Freitag, 30. Januar 2015

250 Jahre Württembergische Landesbibliothek

Am 11. Februar 2015 feiert die Württembergische Landesbibliothek ein großes Jubiläum. An diesem Tag genau vor 250 Jahren – an seinem 37. Geburtstag – gründete Herzog Carl Eugen die „Herzogliche Öffentliche Bibliothek“ mit modernen Erwerbungsrichtlinien, wie die Stiftungsurkunde ausdrücklich festlegte. Sein Ziel war, „einen neuen Mittelpunkt für Künste und Wissenschaften“ zu schaffen und „von der gelehrten Europäischen Welt geachtet zu werden“. Den Grundstock stiftete der Herzog selbst. Dank seiner Buchleidenschaft wurde sie schnell großzügig ausgebaut und mit herausragenden Sammlungen bestückt. Zu nennen ist neben der Bibelsammlung vor allem die herausragende Handschriftensammlung. Am Ende seiner Lebenszeit zählte die Bibliothek bereits 100.000 Bände.

Aus der Herzoglichen Öffentlichen Bibliothek ging 1918 die Württembergische Landesbibliothek hervor. Sie verfügt knapp 100 Jahre später über nahezu 6 Mio. Medieneinheiten und ist inzwischen die größte wissenschaftliche Bibliothek Baden-Württembergs. Pro Jahr werden über 1 Mio. Medien entliehen. Als lebendiger Lernort und aktive Kultureinrichtung der Landeshauptstadt Stuttgart ist sie heute weit über die Region hinaus bekannt.

In den Anfangsjahren noch in Ludwigsburg, wurde sie ab 1776 nach Stuttgart verlegt. Zunächst befand sie sich noch im sog. „Herrenhaus“ am Marktplatz, ab 1820 an der Neckarstraße in verschiedenen Gebäuden am heutigen Standort. Der letzte Neubau von 1970 wird nun durch einen modernen Erweiterungsbau ergänzt, dessen Baubeginn passend in das Jubiläumsjahr der Bibliothek fällt und im März 2015 startet.

Im Rahmen eines Festaktes am 11. Februar 2015 sprechen u.a. Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart, sowie S.K.H. Carl Herzog von Württemberg. Im Zentrum der Jubiläumsveranstaltungen steht die große Ausstellung „Carl Eugens Erbe. 250 Jahre Württembergische Landesbibliothek“, in der sowohl das Gründungsjahr der Bibliothek wie auch ihr modernes und lebendiges Profil im Fokus stehen. Die Ausstellung ist vom 12. Februar bis zum 11. April 2015 in der WLB zu sehen (nach der Pressemitteilung vom 29.01.2015).

Herausragende Dissertation zum Thema Open Data

Abedjan, Ziawasch. Improving RDF data with data mining - Verbessern von RDF- Daten durch Data-Mining. Diss., Univ. Potsdam 2014 http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2014/7133

„In seiner Dissertation hat Nachwuchsforscher Abedjan untersucht, wie im Internet frei verfügbare und verknüpfbare Daten, so genannte Linked Open Data, besser genutzt werden können. Es handelt sich um große Mengen sehr unterschiedlicher Informationen, die oft automatisch aus Texten generiert werden. Sie müssen gründlich „gereinigt“ werden, bevor man sie für bestimmte Zwecke nutzen kann. Der Absolvent der internationalen HPI Research School entwickelte dafür eine neue Technik. Sie hilft Zusammenhänge zu entdecken, die in anderer Form schon in Datenbanken für Vertriebsanalysen verwendet werden. Abedjans neu entwickelte Methode erlaubt es, in der Struktur verknüpfbarer offener Daten auf unterschiedliche Weise Beziehungen und Muster zu erkennen. Je nach Konfiguration werden automatisch Möglichkeiten vorgeschlagen, welche die Informationen leichter anreichern, ergänzen, zuordnen und auffinden lassen oder automatisch korrekte Fakten generieren. Der mit dem Dissertationspreis ausgezeichnete Potsdamer Informatiker entwickelte zudem ein Verfahren, das Linked Open Data und zugrunde liegende Ontologien - das sind Systeme logisch zuzuordnender Informationen - zusammenführt. Für jede vorgestellte Anwendung präsentiert Ziawasch in seiner ausgezeichneten Dissertation viele Experimente mit realen Datensätzen “ (nach der Pressemitteilung des Hasso-Plattner-Instituts vom 29.01.2015).

Welche Rolle spielen Datenbanken bei der Suche nach Weiterbildungen?

Die Qualität und die Nutzung von Weiterbildungsdatenbanken stehen im Zentrum einer großen Online-Umfrage des InfoWeb Weiterbildung (IWWB), die nun gestartet ist. Teilnehmen kann man auf den Webseiten von 27 Datenbanken und auf der Seite des IWWB selbst. Der Fragebogen steht dort bis Ende Februar zur Verfügung. Dabei geht es unter anderem um die Bewertung der Datenbanken und ihrer Inhalte, Angaben zur Nutzerstruktur wie Geschlecht, Alter und Bildungshintergrund sowie bisherige Weiterbildungserfahrungen und die Ziele, die mit der Suche nach einem neuen Angebot verbunden sind. Die detaillierte Auswertung der Ergebnisse wird zeitnah veröffentlicht.

An der jährlich durchgeführten Umfrage nehmen regelmäßig 2.000 bis 3.000 Besucherinnen und Besucher der Weiterbildungsdatenbanken teil. Unter ihnen werden vielfältige Preise wie Zeitschriften-Abonnements und Büchergutscheine verlost, die Sponsoren dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt haben.

Eine Liste aller beteiligten Datenbanken mit Links zu deren Webseiten steht unter http://www.iwwb.de/weiterbildung.html?seite=12 zum Abruf bereit.

Writing Advice From Virginia Woolf: INFOGRAPHIC

http://www.adweek.com/galleycat/writing-advice-from-virginia-woolf-infographic/98305

Top 10 Tips For Writers

Mittwoch, 28. Januar 2015

30 Jahre Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe

Auf Empfehlung der von der damaligen Landesregierung eingesetzten Forschungskommission wurde das Forschungszentrum Informatik (FZI) zunächst als Modellprojekt eingerichtet und nach erfolgreicher Entwicklung schließlich 1985 in die Selbständigkeit entlassen. Heute zählt das FZI zu den großen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Informatik. Die etwa 170 Mitarbeiter des FZI bearbeiten jährlich mehr als 200 Projekte und helfen der Wirtschaft, aktuelle Forschungsergebnisse zeitnah und erfolgreich in nachgefragte Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu überführen.

