Dienstag, 31. März 2015

Social Media-Nutzung bei Teenagern 2015

"Unternehmen, die Jugendliche erreichen wollen, kommen ohne den Einsatz sozialer Medien kaum weiter – Stars und Themen entstehen heute vor allem im Netz. Welche Dienste Teenager dabei am liebsten nutzen, untersuchte zuletzt u.a. die Bauer Media Group (Youth Insight Panel der „Bravo“). Ergebnisse:

• Youtube glänzt mit einer riesigen Reichweite. Knapp Zweidrittel (60 Prozent) der Jugendlichen sind täglich der Google-Plattform unterwegs, weitere 30 Prozent mindestens einmal pro Woche.

• Und das kostet Zeit: 31 Prozent schauen sich jeden Tag 20 Minuten lang Videos auf Youtube an, 33 Prozent bis zu 45 Minuten. Dabei ist die Grenze nach oben offen: Immerhin 19 Prozent der Teenager (ab 14 Jahren) nehmen sich täglich bis zu 90 Minuten für Youtube-Erkundungen Zeit – 17 Prozent auch länger.

• Youtube-Stars, die sie einmal ins Herz geschlossen haben, folgen die meisten auf Schritt und Tritt – also auch auf anderen Kanälen (Instagram, Facebook, Twitter etc.).

• Bei eingestreuter Werbung und Product Placement reagieren Jugendliche unempfindlich: Mehr als die Hälfte stört Produktplatzierung bei ihren YouTubern nicht (55 Prozent).

• Dass da immer weniger Zeit für lineares TV bleibt (nach dem Lesen wurde in der Studie nicht gefragt), verwundert nicht: Nur noch knapp jeder zweite Jugendliche (47 Prozent) sieht nach eigenem Empfinden noch oft fern (40 Prozent antworteten mit „manchmal“, 13 Prozent mit „nein, gar nicht“). Am ehesten Zulauf haben noch die privaten Sender Pro Sieben, RTL und Sat1 – ARD und ZDF schaut nur jeder Fünfte gern.

• Smartphones sind das Mittel der Wahl, um sich zu vernetzen. Gefragt nach den Apps, die sie am häufigsten nutzen, antworten die Teenager eindeutig – ihre Top5: WhatsApp (bei 91,6 Prozent jugendlichen Smartphonebesitzern im Einsatz), Youtube (58,3 Prozent), Instagram (48,6 Prozent), Facebook (40,5 Prozent) und Snapchat (16,6 Prozent).

Befragt wurden für das „Youth Insight Panel“ laut Burda Media Group insgesamt 452 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren zu ihrer Youtube- und 652 zu ihrer App-Nutzung. (Da die Umfrage ausschließlich online läuft, sind die Ergebnisse nicht repräsentativ zu werten.)"

via Börsenblatt online vom 30. März 2015

Tipps und Tricks für die Google-Suche

http://t3n.de/news/google-power-user-602890/google_grafik-2/

sehr nützliche Infografik

Berlin und Paris für europäisches Urheberrecht

http://www.faz.net/aktuell/politik/internet-berlin-und-paris-fuer-europaeisches-urheberrecht-13514350.html

FAZ vom 31.03.2015

vgl. auch http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutschland-und-Frankreich-stecken-Urheberrechtslinie-ab-2592127.html

Freitag, 27. März 2015

Briefe und Einzeldokumente berühmter Persönlichkeiten in den Digitalen Sammlungen der BSB München

Die Digitalen Sammlungen der BSB München sind um zahlreiche wertvolle Autographen reicher. Darunter befinden sich Briefe des Philosophen Immanuel Kant, der beiden Wissenschaftler Alexander und Wilhelm von Humboldt, des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann, des „rätselhaften Findlings“ Kaspar Hauser und des Anführers der Tiroler Aufstandsbewegung von 1809, Andreas Hofer. Die Digitalen Sammlungen zählen derzeit (Stand: 27.03.2015) 1.085.478 Titel.

Digitale Sammlungen der BSB: http://www.digitale-sammlungen.de/index.html

Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek

In der Datenbank des Bildarchivs der Bayerischen Staatsbibliothek sind mehr als 140.000 Bilder und Ansichten recherchier- und bestellbar. Die kürzlich freigeschaltete neue Version präsentiert sich mit neugestalteter Oberfläche und erweiterten Suchmöglichkeiten.

In der Datenbank kann nach Personen, Motiven, Künstlern, Ereignissen, Techniken, Themen und Orten recherchiert werden. Die Trefferliste zeigt die gesuchten Bilder mit den dazugehörigen, wichtigsten Informationen. In der Volltrefferanzeige werden alle Angaben zum jeweiligen Bild geliefert.

Bibliotheksverbünde in Bayern

"Was eine einzelne Bibliothek allein nicht stemmen kann, soll gemeinsam im Verbund erreicht werden. So wurden im Laufe der Zeit immer mehr Kooperationen zwischen den bayerischen Bibliotheken eingerichtet. Zu Zeiten der elektronischen Medien, in denen finanzielle, personelle Kapazitäten und Wissen noch stärker gefordert werden, sind auch immer mehr Zusammenschlüsse zwischen Bibliotheken für die Errichtung von eMedienPortalen entstanden." Die Liste, die von der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in der BSB München ins Netz gestellt wurde, gibt einen Überblick zu den Verbundaktivitäten im Freistaat Bayern.

Aktualisiertes Skript zum Internetrecht

Das aktualisierte Skript zum Internetrecht mit dem Stand April 2015 von Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universität Münster) steht unter http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/materialien/Skript/Skript_Internetrecht_April_2015.pdf zum kostenlosen Download bereit (via http://archiv.twoday.net/stories/1022410972/).

Pilotprojekt an der Universität Osnabrück zur Intranet-Regelung

Der Bundestag hatte im November des vergangenen Jahres den sogenannten Intranet-Paragrafen 52a entfristet. Die zunächst nur bis Ende des Jahres befristete Regelung erlaubt Hochschulen, Inhalte aus Lehrbüchern in ihren Intranets zu Unterrichts- und Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen. Der Bundesgerichtshof hatte vorher festgelegt, welchen Umfang Auszüge aus Lehrbüchern auf der Grundlage dieses Paragrafen haben dürfen. Daraufhin hatten die Verwertungsgesellschaft Wort und die Kultusministerkonferenz ein Pilotprojekt an der Universität Osnabrück gestartet. Dabei geht es um die Erprobung eines Melde- und Lizenzportals, über das urheberrechtlich geschützte Werke, die unter § 52a UrhG in den Intranets von Hochschulen genutzt werden, erfasst und ggf. lizenziert werden könnten.

Über dieses Projekt wird auf der Website der Universität Osnabrück informiert (https://www.virtuos.uni-osnabrueck.de/forschung/aktuelle_projekte/pilotprojekt_zum_52a_urhg.html). FAQs zum § 52a UrhG werden unter https://www.virtuos.uni-osnabrueck.de/forschung/aktuelle_projekte/faqs_zum_52a_urhg.html beantwortet. Die Projektlaufzeit endet im Mai 2015.

eBooks in Zahlen 2014

http://www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum/2015/03/26/readbox-test-we.htm

Donnerstag, 26. März 2015

Informationssuche und wissenschaftliche Ressourcen zu Frankreich

Im Blog Franco-Fil - Informationssuche und wissenschaftliche Ressourcen zu Frankreich werden Online-Ressourcen für die geisteswissenschaftliche Forschung zu Frankreich vorgestellt sowie Hinweise und Tipps für die Informationssuche gegeben. Das Blog ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich an alle geisteswissenschaftlich an Frankreich interessierte Studierende und Forschende. Es wird vom CIERA (= interdisziplinäres Zentrum für Deutschlandstudien und -forschung) und dem Deutschen Historischen Institut Paris betrieben. Es steht allen Interessierten zur Teilnahme offen.

