlungen in nationalen öffentlichen Bibilotheken, Museen, Archiven, im Bereich des Film- und Tonerbes tätigen Einrichtungen sowie öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten in ganz Europa sind. Die kulturellen Einrichtungen, die über Werke verfügen, müssen zuerst eine sorgfältige Suche zu den Autoren der Werke durchführen. Verläuft diese Suche erfolglos, müssen sie die Informationen über das Werk in die Datenbank eingeben.

Sobald diese Werke in einem Land als verwaist identifiziert wurden, werden sie in der gesamten Europäischen Union als verwaist anerkannt. Das heißt, jede kulturelle Einrichtung, die solche Werke in ihren Beständen hat, kann die Werke digitalisieren und in der ganzen EU öffentlich zugänglich machen. Diese Bestimmungen stellen eine Ausnahme des Urheberrechts dar, und Autoren, die eines ihrer Werke in der Datenbank erkennen, können natürlich eine Änderung des Rechtsstatus und eine Wiedererlangung ihrer vollen Rechte an dem jeweiligen Werk beantragen. Die Digitalisierung bleibt nach wie vor eine Herausforderung, zumal bislang nur ein Bruchteil der europäischen Sammlungen digitalisiert wurde (durchschnittlich etwa 12% der Bestände in Bibliotheken und weniger als 3% bei Filmen). Der Mangel an Daten zu den Werken macht es äußerst schwierig, die Werke zu digitalisieren und online zugänglich zu machen" (nach der Pressemitteilung vom 27.10.2014).

Digitale Sammlungen der BSB in DBIS

Die BSB München verzeichnet seit Kurzem ihre Digitalen Sammlungen in DBIS, dem Datenbank-Infosystem der UB Regensburg (http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/detail.php?bib_id=alle&titel_id=100506). In ihren Digitalen Sammlungen hat die Bayerische Staatsbibliothek über eine Million Digitalisate (Stand: Dezember 2014) nachgewiesen. Die Digitalisate sind frei und kostenlos im Internet zugänglich. Natürlich können die Digitalen Sammlungen auch direkt auf der Website der BSB erreicht werden - unter http://www.digitale-sammlungen.de/.

Freitag, 19. Dezember 2014

Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft ist immaterielles Kulturerbe

Die Deutsche Theater-und Orchesterlandschaft ist in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Das hat die Deutsche UNESCO-Kommission mitgeteilt. Die Experten der Kommission würdigten die Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft mit ihren historisch gewachsenen Strukturen als Ausdruck lebendiger künstlerischer Kreativität. Die Weiterentwicklung und Anpassung dieser Traditionen an aktuelle Gegebenheiten sowie die Auseinandersetzung mit tagesaktuellen Problemen stehe ebenso im Fokus wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die lokale und regionale Verankerung von Theatern und Orchestern sei identitätsstiftend und trage wesentlich zur Kraft und Ausstrahlung der Kulturlandschaft Deutschland bei.

Hans Magnus Enzensberger-Vorlass geht an das Deutsche Literaturarchiv Marbach

Der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger hat dem Deutschen Literaturarchiv Marbach seinen Vorlass vermacht. Hans Magnus Enzensberger, geboren 1929, ist einer der bedeutendsten Schriftsteller und Intellektuellen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er hat sich vor allem als literarischer Gesellschaftskritiker einen Namen gemacht. Sein Archiv umfasst rund 100 Archivkästen mit Manuskripten, Dokumenten, ferner audiovisuelle Materialien, seine Hand- und Arbeitsbibliothek sowie Korrespondenzen mit bedeutenden Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Der Erwerb des Vorlasses wird aus dem Etat der Kulturstaatsministerin mit 300.000 Euro gefördert. Außerdem beteiligten sich der Freundeskreis des Deutschen Literaturarchivs Marbach und Professor Dr. Reinhold Würth (Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe) an der Finanzierung. Das erste Konvolut des Archivs wird in den nächsten Tagen übernommen und für die Forschung erschlossen.

dbv veröffentlicht Stellungnahme zur Digitalen Agenda der Bundesregierung

Der digitale Wandel ist zu einer der zentralen Gestaltungsaufgaben für Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik geworden. Auch Bibliotheken sehen sich im digitalen Zeitalter mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert, für die sie konstruktive Lösungen suchen. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) verfolgt den politischen Dialog zur Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung 2014-2017 mit großem Interesse. Bibliotheken können zu zentralen Handlungsfeldern der Digitalen Agenda einen wichtigen Beitrag leisten, da Kernaufgaben und die wesentlichen Ziele ihres Bildungs- und Kulturauftrags berührt sind (nach dem dbv-Newsletter vom 17.12.2014). Der dbv hat eine Stellungnahme zur Digitalen Agenda der Bundesregierung verfasst.

Forum Musikbibliothek 35 (2014) H.3 : Leistungsschutzrechte / Europeana Sounds / ViFaMusik

Zum Inhalt:

Lauber-Rönsberg, Anne. „Schutzrechte an musikwissenschaftlichen Quellen“. Forum Musikbibliothek 35 (2014) H.3. S. 7-11.

„Das Urheberrechtsgesetz (UrhG) beinhaltet zwei unterschiedliche Arten von Schutzrechten: Das Urheberrecht an selbstständigen schöpferischen Leistungen währt 70 Jahre post mortem auctoris; nach Ablauf dieser Schutzfrist werden Werke gemeinfrei. Zum Zweiten statuiert das UrhG Schutzrechte für sonstige Leistungen, z.B. für Darbietungen von Musikern oder für technisch-organisatorische Leistungen, z.B. von Tonträgerherstellern. Dieser Beitrag stellt die Leistungsschutzrechte für wissenschaftliche Verdienste dar, d.h. den Schutz von wissenschaftlichen Ausgaben (§ 70 UrhG), von nachgelassenen Werken (§ 71 UrhG) und von Digitalisaten im Rahmen des Lichtbildschutzes“ (§ 72 UrhG).