Über 20 Professoren (überwiegend des Karlsruher Institutes für Technologie - KIT) sind im FZI organisiert, forschen hochspezialisiert und führen die Forschungsergebnisse interdisziplinär der Wirtschaft zu. Organisatorisch ist das FZI in vier Forschungsbereiche aufgeteilt, die mit ihren Kompetenzen die Anwendungsforschung über den gesamten Innovationszyklus abdecken. Schwerpunktmäßig bearbeitet das FZI die Anwendungsfelder Energie, Informationsdienste, Software-Entwicklung, Gesundheitswesen, Mobilität, Automation und Robotik sowie Produktion und Logistik. Auf einer Festveranstaltung in Karlsruhe am 28.01.2015 gratulierte Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid dem Forschungszentrum zu seinem dreißigjährigen Bestehen.

UB Tübingen baut FID Theologie auf

Die UB Tübingen <21> richtet einen Fachinformationsdienst (FID) Theologie ein. Die DFG hat einen Antrag der Universitätsbibliothek bewilligt und fördert das Projekt für zunächst drei Jahre mit knapp einer Million Euro. Von insgesamt zwölf Anträgen bundesweit hatten sich nur fünf für verschiedene Fachbereiche durchgesetzt, darunter auch die Kriminologie, die bislang ebenfalls zu den Sondersammelgebieten der UB Tübingen gehörte. Der neue Fachinformationsdienst baut die bestehende Aufsatzdatenbank Index Theologicus zu einer umfassenden Bibliographie für alle Disziplinen der Theologie aus. Mit Hilfe moderner Suchmaschinentechnologien ermöglicht er zukünftig eine mehrsprachige Suche. Zudem erleichtert er den Zugang zu kompletten digitalen Texten, auf die aus der Datenbank verlinkt wird. Für Open-Access-Publikationen steht ein Fachrepositorium zur Verfügung, in das Autoren ihre Publikationen einstellen können. Darüber hinaus wird die Gründung von Open-Access-Zeitschriften unterstützt, indem der FID ein Zeitschriften-Publikationssystem bereitstellt. Der Tübinger Fachinformationsdienst kooperiert mit anderen theologischen Forschungs- und Dokumentationseinrichtungen in Deutschland und weltweit. Die Katholisch-Theologische und die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen übernehmen als Mitherausgeber des neuen FID Verantwortung für die fachwissenschaftliche Qualität des Index Theologicus.

OA-Journal "027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur" 2015/1 ist erschienen

Das erste Heft des OA-Journals "027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur" im Jahr 2015 mit dem Thema: "Platz schaffen! / Creating space!" ist erschienen - mit Beiträgen von Ulrich Niederer (Luzern), Daniela Lülfing (Berlin), Andreas Ledl und David Tréfás (Basel), Deborah Shorley (London), Daryl Yang (London), Brigitte Kromp und Wolfgang Mayer (Wien). Im Fokus der Open Access-Zeitschrift, die mit der Universitätsbibliothek Basel assoziiert ist, steht das Thema "Speicherbibliotheken".

http://www.0277.ch

Studie zum Einfluss von Facebook auf die Studienleistungen von Studenten

"In einer neuen Studie – erschienen im “Journal of Applied Developmental Psychology” – erforschte Reynol Junco den Zusammenhang zwischen Studienleistungen am College und der Aktivität auf Facebook. In früheren Studien bestätigte sich für Junco bereits, dass die Nutzung von Social Media einen Einfluss auf die Psyche und damit auch auf akademische Ergebnisse hat" (https://netzpolitik.org/2015/junge-studentinnen-werden-staerker-von-facebook-beeinflusst-als-aeltere-studie/).

Dienstag, 27. Januar 2015

The Library of Congress Celebrates the Songs of America

"Listen to the changes in the "Star Spangled Banner" as played by different bands in different eras. Look at the ways in which sheet music cover art documents historical themes. Read essays discussing the histories of musical styles. Watch videos pairing sound recording with period illustrations. All this and more awaits you as the Library of Congress celebrates The Songs of America" (http://www.loc.gov/collection/songs-of-america/).

Die digitalen Judaica-Sammlungen der UB Frankfurt

Das Portal Digitale Sammlungen Judaica der UB Frankfurt/Main enthält gegenwärtig verschiedene Sammlungen, die sich durch ihre Finanzierung, Umsetzung, Erschließungstiefe und Inhalt wesentlich voneinander unterscheiden und sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit recherchierbar sind. Bei den Sammlungen "Hebräische Handschriften", "Hebräische Inkunabeln" und "Jiddische Drucke" handelt es sich ausschließlich um Texte in hebräischen Lettern, deren Originale sich in der Frankfurter UB befinden. "Compact Memory" und die "Freimann-Sammlung" stellen dagegen die virtuelle Rekonstruktion von vollständigen Beständen deutsch-jüdischer Zeitschriften respektive Monographien zur Wissenschaft des Judentums dar, die in der Realität so nicht mehr existieren und deren Zusammenführung nur durch die Kooperation verschiedener Institutionen ermöglicht werden. Bei der "Rothschild-Sammlung" handelt es sich um eine Sammlung von rund 22.000 Artikeln aus Zeitungen der nationalen und internationalen Presse aus den Jahren 1886-1928, die sich thematisch auf die Familie Rothschild und das Bankhaus in diversen Kontexten sowie auf die 1888 eröffnete Rothschild-Bibliothek beziehen und in 32 Bänden und einer Sammelmappe zusammengefasst sind (nach: ABI Technik 34. 2014. H.3-4).

Neu digitalisierte Autographen der BSB München

Die BSBN München hat ihre Digitalen Sammlungen um zahlreiche Autographen bereichert. Darunter befinden sich Briefe des Philosophen Immanuel Kant, der beiden Wissenschaftler Alexander und Wilhelm von Humboldt, des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann, des "rätselhaften Findlings" Kaspar Hauser, sowie vom Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung von 1809, Andreas Hofer (http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=kurzauswahl&projekt=1358405690&l=de).