Auf Franco-Fil wurde in letzter Zeit u.a. über folgende frankreichkundliche Quellen berichtet:

+ die Virtuelle Fachbibliothek Vifarom,

+ digitale Regionalportale der Franche-Comté

+ die Website der Bibliothèque de la Documentation Internationale Contemporaine (BDIC) und die digitale Bibliothek “Argonnaute”

+ Dokumente zur Geschichte der französischen Studentenbewegung

+ Quellen zur Arbeitergeschichte Frankreichs im Centre d’histoire du travail

Tagebuch eines Fürsten aus dem Dreißigjährigen Krieg

Die ersten zwei Monate des Tagebuchs von Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656) sind in einem gemeinsamen Projekt der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg veröffentlicht worden. Gleichzeitig geht das Webportal http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de mit Begleitmaterialien und Hintergrundinformationen zu Christian II. und zum Projekt online.

Das Tagebuch ist nicht nur eine einzigartige Quelle zur Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs, es bietet darüber hinaus einen Einblick in die Selbst- und Weltwahrnehmung eines Reichsfürsten im 17. Jahrhundert. Die Edition erfolgt in einem auf 12 Jahre angelegten DFG-Langzeitprojekt in Kooperation zwischen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und Ronald G. Asch, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Freiburg. Ediert wird ausschließlich online und die Ergebnisse werden nach dem Prinzip des Open Access zur freien Benutzung im Internet angeboten. Gegenwärtig läuft die Pilotphase des Projekts, in der die 1.500 Seiten umfassende Periode von Januar 1635 bis August 1637 ediert wird. Ferner wurde ein Webportal erstellt, das Informationen zu den Editionsprinzipien, eine Kurzbiographie Christians II., Genealogien des Hauses Anhalt, eine Zeitleiste, Bildmaterial und ein Literaturverzeichnis enthält.

Link zur Edition: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/start.htm

Link zum Webportal: http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/

Mittwoch, 25. März 2015

Positionspapier "Research Data at Your Fingertips" veröffentlicht

Die Arbeitsgruppe Forschungsdaten in der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat ihr Positionspapier "Research Data at Your Fingertips" veröffentlicht (http://www.allianzinitiative.de/fileadmin/user_upload/redakteur/2015_Positionspapier_AG_Forschungsdaten.pdf). Die Arbeitsgruppe Forschungsdaten umreißt in ihrem Positionspapier die aktuelle Praxis im Umgang mit Forschungsdaten und benennt sich daraus ergebende Herausforderungen. Sie gibt deutliche Empfehlungen für Änderungen im organisatorisch-finanziellen Bereich ohne die sich eine adäquate Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland nicht entwickeln wird.

Weitere Informationen zur Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ finden sich unter http://www.allianzinitiative.de.

OpenAIRE 2020 gestartet

Die Europäische Kommission (EC) und der Europäische Forschungsrat (ERC) verfolgen das Ziel, eine möglichst weite Verbreitung und einen weltweiten Zugang zu den EU-geförderten Publikationen sicher zu stellen. Für alle wissenschaftlichen Publikationen, die aus Projekten im neuen Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 entstehen, ist die Open-Access-Veröffentlichung verpflichtend. Ein unverzichtbarer Baustein der Umsetzung dieses Ziels ist das Netzwerk OpenAIRE (https://www.openaire.eu/): Bisher wurden mehr als 100.000 Veröffentlichungen über digitale Repositorien öffentlich zugänglich gemacht. Das Anschlussprojekt OpenAIRE2020 setzt die Initiative fort und baut die Unterstützung aus. Das Projekt wird von 50 Partnern aus allen EU-Mitgliedsstaaten getragen und durch ein EU-Budget in Höhe von 13 Millionen EUR unterstützt. Hiervon sind 4 Millionen EUR als Publikationsfonds reserviert. Nationale Kontaktstelle für Deutschland ist das Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz (Frau Anja Oberländer: E-Mail open.access@uni-konstanz.de oder Anja.Oberlaender@uni-konstanz.de). Weitere Projektpartner in Deutschland sind die SUB Göttingen als wissenschaftlicher Projektkoordinator, die UB Bielefeld, die Universität Bonn und die Universität Bremen.

Georg Ruppelt erhält Theodor-Fuendeling-Plakette

http://www.boersenblatt.net/artikel-landesverband_niedersachsen-bremen.951318.html

Dienstag, 24. März 2015

Neues Bildportal der Bildagentur bpk

Mitte Februar 2015 ist das neue Bildportal der Bildagentur bpk, die der Staatsbibliothek zu Berlin angegliedert ist, an den Start gegangen. Mit ihrem Bildportal stellt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen Pool von hochwertigen Bildern aus den Bereichen Kunst, Kultur und Geschichte zur kommerziellen Nutzung bereit. In dem gemeinsamen Online-Portal renommierter Museen, Bibliotheken und Archive weltweit haben Nutzer Zugang zu derzeit über 400.000 hochwertigen Bildern.

Unter den rund 150 Partnern, die von der bpk Bildagentur vertreten werden, sind die vier großen deutschen Museumsverbünde Staatliche Museen zu Berlin, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Museumslandschaft Hessen Kassel, auf internationaler Ebene unter anderen das Musée du Louvre, das Centre Pompidou, die Uffizien, die Vatikanischen Museen, das British Museum, das Victoria & Albert Museum, das Metropolitan Museum und das Guggenheim Museum. Auch erstrangige wissenschaftliche Bibliotheken sind vertreten: neben der Staatsbibliothek zu Berlin etwa die Bayerische Staatsbibliothek, die British Library und die Bibliothèque nationale de France. Ständig kommen neue Einrichtungen und damit neue Abbildungen hinzu, wie aktuell das Deutsche Historische Museum, die Akademie der Künste, die Klassik Stiftung Weimar und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

URL http://www.bpk-images.de/

Erstes rechtswissenschaftliches Fachrepositorium freigeschaltet

Vor dem Hintergrund der schnell zunehmenden Bedeutung des Open-Access-Publizierens hat der mit Unterstützung der DFG an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelte Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung intR²Dok (http://intr2dok.vifa-recht.de/) (sprich: Inter-zwei-Dok) freigeschaltet: das erste rechtswissenschaftliche Fachrepositorium in Deutschland.

Künftig haben alle Angehörigen von Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre qualitätsgesicherten Originalbeiträge oder aber ihre zuvor bereits an anderer Stelle erschienenen Zweitveröffentlichungen aus allen Bereichen der internationalen und interdisziplinären Rechtsforschung auf intR²Dok zu publizieren und damit dauerhaft zu archivieren. Zugleich wird intR²Dok die Hochschullehrer und Wissenschaftler bei der Erfüllung sowohl ihrer Berichtspflichten als auch jener Open-Access-Mandate entlasten, wie sie insbesondere im Kontext der Forschungsförderprogramme der Europäischen Kommission festgeschrieben sind (OpenAIRE-Compliance).

Mit Unterstützung der Verbundzentrale des GBV wurde intR²Dok realisiert, das die Publikation von multimedialen Inhalten ermöglicht und außerdem für die Darstellung auf unterschiedlichen Endgeräten optimiert ist (responsive webdesign). Alle auf intR²Dok veröffentlichten Inhalte werden mit einer persistenten Adresse (URN) versehen und über die wissenschaftlichen Suchmaschinen Google Scholar, BASE, OAIster, CORE sowie StaBiKat+ und ViFa Recht International Discovery Service recherchierbar gemacht.

In Übereinstimmung mit der Open-Access-Politik von DFG und Stiftung Preußischer Kulturbesitz versteht sich intR²Dok als Beitrag zur Beförderung des offenen Zugangs zu (rechts)wissenschaftlichem Wissen im Sinne der Berliner Erklärung.

