Donnerstag, 27. August 2015

BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2/2015: FID Musikwissenschaft an der BSB

Nägele, Reiner. „FID Musikwissenschaft an der Bayerischen Staatsbibliothek“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2/2015. S.10-12 (http://staatsbibliothek-berlin.de/fileadmin/user_upload/zentrale_Seiten/ueber_uns/pdf/Bibliotheksmagazin/BM_2_2015_Inhalt.pdf)

Als Ergebnis einer Programmevaluierung in den Jahren 2010/11 beschloss der Hauptausschuss der DFG Ende 2012, das bisherige System der überregionalen Literaturversorgung grundlegend zu ändern. Die Einrichtung von „Fachinformationsdiensten für die Wissenschaft“ (kurz FID) löst seit 2014 die Förderung der Sondersammelgebiete an wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland ab. Bestandteil der Förderrichtlinien für den FID ist das Primat des E-only, d.h. bei Doppelveröffentlichungen als E- und Print-Version soll künftig nur noch die elektronische Ausgabe gekauft bzw. lizensiert werden. Zudem darf künftig nur noch Spitzenbedarf im FID-Kontext erworben werden; Grundbedarf ist nicht förderungswürdig. An der BSB München wird aufgrund der Vorgaben der DFG der FID Musikwissenschaft eingerichtet. Die Förderung des FID orientiert sich ausschließlich durch ein aktiv bekundetes Interesse der Wissenschaftscommunity, also durch eine Mitgestaltung der Erwerbungskomponente und durch projektbezogene Kooperationen zwischen Fachwissenschaft und der für den FID verantwortlichen Bibliothek, in diesem Falle der BSB München. Die Bayerische Staatsbibliothek kann dafür vorrangig auf der Virtuellen Fachbibliothek Musik – VifaMusik aufbauen, die zum strukturellen Element des FID wird. Ziel der VifaMusik ist zum einen die Realisierung eines „One-Stop-Shops“ im Hinblick auf musikbibliographische Daten und digitale Quellen, zum anderen wird die informationstechnologische Kompetenz der BSB im Rahmen des FID dazu genutzt, nicht nur Wissenschaftskommunikation zu fördern, sondern vor allem in der Entwicklung von forschungsrelevanten E-Tools als Partner der Wissenschaft innovative Arbeit zu leisten.

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