Fernsehnutzung im Tagesverlauf 2014

Bei Mediendaten Südwest finden sich aktuelle Daten zur Fernsehnutzung, zur Sehdauer sowie zu Marktanteilen für den Südwesten und das Bundesgebiet - übersichtlich als Grafik aufbereitet.

http://www.mediendaten.de/mediendaten/fernsehen/fernsehnutzung/

13 Female Nobel Laureates In Literature

http://www.freshessays.com/infographics/female-nobel-laureates.html

The Daily Routines of Famous Creative People: INFOGRAPHIC

https://podio.com/site/creative-routines

Montag, 26. Januar 2015

BLB Karlsruhe digitalisiert Bibliographie zur badischen Geschichte

Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe <31> hat im letzten Jahr den "Lautenschlager", die Bibliographie der badischen Geschichte (http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/structure/1591249), digitalisiert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Literaturhinweise zur Geschichte Badens in Karlsruhe gesammelt und zwischen 1930 und 1984 als Bibliographie der badischen Geschichte herausgegeben. Als Vorläufer der Online-Datenbank Landesbibliographie Baden-Württemberg (http://129.143.97.131/LABI/home.asp) ist sie wie diese ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die über das Land, seine Ortschaften oder seine Persönlichkeiten wissenschaftlich arbeiten oder sich allgemein für den deutschen Südwesten interessieren. Die Landesbibliographie weist alle Veröffentlichungen nach, die ab 1973 über bestimmte Landesteile, einzelne Städte und Gemeinden und über Personen, die aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Wirkens mit Baden-Württemberg in Verbindung stehen, erschienen sind. Literaturnachweise zur Geschichte Badens von den Anfängen bis heute stehen jetzt für den freien Zugriff zur Verfügung (nach: ABI Technik 34. 2014. H. 2).

Digitalisierungsprojekte der UB Tübingen

Die UB Tübingen <21> gibt auf der Web-Seite http://www.ub.uni-tuebingen.de/ueber-uns/aktuelle-projekte.html einen Überblick über ihre aktuellen Projekte: Dazu zählt u. a. das Projekt „Erschließung der Tübinger Universitäts-Programmata“. Das Projekt, das von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg finanziell unterstützt wird, hat zum Ziel, die umfangreiche Sammlung von zumeist gedruckten Ankündigungen und Einladungen von Rektor, Senat und Dekanen verschiedener Fakultäten zu akademischen Trauerfeiern, Antrittsvorlesungen und Neuberufungen einzelner Professoren, Doktor- bzw. Magisterpromotionen sowie anderen akademischen Anlässen vorwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert näher zu erschließen und zu digitalisieren (Laufzeit 2014-2016). Außerdem arbeitet die UB an den Projekten DigiTheo – Theologie digital, der von der DFG geförderten Digitalisierung zentraler theologischer Zeitschriften und Monographien des 19.Jahrhunderts (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/digitue/theo/), und DigiTü, der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützten Digitalisierung von unikalen Altbeständen (Handschriften und alten Drucken). Darüber hinaus leistet die UB Tübingen im Rahmen von Propyläum, der Virtuellen Fachbibliothek für die Altertumswissenschaften, Aufbauarbeit am Fachportal Altorientalistik (http://www.propylaeum.de/altorientalistik/).

Bund fördert Digitalisierung historischer Filme

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) stellt in diesem Jahr erneut eine Million Euro für die Digitalisierung historischer Filme bereit. Die Stiftung Deutsche Kinemathek, das Deutsche Filminstitut, die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und die Defa-Stiftung erhalten jeweils 250.000 Euro, um damit ausgewählte Filme zu digitalisieren.

Bürger sollen Daten für die Forschung sammeln

Bundesforschungsministerin Wanka will Bürger nach einer Meldung von heise online vom 24.01.2015 dazu animieren, Daten für Forschungszwecke zu sammeln und zu erzeugen. Das können Scheibenwischerfrequenzen, Sensordaten, Insekten- oder Wildschweinbeobachtungen, Ortsinformationen und vieles mehr sein.

Das Bundesforschungsministerium fördert die Informationsplattform Bürger schaffen Wissen (http://www.buergerschaffenwissen.de/), auf der zahlreiche Projekte vorgestellt werden, darunter Vogel-Tracking oder die Suche nach der Gefleckten Weinbergschnecke.

Neuer Digital Humanities Film "Digitale Wissensräume"

Die beiden Projekte DARIAH-DE und TextGrid haben in Fortsetzung zum ersten Informationsfilm „Virtuelle Forschungswelten: Neue Technologien in den Geisteswissenschaften" (https://www.youtube.com/watch?v=mQyn3D566Ew) von 2012 einen weiteren Digital Humanities-Film in englischer und deutscher Version produziert.

Der Film stellt innovative Projekte aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen vor, zeigt welche Rolle Infrastruktureinrichtungen wie Bibliotheken dabei einnehmen und gibt Einblicke in die DH-Lehre und den lebendigen Austausch innerhalb der Community: in deutscher Sprache unter dem Titel "Digitale Wissensräume: Virtuelle Forschungslabore der Geisteswissenschaften" (http://youtu.be/tMBq7dlnuLg); in englischer Sprache unter dem Titel "Digital Knowledge Spaces: Virtual Research Laboratories in the humanities" (http://youtu.be/qedGW_c-nBQ).

Freitag, 23. Januar 2015

DARIAH-DE setzt auf Cloud-Anwendung

In den vergangenen Monaten haben Vertreter der Max Weber Stiftung und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen im Rahmen von Workshops u. a. Rechts- und Lizenzfragen der Nutzung von digitalen Forschungsdaten sowie die Entwicklung von benutzerfreundlichen digitalen Werkzeugen erörtert. Seit dem Herbst 2014 nutzen mehr als 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max Weber Stiftung eine Cloud-Speicher-Anwendung von DARIAH-DE (Digital Research Infrastructures for the Arts and Humanities), die von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) gehostet wird. Dadurch haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, ortsungebunden an ihren Daten zusammenzuarbeiten und diese zu speichern. Die Einbeziehung von Praxiserfahrungen der Forschenden ermöglicht zudem eine nutzergesteuerte Weiterentwicklung der Anwendung. Neben der Datensicherheit und -integrität spielt dabei besonders die einfache Handhabung des Systems eine große Rolle.

