Freitag, 31. Juli 2015

GeSIG-Veranstaltung in Nürnberg am 29.05.2015

Zur GeSIG-Veranstaltung auf dem Deutschen Bibliothekartag in Nürnberg am 29.05.2015 mit dem Titel „Schöne neue Welt? Bestandsaufbau im digitalen Zeitalter“ stehen ein Bericht über die Veranstaltung von Steffen Wawra (UB Passau) und ein Artikel über die Podiumsdiskussion aus der Zeitschrift b.i.t. online 18. 2015. Nr. 3 auf der GeSIG-Website zur Verfügung.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung am 27.05.2015 kann unter http://www.gesig.org/Protokoll%20der%2016.%20Mitgliederversammlung.pdf nachgelesen werden.

Onleihe boomt in Rheinland-Pfalz

Die Millionengrenze bei den Ausleihen im Onleihe-Verbund Rheinland-Pfalz ist erreicht. Seit Gründung im Oktober 2010 liehen die Nutzer der beteiligten Bibliotheken laut Medieninformation mehr als eine Million E-Books und andere E-Medien aus. An der Onleihe Rheinland-Pfalz beteiligen sich derzeit 46 Bibliotheken aus allen Regionen des Landes. Die Leser der an der Onleihe beteiligten Bibliotheken können dabei mittlerweile auf einen Bestand von rund 31.000 E-Medien zugreifen.

Die Nutzung der Onleihe ist in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr erneut kräftig gestiegen. Im Jahr 2014 hatten die Leser bis Juli insgesamt 187.000 Medien online entliehen. Im Jahr 2015 sind es Ende Juli bereits 267.000 Medien. Besonders gefragt sind Krimis, Unterhaltungsliteratur, aber auch die Zeitungen und Zeitschriften. Koordiniert wird die Onleihe Rheinland-Pfalz vom Landesbibliothekszentrum. Der Ausbau des Medienangebots wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Springer Nature übernimmt J. B. Metzler

Springer Nature, das Joint Venture von Macmillan Science + Education (Holtzbrinck) und Springer Science+Business Media, übernimmt mit sofortiger Wirkung den Verlag J. B. Metzler von der Holtzbrinck Publishing Group, um sein geisteswissenschaftliches Portfolio zu erweitern. Das 1682 gegründete Traditionshaus J. B. Metzler gehörte bisher zur Publikumssparte der Holtzbrinck-Gruppe. Der Verlag bleibt seinem bisherigen Standort Stuttgart treu. Die Verlagsmarke J. B. Metzler, die für angesehene Nachschlagewerke, Handbücher und Fachbücher steht, bleibt erhalten.

Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste fördert Provenienzforschung

Die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellt aktuell 17 Institutionen 1,15 Millionen Euro zur Verfügung und setzt damit die Förderung der dezentralen Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut fort. Die entsprechenden Empfehlungen sprach der Förderbeirat der Stiftung in seiner konstituierenden Sitzung am 21.05.2015 aus. Der Förderbeirat unter der Leitung des Direktors des Centrum Judaicum, Dr. Hermann Simon, besteht aus neun unabhängigen Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie aus dem Museums-, Bibliotheks- und Archivwesen. Zu den geförderten Einrichtungen in Baden-Württemberg zählen die Staatsgalerie Stuttgart, die Kunsthalle Mannheim und die Städtischen Museen Freiburg.

Links zum Thema Provenienzforschung, Raub- und Beutekunst sowie zur Thematik der kriegsbedingt verlagerten und NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgüter stehen unter http://www.lostart.de/Webs/DE/Infocenter/Links.html zur Verfügung.

Digitalisierung des deutschen Filmerbes

Für die Rettung des deutschen Filmerbes werden einem Gutachten zufolge über einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren jährlich 10 Millionen Euro benötigt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) schlug am 29.07.2015 eine Gemeinschaftsaktion von Bund, Ländern und Filmbranche vor, um die Filme zu digitalisieren und so der Nachwelt zu erhalten.

Konkret geht es um rund 4,3 Millionen Filmminuten - Spiel- und Kurzfilme, Dokumentationen, Kinderfilme und Animationsfilme. Das entspricht knapp 170.000 Filmtiteln, wie es in dem Gutachten heißt. Vor der digitalen Archivierung müssen manche Filme restauriert und bei älterem Filmmaterial teils manuell gereinigt und geklebt werden.

Links zur Archivierung / Digitalisierung des deutschen Films: http://filmerbe-in-gefahr.de/page.php?0,950,

Donnerstag, 30. Juli 2015

b.i.t. online Bibliothek. Information. Technologie. 18 (2015) H. 3

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

Hänger, Christian; Schumm, Irene; Weil, Stefan. "Alte Drucke in neuem Gewand: Ein Beispiel für den erfolgreichen Einsatz der freien Digitalisierungsplattform Goobi an der UB Mannheim". S. 231-239.

"Anfang 2012 begann die UB Mannheim damit, ihre Alten Drucke und weitere Digitalisate mit Hilfe einer speziellen Software zu erschließen und im Internet zu veröffentlichen. Dabei setzte sie zunächst auf ein kommerzielles Produkt, die Software Visual Library von sematics Kommunikationsmanagement GmbH. 2014 fiel die Entscheidung, auf eine freie Softwarelösung zu wechseln. Ende September 2014 ging die freie Digitalisierungsplatform Goobi in den Produktivbetrieb" (nach dem Abstract).

Die historischen Bestände der Universitätsbibliothek Mannheim, die bislang digitalisiert wurden, stehen unter http://goobi.bib.uni-mannheim.de/ zum Download bereit.

Clasen, Nicole. "Serviceverbesserung bei der ZBW: Die internationale Fernleihe im Rahmen von OCLC World Share ILL und die Integration der Präsentationsplattform MyBib eL durch MyBib eDoc". S. 260-263.

Kiel und Hamburg sind die zwei Standorte der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW). Die ZBW sammelt internationale Fachliteratur aus den Wirtschaftswissenschaften. Der Bestand von 4,4 Millionen Bänden und über 26.500 laufend gehaltenen Periodika stammt aus über 100 Ländern weltweit. Die ZBW hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Nutzerinnen und Nutzern die gewünschten Informationen möglichst schnell und digital zur Verfügung zu stellen. Da derzeit aber nur ein Teilbestand elektronisch verfügbar ist, schließt die Dokumentlieferung weiterhin die Lücke zwischen elektronischen Zeitschriften, Digitalisaten und dem gedruckten Bestand. Die Dokumentlieferung der ZBW bedient ihre Kundschaft via nationaler und internationaler Fernleihe, per OCLC World Share ILL sowie über subito und EinDienst (kooperativer Lieferdienst der Zentralen Fachbibliotheken in Deutschland). Die ZBW ist eine der größten Lieferbibliotheken im Bereich der Fernleihe im Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV). Seit 2012 setzt die ZBW das Dokumentliefersystem MyBib eDoc der Firma Imageware erfolgreich für die Bearbeitung ihrer Fernleihe- und subito-Bestellungen ein. Ausschlaggebend für den Umstieg von DoD2 auf MyBib eDoc waren 2012 mehrere Gründe. Zum einen sollte die Anzahl parallel genutzter Systeme in der Dokumentlieferung auf ein externes System für alle Lieferwege und das lokale Ausleihsystem OUS (Ausleihmodul des in der ZBW verwendeten LBS 4) reduziert werden. Außerdem war angestrebt, die Einarbeitungszeit der Kolleginnen und Kollegen bei Vertretungen im Krankheits- oder Urlaubsfall zwischen der Fernleihe und den weiteren Dokumentlieferwegen zu verringern sowie den Schulungs- und den Wartungsaufwand der IT durch ein Hosting über die Verbundzentrale in Göttingen zu reduzieren. Die neue Version von MyBib eDoc bietet der ZBW die Möglichkeit diese Vorteile auch für die internationale Fernleihe im Rahmen von WorldShare ILL zu nutzen und somit alle Bestellungen in einem System zu bearbeiten.

Seeliger, Frank. "Informatiker, Journalisten, Erzieher: Anforderungen an den bibliothekarischen Berufsstand von heute und morgen". S. 264-266.

Außerdem gibt es im Heft 3/2015 von b.i.t online frei zugängliche Reportagen über den 104. Deutschen Bibliothekartag in Nürnberg: einen Bericht über die Tagung von Vera Münch, eine Reportage über das Innovationsforum von Karin Holste-Flinspach und einen Bericht über die Podiumsdiskussion „Schöne neue Welt? Bestandaufbau im digitalen Zeitalter“ von Steffen Wawra.

AKON - Ansichtskarten Online

AKON ist das Ansichtskartenportal der Österreichischen Nationalbibliothek. 75.000 digitalisierte Postkarten mit topographischen Bildmotiven können sowohl über die Namen der abgebildeten Orte als auch über eine digitale Weltkarte gefunden werden. Das Portal enthält Ansichtskarten aus allen Teilen der Welt, von den Anfängen der illustrierten Postkarte Ende des 19. Jahrhunderts bis in die frühen 1940er Jahre.

"Die Öster­rei­chi­sche Nationalbibliothek ver­fügt in ihren Sammlungen über bedeu­tende Bestände an illus­trier­ten Postkarten, einen Großteil davon in der Kartensammlung. Aus die­sem Bestand wur­den 75.000 Werke aus­ge­wählt, gescannt, mit Formalangaben ver­se­hen kata­lo­gi­siert und mit einer soge­nann­ten Georeferenzierung ver­se­hen. ... 38 Staaten welt­weit sind mit mehr als 50 Karten ver­tre­ten: Neben Öster­reich (44.159) und sei­nen größ­ten Nachbarländern Deutschland (7.220) und Italien (6.057) sind dies auch so exo­ti­sche Länder wie Indien (76), Australien (56) oder Albanien (52).Hintergrundinformationen zu den abge­bil­de­ten Orten gibt es über einen Link zu Wikipedia. Zusätzliche Möglichkeiten sind das kos­ten­lose Abspeichern der Datei auf dem eige­nen Computer, das Verschicken per E-Mail und das Teilen über die Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter, Google+, Pinterest und Tumblr. Auch das kos­ten­pflich­tige Versenden einer gedruck­ten Ansichtskarte mit per­sön­li­chen Grußworten ist über die Plattform Touchnote mög­lich" (nach dem Text der Website).