Europeana Sounds

In dem Anfang 2014 begonnenen Projekt Europeana Sounds (http://www.europeanasounds.eu/) arbeiten 24 europäische Musikbibliotheken und Tonarchive zusammen. Koordniert wird das Projekt durch die British Libary. Die Initiative hat zum Ziel, die Europeana (http://www.europeana.eu/) von derzeit rund 500.000 Tonaufnahmen auf über eine Million online frei zugängliche Audiodateien anzureichern. Zielgruppen sind, neben individuellen Nutzern, auch Kulturinstitutionen und die Kreativindustrie. Die in das Projekt einfließenden Tonaufnahmen der 24 Projektpartner umfassen die gesamte Bandbreite der Ausdrucksformen in Klang und Ton. Dazu gehören Musikstile wie Klassik, Folk und Pop, aber auch Naturklänge, mündliche Erzählungen und Sprachbeispiele. An dem Programm beteiligt ist auch das Deutsche Musikarchiv der DNB in Leipzig. Für die DNB verbinden sich damit drei Hauptziele: 1.) ihre Medienbestände zunehmend online zur Nutzung anzubieten, 2.) den Aufbau der Europeana weiter zu unterstützen und sich 3.) als zentrale bundesdeutsche Sammlungseinrichtung für Musik - also nicht ausschließlich für Literatur - öffentlich verstärkt sichtbar zu machen.

Für die Umsetzung des Projekts Europeana Sounds und die Anreicherung der Europeana sind drei Jahre geplant. Die Projektlaufzeit erstreckt sich bis Anfang 2017 (nach: Christian Horn. "Europas Sound. Die Initiative Europeana Sounds reichert die Europeana mit Ton- und Klangaufnahmen an". S. 42-44).

Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft

Während der dritten Förderphase, die im Juli 2014 endete, wurden folgende Arbeitspakete in der ViFaMusik realisiert: Alle Jahrgänge der Phonographischen Zeitschrift (1900-1938) wurden digitalisiert und bis einschließlich des Jahrgangs 1921 online bereitgestellt; der ViFaMusik-Dokumentenserver wurde eingerichtet und mit ersten Dokumenten und Retrodigitalisaten befüllt; die Musikalien der British Library und die Musikalien und Tonträger des Deutschen Musikarchivs (Reihen M und T) wurden als weitere Datenquellen in die ViFaMusik-Suche eingebunden; der RISM-OPAC wurde im April 2014 in einer neuen Version freigeschaltet, die u.a. die Musikincipit-Suche über eine Klaviertastatur, die Suche nach Digitalisaten und weitere verbesserte Suchmöglichkeiten enthält; die Erschließung von musikwissenschaftlich relevanten Internetressourcen wurde in der ViFaMusik weitergeführt. Der Fachinformationsführer enthält nun circa 3.000 Internetressourcen.

Von Anfang 2014 bis Anfang 2017 unterstützt die DFG den Ausbau der ViFaMusik durch die Bewilligung des von der BSB München eingereichten Antrages Fachinformationsdienst (FID) Musikwissenschaft, der mehrere Arbeitspakete zur Weiterentwicklung der ViFaMusik enthält. Im Dezember 2013 wurden die ersten fünf FID-Anträge bewilligt, darunter auch der FID Musikwissenschaft.

Die ViFaMusik-Arbeitspakete im FID-Antrag sehen vor, dass die ViFaMusik-Suche durch die Einbindung von weiteren Datenquellen in Richtung eines Europäischen Musikkataloges ausgebaut werden, der ViFaMusik-Dokumentenserver weitere Inhalte und zusätzliche Funktionalitäten erhalten sowie der RISM-OPAC weiterentwickelt werden soll. Die musikwissenschaftliche Fach-Community ist eng eingebunden in den FID Musikwissenschaft (nach: Jürgen Diet. "Neue Inhalte in der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft und weitere Ausbaupläne dieses Fachportals". S. 45-47).

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Neues Themenheft zum Wissensmanagement in der Mathematik

FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur hat eine vollständig überarbeitete Neuauflage seiner Mathematikbroschüre “A Focus on Mathematics“ herausgebracht. Die englischsprachige Publikation widmet sich neuen Richtungen des integrierten Wissensmanagements in der Mathematik.

Sieben Artikel von Fachautoren, darunter Prof. Gert-Martin Greuel, Chefredakteur von zbMATH, spannen den Bogen von den Anfängen der Dokumentation wissenschaftlicher Forschungsergebnisse im „Jahrbuch der Fortschritte der Mathematik“ (1868) bis zu dem heutigen modernen Onlineportal zbMATH. Seit 1977 gehören die in der Fachwelt international renommierten Redaktionen von „Zentralblatt der Mathematik“ und „Zentralblatt für die Didaktik der Mathematik“ zu FIZ Karlsruhe und bilden die Basis für zbMATH.

„A Focus on Mathematics — New Directions of Integrated Knowledge Management in Mathematics” ist als PDF verfügbar unter http://www.fiz-karlsruhe.de/fileadmin/be_user/pdf/brochures/Mathematik_en.pdf.

DFG bewilligt VD18-Erschließung und Digitalisierung für UB Erlangen-Nürnberg

Ab 2015 werden in der UB Erlangen-Nürnberg etwa 750 Drucke des 18. Jahrhunderts digitalisiert und auf nationalbibliographischem Standard erschlossen. Das zunächst auf ein Jahr angelegte Projekt wird von der DFG mit rund 63.000 Euro gefördert

Im Mittelpunkt stehen etwa 50 naturhistorische Werke aus der Bibliothek des Nürnberger Stadtarztes Christoph Jakob Trew, die mit insgesamt rund 34.000 Bänden als eine der bedeutendsten naturkundlichen Privatsammlungen seiner Zeit gilt. Die Bibliothek Trew, seit Auflösung der Universitätsbibliothek in Altdorf in Erlangen, bietet in ihrer Geschlossenheit ein einzigartiges Bild vom Stand der Naturwissenschaften und der Heilkunde des 18. Jahrhunderts. Das Projekt ergänzt das gerade laufende Digitalisierungsprojekt von Drucken des 17. Jahrhunderts, im Zuge dessen bereits 1.200 Werke aus der Bibliothek Trew digitalisiert wurden. Die Werke der Bibliothek Trew werden, basierend auf den Originalsignaturen, Exlibris oder sonstigen Provenienzangaben, sowohl im OPAC als auch in einer eigenen digitalen Sammlung virtuell zusammengeführt.