"Open MIND" – Open Access-Sammlung zum Thema Geist, Gehirn und Bewusstsein

Die MIND Group um den Mainzer Philosophieprofessor Thomas Metzinger hat anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens eine eine rund 2000 Seiten umfassende Aufsatzsammlung ediert, die den neuesten Stand der Forschung auf dem Gebiet Geist, Gehirn, Bewusstsein und Selbstbewusstsein dokumentiert. Die Edition ist im Internet unter http://www.open-mind.net frei zugänglich ("Papers" anklicken), wird später jedoch auch als Buch erscheinen. Daran mitgewirkt haben ein lokales Team von Studierenden an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und als Autoren 92 Junior- und Seniormitglieder der MIND Group, darunter ein Team von internationalen Wissenschaftlern, die in verschiedenen Bereichen der Philosophie, Psychologie und Neuroforschung arbeiten. Die Veröffentlichung erfolgte in englischer Sprache. Die MIND Group feiert mit der großen Online-Publikation ihres 20. Treffen und ihr mittlerweile mehr als 10-jähriges Bestehen.

Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars Fulda jetzt auch in HeBIS

Zum Jahreswechsel 2014/2015 wurden die Titel- und Bestandsdaten der Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars Fulda in HeBIS eingespielt. Konvertiert wurden circa 160.000 Datensätze, etwa 60% davon konnten mit bereits in der Datenbank vorhandenen Sätzen gemergt werden. Die Daten umfassen vor allem Bücher, aber auch Zeitschriften, Mikroformen, audiovisuelle Materialien, CDs, Noten und Aufsätze. Neben den Beständen der „Bibliothek des bischöflichen Priesterseminars“ sind auch die der „Religionspädagogischen Bibliothek Fulda“, der „Bibliothek des Bischöflichen Kirchenmusikinstitutes“ und des „Bischöflichen Generalvikariats Fulda“ nachgewiesen (nach: HeBISCocktail Ausgabe 2015-1).

Donnerstag, 22. Januar 2015

WLB Stuttgart weist Provenienzen nach

Die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart <24> hat auf ihrer Homepage Übersichtsseiten eingestellt, auf denen sie die wichtigsten Institutionen und Personen als Vorbesitzer alter Drucke aus ihrem Bestand auflistet (Provenienzen). Sie sind verknüpft mit den Titelaufnahmen der zugehörigen Bände im SWB bzw. im Inkunabelkatalog INKA der UB Tübingen. Der Nachweis der Provenienzen ist nicht vollständig und auf Ergänzung angelegt.

Webdocumentary "Auschwitz heute"

Der Name der südpolnischen Stadt steht für den millionenfachen Mord an Juden, Sinti und Roma und Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur "Volksgemeinschaft" gehörten. Anlässlich des 70. Jahrestages zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hat die preisgekrönte Agentur für digitales Storytelling Bombay Flying Club im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) eine mehrsprachige Webdocumentary umgesetzt. Grundlage sind Fotos von Martin Blume, der seit Jahren am ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz an einer Fotografie-Serie arbeitet (nach dem bpb-Newsletter vom 21.01.2015).

http://www.bpb.de/mediathek/199265/auschwitz-heute

The Literary Origins of 15 Words

http://www.adweek.com/galleycat/the-literary-origins-of-15-words-infographic/97853

Mittwoch, 21. Januar 2015

SLUB Dresden verwendet offene Lizenzen

Die SLUB Dresden <14> unterhält eines der führenden Digitalisierungszentren in öffentlicher Hand und ist einer der wichtigsten Inhaltslieferanten für die Deutsche Digitale Bibliothek und die Europäische Digitale Bibliothek - Europeana. Sowohl die Deutsche als auch die Europäische Digitale Bibliothek sind frei im Internet verfügbar. Die Bibliothek selbst profitiert bei der Entwicklung neuer Dienste auch von offenen Lizenzen, zum Beispiel bei SLUBsemantics (http://www.slub-dresden.de/ueber-uns/projekte/infrastruktur-und-softwareentwicklung/slubsemantics/) oder bei der Datenmanagementplattform d:swarm (http://www.dswarm.org/). Die SLUB veröffentlicht daher ihre Digitalen Sammlungen (http://digital.slub-dresden.de/kollektionen/) einschließlich der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek (http://www.deutschefotothek.de/) so weit als möglich unter einer Lizenz, die der Definition für Offenes Wissen (http://opendefinition.org/od/1.1/de/index.html) entspricht und verwendet folglich die Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0, die bei Weitergabe unter gleichen Bedingungen auch Veränderungen sowie die kommerzielle Nutzung der Werke erlaubt (nach dem SLUBlog vom 13.01.2015).

Dienstag, 20. Januar 2015

Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig führt ALMA ein

Die Hochschulbibliothek der HTWK Leipzig hat als erste Bibliothek in Deutschland das Bibliotheksmanagementsystem ALMA eingeführt. ALMA ist vollständig cloudbasiert und ermöglicht erstmals die Verwaltung verschiedener Medien wie Bücher, Online-Ressourcen und Datenträger aus einer Hand. Die Systemumstellung wurde am 12.01.2015 abgeschlossen. Der neue Katalog „KaPri“, der von der Homepage der Hochschulbibliothek aus erreichbar ist, steht seitdem allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung. Ab Frühjahr 2015 werden fünf weitere Bibliotheken im deutschsprachigen Raum das System ebenfalls einführen. Mit dem neuen Bibliotheksmanagementsystem der Firma Ex Libris werden erstmals alle Medientypen der Hochschulbibliothek zusammengeführt, unter einer einheitlichen Oberfläche verwaltet und recherchierbar gemacht.

Startschuss für den Aufbau eines DFG-geförderten „Fachinformationsdienstes Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“

Ein Konsortium aus wissenschaftlichen Bibliotheken und Fachinformationseinrichtungen wird in den kommenden drei Jahren einen „Fachinformationsdienst (FID) Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“ etablieren. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Vorhaben soll die Versorgung mit wissenschaftlicher Fachliteratur und weiteren forschungsrelevanten Ressourcen auf eine neue Stufe heben.

Der „FID Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“ wird in enger Kooperation mit Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern zwei inhaltliche Schwerpunkte setzen:

1. Das Fachportal Pädagogik mit der FIS Bildung Literaturdatenbank wird zu einem umfassenden Nachweis- und Recherchesystem ausgebaut und damit zum Ausgangspunkt der wissenschaftlichen Informationsversorgung im Bereich der Erziehungswissenschaft sowie der Bildungs- und Hochschulforschung.

2. Es wird ein fachspezifisches Angebot für die überregionale Literaturversorgung entwickelt, das sich flexibel am Nutzerbedarf orientiert und der Bereitstellung digitaler Publikationen eine hohe Priorität einräumt.