Mit der neuen Online-Plattform ‪AKON‬ können nicht nur Ansichtskarten gefunden und auf elektronischem Weg verschickt, sondern auch jemandem eine Freude im „echten Briefkasten“ bereitet werden. Dafür muss eine Ansichtskarte ausgewählt und auf den „Share-Button“ (graues Feld rechts außen) geklickt werden. Danach sollte auf das „Touchnote-Icon“ (blaues Feld, 2. von unten) geklickt werden, anschließend erfolgt die Weiterleitung auf eine externe Website, über die der Empfänger und der Text eingegeben sowie bezahlt wird (nach dem Blog-Eintrag im VÖBBLOG vom 28.07.2015).

46 "Bündnisse für Bildung" aus 13 Bundesländern werden gefördert

46 "Bündnisse für Bildung" aus 13 Bundesländern kommen in den Genuss von Fördermitteln, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Projekts "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" vergeben hat. Projektpartner sind der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) und die Stiftung Digitale Chancen. Laut dbv richten sich die Aktionen von "Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien" bundesweit an Kinder und Jugendliche, die keinen oder beschränkten Zugang zu Medien haben. Das Projekt erweitert in sechs altersgerechten Aktionen für Drei- bis 18-Jährige die klassische Leseförderung mit digitalen Angeboten. Neben fünf skizzierten Projektangeboten konnten auch eigene Konzepte zur Leseförderung mit digitalen Medien eingereicht werden. Die bewilligten Bündnisse überzeugten die unabhängige Jury durch die kreative Ausgestaltung der jeweiligen Aktionen.

Noch in diesem Jahr werden die Projektteilnehmer erste Veranstaltungen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen durchführen. Bei den geförderten Projekten steht eine eigenständige und kreative Mediennutzung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an erster Stelle. Ausgangspunkt ist immer ein (vor)gelesener Text. Dieser dient als Grundlage für eine gemeinsame Weiterentwicklung mit Hilfe von digitalen Medien, Social Media Anwendungen, Gaming, Geo- oder Edu-Caching und Film- oder Hörspielprojekten.

„Lesen macht stark: Lesen und digitale Medien“ ist ein Projekt des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. in Kooperation mit der Stiftung Digitale Chancen im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Detaillierte Informationen zum Projekt finden sich unter http://www.lesen-und-digitale-medien.de.

INFOGRAPHIC: Unusual Jobs of Writers

http://www.adweek.com/galleycat/unusual-jobs-of-writers-infographic

Mittwoch, 29. Juli 2015

Baufreigabe für Asienzentrum der Universität Heidelberg

Das Land Baden-Württemberg hat die Baufreigabe für das Asienzentrum der Universität Heidelberg - das "Centre for Asian and Transcultural Studies" (CATS) - erteilt. Im CATS werden die Exzellenzcluster Asien und Europa, das Südasieninstitut (SAI), das Zentrum für Ostasienwissenschaften (ZO) und das Institut für Ethnologie zu einem Zentrum für Asienwissenschaften in den Gebäuden der ehemaligen Hautklinik auf dem Campus Bergheim in Heidelberg räumlich zusammengefasst. Das inhaltliche Konzept sieht eine in Deutschland einmalige Vernetzung der Asienwissenschaften mit den sozial- und geisteswissenschaftlichen Kerndisziplinen vor. Der forschungspolitische Stellenwert des Zentrums zeigt sich auch an der Bundesförderung in Höhe von knapp 10 Millionen Euro für den Bibliotheksneubau des CATS im Rahmen der Förderung von Forschungsbauten. Neben der interdisziplinären Zusammenarbeit können die bislang über das Stadtgebiet verteilten Institutsflächen auf dem Campus Bergheim räumlich konzentriert werden. Dies hat enorme betriebliche Vorteile zur Folge. Beispielhaft hierfür steht der im Zuge der Neuunterbringung entstehende Neubau der Forschungsbibliothek im Zentrum des CATS, die von allen Instituten gemeinsam genutzt werden wird. Die Altbauten der ehemaligen Hautklinik umschließen zusammen mit dem bestehenden Karl Jaspers Institut einen rechteckigen Hof, in dessen Mitte die neue Bibliothek in die Tiefe gebaut wird. Diese zeigt sich auf Hofniveau lediglich mit einem Eingangspavillon und entwickelt sich ansonsten vier Geschosse tief ins Erdreich. Das erste Untergeschoss umschließt einen verglasten Tiefhof, über den Tageslicht auf die Freihandflächen und Leseplätze fällt.

Bibliothek Forschung und Praxis Vol. 39 (2015) Heft 2

Das Heft 2 des Jahrgangs 2015 der Zeitschrift Bibliothek. Forschung und Praxis erscheint als Festschrift für Michael Seadle anlässlich seines 65. Geburtstages mit dem Titel "Paperless Science: Libraries and the Changing Information Society". Prof. Michael Seadle, PhD ist Geschäftsführender Institutsdirektor und Dekan der Philosophischen Fakultät I des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Lehr- und Forschungsgebiete sind Digitale Bibliotheken, Evaluierung Digitaler Bibliotheken, Benutzerforschung, Langzeitarchivierung, Open Archives Initiative, Urheberrecht und Information science history. Er zeichnet für viele herausragende Publikationen auf dem Gebiet der Bibliotheks- und Informationswissenschaften verantwortlich und ist u.a. Mitherausgeber der Zeitschrift Bibliothek. Forschung und Praxis.

Alle Beiträge der Festschrift erscheinen als Open-Access-Publikation.

590.000 Euro für Archive, Bibliotheken, Hochschulen und Stiftungen in Baden-Württemberg

Die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg unterstützt mit einer Fördersumme von 590.000 Euro landesweit elf Projekte zu Erwerb, Digitalisierung, Erschließung und Bestandserhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut mit besonderem Bezug zur Geschichte des Landes. Die Bandbreite der geförderten Projekte reicht von schriftlichem Archivmaterial bis hin zu Ton-, Film- und Fotozeugnissen. Das Land unterstützt ausgewählte Institutionen dabei, wichtige Quellen zu erschließen und für die Öffentlichkeit bereitzustellen. Bisher konnten insgesamt 303 Projekte mit rund 30,8 Millionen Euro realisiert werden.

Gefördert werden folgende Projekte:

Erschließung und Bestandserhaltung der Reformationsakten aus dem Bereich Schwäbischer Bund / Schmalkaldischer Krieg im Stadtarchiv Ulm (Fördersumme: 10.000 Euro)

Erschließung eines Bestands zur Preußischen Regierung Sigmaringen im Landesarchiv BW, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Fördersumme: 78.299 Euro)

Erschließung der Sammlung Mediengeschichte zu Joseph Süß Oppenheimer im Landesarchiv BW, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Fördersumme: 97.812 Euro). Der Bestand umfasst rd. 50 lfd. Meter an Unterlagen zu Joseph Süß Oppenheimer, darunter 1.000 Ton- und Filmdokumente, u.a. zur Rezeption des Stoffs sowie des Schauspielers Ferdinand Marian, der im NS-Propagandafilm Jud Süß die Hauptfigur verkörperte.

Erschließung und Verzeichnung der Unterlagen des Theaters Lindenhof im Kreisarchiv Zollernalbkreis, Fördersumme: 6.000 Euro

Erwerb eines Briefkonvoluts von Hermann Hesse für das Deutsche Literaturarchiv Marbach (Fördersumme: 45.000 Euro). Das Konvolut umfasst 138 Schreiben Hermann Hesses aus den Jahren 1903-1941 an das Verlegerehepaar Samuel und Hedwig Fischer. Die Briefsammlung galt bislang offenbar als verschollen. Der Erwerb der Briefe ergänzt den Sammlungsschwerpunkt des Deutschen Literaturarchivs, wo sich bereits der Nachlass Hesses sowie das Archiv des Verlags S. Fischer befindet.

Erschließung des Nachlasses von Eugen Funk in der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (Fördersumme: 65.397 Euro)

Erschließung und Sicherung des Werks von Gustav Mesmer bei der Gustav Mesmer Stiftung (Fördersumme: 14.800 Euro)

Erschließung der Nachlässe von Karl Hampe, Heinrich Rickert und Alfred Weber in der UB Heidelberg (Fördersumme: 131.108 Euro). Die bislang nur formal oder teilweise erschlossenen Manuskripte, Materialsammlungen, Korrespondenzen und Tagebücher des Philosophen Heinrich Rickert (1863-1936),des Historikers Karl Hampe (1969-1936) und des Soziologen Alfred Weber (1868-1958) sollen in der nationalen Nachlassdatenbank Kalliope erschlossen werden. Damit wird ein Beitrag zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte geleistet.

Digitalisierung eines Teilbestands des Fotoarchivs Hotz in Stockach (Fördersumme: 97.205 Euro)

Digitalisierung der badischen Kochbücher des Zeitraums 1800-1950 aus den Beständen der Badischen Landesbibliothek (Fördersumme: 12.800 Euro). Die rund 60 Kochbücher aus der Zeit 1800-1950 sind aufgrund der Papierqualität z. T. bereits konservatorisch stark geschädigt und können durch die Digitalisierung in verschiedenen Onlineportalen weltweit zugänglich gemacht werden. Als Quelle für die Alltags- und Kulturgeschichte stehen die Kochbücher damit sowohl für die kulturhistorische und ernährungswissenschaftliche Nutzung, als auch für einen nicht-wissenschaftlichen, jedoch kochinteressierten Rezipienten-Kreis zur Verfügung.

Digitalisierung der badischen Zeitung „Der Führer“ des Zeitraums 1927-1945 aus dem Bestand der Badischen Landesbibliothek (Fördersumme: 29.750 Euro). Die erstmals am 5.11.1927 in Karlsruhe erschienene Zeitung „Der Führer“ mit dem Untertitel „Kampfblatt für nationalsozialistische Politik und deutsche Kultur“ ist mit ihren lokalen Ablegern eine zentrale Quelle für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in Baden. Die zu digitalisierenden Jahrgänge umfassen rd. 42.500 Seiten und sind aufgrund des stark holzhaltigen Papiers vom Zerfall bedroht. Digitalisate und Metadaten werden für die einschlägigen Portale LEO-BW, DDB, EUROPEANA zur Verfügung gestellt.