bibliotheken heute 3/2014 erschienen

Eine neue Ausgabe der vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz herausgegebenen Zeitschrift bibliotheken heute (3/2014) ist erschienen (http://www.lbz-rlp.de/fileadmin/user_upload/LBZ/Publikationen/bibliotheken%20heute/bibliotheken_heute14-3.pdf). Die Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema "Elektronische Medien in rheinland-pfälzischen Bibliotheken" (E-Books, Onleihe RLP weiterhin auf Wachstumskurs, Drei Jahre Onleihe im Metropolbib-Verbund Mannheim, Ludwigshafen, Speyer und Frankenthal), Elektronische Ausleihe in der StadtBibliothek Koblenz und in der Stadtbücherei Lahnstein, E-Books in wissenschaftlichen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz, E-Book-Reader-Ausleihe in Bibliotheken). Weitere Beiträge beschäftigen sich mit den Themen Neuausrichtung der Büchereistellenarbeit in Rheinland-Pfalz, der Deutschen Bibliotheksstatistik der wissenschaftlichen Bibliotheken in Rheinland-Pfalz, dem kürzlich verabschiedeten Rheinland-Pfälzischen Bibliotheksgesetz, Neueröffnungen und Jubiläen, Leseförderung und Veranstaltungen und dem Workshop zum zehnjährigen Jubiläum des LBZ Rheinland-Pfalz. Ergänzt wird die neue Ausgabe durch einen Nachruf auf Gottfried Pahl, der am 22.09.2014 völlig überraschend verstorben ist, und Neuigleiten aus dem LBZ.

Dienstag, 16. Dezember 2014

The Collected Papers of Albert Einstein

"Princeton University Press proudly presents The Digital Einstein Papers, an open-access site for The Collected Papers of Albert Einstein, the ongoing publication of Einstein's massive written legacy comprising more than 30,000 unique documents. The site presents all 13 volumes published to date by the editors of the Einstein Papers Project, covering the writings and correspondence of Albert Einstein (1879-1955) from his youth to 1923. The volumes are presented in the original language version with in-depth English language annotation and other scholarly apparatus. In addition, the reader can toggle to an English language translation of most documents.

By clicking on the unique archival identifier number below each text, readers can access the archival record of each published document at the Einstein Archives Online and in some cases, the digitized manuscript. Approximately 7,000 pages representing 2,900 unique documents have been digitized thus far. The site will present subsequent volumes in the series roughly two years after original book publication."

http://einsteinpapers.press.princeton.edu/

Nachlass von Lotte Reiniger im Stadtmuseum Tübingen

Der gesamte künstlerische, schriftliche und persönliche Nachlass der Filmpionierin Lotte Reiniger befindet sich seit 1984 im Stadtmuseum Tübingen. Nachdem der Nachlass über die Jahre gesichtet, sortiert und inventarisiert worden war, wurde 2008 eine umfassende Dauerausstellung im Stadtmuseum eröffnet (http://www.tuebingen.de/stadtmuseum/1366.html). Selten in der Filmgeschichte ist ein Werk in dieser Breite und Fülle überliefert. Lotte Reiniger wurde 1899 in Berlin geboren, 1981 starb sie in Dettenhausen (Landkreis Tübingen). Ihre Urne wurde in Dettenhausen beigesetzt. Die Filmpionierin und Meisterin des Scherenschnitts lebte und arbeitete in Berlin, Paris, Rom und London. Zwischen 1923 und 1926 arbeitete sie am ersten abendfüllenden Animationsfilm in der Geschichte des Kinos, der sie berühmt machte: "Die Abenteuer des Prinzen Achmed". Im Laufe ihres Lebens hat Reiniger über 80 Silhouettenfilme gedreht und auch das moderne europäische Schattentheater entscheidend geprägt. Ihr letztes größeres Werk schafft sie mit 80 Jahren in Dettenhausen: Scherenschnitte zum Andersen-Märchen "Die kleine Meerjungfrau".

51. Helmholtz Open Science Newsletter ist online

Der 51. Helmholtz Open Science Newsletter vom 16.12.2014 ist online (http://oa.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/archiv/newsletter-51-vom-16122014.html). Aus dem Inhalt:

10 Jahre KIT Scientific Publishing, Open-Access-Strategie für Schleswig-Holstein, Gates-Stiftung führt weitreichende Open-Access-Verpflichtung ein, Nature: Überwachung statt „dark sharing“, Sonderausgabe von „Learned Publishing“ zu Forschungsdaten, Entfristung von § 52a UrhG: Auftakt zur Verhandlungen für eine Wissenschaftsschranke, EU-Projekt PASTEUR4OA zur Harmonisierung von Open-Access-Policies, Literaturhinweise.

[Infografik] Eine Weltgeschichte zensierter Bücher

http://bibliothekarisch.de/blog/2014/12/16/infografik-eine-weltgeschichte-zensierter-buecher/

von der Bibel bis zu Rushdie

Montag, 15. Dezember 2014

On-Demand-Digitalisierung von rechtswissenschaftlichen Texten aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin

Zu den zentralen Aufgaben des von der DFG geförderten Fachinformationsdienstes für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung, der an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelt ist, gehört es, die wissenschaftlichen Aktivitäten der Angehörigen juristischer Fakultäten und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen mit maßgeschneiderten Informationsdienstleistungen zu unterstützen.

In diesem Zusammenhang hat der Fachinformationsdienst unlängst ²DoD gestartet, ein kostenfreies Serviceangebot zur On-Demand-Digitalisierung von rechtswissenschaftlich relevanten Texten aus dem gemeinfreien Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin. Sollten Angehörige der rechtswissenschaftlichen Fachcommunity im Rahmen eines historisch orientierten Forschungsvorhabens Zugriff auf Quellenwerke aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin benötigen, so steht diesen Personen in den kommenden drei Jahren ein Fonds zur Verfügung, aus dessen Mitteln die Umsetzung ihrer Digitalisierungswünsche ermöglicht wird.

Weiterführende Informationen stehen unter http://vifa-recht.de/intr2dod zum Abruf bereit. Dieser neue Service ist ausschließlich über die Seiten der Virtuellen Fachbibliothek Recht (http://vifa-recht.de/) zugänglich. Der kostenfreie DoD-Service steht exklusiv dem rechtswissenschaftlich forschenden Personal universitärer wie außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Deutschland zur Verfügung und später dann nur noch den registrierten Nutzerinnen und Nutzern des Fachinformationsdiensts für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung.