Der Fachinformationsdienst wird flankiert durch einen Projektbeirat mit fachlicher und bibliothekarischer Expertise sowie durch kontinuierliche Nutzungsevaluation.

Das Konsortium setzt sich zusammen aus dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) mit seinen Abteilungen „Informationszentrum Bildung“ (IZB) in Frankfurt am Main und der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) in Berlin, der Universitätsbibliothek (UB) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem Georg Eckert Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig sowie der Universitätsbibliothek (UB) der Humboldt-Universität zu Berlin. Das DIPF koordiniert das Vorhaben.

Das DFG-Förderprogramm der Fachinformationsdienste (FID) leistet einen wichtigen Beitrag zur standortunabhängigen wissenschaftlichen Informationsversorgung in Deutschland. FID werden in erster Linie von den Bibliotheken getragen, die in den jeweiligen Themengebieten bisher Sondersammelgebiete betreut haben. Als Weiterentwicklung der DFG-Sondersammelgebiete lösen sie diese ab. Die Konsortialpartner des „FID Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“ betreuten bislang die für den FID relevanten Sondersammelgebiete Bildungsforschung (UB Erlangen-Nürnberg), Schulbücher (GEI), Hochschulwesen (UB der HU zu Berlin) und Bildungsgeschichte (BBF).

nach der Pressemitteilung des DIPF vom 16.01.2015

Ein König – viele Wege zum Bücherwissen von Wilfried Enderle

Vortrag “Ein König – viele Wege zum Bücherwissen. Die Göttinger Universitätsbibliothek im Kontext der europäisch-britischen Bibliothekslandschaften” von Wilfried Enderle im Rahmen der Ringvorlesung der Universität Göttingen mit dem Titel “Kommunikation & Kulturtransfer in der Personalunion” + Video

http://bibliothekarisch.de/blog/2015/01/18/ein-koenig-viele-wege-zum-buecherwissen-von-wilfried-enderle/

Bibliographische Daten für die Datenbank Glottolog

Ein zwischen De Gruyter und der Max-Planck-Gesellschaft geschlossener Vertrag vereinbart die Bereitstellung sämtlicher bibliographischer Daten aus dem sprachwissenschaftlichen Programm des Verlags für die Datenbank Glottolog. Der erste Datentransfer mit Informationen zu 4.000 Büchern und fast 5.000 Zeitschriftenheften ist fast abgeschlossen. Glottolog ist ein durch die Max-Planck-Gesellschaft gefördertes sprachwissenschaftliches Datenbankprojekt, das freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen über die Sprachen der Welt bietet.

Max Bruch-Archiv der Universität zu Köln

Das Musikwissenschaftliche Institut der Universität zu Köln beherbergt eine der größten und bedeutendsten Sammlungen von Dokumenten zum Leben und Schaffen des Komponisten Max Bruch (1838-1920). Das Archiv besitzt zahlreiche gedruckte und handschriftliche Partituren von Werken Bruchs, darunter über 40 Notenautographen. Da ein großer Teil des Max Bruch-Archivs im Musikwissenschaftlichen Institut mittlerweile erfasst und somit recherchierbar ist, wurde im Dezember 2014 das Portal für diese Forschungsdaten freigeschaltet (http://maxbrucharchiv.ub.uni-koeln.de/).

Vierzig Vorträge der Harvard Law School zum Urheberrecht

http://irights.info/webschau/copyrightx-vierzig-vortraege-zum-urheberrecht/24759

"CopyrightX nennt sich ein zuerst 2013 gestarteter Kurs der Harvard Law School und des dort angesiedelten Berkman Centers for Internet and Society, der im Moment in einer neuen Runde stattfindet. Der Kurs funktioniert ähnlich wie ein MOOC, ist allerdings eher eine Mischung aus Online- und Offlinekurs, da maximal 500 Teilnehmer dabei sind und begleitende Kurse an verschiedenen internationalen Universitäten stattfinden. Die ingesamt vierzig Vorträge des US-Rechtsprofessors William Fisher aus dem zwölfteiligen Kurs sind öffentlich und lassen sich jetzt in aktualisierter Form als Video nachsehen. Zwar liegt ein Schwerpunkt auf dem US-amerikanischen Copyright und dessen Modell der Verwertungsrechte, es geht aber auch um internationale Verträge, das europäische Modell und die verschiedenen Begründungen und Theorien zu Urheberrechten, was die Vorträge auch hierzulande sehenswert macht...."

Donnerstag, 15. Januar 2015

DDR-Zeitungsportal mit weiteren Informationen

Im Portal DDR-Presse werden bei den „Weiterführenden Informationen“ jetzt auch Personen, Geographika und Organisationen mit Verlinkungen zu Wikipedia und den Normdaten in der Gemeinsamen Normdatei (GND) angezeigt. Sie beziehen sich auf den angezeigten Artikel und sind Ergebnisse einer automatischen Entitätenerkennung (NER – Named Entity Recognition). Allerdings ermöglicht der technologische Stand der automatischen NER noch keine vollständige und fehlerfreie Erkennung. Die NER wurde von der DFG als Projektergänzung finanziert und von der Münchner Firma IntraFind realisiert.

http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/

Signaturenübersicht zu den abendländischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin

Ein neues Tool erleichtert es, Auskunft zu den abendländischen Manuskripten der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin zu geben: die Signaturenübersicht. Hier kann man schnell und einfach zu jeder der gut 20.000 Signaturen kurze Hinweise zu Vorhandensein, Benutzbarkeit, Digitalisaten und Online-Beschreibungen finden, in nicht wenigen Fällen auch zu Inhalt, Datierung, Alter oder Umfang (http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/handschriften/abendlaendische-handschriften/signaturenuebersicht/).

Humboldt-Tagebücher online

Alle im wissenschaftlichen Nachlass Alexander von Humboldts enthaltenen Manuskripte, Briefe, Zeichnungen, Skizzen, Messergebnisse, Notizen, Artikel und vieles mehr – rund 60.000 Dokumente - werden nach und nach online einsehbar. Seit Mite Januar 2015 ist ein erster Teil, seine 4.000 Seiten umfassenden Amerikanischen Reisetagebücher, im Internet freigeschaltet.