Erweiterung des CrossAsia-Angebots

Ende 2014 wurde das CrossAsia Lab, das Werkzeuge im Bereich von CrossAsia, der an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelten Virtuellen Fachbibliothek für die Ostasienwissenschaften anbietet, freigeschaltet. Im Februar 2015 wurde das Angebot um eine XML-Schnittstelle zu den Daten erweitert, die in CrossAsia durchsucht werden können (http://crossasia.org/service/lab.html).

10 Millionen historische Zeitungsseiten aus Europa online durchsuchbar

Nach drei Jahren neigt sich das EU-Projekt „Europeana Newspapers“ langsam dem Ende zu: Seit Beginn des Jahres 2012 arbeiten unter Federführung der Staatsbibliothek zu Berlin insgesamt 18 Projektpartner aus ganz Europa, darunter vor allem Nationalbibliotheken, aber auch Universitäten und Dienstleister daran, Volltexte von mehr als 10 Millionen Seiten digitalisierter historischer Zeitungen online zugänglich und durchsuchbar zu machen. Darüber hinaus wurden auch Metadaten für mehr als 18 Millionen Zeitungsseiten in die europäische digitale Bibliothek „Europeana“ eingespielt sowie eine völlig neue Präsentation erarbeitet, die es den Benutzern der „Europeana“ erstmals erlaubt, direkt im Portal die Digitalisate anzuzeigen. Auch die Zeitschriftendatenbank (ZDB) wurde im Rahmen des Projekts erheblich erweitert: über einen spezifischen Sucheinstieg ist es möglich, in Metadaten zu digitalen und digitalisierten Zeitungsbeständen zu recherchieren und über dort enthaltene Links direkt die lokalen digitalen Angebote zu erreichen.

URL http://www.europeana-newspapers.eu/

Das Portal zum Projekt steht unter http://www.theeuropeanlibrary.org/tel4/newspapers zum Abruf bereit. Es bietet mehrere spezielle Features (wie z.B. Explore Newspapers by Country, by Date, by Title; On This Day in History sowie Recherche-Tipps).

Persönliches Exemplar der Bibel des Wittenberger Reformators Paul Eber entdeckt

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt ist auf das persönliche Exemplar der Bibel des Wittenberger Reformators Paul Eber (1511–1569) in ihren Altbeständen gestoßen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter und Experte für Reformationsgeschichte der Forschungsbibliothek, Daniel Gehrt, hat die Bibel mit den zahlreichen markanten Einträgen von Paul Eber entdeckt. Auf der Suche nach gedruckten deutschen Bibelübersetzungen mit Holzschnitten von Lucas Cranach für die am 29.03.2015 beginnende Ausstellung „Bild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation“ der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha hat er die 1541 gedruckte Bibel gefunden. Sie enthält eine von Lucas Cranach d.J. (1515–1586) erarbeitete Neufassung des Motivs „Verdammnis und Erlösung“, das der Vater Lucas Cranach d.Ä. (1472–1553) im Jahr 1529 in seinem berühmten Gemälde zum ersten Mal umgesetzt hatte. Es versinnbildlicht Luthers zentrale Lehre von der Rechtfertigung des Sünders allein durch den Glauben an die Erlösung durch das Werk Jesu Christi (via https://idw-online.de/de/news627933).

[Infografik] So funktioniert Google

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/03/24/infografik-so-funktioniert-google/

Montag, 23. März 2015

Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek Hannover kauft Derneburger Büchersammlung

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek in Hannover hat mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der VGH-Stiftung und der Klosterkammer Hannover die Derneburger Büchersammlung des hannoverschen Staatsministers Ernst Friedrich Herbert Graf von Münster (1766 bis 1858) und seiner Frau Wilhelmine Charlotte, einer geborenen Gräfin zu Schaumburg-Lippe, erworben. Das rund neunhundert Titel in circa 2.000 Bänden umfassende Konvolut stellt mit deutscher und französischer Belletristik, Ausgaben antiker Autoren, aber auch englischer, italienischer und spanischer Dichtung ein seltenes Zeugnis deutscher Bildungsgeschichte dar. Den Bänden beigelegte Autographen versprechen darüber hinaus neue Einsichten in die Geschichte der Häuser von Münster und Schaumburg-Lippe (nach: FAZ vom 19.03.2015).

ZfBB / Jahrgang 62 / Heft 1: Auswahl an Aufsätzen

Maier, Gerald; Wolf, Christina. "Das Archivportal-D: eine spartenspezifische Sicht der Deutschen Digitalen Bibliothek". S. 3-11

"Mit dem Aufbau des Archivportals-D als spartenspezifische Sicht der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) existiert erstmals ein Zugangspunkt auf nationaler Ebene, über den fachgerecht aufbereitete Informationen zu deutschen Archiven, deren Beständen, Findmitteln und Archivgut bereitgestellt werden. Der Aufsatz informiert über die Idee, die Umsetzung, die Funktionalitäten und Perspektiven des Archivportals für die Nutzerinnen und Nutzer sowie für die beteiligten Archive. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung des Archivportals mit der Deutschen Digitalen Bibliothek und den dabei vorhandenen Synergien und Vorteilen. Des Weiteren wird EAD(DDB), Encoded Archival Description, als einheitliches Datenlieferformat im Archivbereich in den Blick genommen und ein Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich der Deutschen Digitalen Bibliothek gegeben" (nach dem Abstract).

Blahous, Benedikt; Gorraiz, Juan; Lehner, Oliver; Stein, Bettina; Ulrych, Ursula; Gumpenberger, Christian. "Forschungsdatenpolicies in wissenschaftlichen Zeitschriften – Eine empirische Untersuchung". S. 12-24

"In den Naturwissenschaften, aber auch in Fachgebieten der Sozialwissenschaften, die vorwiegend empirische Methoden verwenden, werden neue Ergebnisse überwiegend in Zeitschriften veröffentlicht. Dabei spielen die Veröffentlichungsrichtlinien für Autoren eine zentrale Rolle, welche mittlerweile fakultativ auch Policies für das Hinterlegen der Forschungsdaten enthalten können, um die publizierten Ergebnisse zu stützen. In dem hier vorgestellten Projekt »Richtlinien wissenschaftlicher Zeitschriften für das Hinterlegen von Forschungsdaten« ging es um das Identifizieren von Zeitschriften mit einer Data Policy mittels verschiedener Suchstrategien und der Bewertung derselben hinsichtlich Effizienz sowie der Einstufung der vorgefundenen Data Policies bezüglich ihrer Stärke. Von 534 untersuchten Zeitschriften quer durch alle Disziplinen hatten insgesamt 346 eine Data Policy mit folgenden Abstufungen: 68 (12,7 %) strong, 67 (12,5 %) weak und 211 (39,5 %) optional" (nach dem Abstract).

Holzer, Angela; Benden, Ursula. "Virtuelle Forschungsumgebungen – Quo vadunt?". S. 25-32

"Virtuelle Forschungsumgebungen gelten als zentrale Unterstützungsstrukturen für die digitale Wissenschaft. Sie ermöglichen den Zugriff auf sowie die kooperative Bearbeitung von Datenund Textbeständen. Oftmals werden sie von Bibliotheken oder Rechenzentren gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufgebaut. In unterschiedlichen Konzepten und Strategieschriften zur Zukunft der Informationsinfrastruktur oder zu E-Science wurde ihre Bedeutung immer wieder hervorgehoben. Jedoch lassen sich auch einige Schwierigkeiten bei der Verbreitung solcher digitaler Strukturen über die verschiedenen Wissenschaftsfelder hinweg beobachten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert seit einigen Jahren den Aufbau von Virtuellen Forschungsumgebungen." In dem vorliegenden Beitrag wird erstmals eine Darstellung der bisherigen Förderung vorgenommen (nach dem Abstract).