Samstag, 13. Dezember 2014

Marbach erhält Nachlass von Ralph Giordano

Das DLA Marbach erhält den Nachlass des am 10.12.2014 im 91. Lebensjahr verstorbenen Schriftstellers, Journalisten und Holocaust-Überlebenden Ralph Giordano.

DFG fördert Erschließung des Insel-Archivs

Die DFG stellt für die Ordnung und Verzeichnung des Insel-Archivs, das sich als Teil des Siegfried-Unseld-Archivs seit 2009 in Marbach befindet, Mittel bis zur Höhe von 161.000 Euro für die Dauer von drei Jahren zur Verfügung. Die Erforschung des 1901 gegründeten Insel-Verlags, insbesondere seiner Klassiker- und Kanonpolitik, ist Gegenstand eines der Forschungsprojekte des neu gegründeten Verbundes Marbach-Weimar-Wolfenbüttel.

Der Insel-Bestand bildet mit einem Umfang von rund 350 Marbacher Archiv-Kästen aus den Jahren 1891 bis 1991 einen inhaltlich gewichtigen Teil des Gesamtbestands des Siegfried-Unseld-Archivs.

Neben dem Insel-Archiv umfasst das übernommene Archiv die Archive des Suhrkamp-Verlags, des Jüdischen Verlags und des Deutschen Klassiker-Verlags. Hinzu kommen persönliche Hinterlassenschaften der Verleger Peter Suhrkamp und Siegfried Unseld.

Insgesamt hat sich die Handschriftensammlung des Deutschen Literaturarchivs Marbach mit dieser Erwerbung im Herbst 2009 um etwa ein Drittel vergrößert.

Freitag, 12. Dezember 2014

re3data.org – Registry of Research Data Repositories

Das von der DFG geförderte Projekt re3data.org – Registry of Research Data Repositories hilft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und ihren Infrastruktureinrichtungen geeignete Repositorien für ihre Daten zu finden. Das Portal bietet einen umfassenden Überblick über mehr als 1.000 Repositorien aus allen Fachgebieten, um wissenschaftliche Daten zu speichern und zugänglich zu machen.

SLUB Dresden veröffentlicht Open Source-Software D:SWARM

Anfang Dezember 2014 hat die SLUB Dresden <14> die Beta-Version der Software D:SWARM (http://www.dswarm.org/) anlässlich der Konferenz Semantic Web in Libraries (SWIB14) veröffentlicht. Die SWIB-Konferenzen haben das Ziel, den Austausch von Ideen und Erfahrungen zwischen Praktikern im Bereich Linked Open Data (LOD) in Bibliotheken zu fördern. D:SWARM ist ein Ergebnis eines von der EU geförderten Entwicklungsprojektes für eine neue Datenmanagementplattform auf Basis von Linked Open Data Technologien, um in Zukunft mehrere Datenquellen besser und redundanzfrei verknüpfen zu können. In dem Projekt arbeitet die SLUB Dresden mit der Firma Avantgarde Labs zusammen, mit der auch die multilinguale semantische Suche SLUBsemantics entwickelt worden ist. Die SLUB bittet darum, die Web-Applikation (http://demo.dswarm.org/) zu testen, die Entwicklungsziele (https://jira.slub-dresden.de/secure/Dashboard.jspa) zu bewerten und den Quellcode der Open Source-Software (https://github.com/dswarm) zu verwenden. Jens Mittelbach (SLUB Dresden) hat die Software D:SWARM am 05.12.2014 auf dem Symposium „Forschung für die Praxis - Perspektiven für Bibliotheks- & Informationsmanagement„ an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart vorgestellt (http://www.hdm-stuttgart.de/bi/symposium/skripte/Mittelbach_Offene_Bibliothek_Forum%201_14-12-07.pdf).

Historisches Bildarchiv der Bundeswasserstraßen

Das Historische Bildarchiv der Bundeswasserstraßen steht auf dem Portal der Verkehrswasserbaulichen Zentralbibliothek der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe unter http://bildarchiv.baw.de/cdm/search/collection/wsv zur Verfügung. Circa 10.000 Bilder, die von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und ihrer Vorgängerbehörden über viele Jahrzehnte gesammelt wurden, können dort abgerufen werden. Seit kurzem ist das Bildarchiv auch im Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek (https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) vertreten.

Dissertationen und Habilitationen an der Universität Stuttgart

Die aktuelle Liste der an der Universität Stuttgart im ersten Halbjahr 2014 entstandenen Dissertationen und Habilitationsschriften (http://www.ub.uni-stuttgart.de/wirueberuns/publikationen/stuttgarter-dissertationen/downloads/2014/DissertationenListe2014-01.pdf) liegt vor. Das Archiv der Listen seit 2005 steht unter http://www.ub.uni-stuttgart.de/wirueberuns/publikationen/stuttgarter-dissertationen/downloads/index.html zum Abruf bereit. Aus der elektronischen Fassung kann direkt auf die im Online-Publikationsverbund der Universität Stuttgart (OPUS) gespeicherten Volltextdokumente zugegriffen werden. Die Listen werden von der UB Stuttgart zusammengestellt.

Bilder, Fakten, Bibliographie zur Cranach-Werkstatt

Unter dem Titel Cranach Online ermöglicht arthistoricum.net, der gemeinsame Fachinformationsdienst Kunst der UB Heidelberg, der SLUB Dresden und der Universität München, den direkten Zugriff auf zahlreiche digitale Forschungsressourcen sowie das digitale Gesamtwerkverzeichnis (CORPUS CRANACH). Die noch im Aufbau befindliche, aber bereits knapp 1.500 Titel umfassende Bibliographie Cranach bietet einen gezielten Zugriff auf die interdisziplinäre Forschungsliteratur zu Lucas Cranach d. Ä., seinen Söhnen, Mitarbeitern, Schülern und Nachfolgern. Bei circa 100 Werken handelt es sich um überwiegend in Heidelberg digitalisierte, frei zugängliche Online-Ressourcen. Die Bibliographie wird von der UB Heidelberg im Kontext ihres DFG-Projekts arthistoricum.net - Fachinformationsdienst Kunst gehostet und betrieben. Die Präsentation erfolgt mit Hilfe des als Open Source Software entwickelten Discovery Systems VuFind. Mit der Gründung des virtuellen Forschungs-Instituts „www.cranach.net“ werden seit Herbst 2009 unter Leitung des Heidelberger Kunsthistorikers Michael Hofbauer systematisch Daten zum umfangreichen Werk der Cranach-Werkstatt erhoben und ausgewertet.