Gesamtwerk Anton Bruckners jetzt online

Das Gesamtwerk des österreichischen Komponisten und Musikpädagogen Anton Bruckner (1824-1896) steht online zur Verfügung. 119 Jahre nach dem Tod des Künstlers bietet die Website http://www.bruckner-online.at der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Zugang zu der umfangreichen Sammlung von Handschriften, Erstdrucken seiner Kompositionen und Bildern aus verschiedenen Archiven. Mit dem Internetprojekt werden die einzelnen Standorte vereint, auf die der Bruckner-Nachlass verstreut ist (vom Stift Kremsmünster bis zur Library of Congress in Washington). Das Archiv, das in dreijähriger Arbeit erstellt wurde, wird noch ergänzt, unter anderem durch eine Bilddatenbank und eine digitale Musikedition. Sehr aufwendig waren insbesondere das Auffinden aller relevanten Quellen in nationalen und internationalen Bibliotheken, Archiven sowie in Privatbesitz und die Klärung der Rechtsfragen zur Online-Verwendung der Abbildungen durch die Österreichische Akademie der Wissenschaften.

Dienstag, 28. Juli 2015

De Gruyter und Nomos stellen Titel bei Booktex ein

Die Verlage De Gruyter und Nomos werden Hochschulen auszugsweise ihre Publikationen zur Verfügung stellen, die sich an der Plattform http://www.digitaler-semesterapparat.de beteiligen. Der mit dem Stuttgarter Vertriebsdienstleister Booktex geschlossene Vertrag besagt, dass De Gruyter 10.000 E-Books und die Nomos Verlagsgesellschaft 1.000 Zeitschriftenausgaben zur Verfügung stellen. Damit vertreiben nun 24 Verlage bei der im März 2015 freigeschalteten Plattform ihre Inhalte.

Die Plattform Booktex bietet Verlagen die Möglichkeit, ihre Inhalte für die Hochschulnutzung jenseits der Regelungen des Paragrafen 52a Urheberrechtsgesetz zu angemessenen Konditionen zu vertreiben und dabei den vom Bundesgerichtshof vorgesehenen Vorrang von Vertragslizenzangeboten gegenüber dem Einscannen an Hochschulen wahrzunehmen.

Booktex übernimmt für die Verlage die Bereitstellung digitaler Buchauszüge aus dem Volltext der E-Books, den Abschluss von Lizenzvereinbarungen mit den beteiligten Hochschulen, die Abrechnung der Lizenzgebühren sowie die Ausschüttung der Erlöse an die Verlage. Die Lizenzgebühr errechnet sich nach Faktoren wie Buchpreis, genutztem Seitenumfang, Teilnehmerzahl, Nutzungsart usw. Die von Dozenten zusammengestellten Semesterapparate können sowohl online eingesehen als auch als pdf-Datei heruntergeladen oder auf eigene Kosten als POD-Exemplar ausgedruckt bezogen werden.

Das Angebot von booktex ist zu unterscheiden vom Meldeportal für Nutzungen nach Paragraf 52a, das die VG Wort entwickelt hat. Es soll Dozenten bei der rechtskonformen Nutzung digitaler Semesterapparate unterstützen. Dabei wird geprüft, ob gewünschte Inhalte nach Paragraf 52a Urheberrechtsgesetz oder auf der Grundlage eines vorhandenen Lizenzangebots des Verlags zugänglich gemacht werden können. In letzterem Falle käme dann beispielsweise ein Lizenzangebot von booktex in Betracht.

via Börsenblatt online vom 27.07.2015

Chain, Chest, Curse: Combating Book Theft in Medieval Times - by Erik Kwakkel

http://medievalbooks.nl/2015/07/10/chain-chest-curse-combating-book-theft-in-medieval-times/

[Infografik] Wie gestaltet man die perfekte Startseite

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/07/28/infografik-startseite/

Montag, 27. Juli 2015

Württembergische Kirchengeschichte Online freigeschaltet

Am 22.07.2015 wurde das Internetportal Württembergische Kirchengeschichte Online (WKGO) (https://www.wkgo.de/) im Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart freigeschaltet. Artikel zu Epochen der evangelischen württembergischen Kirchengeschichte finden sich dort ebenso wie Beiträge zu Institutionen, Regionen und speziellen Themen der württembergischen Kirchengeschichte. So kann man sich im Internetportal beispielsweise über die Kirchengeschichte von Schwäbisch Hall, über das Syrische Waisenhaus Jerusalem, über den Predigtgottesdienst, die württembergische Reformationsgeschichte oder über die Stuttgarter Stiftskirche informieren. Dort, wo die Zustimmung der Autorinnen und Autoren eingeholt worden ist, stehen die Beiträge unter einer CC-BY-SA-Lizenz. Deren Anteil soll laufend erhöht werden.

In der Personensuche (https://www.wkgo.de/personen/personensuche) lassen sich nicht nur Kurzbiografien bedeutender Persönlichkeiten recherchieren, sondern auch große, bislang unzugängliche Datenbestände aus dem Landeskirchlichen Archiv: Das Pfarrerbuch Herzogtum Württemberg mit knapp 10.000 Einträgen, das Verzeichnis der Stipendiaten des Evangelischen Stifts Tübingen bis 1930 (mit knapp 14.000 Einträgen) und das Verzeichnis der Personalakten des Archivs sind durchsuchbar und zum Teil bereits über Normdaten miteinander verknüpft. Die mit GND-Nummern versehenen Einträge verweisen über die BEACON-Technik auf andere, online verfügbare Quellen.

Die Beiträge auf WKGO sind vielfältig mit den Angeboten der Landeskirchlichen Zentralbibliothek (http://www.zentralbibliothek.elk-wue.de/) und ihrem vom BSZ bereit gestellten Zentralkatalog (http://swb2.bsz-bw.de/DB=2.339/INFO_ABOUT) verknüpft. Das Landeskirchliche Archiv bietet unter https://www.wkgo.de/quellen-literatur/archivische-findmittel einen - stetig wachsenden - Teil seiner Bestandsfindmittel zur Recherche an.

WKGO versteht sich als wachsendes Angebot. Bislang werden vorwiegend Basisinformationen geboten, die laufend fortgeschrieben werden sollen. Württembergische Kirchengeschichte Online ist ein von der Evangelischen Landeskirche gefördertes Projekt von Archiv und Zentralbibliothek sowie dem Verein für württembergische Kirchengeschichte.

via http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg56101.html

Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT präsentiert Katalog der weiterbildenden Bachelor- und Masterstudiengänge

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall hat die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT den Katalog der Weiterbildenden Bachelor- und Masterstudiengänge und Kontaktstudien an Hochschulen in Baden-Württemberg aktualisiert.

URL http://www.biwe.de/fileadmin/biwe/PDF_2015/Katalog_HochschuleWirtschaft_2015_13-07.pdf PDF-Dokument

BIBLIOTHEKSDIENST 7/2015

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

Altenhöner, Reinhard. "Jenseits der Cloud: Metadaten- und Datenmanagement in der bibliothekarischen Infrastruktur. Teil 1". S.677-695.

"In der laufenden Diskussion um die zukünftige Informationsinfrastruktur spielen – auch vor dem Hintergrund einer entsprechenden Förderinitiative der DFG – bibliothekarische Metadaten, ihre Erzeugung und -verwaltung sowie die Träger der entsprechenden Systeme in einem globalen Kontext eine Rolle. Der Beitrag versucht sich an einer Verortung der laufenden Bemühungen einerseits, er beleuchtet aus Sicht des Autors wesentliche Perspektiven und den absehbar erreichbaren Stand. Eng mit diesem Beitrag verknüpft ist ein zweiter Teil, der sich mit dem Einsatz von Text- und Datamining-Verfahren in Bibliotheken mit einem Schwerpunkt auf den Aktivitäten der Deutschen Nationalbibliothek beschäftigt. Dieser wird im September erscheinen. Beide Beiträge beziehen sich zwar aufeinander, sind aber der besseren Lesbarkeit halber nur lose miteinander verbunden. Folie für beide Beiträge ist die Diskussion um zukünftige Arbeitsschwerpunkte von Bibliotheken und ihre Neupositionierung innerhalb der Informationsinfrastruktur insgesamt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Metadaten- und Datenmanagement" (nach dem Abstract).

Ahlborn, Benjamin. "Lizenzverwaltung von elektronischen Zeitschriften mit KnowledgeBase Plus (KB+)". S.696-712.

"Wissenschaftliche Bibliotheken geben heute einen substantiellen Teil ihres Etats für elektronische Medien aus. Die heute eingesetzten lokalen Erwerbungssysteme bieten meist nur eine lückenhafte Unterstützung für Electronic Resource Management (ERM). Seit 2013 wird von britischen Konsortien und Bibliotheken die Software Knowledgebase Plus (KB+) für die Verwaltung von elektronischen Zeitschriftenpaketen und Lizenzen eingesetzt. KB+ ersetzt kein vollwertiges ERM-System, da Informationen zu Finanzen noch nicht abgebildet werden, es bietet aber eine Reihe von Funktionen, die auch für deutsche Bibliotheken interessant sein könnten" (nach dem Abstract).

Federbusch, Maria. "OCR für Drucke der Frühen Neuzeit? Erfahrungen und Perspektiven am Beispiel von Funeralschriften". S.713-715.

"Kann die automatische Texterkennung (OCR) für Alte Drucke erfolgreich eingesetzt werden? Welcher Aufwand ist dazu erforderlich? Welche Ergebnisse können erzielt werden? Neben diesen zum Teil nur angerissenen Fragen werden die materialbedingten Herausforderungen benannt und ihre Auswirkungen auf den OCR-Workflow erläutert. Der Fokus liegt hierbei auf Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich der erreichten Qualitäten. Den Ausgangspunkt bilden Erfahrungen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Pilotprojekts zur OCR von Funeralschriften an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz" (nach dem Abstract).