Booktex bietet digitale Auszüge aus Büchern

Der Stuttgarter Dienstleister Booktex ist mit der Plattform http://www.digitaler-semesterapparat.de an den Start gegangen. Gegen eine Lizenzgebühr können dort Hochschulangehörige seitengenaue Auszüge aus Büchern für hochschulinterne Zwecke zusammenstellen. Der Zugriff auf mehr als 10.000 Fach- und Wissenschaftstitel aus 22 Verlagen ist dort möglich. Gesellschafter von Booktex sind utb und der Dienstleister Preselect media. Die Plattform ist offen für alle Wissenschafts- und Fachbuchverlage. Bislang sind beispielsweise der Beltz Verlag, Vandenhoeck & Ruprecht oder der Verlag Barbara Budrich dabei. Als Dienstleister erstellt das Unternehmen die digitalen Auszüge, trifft die Lizenzvereinbarungen mit den beteiligten Hochschulen und übernimmt die komplette Abrechnung. Für seine Dienste berechnet Booktex eine Grundgebühr für die Bereitstellung und erhebt eine Provision in Form einer Umsatzbeteiligung.

Sonntag, 22. März 2015

Goethezeitportal: Sammlung historischer Osterkarten und Kochrezepte zu Eierspeisen und – getränken

http://www.goethezeitportal.de/digitale-bibliothek/quellen-und-studien-zur-bildungs-und-kulturgeschichte/ostern-2015.html

Deutschland tritt für Absenkung der Mehrwertsteuer für E-Books ein

Die Staatsministerin für Kultur Monika Grütters sowie ihre Amtskollegen aus Frankreich, Italien und Polen haben eine EU-Regelung für einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf E-Books gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die Minister: "Ob digital oder analog – es ist der Inhalt, der ein Buch ausmacht und nicht die Form, in der es einem Leser zugänglich gemacht wird."

Damit reagieren sie auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), der Anfang März 2015 die in Frankreich und Luxemburg geltende Ermäßigung auf E-Books untersagt hatte. Der EuGH hatte argumentiert, dass anders als beim gedruckten Buch bei E-Books der physische Träger, also das Lesegerät, nicht mitgeliefert werde. Folglich seien sie nur eine "elektronische Dienstleistung“ und passten damit nicht in die rechtlichen Vorgaben für Ermäßigungen (nach: heise online vom 19.03.2015).

Donnerstag, 19. März 2015

Ausgabe 1/2015 von o-bib ist erschienen

Die aktuelle Ausgabe des vom VDB herausgegebenen offenen Bibliotheksjournals o-bib ist erschienen.

Das Open Access-Journal o-bib wird vom VDB - Verein Deutscher Bibliothekare herausgegeben und bei der Universitätsbibliothek der LMU München gehostet. Die Ausgabe 1/2015 ist die erste reguläre Ausgabe von o-bib. Ende letzten Jahres erschien die erste Sondernummer, die überwiegend Beiträge des 103. Deutschen Bibliothekartags in Bremen enthielt. Der Tagungsband ist zugleich als gedruckte Publikation erhältlich.

o-bib ist zugleich die Mitgliederzeitschrift des VDB.

Zwei Tagungsberichte zu Veranstaltungen in Ludwigsburg und Stuttgart in der aktuellen Ausgabe von o-bib

Zwei Tagungsberichte zu Veranstaltungen in Ludwigsburg und Stuttgart sind in der aktuellen Ausgabe des vom VDB herausgegebenen offenen Bibliotheksjournals o-bib veröffentlicht worden: Carlheinz Rolf Straub (Trier) berichtet über die Fortbildungsveranstaltung des VDB-Regionalverbandes Südwest zum Thema „Datenschutzrecht und bibliothekarische Praxis“ am 20.11.2014 in der PH Ludwigsburg (https://www.o-bib.de/article/view/2015H1S64-67); Cornelia Vonhof, Richard Stang, Heidrun Wiesenmüller (Hochschule der Medien Stuttgart) berichten über das Fachsymposium, das anlässlich der Einweihung des neuen Gebäudes der HdM auf dem Hochschul-Campus in Stuttgart-Vaihingen am 05./06.12.2014 stattfand (https://www.o-bib.de/article/view/2015H1S68-74).

DOAB und OAPEN Library über den KVK erreichbar

Über den KVK kann jetzt auch im Directory of Open Access Books (DOAB) und in der OAPEN Library recherchiert werden. Im DOAB (http://www.doabooks.org/) werden frei zugängliche Open Access-Monographien (analog zum Directory of Open Access Journals) nachgewiesen. Es verzeichnet zur Zeit 2.770 E-Books aus 96 akademischen Verlagen im Volltext. OAPEN Library (http://oapen.org/home) ist die Abkürzung für das von der Europäischen Union geförderte Projekt “Open Access Publishing in European Networks”, das aus der Zusammenarbeit mehrerer Universitätsverlage hervorging. Im gemeinsamen Katalog, der OAPEN Library, werden Open Access-verfügbare digitale und qualitätsgeprüfte Monographien aus den Geistes- und Sozialwissenschaften nachgewiesen.

Mittwoch, 18. März 2015

Helmholtz Open Science Newsletter vom 18.03.2015

Der 52. Helmholtz Open Science Newsletter ist online (http://oa.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/archiv/newsletter-52-vom-18032015.html). Darin wird u.a. berichtet vom Positionspapier zum Open-Access-Gold-Markt, geowissenschaftlichen Datenpublikationen und der Förderung von Open Journal Systems in Deutschland.

Empfehlungen zur Erfassung von Fernleihdaten zu E-Zeitschriften der AG Leihverkehr der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme

Elektronische Ressourcen werden verstärkt in den Leihverkehr der Bibliotheken einbezogen, wenn die Lizenzbedingungen dies gestatten. Dazu müssen entsprechende Lizenzinformationen zur Steuerung der Fernleihabläufe verfügbar gemacht werden. Die Erfassung dieser Informationen wird zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Lizenzverwaltung in den Katalogisierungssystemen.

Die AG Leihverkehr der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme hat Empfehlungen zur Erfassung der relevanten Daten (Fernleihindikatoren) von elektronischen Zeitschriften in einem Papier erarbeitet, das auf den Webseiten der ZDB (http://www.zeitschriftendatenbank.de/fileadmin/user_upload/ZDB/pdf/arbeitshilfen/Empfehlungen_Erfassung_Fernleihdaten_final.pdf) bereitgestellt wird. Einzelheiten zur Erfassung der Fernleihindikatoren in der ZDB sind der Formatbeschreibung ZETA zu entnehmen (http://www.zeitschriftendatenbank.de/erschliessung/arbeitsunterlagen/zeta/7100-7109/).

Kennzahlen öffentlicher Bibliotheken in der EU

Die Arbeitsgruppe „Europäische Bibliotheksdaten” des Verbands der Nationalen Einrichtungen für Öffentliche Bibliotheken in Europa (NAPLE) hat eine grafische Übersicht mit Kennzahlen zu öffentlichen Bibliotheken veröffentlicht. Anhand der vergleichenden Übersichten zu einzelnen Bereichen (wie z.B. Anzahl der Bibliotheken, Ausgaben und Angebote) lassen sich länderspezifische Profile von öffentlichen Bibliotheken in der EU herauslesen (http://naple.mcu.es/sites/naple.mcu.es/files/key_figures_survey.html).

Open Access-Zeitschrift für Bibliothek, Archiv und Informationswesen

Informationspraxis ist eine neue Open Access-Zeitschrift der Fachcommunity aus Bibliothek, Archiv und Informationswesen, die der Idee der freien Verbreitung von Information und Wissen verpflichtet ist. In einer Begutachtungsphase werden Beiträge online veröffentlicht und sind zur Kommentierung unter http://informationspraxis.de/zeitschrift-informationspraxis/ freigegeben. Die akzeptierten Beiträge werden anschließend auf dem Server für Open-Access-Journals der UB Heidelberg veröffentlicht (https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/ip/).