Monographien und Sammelwerke als E-Books im Portal Propylaeum

Seit Ende November 2014 bietet das von der UB Heidelberg <16> gemeinsam mit der BSB München betriebene Portal Propylaeum (https://www.propylaeum.de/) nicht nur eine Plattform für die Veröffentlichung von E-Journals an, sondern es können nun auch Monographien und Sammelwerke als E-Books publiziert werden. Als technische Plattform wird von der UB Heidelberg die Open-Source-Software Open Monograph Press (OMP) eingesetzt. Sie bildet den gesamten redaktionellen Begutachtungs- und Publikationsprozess bei der Veröffentlichung eines E-Books ab. So lässt sich von der Einreichung eines Beitrags über die Organisation des Peer Review bis hin zur Veröffentlichung jeder Schritt über den Webbrowser abwickeln. Eine Print-on-Demand-Lösung ist in Vorbereitung. Ein erstes Beispiel ist die neue Open-Access-Schriftenreihe “Archäologische Berichte” der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (http://www.dguf.de/).

What Kind of Reader Are You?: INFOGRAPHIC

http://www.mediabistro.com/galleycat/what-kind-of-reader-are-you-infographic_b95083 by Dianna Dilworth - Galleycat Dec. 11 2014

Donnerstag, 11. Dezember 2014

EBLIDA Newsletter Nr. 12 December 2014

Der EBLIDA Newsletter Nr. 12 / Dezember 2014 ist veröffentlicht worden. Der Download ist möglich unter http://www.eblida.org/news/eblida-newsletter-december-2014-published.html. In dieser Ausgabe werden folgende Themen behandelt: EBLIDA Activities: Right to e-read; EBLIDA Meeting with the Copyright Unit; EBLIDA Activities: Save the Date: 23rd EBLIDA Council and Conference in Riga in May 2015; ELINET; News Round-up Europe: New co-existence? The future of the making available of e-books; Compendium of Cultural Policies and Trends in Europe; EBLIDA Who’s Who: Norway, Bergen University College Library.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Forschungsdaten im Netz für jedermann zugänglich

Der nachhaltige Zugriff auf Forschungsdaten spielt eine wichtige Rolle in der Wissenschaft. Die am 01.12.2009, also vor fünf Jahren, gegründete Non-Profit-Organisation DataCite sammelt Forschungsdaten im Netz und macht sie dort für jedermann dauerhaft zugänglich und zitierbar. Dafür vergibt DataCite eindeutige und dauerhafte Identifikatoren für digitale Objekte – sogenannte Digital Object Identifier (DOI). Der DOI-Name identifiziert digitale wissenschaftliche Objekte wie Forschungsdaten, Publikationen oder Videos und ist ihnen permanent zugeordnet. Die DOI-Vergabe ist für akademische Einrichtungen in Deutschland seit 2013 kostenlos, in anderen Ländern entstehen für diese Dienstleistung geringe Kosten.

VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale 3/2014 ist erschienen

Die dritte Ausgabe 2014 von VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale ist erschienen und steht als PDF-Datei zur Verfügung.

Aus dem Inhalt:

Online-Katalog der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt - Online-Katalog der Bibliotheken

Aktuelle Infos zur VZG (= Verbundzentrale des GBV): Berichte zum Bibliothekartag in Bremen, zur 18. Verbundkonferenz des GBV in Hamburg und zur strategische Kooperation mit dem BSZ

Aktuelle Infos zum GBV: Ziel- und Leistungsvereinbarung (ZLV) 2015

Informationen zum Verbundsystem, zu den lokalen Bibliothekssystemen und zur Digitalen Bibliothek und Serviceangebote der VZG sowie Kurzmitteilungen.

Vorträge des Symposiums „Forschung für die Praxis - Perspektiven für Bibliotheks- & Informationsmanagement“ an der HdM Stuttgart

Die Vorträge des Symposiums „Forschung für die Praxis – Perspektiven für Bibliotheks- & Informationsmanagement“, die am 05.12.2014 an der Hochschule der Medien in Stuttgart gehalten wurden, können von der HdM-Website heruntergeladen werden (http://www.hdm-stuttgart.de/bi/symposium/skripte). Darunter befinden sich auch die Vorträge „Modernes Datenmanagement: Linked Open Data und die offene Bibliothek“ (Jens Mittelbach, SLUB Dresden), „Der RDA-Umstieg in Deutschland - Herausforderungen für das Metadaten-Management“ (Heidrun Wiesenmüller, HdM Stuttgart) und „Cloud Computing für die Verarbeitung von Metadaten“ (Magnus Pfeffer, HdM Stuttgart), die besonders interessant für wissenschaftliche Bibliothekare sind.

Infographic: History of Copyright on the Internet

http://socialtimes.com/history-copyright-internet-infographic_b208077

Dienstag, 9. Dezember 2014

"Digitalisierung der Zeitungen des 17. Jahrhunderts" in: BIBLIOTHEKSDIENST 2014/12

Müller, Maria Elisabeth; Hermes, Maria. "Die digitale Transformation eines ganzen Jahrhunderts: Digitalisierung der Zeitungen des 17. Jahrhunderts an der SuUB Bremen". BIBLIOTHEKSDIENST 48 (2014) H.12. S.1000-1013.