"ibib 2.0: Das neue Informations- und Bibliotheksportal des Bundes". S.739-747.

"Das grunderneuerte Informations- und Bibliotheksportal des Bundes (ibib) bietet einen komfortablen Online-Zugang zu Katalogen und Informationsangeboten von derzeit 21 Bibliotheken der obersten und oberen Bundesbehörden. Herzstück des neu entwickelten Portals ist ein übergreifender Zentralindex, der aus den bibliografischen Datenbeständen aller angeschlossenen Bibliotheken einmal pro Tag erzeugt wird. Gegenüber der früheren Portalversion haben sich die Antwortzeiten bei Katalogrecherchen hierdurch signifikant verkürzt. Überdies tragen funktionale Erweiterungen wie das Anlegen persönlicher Suchprofile oder Web-2.0-typische Kommentarfunktionen zu einer höheren Effizienz im Informations- und Wissensmanagement der beteiligten Bundesbehörden bei. Technologisch basiert das neue ibib auf der innovativen Open-Source-Plattform VuFind, die in Zukunft insbesondere auch eine einfache und kostengünstige Integration weiterer Bibliotheksmanagementsysteme und anderer Datenquellen ermöglicht" (nach dem Abstract).

Urheberrecht: Streit um Vergütung auf Drucker beigelegt

Der über ein Jahrzehnt andauernde Streit zwischen Druckerherstellern und urheberrechtlichen Verwertungsgesellschaften ist durch eine Einigung der beiden Parteien beigelegt worden. Dies teilte der Branchenverband Bitkom mit, der die Druckhersteller in den außergerichtlichen Verhandlungen vertritt.

Demzufolge habe man sich auf Vergütungen für die Jahre 2001 bis 2007 geeinigt, die je nach Leistungsfähigkeit des Geräts zwischen 4 und 14 Euro pro verkauftem Drucker liegen. Auf Hersteller und Importeure von Druckern kommen dem Verband zu Folge nun Nachzahlungen in Höhe von an die 200 Millionen an die Verwertungsgesellschaften (VG) Wort und Bild-Kunst zu, die Textautoren, Fotografen und Bildende Künstler sowie deren Verlage vertreten und die Tantiemen nach festgelegten Schlüsseln an diese Rechteinhaber ausschütten.

via http://heise.de/-2762794

The Obsessively Detailed Map of American Literature's Most Epic Road Trips

http://www.atlasobscura.com/articles/the-obsessively-detailed-map-of-american-literatures-most-epic-road-trips

Freitag, 24. Juli 2015

UB Heidelberg weist Erwerbungsjahrgänge 1965 bis 2015 komplett nach

Die Erwerbungsjahrgänge 1965 bis 1967 sind im Online-Katalog HEIDI vollständig nachgewiesen. Damit enthält HEIDI nun alle in den Jahren 1965 bis 2015 von der UB Heidelberg erworbenen Titel, ältere Literatur dagegen noch nicht vollständig. Die UB empfiehlt, bei älteren Titel zusätzlich den DigiKat (http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/kataloge/digikat.html) zu nutzen.

arthistoricum.net: SLUB Dresden erweitert FID um Fotografie und Design

„arthistoricum.net – Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design“ lautet seit kurzem der vollständige Name des gemeinsamen FID der SLUB Dresden (und der UB Heidelberg). Die Erweiterung des Untertitels entspricht den inhaltlichen Schwerpunkten des Gesamtprojekts. Neben der Kunst ab 1945 zählen Fotografie und Design zum Sammelauftrag der SLUB. Durch die Ergänzung erhält die Gattung Fotografie mit ihrer großen Bedeutung als Quelle sowohl für fotohistorische Forschung und für alle kunsthistorischen Inhalte ebenso mehr Sichtbarkeit wie das junge Forschungsfeld der Designforschung und -geschichte. Neben der klassischen Literaturversorgung mit Print- und elektronischen Publikationen ist in der neuen FID-Förderlinie der DFG auch die Online-Bereitstellung weiterer Medienarten (zum Beispiel Bilder) erwünscht und förderfähig. In Verbindung mit der Namensergänzung und entsprechend den FID-Programmzielen werden aktuell für die Fachcommunity neue digitale Inhalte zu Designthemen für die Veröffentlichung auf arthistoricum.net (http://www.arthistoricum.net/) und in der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek (http://www.slub-dresden.de/sammlungen/deutsche-fotothek/) vorbereitet.

Münchner Entwurf für ein verändertes Urheberrecht

Die Verlage Carl Hanser und C. H. Beck, die Münchner Verlagsgruppe, die Medienunternehmen Constantin Film, ProSiebenSat.1 und Wiedemann&Berg Filmproduktion sowie die Rechtsanwaltskanzlei SKW Schwarz haben den „Münchner Entwurf zum Urhebervertragsrecht vorgelegt.

Das geltende Urhebervertragsrecht beinhalte "viele Unklarheiten, die zu Auseinandersetzungen und langen Verfahren geführt haben". Deshalb unterbreite der "Münchner Entwurf zum Urhebervertragsrecht" konkrete Vorschläge, die die Handhabung der Regelungen insbesondere für komplexe Werke wie zum Beispiel Filmwerke, Buchübersetzungen und Vielautorenwerke erleichtern sollen. Der Entwurf biete eine konstruktive Basis, auf der ein gerechter Ausgleich der Interessen von Kreativwirtschaft, werkvermittelnden Unternehmen und Urhebern geschaffen und gleichzeitig eine erhöhte Rechts- und Planungssicherheit gewährleistet werden könne.

UB Leipzig richtet FID für Medien- und Kommunikationswissenschaft ein

Im Herbst 2014 wurde an der UB Leipzig <15> die Projektentwicklung des Fachinformationsdienstes (FID) für Medien- und Kommunikationswissenschaft begonnen. Der FID wird von der DFG gefördert und trägt den Namen adlr.link (= Advanced Delivery of Library Resources for Communication and Media Studies). adlr.link richtet sich an alle hauptamtlich beschäftigten Forschenden des Faches in Deutschland, also Professorinnen und Professoren und die Beschäftigten des Mittelbaus, aber auch an externe Forschende ohne direkte Anbindung an eine Hochschule und Promovierende. Interdisziplinär arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ebenfalls die Dienste von adlr.link nutzen, wenn ihre Forschungen das Fach der Kommunikations- und Medienwissenschaften berühren.

adlr.link vereinigt eine Vielzahl an Dienstleistungen in einer Oberfläche: Ein zentraler Service ist die nutzergesteuerte Erwerbung von Print-Publikationen. Neben dieser Dienstleistung stellt adlr.link den bisherigen Bestand des Sondersammelgebietes über den Leihverkehr zur Verfügung. E-Books und Open Access-Dokumente aus verschiedenen Repositorien können direkt im Volltext recherchiert und abgerufen werden. Für die Zeitschriftenrecherche kommt ein Fachausschnitt des UB Leipzig-eigenen Artikelindexes zum Einsatz.

adlr.link wird in enger Zusammenarbeit mit den beiden großen Fachgesellschaften, der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), entwickelt. Die Projektwebsite http://adlr.link wurde kürzlich freigeschaltet und bietet einen Überblick über den Stand des Projekts (vgl. auch dazu den Beitrag von Sebastian Stoppe. „adlr.link startet an der UB Leipzig: Fachinformationsdienst für Medien- und Kommunikationswissenschaft eingerichtet“. BIS: Das Magazin für Bibliotheken in Sachsen 8 (2015) H.2. S.86-87).

Tagesreichweite verschiedener Hörfunkprogramme 2015

Hierzu zählen alle Personen, die im Tagesablauf während mindestens eines vorgegebenen Zeitabschnitts (15 Minuten) Radio gehört haben.

http://www.mediendaten.de/mediendaten/hoerfunk/reichweite-2015/

Quelle: Media Analyse 2015 Radio II, eigene Berechnungen

Neubau der John Cranko Schule in Stuttgart

In Stuttgart fiel der Startschuss zum Neubau der John Cranko Schule. Im Herbst 2018 soll der Neubau den Ballett-Schülerinnen und -Schülern übergeben werden.

Der Neubau der John Cranko Schule ist für die Ausbildung von rund 150 Schülerinnen und Schüler mit acht Ballettsälen, Schulräumen, einem Gesund­heitszentrum und einer neuen Probenbühne der Compagnie des Stuttgarter Balletts konzipiert. Rund 70 Schülerinnen und Schüler können im schuleigenen Internat aufgenommen werden. Die Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart für den Neubau der John Cranko Schule sieht maximale Baukosten in Höhe von 44,9 Millionen Euro vor. Hierin enthalten ist eine Risikovorsorge für Unvorhergesehenes und Baupreissteigerungen. Diese Baukosten teilen sich das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart zur Hälfte. Die Württembergischen Staatstheater tragen zu den Baukosten 2 Millionen Euro bei. Die vom Land freigegebenen Baukosten betragen 43,4 Millionen Euro.

Die Finanzierung des städtischen Anteils sichert die rechtlich unselbstständige "Stiftung zur Förderung der John Cranko Schule der Württembergischen Staatstheater Stuttgart" der Landeshauptstadt Stuttgart, an der sich die Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG mit 10 Millionen Euro beteiligt. An den Kosten der Ausstattung beteiligt sich der Förderverein der Staatstheater Stuttgart und seine Bausteine-Initiative.

Donnerstag, 23. Juli 2015

DINI Agenda 2020 verabschiedet

Der DINI Hauptausschuss hat auf seiner Sitzung am 14. Juli 2015 in Göttingen die DINI Agenda 2020 "Infrastrukturen für das wissenschaftliche Arbeiten gestalten" verabschiedet (http://dini.de/fileadmin/docs/dini_agenda_2020_juli2015_final.pdf).

AP und British Movietone stellen historische Filmaufnahmen auf YouTube bereit

Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und das Wochenschauarchiv British Movietone haben mehr als eine halbe Million historische Filmaufnahmen aus den letzten 120 Jahren auf YouTube bereitgestellt (von 1895 bis heute). Das komplette AP-Archiv ist unter https://www.youtube.com/channel/UCHTK-2W11Vh1V4uwofOfR4w?&ab_channel=APArchive abrufbar, das Archiv von British Movietone ist unter https://www.youtube.com/channel/UCHq777_waKMJw6SZdABmyaA?feature=relmfu verfügbar. Beide Archive enthalten circa über eine Million Minuten historisches Filmmaterial.