NRW eröffnet Open-Data-Portal

Zur Eröffnung ihres neuen Open-Data-Portals https://open.nrw hat die nordrhein-westfälische Landesregierung 456 Datensätze online gestellt – von detaillierten Wahlergebnissen über eine Auflistung der kommunalen Schulden bis hin zu einer Aufstellung von Todesursachen in dem Bundesland.

Big Data - Aus Politik und Zeitgeschichte 11/12-2015

"Die Produktion digitaler Daten ist exorbitant angestiegen – jeder Klick, jeder Schritt, jeder Pulsschlag lässt sich heute dokumentieren. Die schiere Menge der Daten und der damit verbundenen Optionen, diese für verschiedenste Zwecke zu nutzen, beschreibt das Schlagwort "Big Data". Mit ihm verbinden sich gleichermaßen Hoffnungen und Befürchtungen. Zum einen lassen sich Datensammlungen nutzen, um in der "Industrie 4.0" Maschinen, Prozesse, Produkte, Energie- und Verkehrsströme optimal zu steuern. Zum anderen wird es schwierig, sobald personenbezogene Daten ins Spiel kommen. Inwiefern lassen auch anonymisierte Daten Rückschlüsse auf ihre Urheber zu? Wem gehören die Daten? Welche Begehrlichkeiten staatlicher Stellen werden geweckt?"

http://www.bpb.de/apuz/202236/big-data

Dienstag, 17. März 2015

Bibliotheken: Innovation aus Tradition - Festschrift aus Anlass des 65. Geburtstages von Dr. Rolf Griebel

"Diese Festschrift, publiziert aus Anlass des 65. Geburtstages von Dr. Rolf Griebel, ehrt diesen für seine Leistungen als Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, eine der weltweit bedeutendsten Universal- und Forschungsbibliotheken. Das Autorenverzeichnis umfasst bedeutende Beiträger aus dem deutschen und internationalen Informations- und Bibliothekswesen, aus Kultur, Wissenschaft und Politik.“

„Die Beiträge thematisieren die moderne Bibliothek als Wissenszentrum und Wissensspeicher, als Dienstleister für Forscher, Lehrende und Studierende sowie als Gedächtnisinstitution und damit als Träger unseres kulturellen Selbstverständnisses. Ein dezidierter Schwerpunkt liegt auf der zukünftigen Rolle der Bibliothek in der digitalen Informationsgesellschaft. Ein Schriftenverzeichnis Rolf Griebels beschließt das Werk.“ (Klaus Ceynowa, Bayerische Staatsbibliothek, München)

Die Festschrift, die von Klaus Ceynowa und Martin Hermann herausgegeben wurde, gibt es als kostenfreies E-Book im Netz (Open Access).

Momente 1/2015 - Schwerpunkt: Kinder und Kindheiten

Die Ausgabe versammelt aktuelle Forschungen rund um Kinder und Kindheiten in der Geschichte. Interessant und aufrüttelnd sind die Einblicke in historische Schicksale rund um Kinderarbeit, Hexenprozesse und Adoptionsverfahren. Die aktuelle Ausgabe steht (in Auszügen) unter http://www.staatsanzeiger.de/kultur-und-geschichte/momente/archiv/ - "Jahr 2015 Anzeigen" - Cover "Momente" 1/2015 anklicken - zur Verfügung. Literatur- und Quellentipps der Autoren stehen unter http://www.staatsanzeiger.de/fileadmin/content/Kunst-Kultur/Momente/Literaturtipps/Literaturtipps_01_2015_final.pdf zum Abruf bereit.

Jahresbericht 2014 der ULB Bonn

Der Jahresbericht 2014 der ULB Bonn steht unter http://www.ulb.uni-bonn.de/die-ulb/publikationen/jahresberichte/2014 zum Abruf bereit.

Montag, 16. März 2015

Dialog mit Bibliotheken - Ausgabe 2015,1 Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis der Nr. 1/2015 der Zeitschrift Dialog mit Bibliotheken, die von der Deutschen Nationalbibliothek herausgegeben wird, kann von der Website der DNB abgerufen werden. Es steht unter http://www.dnb.de/DE/Wir/Publikationen/dialog201501.html zur Verfügung.

Virtuelle Ausstellung „Erster Weltkrieg“ der Deutschen Nationalbibliothek

"Alltags- und Medienwelten des Ersten Weltkrieges werden in der neuen Onlineausstellung „100 Jahre Erster Weltkrieg“ erfahrbar. Ob Plakate oder Kriegszeitungen – mehr als 200 Medienobjekte veranschaulichen die Bedeutung von Massenmedien im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen. Die Ausstellung beleuchtet unter anderem die Bereiche Propaganda und Zensur. Beispielsweise können sich Besucherinnen und Besucher über die Rolle der Kinder- und Jugendliteratur in der Propagandamaschinerie des Ersten Weltkrieges informieren. Lebensmittelkarten und Plakatanschläge bezeugen außerdem den schwierigen, von Mangel geprägten, Kriegsalltag in der Heimat. Neben dem Einstieg über verschiedene Themenkomplexe ermöglicht ein Zeitstrahl einen Überblick zu den Kriegsereignissen. Ein Glossar ist zur Begriffsklärung angefügt. "

URL der Virtuellen Ausstellung: http://erster-weltkrieg.dnb.de/WKI/Web/DE/Home/home.html

OpenAPC - Open-Access-Publikationskosten als Open Data

Im Laufe des Jahres 2014 haben Bibliotheken unter Federführung der UB Bielefeld begonnen, ihre Zahlungen für Open-Access-Publikationsgebühren als Open Data verfügbar zu machen. In Zusammenarbeit mit der DINI AG Elektronisches Publizieren beteiligen sich mittlerweile 14 Einrichtungen an der Initiative, welche Publikationsgebühren für 2.166 kostenpflichtige Open-Access-Zeitschriftenartikel im Umfang von rund 2,6 Millionen EURO dokumentiert. Der Umzug des Vorhabens wurde unlängst vom privaten Account auf die GitHub-Organisation https://github.com/openapc vollzogen. Ein Blog berichtet zudem regelmäßig über Ergänzungen des Datensatzes unter http://openapc.github.io/. Im Sinne der internationalen Sichtbarkeit der Open-Access-Förderaktivitäten in Deutschland und ihrer standardisierten Berichterstattung wird die Dokumentation des Meldeprozesses im Wiki sukzessive ins Englische übertragen. Alle weiteren Inhalte stehen bereits jetzt im Englischen zur Verfügung. Folgende Einrichtungen beteiligen sich an der OpenAPC-Initiative:

Universitäten - * Freie Universität Berlin, * KIT Karlsruhe, * Leibniz Universität Hannover, * Technische Universität Clausthal, * Universität Bamberg, * Universität Bielefeld, * Universität Duisburg-Essen, * Universität Göttingen, * Universität Konstanz, * Universität Leipzig, * Universität Regensburg.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen - * Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich, * GFZ Potsdam, * Max Planck Digital Library.

Eine Archivversion des Datensatzes sichert die GitLab-Instanz der UB Bielefeld, die unter http://dx.doi.org/10.4119/UNIBI/UB.2014.18 erreichbar ist.

Donnerstag, 12. März 2015

Projekte der WLB Stuttgart

Die WLB Stuttgart gibt auf ihrer Website (http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/wir-ueber-uns/projekte/) einen Überblick über ihre zahlreichen Projekte (u.a. im Bereich der Digitalisierung und der Konversion).

Bookbytes ist online

Mit dem Techblog erweitert das Börsenblatt sein Online-Angebot boersenblatt.net um eine Präsenz für spezifisches Technik-Fachwissen.