Alexander von Humboldt, 1769 in Berlin geboren und 1859 dort gestorben, interessierte sich zeitlebens für natur- wie kulturwissenschaftliche und ökonomische Themen. Mit 20 Jahren begann er wissenschaftlich zu publizieren, bis ins hohe Alter hielt er Vorträge an wissenschaftlichen Akademien und veröffentlichte umfassende Werke wie „Ansichten der Natur“ oder „Kosmos – Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“. Humboldt legte Wert auf eigene Anschauung, Erfahrung und Erkenntnis. Als Dreißigjähriger begab er sich auf seine vierjährige Erkundungs- und Forschungsreise durch die amerikanischen Tropen. Drei Jahrzehnte später reiste er nach Zentralasien bis zum Ural. Humboldt führte ausgedehnte Korrespondenzen mit zahlreichen international bedeutenden Spezialisten der verschiedenen Fachrichtungen und schuf so ein wissenschaftliches Netzwerk, das sich auch in seinem Nachlass widerspiegelt.

Die Humboldt-Forscher sowie alle an seinem Werk Interessierten sind eingeladen, die ins Netz gestellten Materialien zu sichten und neue Forschungsfragen aufzuwerfen.

http://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de/werk/

ZKBW-Dialog Nr. 81 vom 14.01.2015 ist erschienen

Die neue Ausgabe des ZKBW-Dialog Nr. 81 vom 14.01.2015 ist erschienen. Sie liegt wieder in einer HTML-Version und als PDF-Dokument auf dem BSZ-OPUS-Server vor. Auch die neue Ausgabe widmet sich überregionalen Angeboten (insbesondere der DFG), dem Themenkreis Urheberrecht, Open Access und Open Data und digitalen Angeboten und Internet-Portalen von Bibliotheken des SWB-Verbundes. Zum Abschluss steht erneut die SWB-Online-Fernleihe im Vordergrund des Interesses.

Mittwoch, 14. Januar 2015

VD 17-Projekt der UuStB Köln

Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln hat circa 1.500 meldungswürdige Titel in ihrem Bestand. "Ob und inwieweit mit dem Kölner VD 17-Projekt essentielle und damit Köln als Druckort und Raum kultureller Produktion des 17. Jahrhunderts deutlicher hervorhebende Beiträge geleistet werden können, wird sich erst nach dem vorläufigen Abschluss des Projekts einschätzen lassen. In jedem Fall ist eine stärkere Konturierung einzelner Kölner Offizinen durch eine breitere Repräsentation ihrer Druckerzeugnisse in der Datenbank zu erwarten. Druckwerke mit stark lokalem Bezug wie die eingangs erwähnten Gelegenheits- und Personalschriften sowie Schriften für die Universität und den Rat der Stadt Köln sind nach der ersten Übersicht, wie vermutet, anteilig stärker unter den zu meldenden Drucken vetreten. Besonders bei den im Verhältnis zahlreichen ermittelten Kölner Einblattdrucken dürfte es sich um Erstmeldungen für VD 17 handeln. Mit ihrem Nachweis in VD 17 - idealerweise als Volldigitalisat - werden diese Drucke erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und ihre Benutzung ist nicht mehr an Recherchen vor Ort gebunden...."

zitiert nach: Sebastian Kötz. "VD 17-Projekt der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln". ProLibris 4/14. S.187-188.

KOBV-Newsletter Nr. 36 / November/Dezember 2014 ist erschienen

Der neue KOBV-Newsletter Nr. 36 / November/Dezember 2014 ist erschienen (http://www.kobv.de/fileadmin/download/newsletter/KOBV-Newsletter_36_2014.pdf). Er bietet einen Rückblick auf das Jahr 2014 und informiert über das neue KOBV-Portal, eine neue KOBV-Teilnehmerbibliothek, nämlich die Hochschulbibliothek der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (http://www.filmuniversitaet.de/de/bibliothek-mediathek.html) und die Servicestelle Digitalisierung. Im Bereich Hosting und Entwicklung wird das OPUS 4-Hosting vorgestellt; den Abschluss bildet ein Überblick auf Veranstaltungen und Publikationen.

Neue Mediathek zum Stasi-Aktenmaterial

Die Stasiunterlagen-Behörde hat eine neue Mediathek im Internet freigeschaltet. Das digitale Angebot mit Text-, Foto- und Tondokumenten ist eine Einladung an alle Interessierten, sich selbst ein Bild von den Dokumenten im Stasiunterlagen-Archiv zu machen. Unter der Internet-Adresse http://www.stasi-mediathek.de bietet die Website einen Einblick in die vielfältigen Bestände des Archivs. Verfügbar sind derzeit allerdings nur 0,0036 % des in der Behörde vorhandenen Materials.

Montag, 12. Januar 2015

VD 18 setzt nationalbibliographische Verzeichnung fort

Das VD 18 stellt die Fortführung der nationalbibliographischen Vorhaben „Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts“ (VD 16) und „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts“ (VD 17) dar, wobei die Besonderheit des VD 18 darin besteht, dass die beiden Säulen der inhaltlichen Erschließung - Katalogisierung und Digitalisierung - integriert sind. Die Aufforderung zur Antragstellung für den zweiten Abschnitt der Hauptphase richtet sich an Bibliotheken in Deutschland, die im Sinne des Katalogisierungs- und Digitalisierungsvorhabens über eine signifikante Anzahl an Drucken und Zeitschriften des 18.Jahrhunderts verfügen, die über einen der Bibliotheksverbünde beziehungsweise die ZDB nachgewiesen sind, aber noch nicht auf nationalbibliographischem Niveau erschlossen sind und digitalisiert vorliegen. Daher sind alle Bibliotheken, die die Rahmenbedingungen erfüllen und Interesse an einer Beteiligung an der Ausschreibung zum zweiten Abschnitt der Hauptphase des VD 18 haben, aufgefordert, Interessensbekundungen bis zum 30.01.2015 bei der Geschäftsstelle der DFG einzureichen. Nach dem Eingang von Interessensbekundungen mit Titelmengen für eine Förderung von maximal zwei Jahren wird die koordinierende Einrichtung des VD 18, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen, auf der Grundlage der vom Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) gehosteten VD-18-Datenbank eine Zuweisung von konkreten Titeln an die interessierten Bibliotheken vornehmen.

