Donnerstag, 5. November 2015

ZfBB 62 (2015) H.5

Inhalt: http://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpvolume_00243484

Das aktuelle Heft der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie (5/2015) hat den Schwerpunkt "Deutsche Digitale Bibliothek". Folgende Aufsätze beschäftigen sich mit dem Schwerpunktthema:

Frischmuth, Frank; Schauerte, Günther. "Deutsche Digitale Bibliothek – eine erste Bilanz 2011–2015". S.232-237

"Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) schafft über das Internet freien Zugang zum kulturellen und wissenschaftlichen Erbe Deutschlands, indem sie die digitalen Angebote deutscher Museen, Bibliotheken, Archive, Denkmalpflegeeinrichtungen, Mediatheken und Forschungsinstitutionen vernetzt und kostenfrei online zugänglich macht. Millionen von Büchern, Archivalien, Bildern, Skulpturen, Musikstücken und anderen Tondokumenten, Filmen und Noten sind so über ein zentrales Portal auffindbar. Gestartet als ein gemeinsam von Bund und Ländern gefördertes Projekt, hat die DDB ihre Aufbauphase inzwischen erfolgreich durchlaufen. Mit inzwischen etwa 17 Mio. nachgewiesenen Objekten von über 200 Partnern, einer modernen Benutzeroberfläche, einer aktiven Lieferbeziehung zu Europeana und einer zunehmenden Nutzung und Wahrnehmung in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit wurden wesentliche Ziele erreicht. Der Artikel informiert über die Idee, Umsetzung sowie den bisher mit der DDB erreichten Stand. Des Weiteren gibt der Beitrag einen Ausblick auf die künftigen Herausforderungen und Entwicklungen über 2015 hinaus" (nach dem Abstract).

Altenhöner, Reinhard; Müller, Uwe; Parzinger, Hermann. "Strategieentwicklung in der Deutschen Digitalen Bibliothek – Prozess, Ergebnisse, Perspektiven". S.238-250

"Mit dem Bund-Länder-Vorhaben »Deutsche Digitale Bibliothek« wird das Ziel verfolgt, eine zentrale Plattform für Kultur und Wissen in Deutschland aufzubauen und damit einen entscheidenden Beitrag für die Überführung der Kultur- und Wissensschätze ins digitale Zeitalter zu leisten. Mit der Inbetriebnahme der ersten vollständigen Version des Portals der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) im März 2014 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Im selben Jahr wurde ein breit angelegter Strategieprozess initiiert, um die grundsätzliche Ausrichtung der DDB neu zu bestimmen und die wichtigsten Handlungsprioritäten festzulegen. Dieser Prozess ist mit der Fertigstellung des Strategieplans für die Jahre 2015 bis 2020 zu einem Abschluss gekommen. Der Beitrag beschreibt Hintergründe, Ablauf und Ergebnis des Strategieprozesses und setzt die DDB dabei mit den europäischen und amerikanischen Schwestervorhaben Europeana und DPLA in Beziehung" (nach dem Abstract).

Krauth, Wolfgang; Kretzschmar, Robert; Reisacher, Martin. "An der Schnittstelle zwischen 'spartenübergreifend' und 'community' – Die Fachstelle Archiv der Deutschen Digitalen Bibliothek". S.251-261

"Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) und das eng damit verbundene Archivportal-D nehmen in der Archivcommunity eine zentrale Rolle ein. Gerade durch die Möglichkeit des spartenübergreifenden Austauschs bringen sie eine Vielzahl an positiven Entwicklungen voran, ohne dabei die Einbindung der Archivcommunity, gerade auch der kleineren Einrichtungen, aus den Augen zu verlieren. Dies war und wird möglich durch die gut verzahnte Zusammenarbeit der strategischen Ausrichtung über die archivischen Gremien, der damit eng verbundenen Rolle der DDB als Katalysator im Bereich von Standardisierung und Entwicklung und der daran orientierten Fachstellenarbeit im Archivbereich. Gerade die konkrete Umsetzung dieser Entwicklungen durch die Fachstelle Archiv ist hier hervorzuheben" (nach dem Abstract).

außerdem: Weber, Jürgen. "'Contextual Evidence' – NS-Raubgut und die Neuausrichtung der Provenienzforschung. Zur Erschließung verdeckter Nutzungskontexte im Umfeld des Bücherraubes". S.262-270

"Selten haben politische Appelle eine so tief greifende Wirkung in Kultur- und Bildungseinrichtungen entfaltet wie die Erklärungen zum Umgang mit NS-Raubgut seit 1998. Umfang und Bedeutung des Auftrags für das Sammlungsmanagement haben Provenienzklärung und Restitution inzwischen sogar zu einer Daueraufgabe vieler Institutionen werden lassen. Es ist ein neues Forschungsfeld entstanden, und Provenienzklärung sichert heute die Integrität der Information über Herkunft, Distribution und Nutzungskontexte der Sammlungen in Bibliotheken. Als ein Beispiel für die Erfahrungs- und Handlungsräume der Akteure im Umfeld des Bücherraubes haben nun Forschungen zur Nutzung der Bestände in der Zeit des Nationalsozialismus Fernleihen und andere Informationsdienstleistungen für sogenannte medizinische Versuche im Konzentrationslager Buchenwald aufgedeckt" (nach dem Abstract).

und folgende Berichte: Bubenik, Claudia. "Gemeinsamer Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke für das Jahr 2014". S.271-284

Mathieu, Christian. "Alte Bibliotheken und New Materialism – Die Staatsbibliothek zu Berlin im Dialog mit der Forschung". S.284-287

"Aus der Deutschen Forschungsgemeinschaft: Bericht von der Frühjahrssitzung des AWBI". S.287-288.

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