"Themen von Bookbytes sind das digitale Publizieren, Lesen und Vermarkten genauso wie Trends aus den Bereichen Hard- und Software, Berichte über digitale Innovatoren sowie kritische Reflexionen über die Entwicklung der Netzwelt. Ergänzt wird das Angebot um einen Terminkalender, Berichte über relevante Veranstaltungen und Rezensionen bzw. Kommentare zu richtungsweisenden Veröffentlichungen."

http://www.boersenblatt.net/bookbytes

Infographic: Famous Writers’ Insults

http://the-digital-reader.com/2015/03/11/infographic-famous-writers-insults/

Karikatur-Portal in arthistoricum.net

Das Themenportal CARICATURE im Fachinformationsdienst arthistoricum.net der UB Heidelberg <16> bietet Wissenschaftlern, die sich mit Karikaturen und Satiremagazinen beschäftigen, ein breites Spektrum an Informationen. Neueste Aktivitäten und Veranstaltungshinweise werden in der Rubrik “Aktuell” angekündigt. Speziell für das Themenportal hat die UB Heidelberg die Bibliographie CARICATURE (http://biblio.ub.uni-heidelberg.de/caricature/) erstellt, die internationale und interdisziplinäre Forschungsliteratur erfasst und regelmäßig ergänzt. Die Titel werden im SWB unter Nutzung von Normdaten der Gemeinsamen Normdatei (GND) angelegt und sachlich erschlossen. Die Präsentation erfolgt mittels des als Open Source Software entwickelten Discovery Systems VuFind. In der rechten Spalte des Themenportals CARICATURE werden aktuelle Blogbeiträge der Kategorie “Karikatur” eingeblendet. Das Konzept des Themenportals ist aus der Absicht heraus entstanden, den Fundus an Wissen, der durch die langjährige Arbeit in den Heidelberger DFG-Projekten zur Digitalisierung und Erschließung illustrierter Kunst- und Satirezeitschriften erworben wurde, weiterzugeben.

Mittwoch, 11. März 2015

Positionspapier der Kulturstaatsministerin zum Urheberrecht

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat für die Novellierung des Urheberrechts einen nachhaltigen Schutz des geistigen Eigentums gefordert. "Technische Machbarkeit, Bequemlichkeit und Gratis-Mentalität dürfen nicht die Maßstäbe einer zeitgemäßen Urheberrechts- und Netzpolitik sein", heißt es in einem am 10.03.2015 veröffentlichten Positionspapier mit dem Titel "Kulturpolitische Forderungen für das Urheberrecht im digitalen Umfeld". Nach der Koalitionsvereinbarung soll das zuletzt 2007 überarbeitete Urheberrecht an die neuen digitalen Bedingungen im Netz angepasst werden. Die Kulturstaatsministerin spricht sich in dem Papier dafür aus, illegale Angebote im Netz durch eine Selbstverpflichtung der Internet-Wirtschaft zu tilgen. Ein "ungebändigter digitaler Internet-Kapitalismus" sei mit der sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar. Grütters zufolge ist die Lage der Urheber eher zu verbessern, indem die Position der Verwertungsgesellschaften gestärkt werde, etwa gegenüber Geräte- und Leermedienherstellern bezüglich der Privatkopievergütungen. So sollten die Verwertungsgesellschaften zum einen die Möglichkeit bekommen, „Tarife einseitig aufzustellen, wenn die Verhandlungsparteien nach einem Jahr nicht zu einem einvernehmlichen Abschluss gekommen sind“. Zum anderen spricht sich Grütters für verpflichtende Abschlagszahlungen unstreitiger Beträge sowie für eine Pflicht der Hersteller aus, strittige Beträge zu hinterlegen.

Dienstag, 10. März 2015

Fotos aus dem Ersten Weltkrieg jetzt online

Im Rahmen der Neuerschließung der Unterlagen des XIV. Armeekorps mit 1,2 km Umfang werden im Generallandesarchiv Karlsruhe rund 10.000 in den Akten enthaltene Fotos aus der Zeit des Ersten Weltkriegs digitalisiert. Die ersten drei Findmittel mit 600 Fotos konnten jetzt freigeschaltet werden. Weitere werden im Lauf des Jahres 2015 folgen.

http://www.landesarchiv-bw.de/web/58589

Alle Digitalisate können innerhalb des jeweiligen Findmittels unter „Menü“ mit dem „Bildexplorer“ bequem aufgefunden werden.

via http://archiv.twoday.net/stories/1022405271/

Infographic: Fifty of the World’s Most Translated Books

http://the-digital-reader.com/2015/03/09/infographic-fifty-of-the-worlds-most-translated-books/

INKAR online

"In welchen Regionen verdienen die Menschen am meisten? Wo leben sie am längsten? Wo werden die meisten Ehen geschlossen? Welche Kommunen haben die höchsten Schulden? Ein neuer Online-Atlas des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung veranschaulicht die Lebensbedingungen in Deutschland und Europa. Mehr als 600 Indikatoren ermöglichen Stadt-Land-Vergleiche ebenso wie Auswertungen über die Zeit."

http://www.inkar.de/

Montag, 9. März 2015

Bibliotheksforum Bayern - Sonderheft: Die Bayerische Staatsbibliothek im digitalen Zeitalter / Rolf Griebel

Rolf Griebel, vor Kurzem verabschiedeter Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, blickt auf die Entwicklung der BSB München im Zeitraum 2004 bis 2014 zurück. In diesem Zeitraum hat die BSB ihr „Drei-Pfeiler-Profil“ neu geschärft, "das ihre Funktionen als Gedächtnis-, Service- und Innovationseinrichtung beschreibt:

• Schatzkammer des schriftlichen Kulturerbes

• Multimedialer Informationsdienstleister für Wissenschaft und Forschung, Studium und Bildung

• Innovationszentrum für digitale Informationstechnologie und -services.

Funktionen, die sie auf all ihren Handlungsebenen wahrnimmt: als Archiv- und Landesbibliothek Bayerns, auf nationaler Ebene im Rahmen arbeitsteiliger Wahrnehmung nationalbibliothekarischer Aufgaben gemeinsam mit der Deutschen Nationalbibliothek und der Staatsbibliothek zu Berlin und international als eine der weltweit bedeutendsten Forschungsbibliotheken" (aus dem Vorwort)

Das Sonderheft steht als PDF-Dokument unter https://www.bibliotheksforum-bayern.de/index.php?id=25 zur Verfügung.

1000 "Schweizer Kleinmeister" online

Die Schweizerische Nationalbibliothek stellt über 1000 Bilder der "Schweizer Kleinmeister" auf Wikimedia Commons zur freien Verfügung. Es handelt sich um Landschaftsbilder aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Sammlung gibt einen reichhaltigen Einblick in Landschaft und Kultur der Schweiz von damals.

Bei den "Schweizer Kleinmeistern" handelt es sich um Künstler, die von der Mitte des 18. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wirkten. Mit dem Aufkommen der klassischen Bildungsreise haben sie damit begonnen, Landschaften und charakteristische Alltagsszenen in Zeichnungen, Aquarellen sowie in Öl festzuhalten. Diese Werke verkauften sie im Original oder als grafische Blätter an Reisende. Das Schaffen der «Schweizer Kleinmeister» gibt einen breit gefächerten Einblick in Landschaft und Kultur der Schweiz von damals. Es ist bis heute für die kulturhistorische, kunstwissenschaftliche und die naturwissenschaftliche Forschung von Interesse.

Thomas Hürlimanns Vorlass kommt ins Schweizerische Literaturarchiv

Der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann gibt sein Werkarchiv ins Schweizerische Literaturarchiv in Bern. Es enthält unter anderem Manuskripte und Druckfahnen seiner Werke, unveröffentlichte Prosa sowie Fotografien.

