Donnerstag, 26. Februar 2015

VolkswagenStiftung fördert Forschung in den Unisammlungen von Heidelberg und Halle

Im Rahmen der Förderinitiative „Forschung in Museen" unterstützt die VolkswagenStiftung unter anderem zwei Forschungsprojekte in Unisammlungen. Dabei handelt es sich zum einen um die Papyrussammlung der Universität Heidelberg, deren zahlreiche Dokumente Einblicke in den Alltag der frühislamischen Welt des 7. und 8. Jahrhunderts bieten. Diese bisher wissenschaftlich nicht erschlossenen Papyrusdokumente werden in dem auf drei Jahre angelegten Projekt „Zeugnisse einer multikulturellen Gesellschaft: Papyri zum Zusammenleben von Christen und Muslimen im früharabischen Ägypten“ entziffert, übersetzt und ausführlich historisch und linguistisch kommentiert. Ziel ist ein Editionsband Heidelberger Papyri aus früharabischer Zeit, zudem sollen die Ergebnisse in eine Open-Access-Datenbank eingehen. Außerdem soll die Erwerbs- und Sammlungsgeschichte der antiken Archive nachgezeichnet werden. Als weiteres Ergebnis ist in Kooperation mit der Sammlung des Ägyptologischen Instituts und dem Universitätsmuseum eine Ausstellung über das Zusammenleben von Christen und Muslimen in früharabischer Zeit geplant.

Das zweite geförderten Vorhaben geht der Frage nach, wie Amphibien und Reptilien auf Veränderungen des Klimas reagiert haben. Funden aus dem Geiseltal, von denen über zehntausend Stücke in einer Sammlung des Zentralmagazins Naturwissenschaftliche Sammlungen der Universität Halle-Wittenberg lagern, datieren etwa 45 Millionen Jahre zurück in den Zeitraum des „warmen Mittleren Eozäns“. Sie sollen nun nach neuesten wissenschaftlichen Methoden beschrieben, möglichst exakt altersbestimmt, untersucht und katalogisiert werden und in eine Datenbank einfließen.

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