Dienstag, 10. November 2015

BSB München digitalisiert einmillionste Seite ihrer chinesischen Sammlung

Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt eine chinesische Sammlung von internationalem Rang, die etwa 230.000 gedruckte Bände und 3.000 Handschriften umfasst. Damit zählt sie zu den wichtigsten Sammlungen chinesischer Handschriften und Drucke außerhalb Chinas. Im Rahmen des Projekts zur Erschließung und Digitalisierung von Altsinica der Bayerischen Staatsbibliothek, das die DFG fördert, werden die ältesten, in einer Zeitspanne vom siebten bis zum 18. Jahrhundert entstandenen Werke neu katalogisiert und vollständig digitalisiert.

Die einmillionste Seite der chinesischen Sammlung der BSB wurde kürzlich am Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ) eingescannt und gehört zu einem spätmingzeitlichen Blockdruck, der auf Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts datiert ist. Bei dem Druck handelt es sich um eine mit Holzschnitten illustrierte Ausgabe des populären Romans Shui hu zhuan, als dessen Verfasser der chinesische Schriftsteller Shi Nai’an (ca. 1290-1365) gilt. Im Deutschen ist der Roman unter dem Titel „Die Räuber vom Liang-Schan-Moor“ bekannt. Sämtliche digitalisierte Titel der chinesischen Sammlung sind über den Bibliothekskatalog, die Digitalen Sammlungen (http://www.digitale-sammlungen.de/) sowie über die Webseite Digitale Sammlungen Ostasien (http://ostasien.digitale-sammlungen.de/) frei zugänglich.

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