Die Dokumente des Schweizer Autors Thomas Hürlimann (geb. 1950) werden aus drei verschiedenen Standorten, dem Heimatort Walchwil (ZG), dem Wohnort Berlin und dem Gutshof von Botho Strauss in der Uckermark/Brandenburg im Schweizerischen Litertaturarchiv (SLA) zusammengeführt. Das Archiv Hürlimanns enthält neben den Manuskripten und Druckfahnen seiner Werke seit den Anfängen auch zahlreiche Entwürfe zu den Theaterstücken, wie den beiden Fassungen des Einsiedler Welttheaters, zahlreiche Theaterfotos zu den Inszenierungen, sowie unveröffentlichte Prosa und ein eigenes Filmskript zum Roman Der grosse Kater.

Freitag, 6. März 2015

Quellen der römisch-deutschen Könige von den Karolingern bis zu Maximilian I. im Netz

Im Rahmen des Unternehmens Regesta Imperii erfassen Wissenschaftler sämtliche Taten der deutschen Herrscher des Mittelalters, ordnen sie chronologisch und kommentieren sie mit dem neuesten Forschungsstand. Bereits seit 200 Jahren widmen sich Wissenschaftler dieser Aufgabe. Die Ergebnisse sind inzwischen als Open Access-Datenbank verfügbar, die kontinuierlich erweitert wird. Der parallel erstellte RI-OPAC ist die weltgrößte frei zugängliche Sammlung von Forschungsliteratur zum Mittelalter.

Die Datenbank dient sowohl dem Projekt Regesta Imperii Online als Online-Schrifttumsnachweis für die in den RI-Publikationen zitierte Literatur als auch als universelles Forschungsinstrument. Sie zeichnet sich insbesondere durch die Erschließung unselbständigen Schrifttums (Aufsätze, Buchbeiträge usw.) aus einer Vielzahl von Zeitschriften und Sammelwerken aus.

Zu beachten ist, dass der RI-Opac als wissenschaftliches Arbeitsinstrument Fachliteratur nachweist, jedoch keine Bestandsangaben bietet. Ausleihanfragen und Bestellungen sind ausschließlich an Bibliotheken zu richten.

Bestände von zwei Leipziger Hochschulbibliotheken wurden integriert

In Leipzig teilen sich zwei Hochschulen seit Kurzem eine umfangreiche Bibliothek. Die Bestände der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) wurden Anfang März 2015 in die Räume der benachbarten Bibliothek der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) integriert.

Die Integration macht für das Bibliothekspersonal eine Menge Arbeit: Jeder Titel wird geprüft. Dubletten oder Bücher mit beinahe identischen Inhalte werden eingegliedert, wenn künftig eine höhere Nutzung zu erwarten ist. Übernommene Medien bekommen ein neues RFID-Tag (Funketikett), einen Barcode und einen zugewiesenen Regalstandort. Ein weiterer Vorteil der neuen Kooperation ist eine bessere räumliche Auslastung. Für die Studierenden der HfTL ändert sich bei der Ausleihe der zahlreich vorhandenen E-Books nichts. Wie bisher können die vorhandenen elektronischen Medien der HfTL über das Netzwerk der Hochschule genutzt werden. Künftig haben die Studierenden auch die Möglichkeit, in der Bibliothek der HTWK Leipzig auf elektronische Medien zuzugreifen.

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) wurde 1992 gegründet. Sie setzt damit eine lange Tradition der ingenieurtechnischen Bildungseinrichtungen (Bauhochschule, Technische Hochschule) und der Lehrstätten für Bibliothekare, Buchhändler und Museologen in Leipzig fort. Momentan sind etwa 6.200 Studierende eingeschrieben. Die anwendungs- und zukunftsorientierten Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, angewandten Medien-, Informations- und Kulturwissenschaften sowie Informatik und Mathematik führen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Alle Fakultäten kooperieren in Forschung und Entwicklung mit Unternehmen aus der Region und garantieren daher eine praxisnahe Ausbildung.

Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ist eine durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der HfTL-Trägergesellschaft mbH, einer hundertprozentigen Beteiligung der Deutschen Telekom AG. Die HfTL steht für Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und ist die einzige deutsche Hochschule mit diesem Spezialprofil. Sie bildet rund 1.100 Studierende in den direkten, dualen und berufsbegleitenden Bachelorstudiengängen Informations- und Kommunikationstechnik, Wirtschaftsinformatik, Kommunikations- und Medieninformatik, Angewandte Informatik, sowie in den Masterstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Informations- und Kommunikationstechnik aus.

FAQ zum Zweitveröffentlichungsrecht

Die Arbeitsgruppe „Rechtliche Rahmenbedingungen“ der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat Frequently Asked Questions zum Zweitveröffentlichungsrecht (§ 38 Abs. 4) veröffentlicht.

Donnerstag, 5. März 2015

Bach-Archiv erwirbt verschollen geglaubtes Dokument

Das Bach-Archiv Leipzig hat ein lange verschollen geglaubtes Dokument aus den letzten Lebenstagen von Johann Sebastian Bach (1685-1750) erworben. Es handelt sich um die Quittung über eine Auszahlung von Stiftungsgeldern. Der Komponist hate Anfang Juli 1750 seinen jüngsten Sohn Johann Christian damit beauftragt, an seiner Stelle die Unterschrift für den Empfang einer Legatszahlung zu leisten. Laut Bach-Archiv ist dies der einzig erhaltene Beleg für den labilen Gesundheitszustand, in dem sich Bach schon Wochen vor seinem Tod befunden hat. Die Quittung war im Dezember 2014 bei einer Versteigerung in einem New Yorker Auktionshaus aufgetaucht.

Writing Tips From Famous Authors: INFOGRAPHIC

http://www.adweek.com/galleycat/writing-tips-from-famous-authors-infographic/99907

Stadtbibliotheken Fellbach, Ostfildern, Neckarsulm und Geislingen an der Steige erhalten Qualitätszertifikat "Ausgezeichnete Bibliothek"

Die Stadtbibliotheken Fellbach, Ostfildern, Neckarsulm und Geislingen an der Steige haben vom Institut für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Hochschulen der Hochschule der Medien in Stuttgart das Qualitätszertifikat "Ausgezeichnete Bibliothek" erhalten. Das Zertifikat gilt drei Jahre. In neun Themenfeldern mussten die Bibliotheken nachweisen, dass sie systematisch und auf hohem Niveau arbeiten. Geprüft wurden Punkte wie beispielsweise Führungsqualität, Strategie, Personalmanagement, Steuerung der Ressourcen, Arbeitsabläufe und die erzielten Arbeitsergebnisse. Das Zertifikat "Ausgezeichnete Bibliothek" basiert auf den in Wirtschaft und Verwaltung international anerkannten Qualitätsmanagementsystemen, European Foundation for Quality Management (EFQM) und Common Assessment Framework (CAF).

Mittwoch, 4. März 2015

Neue Museumsportraits im Projekt "Von uns - für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt"

Auf welch kreative Weise Museen entdeckt und erlebt werden können, zeigen Museumsportraits, die im Rahmen des Programms "Von uns - für uns! Die Museen unserer Stadt entdeckt" realisiert wurden. Auf der Internetseite des Projekts sind bereits sechzehn Museumsportraits online und gewähren Einblicke in die Projektarbeit.

Neuer Leitfaden des Deutschen Museumsbundes

Der Leitfaden „Museen, Migration und kulturelle Vielfalt. Handreichungen für die Museumsarbeit“ des Deutschen Museumsbundes unterstützt Museen dabei, sich interkulturell zu öffnen, Migrationsgeschichte und kulturelle Vielfalt als Querschnittsthemen in ihren Häusern zu etablieren und einen Prozess der Neuausrichtung auf eine vielfältige, diversifizierte Gesellschaft anzuregen. Der Leitfaden wurde von Mitgliedern des 2010 gegründeten Arbeitskreises Migration im Deutschen Museumsbund erarbeitet. Die Schlüsselbegriffe des Leitfadens „Partizipation“ und „Multiperspektivität“ prägten dabei den Entstehungsprozess, an dem fast 80 Personen mitwirkten, darunter Mitarbeiter unterschiedlicher Museumssparten sowie großer und kleiner Häuser. Die Beteiligung von Vertretern von Migrantenselbstorganisationen und anderen Akteuren sowie Experten aus dem Bereich der Migration war für die Entwicklung von großer Bedeutung. Der Leitfaden steht kostenlos zum Download bereit.