"Unter den Aufnahmen sind Eindrücke aus San Francisco nach dem Erdbeben von 1906, Aufnahmen vom Angriff der Japaner auf Pearl Harbor im Dezember 1941 oder von Marilyn Monroes Aufenthalt in London in den 1950er Jahren. Zusammengerechnet umfassen die Filme mehr als eine Million Minuten Material. Dabei kann es sich um Sportereignisse handeln, Naturkatastrophen, Modeerscheinungen und Essgewohnheiten oder historische Ereignisse wie die Anti-AKW-Demo im März 1981 in Brokdorf".

via http://heise.de/-2760473

Einige Highlights aus den Filmarchiven:

The Titanic Disaster - genuine footage at Belfast Lough

London's Biggest Blitz - 1941

Rolling Stones in Sydney - 1965

SAN FRANCISCO EARTHQUAKE - NO SOUND

PEARL HARBOUR - NO SOUND

Marilyn Monroe Arrives in London for The Prince and the Showgirl

9/11 - amateur video of plane crashing, towers on fire

VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale 2/2015

VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale 2/2015

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

Aktuelle Informationen der VZG (19. GBV-Verbundkonferenz am 03. September 2015 an der Universität Osnabrück - Zusammenarbeit der Verbünde BSZ, hbz und GBV; Gemeinschaftsprojekt BSZ, VZG (GBV) und hbz zum Aufbau einer Alma-Infrastruktur in Deutschland; Die VZG auf dem 104. Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

Aktuelle Informationen des GBV (Aus der 41. Sitzung der Verbundleitung des GBV; GBV 2020: Strategische Leitlinien für den Gemeinsamen Bibliotheksverbund)

Lokale Bibliothekssysteme (Kuali OLE)

Kurzmitteilungen

8 Weird Facts From the History of the Library by Jonathon Sturgeon

http://flavorwire.com/526833/8-weird-facts-from-the-history-of-the-library

Mittwoch, 22. Juli 2015

DFG: Förderatlas, Evaluation und Statistik

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt auf ihrer Website Statistiken und Studien zu relevanten Fragestellungen der Forschungsförderung vor (http://www.dfg.de/dfg_profil/foerderatlas_evaluation_statistik/). Es finden sich hier Hinweise auf Untersuchungen, die das Förderhandeln der DFG zum Gegenstand haben, den DFG-Förderatlas sowie ein umfassendes Angebot statistischer Materialien wie den DFG-Flyer "Zahlen und Fakten 2014" und den Jahresbericht 2014 der DFG.

Presidential Libraries and Museums of the National Archives

URL http://www.archives.gov/presidential-libraries/

Presidential Libraries: Presidential Libraries and Museums promote understanding of the presidency and the American experience. We preserve and provide access to historical materials, support research, and create interactive programs and exhibits that educate and inspire.

Visit the Presidential Libraries and Museums: Presidential Libraries and Museums present vast archives of documents, museums full of important Presidential artifacts, interesting educational and public programs, and informative web sites.

Research Presidential Documents: Presidential Libraries and Museums are repositories for the papers, records and historical materials of the Presidents. We work to ensure that these irreplaceable items are preserved and made available for the widest possible use by researchers.

Links zur Herbert Hoover, Franklin D. Roosevelt, Harry S. Truman, Dwight D. Eisenhower, John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson, Richard Nixon, Gerald R. Ford, Jimmy Carter, Ronald Reagan, George H. W. Bush, William J. Clinton, George W. Bush Library

African Online Digital Library

"Based at Michigan State University, the African Online Digital Library (AODL) is a portal to multimedia collections about Africa. A collaborative project between MATRIX, the Center for Digital Humanities and Social Sciences, the African Studies Center, and universities and cultural heritage organizations in Africa, the site boasts sixteen distinct collections of videos, documentaries, images, and other multimedia resources. Whether readers start with a collection of video interviews with Muslim men and women in "Everyday Islam in Kumasi" (Ghana) or let their interest gravitate to the Community Video Education Trust where there are more than 90 hours of video documenting South African political activities in the 1980s and 1990s, there will be plenty here to edify and inform. Other topics include a series of podcasts on Africa Past & Present, a collection of African Oral Narratives, and many others."

URL http://aodl.org/

via https://scout.wisc.edu/archives/r45508/african_online_digital_library

Exlibris der WLB Stuttgart

Nach den Provenienzen präsentiert die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart auch eine Zusammenstellung der wichtigsten Exlibris auf ihrer Website.

"Exlibris sind Produkte der graphischen Kleinkunst zur Besitzkennzeichnung von Büchern. Sie dienen dazu, vom Druckbild her identische Buchexemplare voneinander zu unterscheiden. Diebstähle sollen verhindert, Ausleiher an die Rückgabe erinnert werden. Institutionelle und vor allem private Sammlungen werden durch Exlibris in ihrem Zusammenhang präsentiert. Exlibris dienen auch als zusätzliche Verzierung des Buches. Sie können durch Stil und Motivik ein individuelles Sammelprofil und bibliophiles Programm sowie Zusammenhänge mit Entwicklungen der Zeit oder persönlichen Voraussetzungen der besitzenden Person (etwa Beruf und Herkunft) andeuten."

Die WLB Stuttgart stellt die wichtigsten Techniken (http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/sammlungen/drucke/ExlibrisTechniken.pdf), Motive (http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/sammlungen/drucke/ExlibrisMotive.pdf) und Teilsammlungen (http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/sammlungen/drucke/ExlibrisTeilsammlungen.pdf) vor. Die Texte sind mit Beispielen und Links angereichert, die u. a. zum SWB-OPAC führen.

WLBforum-Sonderheft 250 Jahre Württembergische Landesbibliothek

Am 11. Februar 2015 hat die Württembergische Landesbibliothek ihre 250-jährige Geschichte mit einem Festakt und einer großen Jubiläumsausstellung begangen. 600 Gäste waren in das Haus der Wirtschaft gekommen. Der Festakt mit Grußworten der Wissenschaftsministerin, Frau Theresia Bauer, der Kulturbürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Frau Dr. Susanne Eisenmann, Friedrich Herzog von Württemberg, des Generaldirektors der Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg, Albert Poirot, sowie der Festrede des Generaldirektors der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden, Prof. Dr. Thomas Bürger, hat sehr viel positive Resonanz erfahren. Auf vielfältigen Wunsch, die Reden noch einmal nachlesen zu können, hat sich die Direktion der WLB entschlossen, das Bibliotheksjubiläum in einem Sonderheft des WLBforum zu dokumentieren. Das Sonderheft steht unter http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/die_wlb/WLB-Forum/WLBforum_2015_Jubi_NET.pdf zum Abruf bereit.

Alle "regulären" Ausgaben der Zeitschrift WLBforum (seit Jahrgang 2000) sind unter http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/wir-ueber-uns/wlb-forum/ zugänglich.

Dienstag, 21. Juli 2015

UB Heidelberg belegt zum sechsten Mal in Folge den Spitzenplatz im Bibliotheksindex BIX

Nach mehrfachen Erfolgen in den vergangenen Jahren belegt die UB Heidelberg auch 2015 wieder den Spitzenplatz im Bibliotheksindex BIX. In den Kategorien Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung gehört sie als einzige der großen wissenschaftlichen Bibliotheken jeweils zur Spitzengruppe – und dies zum sechsten Mal in Folge. Hervorragend sind der Ausbau des Medienangebots, die hohen Nutzungszahlen sowie die große Effektivität der Arbeitsabläufe. Zudem zeichnet sich die Universitätsbibliothek Heidelberg durch eine besonders ausgeglichene Leistungsbilanz in den vier bewerteten Bereichen aus. Der Bibliotheksindex BIX, dessen aktuelle Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden, dient der Leistungsmessung von öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken und wird jährlich unter Federführung des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) durchgeführt.

An dem Bibliotheksindex BIX haben aktuell 64 wissenschaftliche Bibliotheken – darunter 42 Universitätsbibliotheken in zwei Klassen – teilgenommen. Zur Leistungsmessung werden anhand bestimmter Indikatoren Punkte in den vier Kategorien Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung vergeben.

Wissenschaftsrat: Evaluation der Gothaer Einrichtungen

Auf der Grundlage von zwei Besuchen hat eine Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats eine Stellungnahme zu den Gothaer Einrichtungen Forschungsbibliothek (FB Gotha) und Forschungszentrum Gotha (FZG) und die für die Museen in Gotha zuständige Stiftung Schloss Friedenstein verfasst:

In seiner Stellungnahme zeigt sich der Wissenschaftsrat von den Leistungen der Forschungsbibliothek und des Forschungszentrums beeindruckt. Die Forschungsbibliothek Gotha hat sich ungeachtet ihrer knapp bemessenen personellen Ausstattung zuletzt erfolgreich zu einer forschenden Einrichtung entwickelt. Gemeinsam mit Kooperationspartnern ist es ihr vorbildlich gelungen, die Erschließung ihrer wertvollen Bestände an teilweise unikalen Drucken, Handschriften und historischen Karten mit sammlungsbezogener Forschung zu verbinden. Die Ergebnisse dieser Arbeit waren in den vergangenen Jahren immer wieder in hochwertigen Ausstellungen zu sehen. Auch den Forschungsprojekten des Forschungszentrums Gotha bescheinigt der Wissenschaftsrat sehr gute bis hervorragende Qualität. Zudem hat sich das Zentrum als eine wichtige soziale Infrastruktur mit großer internationaler Ausstrahlung etabliert, die jedes Jahr renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insbesondere der geistes- und kulturwissenschaftlichen Frühneuzeitforschung aus aller Welt anzieht. Diese schätzen den wissenschaftlich anregenden Austausch im Forschungszentrum und nutzen die wertvollen Bestände der Forschungsbibliothek sowie der Stiftung Schloss Friedenstein für ihre Forschungsarbeiten. Die Gemälde- und Objektsammlungen der Stiftung sind in Teilen von internationaler Bedeutung und in einzigartiger Weise in ihrem Sammlungskontext erhalten, was sie für die Wissenschaft besonders attraktiv macht.