"Seit Mai 2013 fördert die DFG Pilotprojekte zur Digitalisierung historischer Zeitungen in vier Bibliotheken, u. a. in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Zudem erfolgen der Ausbau der ZDB und die Anpassung des DFG-Viewers für Zeitungen. Neben der signifikanten Vermehrung digitalisierter Zeitungen erarbeiten die am Rahmenprojekt teilnehmenden Bibliotheken Standards der Zeitungsdigitalisierung, die auch für zukünftige Digitalisierungsprojekte Relevanz haben. Das Pilotprojekt der SuUB Bremen hat sich zum Ziel gesetzt, die kompletten deutschsprachigen Zeitungen des 17. Jahrhunderts zu digitalisieren, die in keiner anderen Bibliothek so vollständig vorhanden sind. Die Präsentation der Zeitungen erfolgt im Portal Digitale Sammlungen der SuUB Bremen (http://brema.suub.uni-bremen.de/) auf der Basis der Software Visual Library. Der Beitrag stellt die Zeitungsdigitalisierung im Kontext der aktuellen Förderpolitik der DFG vor. Neben der Herausstellung der standard- und strukturbildenden Ziele der Pilotprojekte werden die spezifische Ausrichtung und die Besonderheiten des Bremer Projekts thematisiert" (nach dem Abstract).

Freitag, 5. Dezember 2014

EFG1914 weist digitalisierte Filme aus dem Ersten Weltkrieg nach

Im Rahmen von EFG1914, dem Nachfolgeprojekt des European Film Gateways, wurden von über 20 europäischen Filmarchiven und Kinematheken rund 700 Stunden Filmmaterial digitalisiert und über das Internet verfügbar gemacht. Der thematische Schwerpunkt des Projekts lag auf den 1910er Jahren und besonders auf der Zeit des Ersten Weltkriegs. Beteiligt waren unter anderem Archive aus Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien, Italien, Spanien und den Niederlanden. Mit der Filmabteilung des Imperial War Museum in London ist die größte institutionelle Filmsammlung zum Ersten Weltkrieg Teil des Projekts. EFG1914 wurde von der Europäischen Kommission gefördert. Das Deutsche Filminstitut übernahm wie schon für das Vorgängerprojekt die zentrale Projektkoordination. Insgesamt wurden 701 Stunden Film und circa 6.100 Dokumente zum Ersten Weltkrieg digitalisiert. Ein Großteil der digitalisierten Filme und Dokumente wurde erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

IZI-Datenbank ist zentrales Nachweisinstrument zum Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen

Die Datenbank des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) bildet das zentrale Dokumentationsinstrument des weltweiten Forschungstands zum Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen. Darüber hinaus weist die IZI-Datenbank auch relevante Literatur zur Jugendmedienforschung, zu Bildungsmedien und zur Medienpädagogik nach. In das System werden laufend die gesamte internationale Forschungsliteratur und weitere Informationsbestände zu den Gegenständen eingepflegt. Die IZI-Datenbank beinhaltet mehr als 27.700 Nachweise zu relevanten Verlagsveröffentlichungen, Onlinedokumenten und Grauer Literatur. Zahlreiche Titel sind frei im Volltext verfügbar. Auch die vom Institut herausgegebene Fachzeitschrift TELEVIZION ist auf Aufsatzebene und im Volltext vollständig integriert.

Fachinformationsdienst (FID) Medien- und Kommunikationswissenschaft an der UB Leipzig

Seit Herbst 2014 wird an der Universitätsbibliothek Leipzig der Fachinformationsdienst (FID) für das Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft entwickelt. Ziel dieses FID ist es, den Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern deutschlandweit benötigte Publikationen für ihren Forschungsbedarf schnell und unmittelbar zur Verfügung zu stellen.

Der Leipziger FID beruht auf zwei Säulen: Zum einen wird für die Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler ein umfangreiches E-Book-Angebot aufgebaut, das deutschlandweit für registrierte Nutzer zugänglich sein wird. Zum anderen stellt der FID eine Bestell-Plattform für die nutzergesteuerte Erwerbung von Print-Neuerscheinungen zur Verfügung. Ziel ist die direkte Belieferung der Besteller von neuen Printpublikationen. Die Medien stehen somit (ähnlich wie im Buchversandhandel) in kürzester Zeit dem Nutzenden zur Verfügung.

Auf Basis der Suchmaschinentechnologie vufind wird ein breit aufgestelltes Suchportal für die Fachdisziplinen erstellt, das möglichst viele Ressourcen in einem Index recherchierbar und zugänglich macht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren zudem von einem Portal, das ein paralleles Recherchieren in mehreren Katalogen entbehrlich macht. Das Suchportal wird auf den Spitzenforschungsbedarf der Fächer zugeschnitten. Der Fachinformationsdienst Medien- und Kommunikationswissenschaft wird in einer zunächst dreijährigen Projektphase entwickelt und evaluiert. Er wird in enger Kooperation mit den beiden Fachgesellschaften, der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und der Gesellschaft für Medienwissenschaft, aufgebaut. Eine Betaversion des Portals wird voraussichtlich im Mai 2015 online gehen.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

UB Würzburg hat Handschriften der Dombibliothek vollständig digitalisiert

Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderten Projektes wurden alle heute noch an der Universitätsbibliothek Würzburg vorhandenen Dombibliothekshandschriften digitalisiert und vertieft erschlossen (http://vb.uni-wuerzburg.de/ub/lskd/index.html).

Digitalisierung und Erschließung von Drucken des 18. Jahrhunderts (VD 18) bewilligt

Ab Anfang 2015 werden in der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg etwa 750 Drucke aus dem 18. Jahrhundert digitalisiert und auf nationalbibliographischem Standard erschlossen. Dieses zunächst auf ein Jahr angelegte Projekt wird von der DFG mit rund 63.000 Euro gefördert. Im Mittelpunkt stehen etwa 500 naturhistorische Werke aus der Bibliothek des Nürnberger Stadtarztes Christoph Jakob Trew, die mit insgesamt rund 34.000 Bänden – darunter vielen wertvollen Unikaten – als eine der bedeutendsten naturkundlichen Privatsammlungen seiner Zeit gilt. Die Bibliothek Trew, seit Auflösung der Universitätsbibliothek in Altdorf in Erlangen, bietet in ihrer Geschlossenheit ein einzigartiges Bild vom Stand der Naturwissenschaften und der Heilkunde des 18. Jahrhunderts. Das Projekt ergänzt das gerade laufende Digitalisierungsprojekt von Drucken des 17. Jahrhunderts, im Zuge dessen bereits 1.200 Werke aus der Bibliothek Trew digitalisiert wurden. Die Werke der „Bibliothek Trew“ werden, basierend auf den Originalsignaturen, Exlibris oder sonstigen Provenienzangaben, sowohl im OPAC als auch in einer eigenen digitalen Sammlung virtuell zusammengeführt.