Ulmer KZ-Häftlingsdatenbank ist freigeschaltet

Eine Häftlingsdatenbank macht die in den letzten Jahrzehnten im Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) in Ulm gesammelten Informationen zu den zwischen 1933 und 1935 im Fort Oberer Kuhberg inhaftierten Männern öffentlich zugänglich. Sie enthält Namen und Lebensdaten von 345 sicher nachgewiesenen Häftlingen sowie Informationen zu ihrer Inhaftierung, den Haftgründen und den Quellen, aus denen die Daten stammen. Viele Häftlinge werden zudem mit einem Foto und ausgewählten Zusatzdokumenten, einige auch mit einer ausführlichen Biografie präsentiert. Die Datenbank wird laufend um neue Informationen ergänzt. Die Ulmer Häftlingsdatenbank steht unter http://dzok.faust-iserver.de/ zum Abruf zur Verfügung. Finanziert wurde die Häftlingsdatenbank aus Projektgeldern, die während der vergangenen drei Jahre aus Bundes- und Landesmitteln an das DZOK geflossen sind - insgesamt 180.000 Euro.

Perspektiven für die buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fachinformation

Nachdem die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) den Ausstieg aus dem Informationsportal b2i zum 31.12.2014 erklärt hat, traf sich am 07.01.2015 unter Moderation von Bibliothek und Information Deutschland e.V. (BID) und der Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA) in Berlin ein Round-Table mit Fachvertretern aus Bibliotheken, Hochschulen und Verbänden unter Beteiligung der BSB, um die weitere Zukunft von b2i zu beraten. Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die UB Leipzig entwickelten Vorstellungen zu einer Neubeantragung eines Fachinformationsdienstes für Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften bei der DFG. Ziel ist es, für die Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften ein zentrales Nachweisinstrument in einem Fachportal zu gewährleisten. Eine Antragstellung bei der DFG zur Einrichtung eines Fachinformationsdienstes ist allerdings erst Anfang Juni 2015 möglich; die anschließende Begutachtung wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen. Die BSB konnte sich nicht entschließen, das Portal b2i bis zu einer endgültigen Entscheidung der DFG über den Neuantrag ohne Pflege und in reduzierter Funktion offen zu halten. Auch eine Portierung (= Umarbeiten einer bereits vorhandenen Software zur Verwendung auf einer anderen Plattform) wurde von der BSB als nicht sinnvoll bzw. machbar angesehen. Die an dem Round-Table beteiligten Einrichtungen und Verbände reagierten auf diese Entscheidung mit Unverständnis. Die Stellungnahme des BID ist unter http://www.bideutschland.de/download/file/Stellungnahme%20_Zukuenftige%20Entwicklung%20von%20b2i.pdf abrufbar.

Mediathek der DFG ist online

Das audio-visuelle Informationsangebot der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) rund um die Themenblöcke Wissenschaft und Forschung ist online. Die Mediathek der DFG mit dem Titel „DFG bewegt“ ist unter http://mediathek.dfg.de erreichbar. Sie bietet über 800 Filme und Audiodateien in deutscher und englischer Sprache über DFG-geförderte Forschung und die DFG selbst. Bei dem Angebot erleichtert eine umfassende Suchfunktion die Orientierung: Nutzerinnen und Nutzer können auf der Webseite die Inhalte nach verschiedenen Kriterien wie beteiligten Institutionen, Wissenschaftsdisziplinen oder Themen filtern und in die eigenen Web-Angebote einbinden.

Dienstag, 3. März 2015

Gemeinsame Website der bayerischen Universitätsbibliotheken

Die Universitätsbibliotheken Bayerns sind bereits seit November 2014 auf einer gemeinsamen Website zu finden. Unter http://www.unibibliotheken-bayern.de/ informieren die UBs u. a. über ihr Leitbild, Geschichte & Entwicklung, Sammlungen & Bestände, ihre Projekte (Über uns), die Schwerpunkte ihrer Arbeit, ihre Dienstleistungen (Service) und über aktuelle Entwicklungen.

LovelyBooks - Buchtipps, Rezensionen und Buchbewertungen von Lesern für Leser

Zwischendurch mal ein Hinweis auf ein populäres Bücherportal:

LovelyBooks.de wirbt damit, dass Bücher "neue Perspektiven (eröffnen) und uns mit fremden Welten bekannt(machen). Sie sind Wegbegleiter und guter Freund. Bücher haben die Macht, alles zu verändern. Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben.

Diesen Austausch über Bücher möchten wir dir ermöglichen: auf Lovelybooks.de, direkt im E-Book, via Widgets, in Apps und im Social Web - mit Menschen, die gerade genau das gleiche Buch lesen wie du. Der Austausch über Bücher war schon immer ein Gemeinschaftserlebnis, und wir geben dir die Möglichkeit, diesen Austausch online und mobil weiterzuführen, in einem offenen Netzwerk in dem sich Leser, Autoren, Verlage und Buchhändler begegnen. Dazu kommen Buchtipps, Rezensionen und Buchbewertungen von Lesern für Leser. Diese können eine Orientierungshilfe sein und machen es dir einfach, dein nächstes Lieblingsbuch zu entdecken.

Das virtuelle Buchregal hilft dir bei der Organisation deiner Bücher, so behältst du den Überblick, welche Bücher du gelesen hast, oder welche Bücher du noch lesen möchtest. Und wer schon einmal bei einer Leserunde mit einem Autor mitgemacht hat, möchte diese Form des direkten Austausches nicht mehr missen."

[Infografik] 25 alternative Möglichkeiten um ein Buch zu recyclen

http://bibliothekarisch.de/blog/2015/03/03/infografik-25-alternative-moeglichkeiten-um-ein-buch-zu-recyclen/

Montag, 2. März 2015

Badische Zeitung zur Wiedereröffnung der BNUS Strasbourg

"Dass eine hochmoderne Universitäts-Bibliothek in einem historischen Gebäude untergebracht werden kann, zeigt die Straßburger National-Bibliothek am Place de la République. Nach der drei Jahre dauernden und 65 Millionen Euro teuren Sanierung fällt zum ersten Mal das Licht durch die gläserne Kuppel ins Gebäude und bis ins Erdgeschoss. Ursprünglich erhellte das durch die Kuppel einfallende Licht nur den Lesesaal der von 1889 bis 1894 nach den Entwürfen der Architekten August Hartel und Skjøld Neckelmann im Stile des Historismus erbauten Bibliothek. Viele Jahre war die Kuppel nur auf Anfrage zu besichtigen. Mit mehr als drei Millionen Medieneinheiten ist die Bibliothek die zweitgrößte Sammlung Frankreichs nach der Bibliothek National de France in Paris. Gegründet wurde sie, 1872 als Wiedergutmachung für die Zerstörung der Vorgängerbibliothek durch deutsche Artillerie 1870. Die neue, an Stahlseilen aufgehängte Treppe ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Die Öffnungszeiten wurden nach der Wiedereröffnung am 24. November auf 80 Stunden pro Woche ausgedehnt, so dass die Bibliothek montags bis samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr zugänglich ist. Um diesen Service anbieten zu können, wurde die Zahl der Vollzeitstellen auf 160 erhöht. Inzwischen zählt die Bibliothek im Durchschnitt 1200 Besucher täglich; 660 Arbeitsplätze stehen bereit. Wer Medien ausleihen möchte, muss seinen Wohnsitz in Frankreich oder im Eurodistrikt Straßburg-Ortenau haben" (aus: Badische Zeitung vom 21.02.2015).