Der Wissenschaftsrat drängt darauf, dass die drei Gothaer Einrichtungen künftig enger zusammenarbeiten, um das große wissenschaftliche Potenzial besser auszuschöpfen, das sich vor Ort bietet. Er begrüßt daher, dass zu Beginn dieses Jahres mit dem „Gothaer Konvergenzmodell“ ein überzeugendes wissenschaftliches Konzept vor­ge­­­legt wurde, in dem die drei Einrichtungen ihre Erschließungs-, Digitalisierungs- und Forschungsvorhaben eng aufeinander abstimmen. Die Einrichtungen sind gehalten, einen Kooperationsvertrag zu schließen und ein Direktorium einzurichten, in dem die Leitungen von Forschungsbibliothek, Forschungszentrum und Stiftung möglichst gleichberechtigt einen Zeit- und Ressourcenplan für die Umsetzung ihres Konzepts erarbeiten. Den Freistaat Thüringen ruft der Wissenschaftsrat auf, die Zusammenarbeit der Einrichtungen durch zusätzliche Mittel zu unterstützen. Ein größeres finanzielles Engagement des Landes ist aus Sicht des Wissenschaftsrates auch erforderlich, damit Forschungsbibliothek und Forschungszentrum ihre Kernaufgaben weiterhin in sehr guter Qualität wahrnehmen können.

Wissenschaftsrat: Forschung am Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt a. M. ist herausragend

Der Evaluationsausschuss des Wissenschaftsrates hat auf der Grundlage eines Bewertungsberichts am 8. und 9. Juni 2015 eine wissenschaftspolitische Stellungnahme zum Freien Deutschen Hochstift erarbeitet:

1859 von einer Gruppe überwiegend Frankfurter Bürger gegründet und zu einer Forschungsstätte der Goethezeit und der Romantik ausgebaut, umfasst das Freie Deutsche Hochstift heute das Goethe-Haus und das Goethe-Museum und verfügt über Kunstsammlungen, eine Handschriftensammlung sowie eine Forschungsbibliothek. Insbesondere die Arbeit des Hochstifts an analogen und digitalen Editionen der Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Hugo von Hofmannsthal oder Clemens Brentano wird vom Wissenschaftsrat als sehr gut bis herausragend eingeschätzt. Insgesamt wird dem Hochstift jedoch empfohlen, sein Forschungsprofil noch stärker zu schärfen. Dazu sollte die Einrichtung ein Zukunftskonzept erarbeiten und ein Forschungs- und Arbeitsprogramm für die nächsten fünf bis zehn Jahre vorlegen.

Empfohlen wird dem Freien Deutschen Hochstift zudem, seine erfolgreiche Koopera­tionsstrategie weiter auszubauen und die Zusammenarbeit mit Universitäten und den Partnern des Verbundes Marbach-Weimar-Wolfenbüttel (MWW) – dem Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA), der Klassik Stiftung Weimar und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel – weiter zu verstärken.

Die für 2019 geplante Eröffnung des Deutschen Romantik-Museums am Hochstift bietet der Einrichtung die Möglichkeit, der Öffentlichkeit Forschungsergebnisse zur Romantik zu präsentieren und die Bekanntheit des Hochstifts weiter zu steigern. Das Museum sollte systematisch in die Forschungsstrategie eingebettet werden und alle Arbeitsbereiche sollten an den Museumsaktivitäten beteiligt werden. Nach Auffassung des Wissenschaftsrates ist das Freie Deutsche Hochstift jedoch bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt finanziell und personell nur unzureichend ausgestattet und daher für die Übernahme zusätzlicher Aufgaben nicht angemessen gerüstet. Deshalb sollten die Zuwendungsgeber ihre institutionelle Grundfinanzierung für die Einrichtung erhöhen, einen Personalaufwuchs unterstützen und einen Basisausstellungsetat als Kernfinan­zierung für das Deutsche Romantik-Museum zur Verfügung stellen.

TIB Hannover wird zum 1. Januar 2016 Stiftung

Der Niedersächsische Landtag verabschiedete am 14. Juli 2015 einstimmig das Gesetz „Stiftung Technische Informationsbibliothek (TIB)“. Damit wird die TIB Hannover zum 01. Januar 2016 eine Stiftung des öffentlichen Rechts.

Mit dem Gesetz wird die TIB in die Rechtsform einer Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Niedersachsen überführt. Damit erhält sie die für ihre Weiterentwicklung als Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften notwendige Autonomie und Gestaltungsfreiheit. Die Forderung nach einer selbstständigen Rechtsform der TIB gibt es bereits seit 2011. Das Gesetz sieht auch vor, die Universitätsbibliothek Hannover in die Stiftung zu integrieren, so dass die bestehenden Strukturen bei der lokalen Literatur- und Informationsversorgung der Leibniz Universität Hannover erhalten bleiben. Diese Aufgaben nehmen beide Bibliotheken bereits seit 1959 gemeinsam wahr. Sie sind eng aufeinander abgestimmt und organisatorisch verzahnt.

Das Gesetz wird am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Dann ist die TIB eine rechtlich selbstständige Stiftung des öffentlichen Rechts. Ab diesem Zeitpunkt wird die TIB in ihrem Namen die Zusatzbezeichnung „Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek“ tragen.

BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen Jg. 8. Nr. 2 (Juli 2015)

Aus dem Inhalt der neuen Ausgabe (in Auswahl):

Verschwinden die Bibliotheken im Internet? Podiumsdiskussion zur Zukunft der Bibliotheken im Kulturzentrum TIETZ in Chemnitz - Elke Beer / Angela Malz; Digitalisierung in die Fläche bringen: Start des Sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur - Achim Bonte; adlr.link startet an der UB Leipzig: Fachinformationsdienst für Medien- und Kommunikationswissenschaft eingerichtet - Sebastian Stoppe; Datenintegration mit D:SWARM: Werkstattbericht zum Management bibliothekarischer Daten an der SLUB Dresden - Felix Lohmeier; Von Anfang an Zukunft - Bibliothekartag 2015: Ein Resümee zu einer der größten Fortbildungsveranstaltungen im Europäischen Raum; Provenienzmerkmale der SLUB online: Über 4.000 Exlibris, Stempel, Etiketten und Autogramme zum Nachschlagen - Jana Kocourek; Die unendlichen Welten zwischen zwei Buchdeckeln: Bibliotheken im Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge - Diana Fechner; Ästhetik und Funktionalität in der Bibliothek: Zum Umbau des Erdgeschosses der Leipziger Bibliotheca Albertina - Ulrich Johannes Schneider; Das Kriegsende zum digitalen Mitlesen: Die Ausstellung „Stunde Null? Dresdner Tageszeitungen über Zusammenbruch und Neuanfang April bis August 1945“ - Johannes Wolff; Lebende Bücher: Ein neuer Bestand in der Leipziger Stadtbibliothek? - Heike Scholl.

Hochschulranking der Wirtschaftswoche

Für ein Hochschulranking, das die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe vom 21.07.2015 präsentiert, hat die Zeitschrift deutsche Unternehmen gefragt, welche Hochschule die Studierenden für ihre Bedürfnisse am besten ausbildet.

Das Ergebnis: Die Münchner Universitäten sind die beliebtesten Hochschulen deutscher Personalchefs. So werden die besten Betriebswirte, folgt man den 540 befragten Verantwortlichen, an der LMU München ausgebildet, die 16 % der Stimmen erhielt. Es folgen die Universität zu Köln (14,5 %) und die Universität Mannheim (13,4 %). Auch im Fach Volkswirtschaftslehre rangiert die LMU mit 16,5 % ganz vorne. Auf Platz zwei liegt die Humboldt-Universität zu Berlin mit 12,1 %, gefolgt von der Kölner Universität (11,4 %).

Im Bereich Wirtschaftsinformatik hat es die TU München (21,8 %) vor der Universität Köln (10,6 %) und der TU Dresden (10,3 %) an die Spitze geschafft. Auch im Fach Informatik liegt die Münchner TU vorne, ihr folgen die TU Berlin und die RWTH Aachen, die als größte deutsche Universität füt technische Studiengänge dafür im Fach Wirtschaftsingenieurwesen mit 24,5 % der Stimmen vor der TU Berlin (22,9 %) und dem KIT in Karlsruhe (19,4 %) liegt.

Die Rangliste beschränkt sich auf wirtschaftsnahe Fächer und schließt dabei auch die Rechtswissenschaften ein. Im Fach Jura haben die Unternehmen der LMU München die meisten Stimmen gegeben (18,9 %), den zweiten Platz teilen sich die HU Berlin und die Universität Heidelberg mit 16,3 %. Dass baden-württembergische Universitäten im Ranking weiter zurückliegen und Hochschulen aus München, Berlin oder Köln an der Spitze liegen, hängt auch mit deren Standortvorteil zusammen. Viele Unternehmen befinden sich in Großstädten, haben Kooperationen mit den dortigen Hochschulen abgeschlossen und rekrutieren von diesen ihr Personal.

Hochschulranking 2015 der Wirtschaftswoche: Die Top Ten der deutschen Universitäten

Hochschulranking 2015 der Wirtschaftswoche: Die Top Ten der deutschen Fachhochschulen

Montag, 20. Juli 2015

32. Österreichischer Bibliothekartag

Der Österreichische Bibliothekartag steht 2015 unter dem Motto „Offen(siv)e Bibliotheken: Neue Zugänge, neue Strukturen, neue Chancen“ und findet von 15. bis 18. September 2015 in Wien statt.

Er wird von der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB), dem Büchereiverband Österreichs (BVÖ) und der Universitätsbibliothek Wien gemeinsam mit den Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Wien sowie der Veterinärmedizinischen Universität Wien veranstaltet. Grund für die intensive Kooperation ist nicht zuletzt, dass die drei Universitätsbibliotheken 2015 große Jubiläen feiern, die in Summe 1100 Jahre ergeben: die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Wien wird 200, die Universitätsbibliothek der Veterinärmedizinischen Universität Wien wird 250 und die Universitätsbibliothek Wien wird 650 Jahre alt.