DFG unterstützt den Aufbau weiterer Fachinformationsdienste

Zur Stärkung der Informationsinfrastruktur für die Forschung richtet die DFG zum zweiten Mal Fachinformationsdienste an wissenschaftlichen Bibliotheken ein. Dies hat der Hauptausschuss der DFG in seiner Sitzung im Dezember 2014 beschlossen. In den kommenden drei Jahren wird der Aufbau folgender Fachinformationsdienste mit insgesamt 5,87 Millionen Euro unterstützt:

• Fachinformationsdienst Darstellende Kunst (Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Goethe-Universität Frankfurt/Main)

• Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung Frankfurt, Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung Berlin, Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung Braunschweig und Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin)

• Fachinformationsdienst Mathematik (Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und Technische Informationsbibliothek Hannover)

• Fachinformationsdienst Pharmazie (Universitätsbibliothek Braunschweig und Institut für Informationssysteme der Technischen Universität Braunschweig)

• Fachinformationsdienst Theologie (Universitätsbibliothek Tübingen).

Fromm-Institut eröffnet Ende Januar 2015

Das neue Erich-Fromm-Institut in Tübingen wird am 30.01.2015 eröffnet. Es finden sich dort die Bibliothek, die Werke sowie unveröffentlichte Schriften des Psychoanalytikers. Träger des Instituts ist die Erich-Fromm-Stiftung, die im vergangenen Jahr vom baden-württembergischen Unternehmer Karl Schlecht und dem Tübinger Psychoanalytiker Rainer Funk gegründet wurde. Funk war letzter Assistent Fromms und erbte dessen Bibliothek und wissenschaftlichen Nachlass, die er in die Stiftung eingebracht hat.

Freitag, 9. Januar 2015

Donnerstag, 8. Januar 2015

Online-Portal zum Nationalsozialismus in der Ministerialverwaltung im Südwesten

Mit dem Online-Portal „Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus“ verfolgt die das Forschungsprojekt bearbeitende Historikerkommission den ‚Public-History‘ genannten Ansatz, das in der Öffentlichkeit vorhandene Interesse an der Erforschung der NS-Geschichte der Landesministerien projektbegleitend zu aktivieren und gezielt in den wissenschaftlichen Arbeitsprozess einzubeziehen. Die Historikerkommission hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende kulturgeschichtliche Aufarbeitung des Selbstverständnisses und der Handlungsprinzipien der damaligen Ministerialverwaltung sowie des Wechselverhältnisses zwischen Bürokratie und politischer Entscheidungsfindung vorzunehmen. Das Forschungskonzept soll Baden-Württemberg auf einem wichtigen international anschlussfähigen Forschungsfeld eine Vorreiterrolle sichern und zugleich einen wichtigen Beitrag zur europäischen Bürokratiegeschichte leisten. Das Wissenschaftsministerium hat das Portal mit 80.000 Euro bezuschusst; die Baden-Württemberg Stiftung hat für das dreijährige Forschungsprojekt 1,45 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Universität zu Köln und Stadt Köln geben Kooperation bekannt

Der Rat der Stadt Köln hat der Kooperation zwischen der Universitäts- und Stadtbibliothek (http://www.ub.uni-koeln.de/) mit der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (http://www.museenkoeln.de/kunst-und-museumsbibliothek/) zugestimmt. Durch die Kooperation werden die Kunst- und kunstgeschichtlichen Bestände der beiden Bibliotheken in eine gemeinsam betriebene - im ersten Schritt - virtuelle Zentralbibliothek für Kunst und Kunstgeschichte zusammengeführt. Hierzu wird eine einheitliche Rechercheoberfläche geschaffen, die den Nutzerinnen und Nutzern die Medien-Recherche über die Bestände der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, die kunst- und kunsthistorischen Bestände der Universitäts- und Stadtbibliothek und der Kunst- und kunsthistorischen Institute der Philosophischen und der Human-wissenschaftlichen Fakultät ermöglicht. Die Zentralbibliothek für Kunst und Kunstgeschichte wird über einen Bestand von mehr als 800.000 Bänden verfügen. Davon bringt die Kunst- und Musemsbibliothek circa 440.000 Bände und die Universität circa 390.000 Bände ein.

Gleichzeitig werden Stadt und Universität eine wissenschaftliche Zusammenarbeit auf allen im Zusammenhang mit der Zentralbibliothek relevanten Forschungsgebieten aufbauen. Über die eigentliche Kooperation hinaus erhalten viele weitere Fachdisziplinen der Universität (Neuere Geschichte, Medienwissenschaften, Literatur- und Mediengeschichte und andere) eine bessere Arbeitsgrundlage und werden zur Zusammenarbeit mit städtischen Institutionen angeregt.

Bibliotheken in der Shareconomy - Veröffentlichung der IAT zu Open Access

Weishaupt, Karin. Bibliotheken in der Shareconomy: Open Access als Geschäftsmodell. Forschung aktuell 1 / 2015 http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2015/fa2015-01.pdf

"Shareconomy – Güter tauschen und verleihen anstatt sie zu kaufen und zu besitzen – ist in den letzten Jahren zum Modethema geworden. Die wohl älteste Form dieser gemeinsamen Nutzung von Ressourcen stellen Bibliotheken dar: Nicht alle, die ein Buch lesen wollen, kaufen es sich selbst, sondern leihen es für eine begrenzte Zeit aus und stellen es nach der Nutzung der nächsten interessierten Person zur Verfügung. Das Internet eröffnet hier ganz neue Möglichkeiten, Wissen zu teilen. Wie das funktionieren und der freie Zugang zu wissenschaftlichem Wissen gewährleistet werden kann, untersucht ein aktueller Forschungsbericht aus dem Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule)" (nach dem Abstract).

Jahresrückblick: Urheberrecht 2014

"2014 blieb es ruhig im Urheberrecht – jedenfalls auf Seiten der Regierung. Das Leistungsschutzrecht ist vorerst gescheitert, Gesetzesreformen bleiben rar. Dafür gibt es mehr Bewegung beim Europäischen Gerichtshof."

http://irights.info/artikel/der-gesetzgeber-schweigt/24643

Mittwoch, 7. Januar 2015

Smithsonian American Art Museum gibt Zehntausende Kunstwerke zur Verwendung frei

Das US-amerikanische Smithsonian American Art Museum hat damit begonnen, seine gesammelten Kunstwerke im Internet freizugeben. Nachdem das Weiße Haus die Öffnung der bereits digitalisierten Werke im Mai 2014 angekündigt hat, machten nun die Free Gallery of Art und die Arthur M. Sackler Gallery den Anfang. Mehr als 40.000 abfotografierte Werke aus den Beständen an asiatischer Kunst stehen damit für eine nicht-kommerzielle Nutzung auf einer eigenen Seite zur Verfügung. Sie können dazu auch verändert werden. Als Quelle muss dabei lediglich "Courtesy of Freer Gallery of Art and Arthur M. Sackler Gallery, Smithsonian Institution" angegeben werden.