DFG unterstützt Open-Access-Aktivitäten der Mainzer UB weiter

Auch im kommenden Jahr unterstützt die DFG die Veröffentlichungen von Mainzer Wissenschaftlern in frei zugänglichen Medien. Für die Open-Access-Publikationen stellt die DFG 2015 Mittel in Höhe von 75.000 Euro bereit. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Universitätsmedizin tragen aus zentralen Mitteln 30.000 Euro und die Universitätsbibliothek 15.000 Euro dazu bei, sodass den Wissenschaftlern im nächsten Jahr ein Fonds von 120.000 Euro zur Verfügung steht. Seit 2013 unterstützt die DFG das Projekt finanziell. Dieses Jahr hatte der Publikationsfonds ein Volumen von insgesamt 88.000 Euro. Bei der Vergabe der Fördermittel wird der wissenschaftliche Nachwuchs bevorzugt behandelt. Um eine EU-Förderung durch das Rahmenprogramm Horizont 2020 zu erhalten, wird erwartet, dass die Publikationen von geförderten Forschungsarbeiten innerhalb von 6 bis 12 Monaten frei zugänglich gemacht werden. Mit dem Publikationsfonds können die Bearbeitungsgebühren für Artikel in Open-Access-Zeitschriften finanziert werden, die der Autor zu entrichten hat. Damit diese nicht zum Hindernis werden, haben Universität und Universitätsmedizin im Jahr 2012 den Open-Access-Publikationsfonds eingerichtet. Aus diesem Fonds können diese Autorengebühren erstattet werden.

RLUK und OCLC vereinbaren Partnerschaft

Auf der Grundlage bereits bestehender Katalogisierungsvereinbarungen mit OCLC können die Mitgliedsbibliotheken der Research Libraries UK (= RLUK), eines Konsortiums der größten Forschungsinstitutionen in Großbritannien und Irland, ihre bibliografischen Metadaten in WorldCat, das größte weltweit zusammenhängende Netzwerk zur Erfassung von Bibliotheksbeständen und -services, hochladen. Das Hochladen der RLUK-Bestände in WorldCat liefert genauere Analysen und ermöglicht eine verschlankte und straffere Bestandsverwaltung. Darüber hinaus gewinnt RLUK auch Zugriff auf diverse, über die WorldShare-Plattform von OCLC verfügbaren Services, einer offenen, cloud-basierten Infrastruktur, die die Verknüpfung von Applikationen von OCLC und anderer Bibliotheksdienstleister unterstützt.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Forschungsdokumentationsdatenbank der BSB München für Handschriften und wertvolle alte Drucke

Im Jahr 2003 wurden die Forschungsbeiträge zu den Beständen der Abteilung Handschriften und Alte Drucke der BSB München über eine bibliographische Datenbank online zugänglich gemacht. Die Forschungsdokumentationsdatenbank steht unter https://hsslit.bsb-muenchen.de/ zum Abruf bereit. Die Datenbank hat nun eine Anpassung an die neuen technischen Möglichkeiten erfahren.

Deutsche Blinden-Hörbücherei in Marburg wird 60

Die älteste und größte Blindenhörbücherei Deutschlands wird 60 Jahre alt. Knapp 42 000 Krimis, Romane, Fachbücher und Zeitschriften können sich die Hörer der Bibliothek ausleihen, die zur Marburger Blindenstudienanstalt gehört. Der Katalog (http://www.katalog.blista.de/allegro) erfasst die gesamte in Deutschland verfügbare Literatur für Blinde in Punktschrift oder als Hörbuch. Sehbehinderte können nach Titel, Autor und Schlagworten suchen und die Bücher auf ihre Ausleihliste setzen. Das gewünschte Buch wird dann auf eine Ausleihliste gesetzt, und ein Brennroboter produziert automatisch eine Hör-CD für den Postversand. Jedes Werk kann zentral über die Blindenstudienanstalt bestellt werden. Die CDs lassen sich auf normalen MP3-Playern abspielen. Dazu gibt es inzwischen so genannte "Daisy-Player", mit denen blinde Leser fast wie Sehende in Büchern blättern und von Kapitel zu Kapitel springen können.

Heute werden jedes Jahr bis zu 130.000 CDs an die 14.000 Kunden aus ganz Deutschland verschickt. Etwa zwei Drittel der Hörer sind älter als 65 Jahre. Die Älteste ist 105 Jahre alt, die Jüngste sieben. Viele der 2000 jährlich neu eingestellten Bücher werden in Marburg produziert. Dazu lesen 27 freie Sprecher Bücher und Zeitschriften auf. Seit 1980 wird jede Woche das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aufgenommen. Bereits am Montagabend liegt es als Download vor, mittwochs als CD im Briefkasten.

COMALAT - eine Lernplattform für Fremdsprachen der Universität Siegen

COMALAT steht für Competence Oriented Multilingual Adaptive Language Assessment and Training System und ist ein von der EU mit rund 445.000 Euro über drei Jahre gefördertes europäisches Projekt (europäisch, da neben der Universität Siegen die Aristoteles Universität im griechischen Thessaloniki und das Sprachenzentrum an der Universität Alicante, Spanien, beteiligt sind).

Die Initiative zu COMALAT kam von der Fachgruppe Praktische Informatik (PI) der Uni Siegen. Für den Start werden die kleinteiligeren Lerntypen und dazu passende adaptierbare Lehrmaterialien zunächst von den Experten im Sprachenzentrum der Universität Alicante entwickelt. Anschließend ist es Aufgabe der Siegener Informatiker, diese als Algorithmen in die Software zu übersetzen. Unterstützt wird die Fachgruppe Praktische Informatik dabei vom Institut für Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement an der Universität Siegen. Die Projektpartner an der Aristoteles Universität in Thessaloniki sind für die Analyse und Aufbereitung der Daten und statistische Lernverfahren zuständig, auf die das System zur selbstständigen Anpassung und Weiterentwicklung zurückgreifen wird. Das Kompetenzzentrum der Universität Siegen (KoSi) begleitet und unterstützt die Entwicklung als Beobachter und Experte für die Fremdsprachen-ausbildung vor Ort.