Der Kongress richtet sich an Angehörige wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken, an Studierende des Bibliotheks- und Informationsmanagements sowie an InformationsexpertInnen aus dem öffentlichen Bereich und der Privatwirtschaft. Zur Eröffnung wird Donna Scheeder, die neue IFLA Präsidentin, ein Kurzreferat halten; Hauptredner wird Robert C. Darnton aus Harvard sein. Es werden ca. 1200 Teilnehmer/innen erwartet.

URL http://bibliothekartag2015.univie.ac.at/

o-bib. Das offene Bibliotheksjournal / herausgegeben vom VDB Bd. 2. Nr. 2 (2015)

Die neueste Ausgabe von o-bib (Bd.2. Nr.2/2015) wurde veröffentlicht.

Aus dem Inhalt:

Aufsätze / Fachbeiträge: Wissenschaftliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare als Opfer der NS-Diktatur. Eine Übersicht über 250 Lebensläufe seit dem Jahr 1933. Teil 1: Die Entlassungen - Ulrich Hohoff; Nur die ersten Drei zählen! Optimierung der Rankingverfahren über Popularitätsfaktoren bei der Elektronischen Bibliothek Bremen (E-LIB) - Elmar Haake, Martin Blenkle, Rachel Ellis, Hartmut Zillmann; Der RDA-Umstieg in Deutschland: Herausforderungen für das Metadatenmanagement - Heidrun Wiesenmüller; Modernes Datenmanagement: Linked Open Data und die offene Bibliothek - Jens Mittelbach

Rezensionen, Tagungsberichte und Nachrichten aus dem VDB ergänzen die neue Ausgabe.

HeBIScocktail 3/2015 ist erschienen

Die neue Ausgabe des HeBIScocktail 3/2015 ist erschienen.

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

Themen: Alt und Neu in der Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg (Andrea Hartmann) / Neue Dienstleistungen: Von unterwegs in der Bibliothek stöbern (Dr. Wolfgang Stille) / Neues Mitglied im HeBIS-Verbund: Die katholische Kirche im Dialog mit den Muslimen (Dr. Timo Güzelmansur)

Fortbildung/ Veranstaltung: Bibliothekartag 2015 in Nürnberg - ein Rückblick

Rubriken/ Verschiedenes: Protokolle / Termine / Handbuch-Änderungen

Jahresbericht 2014 der UB der TU Berlin ist erschienen

Der (neu gestaltete) Jahresbericht 2014 der Universitätsbibliothek der TU Berlin ist als PDF-Dokument erschienen (http://www.ub.tu-berlin.de/fileadmin/pdf/Jahresbericht_TU-Bib_2014_Vollansicht.pdf). Die zitierfähige Version im Digitalen Repositorium steht unter https://opus4.kobv.de/opus4-tuberlin/frontdoor/index/index/docId/6539 zur Verfügung.

Maria Laacher Klosterbibliothek wiedereröffnet

Die historische Bibliothek der Benediktinerabtei Maria Laach ist nach zweijähriger Renovierung wiedereröffnet worden. Mit 260.000 Bänden ist die Einrichtung die größte private wissenschaftliche Bibliothek in Rheinland-Pfalz. Die Sanierung, die 2012 begann, kostete 620.000 Euro. Hinzu kamen 20.000 Euro für den Umzug der Bücher. Errichtet worden war das Gebäude am Laacher See von den Jesuiten, die aber schon sieben Jahre später Maria Laach verließen und ihre Bücher mitnahmen. 1892 kamen die Benediktiner und bauten eine eigene Bibliothek auf. Heute birgt der historische Bau den älteren kleineren Teil des Bestands, während die Mehrheit der Bücher in einem neuen Magazin in einem ehemaligen Kuhstall stehen.

Sonntag, 19. Juli 2015

Konsortium Baden-Württemberg unterzeichnet Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier

Gemeinsam mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier ermöglicht das Konsortium Baden-Württemberg, ein Zusammenschluss der wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes, 52 Universitäten und Hochschulen den umfassenden Zugang zu knapp 2.500 wissenschaftlichen Zeitschriftentiteln.

Link zur Pressemitteilung der Universität Freiburg: http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/interne-nachrichten/ub_elsevier_pm_lrk.pdf

Bericht zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 im Jahr 2013 veröffentlicht

Mit dem Hochschulpakt 2020 haben Bund und Länder auch im Jahr 2013 Milliardenbeträge für zusätzliche Erstsemester an den Hochschulen bereitgestellt. Mit insgesamt rund 3,2 Mrd. Euro (1,9 Mrd. Euro vom Bund und 1,3 Mrd Euro von den Ländern) wurden im bislang finanzstärksten Jahr des Programms gegenüber dem Basisjahr 2005 erneut fast 150.000 neue Studiermöglichkeiten geschaffen.

Der soeben veröffentlichte Umsetzungsbericht 2013 dokumentiert die Entwicklung an den Hochschulen und berichtet über die Mittelbereitstellung sowie über die mit Hochschulpaktmitteln ergriffenen Maßnahmen in den Ländern. Danach haben 2013 wieder mehr als eine halbe Million junge Leute, also 53 % des betreffenden Altersjahrgangs, ein Hochschulstudium in Deutschland aufgenommen. Seit 2005, dem Bezugsjahr des Hochschulpakts, ist die Studienanfängerzahl um insgesamt mehr als 40 % gestiegen. Gegenüber 2012 betrug der Anstieg in 2013 fast 3%.

Entsprechend der Zielsetzung des Hochschulpakts haben vor allem die Fachhochschulen wieder besonders viel Zulauf erfahren: in 2013 gab es dort 66 % mehr Anfängerinnen und Anfänger als 2005. An den Universitäten waren es 27 % mehr. Besonders beliebt waren im Berichtsjahr erneut die Ingenieurwissenschaften, in denen sich 60 % zusätzliche Erstsemester im Vergleich zu 2005 einschrieben. Weitere Details enthält der "Bericht zur Umsetzung des Hochschulpaktes 2020 im Jahr 2013", der durch einen ausführlichen Tabellenteil ergänzt wird. Online ist er unter http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Papers/GWK-Heft-43-Hochschulpakt-Umsetzung-2013.pdf abrufbar und kann in Kürze als Heft 43 der „Materialien der GWK“ beim Büro der GWK (gwk@gwk-bonn.de) angefordert werden.

nach: http://idw-online.de/de/news634966

Freitag, 17. Juli 2015

Jahresbericht 2014 der VZG ( Verbundzentrale des GBV) online

Der Jahresbericht 2014 der Verbundzentrale des GBV steht als PDF zur Verfügung (http://www.gbv.de/Verbundzentrale/Publikationen/PDF/Jahresbericht_2014.pdf).

Alle früheren Jahresberichte der VZG (seit 1996) stehen unter http://www.gbv.de/Verbundzentrale/Publikationen/06Publikationen_1544 bereit.

UB Rostock startet neues DFG-Projekt am 01.10.2015

Die UB Rostock hat erfolgreich das Projekt „Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Oluf Gerhard Tychsen (1734-1815) - Quellen zur jüdischen Geschichte und zu orientalistischen Gelehrtennetzwerken im Zeitalter der Aufklärung“ bei der DFG eingeworben. Das zweijährige Projekt, das zum 1. Oktober 2015 startet, wird mit Mitteln in Höhe von 215.350 Euro durch die DFG gefördert.

Zu den herausragenden Beständen der UB zählt der bisher nur unzureichend erschlossene Nachlass des deutsch-dänischen Gelehrten und Bibliothekars Oluf Gerhard Tychsen (1734-1815), der in den Sondersammlungen der Bibliothek aufbewahrt wird. Er wurde nach dem Tode Tychsens im Jahr 1817 von der Universität Rostock erworben. Tychsen war einer der bedeutendsten und vielseitigsten norddeutschen Universitätsgelehrten des 18. Jahrhunderts. Mehr als ein halbes Jahrhundert forschte und lehrte er als Professor für orientalische Sprachen an den mecklenburgischen Landesuniversitäten Bützow und Rostock.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Neue Ausgabe des Newsletters Masala - Jg. 10, 2 (2015)

Die aktuelle Ausgabe des Newsletters Masala (Jg. 10. 2015. Nr. 2) informiert über Veränderungen bei der Virtuellen Fachbibliothek Südasien - Savifa und dem Sondersammelgebiet Südasien. Die UB Heidelberg, das Südasien-Institut der Universität Heidelberg und die Staatsbibliothek zu Berlin haben bei der DFG einen gemeinsamen Antrag für einen Fachinformationsdienst Asien eingereicht. Im Vorfeld der Antragsstellung wurden die Dienste von Savifa in die Virtuelle Fachbibliothek Ost- und Südostasien - CrossAsia - integriert. Zu dieser Transformation informiert der Newsletter ausführlich.

Außerdem sind folgende Beiträge enthalten: Sarah Holz: Governing Islam in Pakistan / Stephanie Kleidt: Über den Himalaya. Die Expedition der Brüder Schlagintweit nach Indien und Zentralasien 1854 bis 1858

Bücher leicht teurer

Nach neun Monaten im Minus stiegen die Bücherpreise laut Destatis-Verbraucherpreis-Index im Jahresvergleich erstmals wieder minimal um 0,2 Prozent. Im Mai waren die Bücherpreise um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonatsmonat gesunken, schon deutlich geringer als im April (-2,1 Prozent) und März (-3,1 Prozent). Der Verbraucherpreis-Index (2010 = 100) für Bücher kletterte im Juni auf 103,4 − nach 101,9 im Mai, 102,1 im April, 102,8 im März, 103,7 im Februar und 104,2 im Januar.

Die Preise für Zeitungen und Zeitschriften legten im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,0 Prozent zu (Mai: +5,9 Prozent; April: +6,2 Prozent). Die Preise für andere Druckerzeugnisse nahmen um 1,2 Prozent zu.