Die beiden Kunstmuseen widmen sich vor allem asiatischer Kunst. Unter den nun digital veröffentlichten Werken finden sich vor allem Abbildungen von Porzellan und Drucken. Mehr als 90 Prozent der digitalisierten Werke stehen den Museen zufolge in einer so hohen Auflösung zur Verfügung, dass sie auch für größere gedruckte Werke verwendet werden können (nach: heise online vom 06.01.2015.

Montag, 5. Januar 2015

Fontane-Archiv stellt persönliche Dokumente des Autors ins Netz

Das Theodor-Fontane-Archiv, das seit dem 01.07.2014 als Institut der Philosophischen Fakultät zur Universität Potsdam gehört, beabsichtigt, tausende persönliche Schreiben und Dokumente des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1898) in den nächsten Jahren für die Veröffentlichung im Internet aufzubereiten.

Das Internet-Projekt wurde nach Angaben des Archivs gerade in Angriff genommen. Es werde mehrere Jahre dauern, ehe die Archivalien für das Forschungsportal aufbereitet seien. Den Wissenschaftlern komme zu Gute, dass in den vergangenen Jahren fast der ganze Archivbestand bereits digitalisiert worden sei. Die Handschriften-Sammlung umfasst rund 20.000 Blatt Originalhandschriften. Darunter sind Manuskripte seiner Romane, Erzählungen oder journalistische Beiträge sowie Tagebücher und Briefe. Außerdem werden 12.000 Blatt Abschriften und Kopien zum Teil verschollener Handschriften im Archiv aufbewahrt.

Urheberrechtsexperten fordern einheitliches Urheberrecht für die EU

Europäische Urheberrechtsexperten haben in einem offenen Brief an den EU-Digitalkommissar Günther Oettinger ein einheitliches Urheberrecht für die gesamte EU gefordert (https://netzpolitik.org/2015/eu-urheberrechtsforscher-an-oettinger-urheberrecht-europaweit-vereinheitlichen/).

Freitag, 2. Januar 2015

Neubauer-Aufsatz in B.I.T. online 6/2014

Neubauer, Karl Wilhelm. „Cloud oder Nebel? Was macht die Vision für eine neue IT-Struktur der Bibliotheken? 'Wer Visionen hat, soll zum Arzt.' (Altkanzler Helmut Schmidt)“. B.I.T. online 17 (2014) Nr. 6. S. 507-518.

„Was macht die neue IT-Infrastruktur für deutsche Bibliotheken? Wird das CIB-Projekt sie bringen? Was machen die Verbünde? Die Autoren (damals mit Hermann Kronenberg) haben 2012 aus Anlass der DFG-Ausschreibung eine Neustrukturierung nach dem Stand der Technik vorgeschlagen. Das von der DFG 2013 genehmigte CIB-Projekt geht in die gleiche Richtung. Inzwischen versuchen sich die Verbünde einzeln neu zu positionieren – und einige sehr geschickt. Wie wird so eine gemeinsame neue Infrastruktur entstehen? Die Grundfrage „regional-national-international“ hat sich nicht geändert, aber wo werden die Lösungen erarbeitet? Jedenfalls sind die Verbünde und Bibliotheken immer noch zu sehr mit der Verbesserung der alten Arbeitsabläufe und Dienstleistungen beschäftigt und kümmern sich noch zu wenig um die neuen Lösungen, z.B. die optimierte Informationsversorgung der Wissenschaftler“ (nach dem Abstract)

Die Positionierung des BSZ wird im Beitrag Karl Wilhelm Neubauers als „geschickt und pragmatisch“ gelobt: „Den ersten Vertrag eines Verbundsystems zur Einrichtung einer NZ von Ex Libris hat nun trotz langer Verhandlungen nicht das hbz oder Berlin, sondern in einem zielgerichteten kurzen Entscheidungsprozess ausgerechnet das BSZ in Konstanz unterschrieben. Er umfasst eine komplette Testinstallation mit allen Funktonalitäten bis 2016. Für den Routinebetrieb braucht lediglich die Volumenlizenz aufgestockt zu werden. Anlass für diesen Vertrag des BSZ sind die Alma-Verträge von fünf Bibliotheken, die Kunden des BSZ sind. Das BSZ baut also parallel zum CBS-System von OCLC, das derzeit im Verbund eingesetzt wird, eine zweite Schiene für die Alma-Bibliotheken auf. ExLibris hat bereits zugesichert, die Synchronisierung von Alma mit CBS einzurichten. Die Alma-Cloudlösung wird also nunmehr mit der alten CBS-Lösung verbunden. Dabei sollen die Bibliotheken verlustfrei nach Alma migrieren können. Die Primärkatalogisierung läuft über einen Alma-Client dann in CBS, aus dem dann die NZ für Sachsen über SRU gespeist werden soll. Die erste Alma-Anwendung über CBS im Verbund mit voller Funktionalität wird Anfang 2015 an der HTWK Leipzig in Produktion gehen. Im BSZ läuft das Training bereits. Im letzten Aufsatz "Informationsinfrastruktur für Bibliotheken in Deutschland – Verschwinden die Bibliotheken in der Cloud?“, wurde darauf hingewiesen, dass das BSZ sich eine sehr gute Ausgangsposition für die weitere Zukunft geschaffen hat. Dieser Vertragsabschluss zeigt erneut die geschickte und pragmatische Zukunftsorientierung des BSZ. Gleiches gilt für die angekündigte Vereinbarung über Weiterentwicklung und Betrieb von CBS mit der VZG. Sie sieht mittelfristig auch eine Zusammenlegung von CBS für VZG (GBV-Verbundzentrale) und BSZ vor. Zusammen mit dem Betrieb der Open Source-Lösung von KOHA als ILS für kleinere und mittlere Bibliotheken hält das BSZ sich damit alle Optionen offen und ist nach allen Seiten handlungsfähig.“

Und in der Gesamtbeurteilung: „Das BSZ ist nach wie vor für die Zukunft möglicherweise bestens aufgestellt. Es bereitet sich auf den parallelen Betrieb von CBS und Alma vor.“

Der Aufsatz kann im Volltext unter http://www.b-i-t-online.de/heft/2014-06-fachbeitrag-neubauer.pdf abgerufen werden.