Die COMALAT-Plattform ist prinzipiell für alle Fremdsprachen einsetzbar. Gestartet wird mit Englisch, Deutsch und Spanisch. Die E-Learning-Plattform wird eine sogenannte Open Educational Ressource sein und damit für alle EU-Bürger offen zugänglich und kostenfrei sein. Ziel ist, die Fremdsprachenkenntnisse der EU-Bürger zu fördern und damit gleichzeitig ihre Mobilität, um leichter in anderen EU-Ländern eine Arbeit aufnehmen zu können.

Sondersammlung der Heil- und Sonderpädagogik

Die Sammlung Max Kirmsse gilt als einer der wichtigsten Bestände für eine Historiographie der Heil- und Sonderpädagogik. Sie ist verteilt auf die Universitätsbibliothek Marburg sowie das Heilpädagogische Archiv Berlin. Von 2011-2013 wurde eine Internetpräsentation der Sammlung erstellt (http://www.uni-marburg.de/bis/ueber_uns/ub/sondsam/kirmsse).

Marquez-Nachlass geht an die University of Texas

Die University of Texas at Austin hat den Nachlass des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel Garcia Márquez erworben. Zum Konvolut gehören Manuskripte, Notizbücher, Fotoalben und Briefe, wie das Harry Ransom Center der Universität mitteilte, das bereits die Nachlässe von James Joyce, Ernest Hemingway, William Faulkner und Jorge Luis Borges verwaltet. Márquez war im April 2014 im Alter von 87 Jahren in seiner Wahlheimat Mexiko gestorben. Das Harry Ransom Center hat angekündigt, Teile des Nachlasses zu digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über die Kaufsumme wurde nichts bekannt.

100 Notable Books of 2014 (in the USA)

http://www.nytimes.com/2014/12/07/books/review/100-notable-books-of-2014.html

Dienstag, 2. Dezember 2014

110 Jahre Gesamtkatalog der Wiegendrucke

Der Gesamtkatalog der Wiegendrucke (GW) hat am letzten Freitag, dem 28.11.2014, seinen 110. Geburtstag begangen. „Am 28. November 1904 hatte der preußische Ministerialdirektor Friedrich Althoff eine Reihe hochrangiger Bibliothekare in eine ‚Kommission für den Gesamtkatalog der Wiegendrucke‘ berufen ...“ (Holger Nickel im Gutenberg-Jahrbuch 2006, S. 13).

Neuauflage des Frankfurter Bibliotheksführers

In einer Neuauflage von „Was finde ich wo? Ein praktischer Wegweiser durch Frankfurts Bibliotheken“ sind 39 Bibliotheken in und um Frankfurt am Main zusammengestellt. Alle Einrichtungen sind öffentlich und uneingeschränkt zugänglich. Der erste Teil der 40-seitigen Broschüre gibt ausführliche Informationen zu den größeren Bibliotheken mit kurzer inhaltlicher Beschreibung und den Benutzungsbedingungen. Im zweiten Teil folgen kleinere Bibliotheken und Spezialbibliotheken mit Kontaktdaten und Homepage. Den Abschluss bildet ein Register zu den Sammelschwerpunkten der einzelnen Einrichtungen. Der Wegweiser entstand mit Unterstützung der Auszubildenden zu Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste der Deutschen Nationalbibliothek. Die Publikation gibt es sowohl in einer Online-Version zum Downloaden (http://www.dnb.de/SharedDocs/Downloads/DE/DNB/service/frabib.pdf) als auch in gedruckter Form.

Montag, 1. Dezember 2014

Bundesrat billigt Gesetz für digitale Werkauszüge im Unterricht

Der Bundesrat hat am 28.11.2014 ohne weitere Aussprache für eine Gesetzesreform gestimmt, mit der die "Intranetklausel" im Urheberrecht dauerhaft werden soll. Lehrern und Wissenschaftlern soll dauerhaft gestattet sein, "kleine Teile" urheberrechtlich geschützter Werke oder Zeitschriftenartikel einem "bestimmt abgegrenzten Bereich von Unterrichtsteilnehmern" für Bildungszwecke in einem abgeschlossenen Netzwerk zugänglich zu machen (§ 52a Urheberrechtsgesetz).

Niederländisches Strategiepapier in englischer Sprache

Das Anfang 2014 veröffentlichte Strategiepapier des Niederländischen Instituts für Öffentliche Bibliotheken (SIOB), das unter dem Titel "Bibliotheek van de toekomst: knoppunt voor kennis, contact en cultuur" Entwicklungsoptionen bis zum Jahr 2025 aufzeigt, liegt jetzt auch in englischer Übersetzung vor (Volltextversion als farbige Publikation unter http://www.siob.nl/media/documents/Library_of_the_Future_12082014_DEF.pdf; als druckfreundliches einfarbiges Dokument unter http://www.siob.nl/media/documents/Library_of_the_Future_PRINTVERSIE_def.pdf).

Patron Driven Acquisition. In: BIBLIOTHEKSDIENST 48 (2014) H.11. S. 862-872

Albrecht, Rita. "Patron Driven Acquisition - eine Herausforderung (auch) für Verbundzentralen". BIBLIOTHEKSDIENST 2014/11.

"Das noch relativ junge Modell 'Patron Driven Acquisition' wird inzwischen von vielen Bibliotheken für die Erwerbung von E-Books praktiziert. Dabei wird nach einem bibliothekseigenen Profil eine Sammlung von E-Books (manchmal auch Printtitel) durch einen Anbieter zur Nutzung bereitgestellt, ein Kauf aber erst durch die Anforderung des Dokuments durch einen Bibliotheksbenutzer ausgelöst, wofür es verschiedene Modelle und Modalitäten je nach Anbieter gibt. Verbundbibliotheken erwarten von ihren Verbundzentralen auch für diese Erwerbungsform ein schnelles, umfassendes Metadatenhandling und stellen sie damit vor neue Herausforderungen. Der .... Beitrag beschreibt exemplarisch die Metadatenpraxis im HeBIS-Verbund" (nach dem Abstract).