Dienstag, 14. Juli 2015

Novelle zum österreichischen Urheberrechtsgesetz tritt am 01.10.2015 in Kraft

Der österreichische Nationalrat hat am 08.07.2015 die Urheberrechtsgesetz-Novelle 2015 beschlossen. Das neue Gesetz tritt am 01.10.2015 in Kraft. Die Novelle führt die Speichermedienvergütung ein, regelt die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken in Lernplattformen im Intranet und schafft eine sehr weitgehende Schrankenregelung zu Gunsten von Wissenschaftsbibliotheken.

Das Gesetz sieht zunächst eine gemeinsame Obergrenze von 29 Millionen Euro für die Erlöse aus der bestehenden Reprographie- und der neu hinzukommenden Speichermedienvergütung vor. In einem Entschließungsantrag hat der Nationalrat präzisiert, dass die Erlöse aus der Reprographievergütung wie bisher 9 Millionen sein sollen und jene für die Speichermedien 20 Millionen.

Schulen und Universitäten dürfen künftig im Intranet (Lernplattformen) Werke (jedoch kein Unterrichtsmaterial) zugänglich machen, wofür eine eigene Vergütung zu leisten ist. Damit wurden die Wünsche der Universitäten, Inhalte zu Unterrichtszwecken nicht mehr nur als Papierkopie, sondern auch digital zur Verfügung stellen zu können, erfüllt.

Sehr weit geht die Schrankenregelung zu Gunsten von Wissenschaftsbibliotheken: Danach ist es Bibliotheken künftig erlaubt, unbeschränkt und kostenlos ganze Bücher digital an Wissenschaftler und Studierende zu versenden (nach: http://www.boersenblatt.net/artikel-__sterreich.992898.html).

Datenbank "Sammlung online" der Kunsthalle Mannheim

Mit dem Ziel, die komplette Sammlung langfristig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat die Kunsthalle Mannheim die Datenbank "Sammlung online" auf ihrer Homepage freigeschaltet (http://sammlung-online.kunsthalle-mannheim.de/eMuseumPlus). In einem ersten Schritt wurden rund 800 Werke der Graphischen Sammlung sowie ausgewählte Datensätze zu Malerei und Skulptur online gestellt. In den kommenden Monaten soll die Datenbank erweitert werden.

Documenta soll wissenschaftlich erforscht werden

Zum 60. Geburtstag der weltweit wichtigsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst am 15. Juli 2015 unternimmt die Stadt Kassel einen ersten Schritt hin zur Gründung eines interdisziplinären Instituts, dessen Gründung für das Jahr 2020 vorgesehen ist. Zunächst wird das Documenta-Archiv der Stadt an die Documenta GmbH übergeben, die von Kassel und dem Land Hessen getragen wird. Damit verbunden ist eine bessere finanzielle Ausstattung des Archivs: Zu dem jährlichen kommunalen Beitrag von rund 500.000 Euro gibt das Land nun die gleiche Summe hinzu.

An der Universität Kassel wird im nächsten Jahr das Forschungsprojekt zur Documenta ausgebaut. Beides soll dann bis 2020 in das außeruniversitäre Documenta-Institut einfließen, an dem außer dem Land Hessen auch der Bund beteiligt werden soll.

Der 60. Geburtstag der Documenta wird in Kassel mit einer Festwoche (15. bis 19. Juli 2015) gefeiert. Am 15. Juli 1955 wurde die erste Documenta in Kassel eröffnet. Es gab bislang 13 Ausgaben; die Documenta 14 wird 2017 in Kassel und Athen stattfinden.

[Infografik] Das weltweite Wachstum von Social Media im Jahr 2014

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/07/14/infografik-das-weltweite-wachstum-von-social-media-im-jahr-2014/

Montag, 13. Juli 2015

BSZ-Newsletter 01/2015 vom 09.07.2015

Der BSZ-Newsletter 01/2015 wurde am 09.07.2015 veröffentlicht (http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/BSZ-Newsletter-01-2015-07-09-WWW.pdf).

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

1. Termine: Das nächste Kolloquium findet am 22.09.2015 in der Universität Stuttgart statt (Hörsaal M17.02 (Keplerstr. 17). Das Programm ist veröffentlicht unter http://www.bsz-bw.de/kolloquium/2015/BSZ-Kolloquium-Programm-2015-09-22-WWW-I.pdf. Anmeldungen sind unter http://www.bsz-bw.de/kolloquium/2015.html möglich.

2. SWB-Verbundsystem: Kooperation mit VZG (GBV) - E-Book-Tool; Gemeinschaftsprojekt BSZ, VZG (GBV) und hbz zum Aufbau einer Alma-Infrastruktur in Deutschland; Resource Description and Access (RDA): E-Learning-Plattform (https://vitruv.uni-tuebingen.de/ilias3/goto_bsz1_root_1.html)

3. Bibliothekssysteme: Library Data Unifier (LDU) - Im Projekt Blended Shelf der Bibliothek der Universität Konstanz hat das BSZ den „Library Data Unifier“ (LDU) entwickelt, der die Aufsatzdaten eines Resource Discovery Systems (Summon, geplant auch EDS und Primo Central Index) mit den Bibliotheksdaten aus dem Südwestdeutschen Bibliotheksverbund zu einem einheitlichen Suchraum mit zweistufigem Ranking zusammenfasst und Suchergebnisse in einer Treffermenge mischt; aDIS / BMS; Koha; BSZ One Stop Search (BOSS); Service- und Supportmodell zu Alma

4. MARE - Museen, Archive und Repositorien: Digitalisierungsplattform digishelf.de; Auflösung des BAM-Konsortiums zum 30.06.2015; Weiterbildungsprojekt Freiburger Akademie für Ausstellungs-, Museums- und Sammlungswissen (FRAMAS)

Alle früheren Newsletter können von der BSZ-Website unter http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/index.html abgerufen werden.

Hochschulmagazin PODIUM mit Portrait der HDWK-Bibliothek Leipzig

Nach 43 Jahren an der HTWK Leipzig, seit 1988 als Leiter der HTWK-Bibliothek, hat Klaus-Steffen Dittrich Anfang 2015 den Führungsstab an Astrid Schiemichen übergeben. Aus diesem Anlass hat das HTWK-Hochschulmagazin PODIUM der Bibliothek die Seiten 10 und 11 gewidmet. Darin wird der Umstieg auf das Lokalsystem ALMA und der Leitungswechsel behandelt. Die Publikation ist im Open Access verfügbar.

60 Jahre Literaturarchiv in Marbach am Neckar

Vor 60 Jahren wurde in der Geburtsstadt von Friedrich Schiller das Deutsche Literaturarchiv (DLA) aus der Taufe gehoben. Am 12. Juli 1955 beschloss die Deutsche Schillergesellschaft, das Nationalmuseum auf einem Felsen über Marbach am Neckar im Kreis Ludwigsburg um ein Literaturarchiv für die Nach- und Vorlässe anderer bedeutender Schriftsteller und Gelehrter zu erweitern. Seither wächst das Deutsche Literaturarchiv Tag für Tag: circa 1.400 Sammlungen sind es inzwischen. Das vermutlich teuerste Einzelstück ist Franz Kafkas unvollendetes Romanmanuskript "Der Process", das 1988 für umgerechnet 1,75 Millionen Euro ersteigert wurde. Seitdem wurde das handschriftliche Manuskript mehrfach neu ediert und bereits zweimal in Marbacher Ausstellungen gezeigt. 2010 gab es mit dem Erwerb des Siegfried-Unseld-Archivs eine bedeutende Erweiterung: Die 10.000 Archivkästen enthalten sämtliche Unterlagen der Verlage Suhrkamp und Insel.

Leibniz-Senat bescheinigt GIGA ausgezeichnete Leistungen

Der Senat der Leibniz‐Gemeinschaft hat dem GIGA German Institute of Global and Area Studies/ Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt. In seiner am 09.07.2015 veröffentlichten Stellungnahme bescheinigt er dem GIGA eine hervorragende Entwicklung und sehr gute, in Teilen sogar exzellente Forschungs- und Beratungsleistungen.

Jedes Leibniz-Institut wird in der Regel alle sieben Jahre von einer unabhängigen Gutachterkommission evaluiert. Ans GIGA kamen im September 2014 insgesamt 11 internationale Sachverständige. In ihrem Bewertungsbericht lobten sie die Höhe der eingeworbenen Drittmittel, die Publikationserfolge der vergangenen Jahre, die Open Access Zeitschriften der GIGA Journal Family und die Nachwuchsförderung im Rahmen des Doktorandenprogramms.

Freitag, 10. Juli 2015

DFG-Projekt: Erweiterung der EZB Regensburg um Open-Access-Services

Im Zuge eines von der DFG geförderten Projekts nimmt die UB Regensburg ihre Arbeit an weiteren neuen Entwicklungen für die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) auf. Insbesondere der schon seit Jahren betriebene und intensiv genutzte EZB-Linkingdienst wird ausgebaut: Mit dem Linkingdienst wird die Verfügbarkeit von Volltexten in wissenschaftlichen Zeitschriften auf Basis der in der EZB geführten Daten ermittelt und als direkter Link zu Zeitschrifteninhalten angeboten. Der EZB-Linkingdienst soll um frei zugängliche Parallelpublikationen aus verschiedenen institutionellen Repositorien erweitert werden. Um wissenschaftliche Autoren bei der Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse im Open Access zu unterstützen, soll zudem ein Service entstehen, der verschiedene Informationen bezüglich der Verwertungsrechte zusammenfasst.

Weitere Informationen zum Projekt: http://www.uni-regensburg.de/bibliothek/projekte/oa-ezb/index.html

ZB MED stellt neue digitale Sammlung online

Als neueste Sammlung hat die ZB MED in Absprache mit dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) dessen komplette Schriftenreihe digitalisiert und unter http://digital.zbmed.de/fbn online verfügbar gemacht.

Damit sind auf der Internetseite http://digital.zbmed.de/ bereits fünf Sammlungen angelegt. Alle dort verfügbaren Digitalisate werden tiefgreifend inhaltlich erschlossen und die Volltexte sind vollständig durchsuchbar. Es gibt eine Sammlung zur Physischen Anthropologie mit zahlreichen Werken zur menschlichen Abstammungslehre, die es ermöglichen, den Fortschritt dieser Wissenschaftsdisziplin vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts nachzuvollziehen. Die Sammlung zur Apidologie oder Bienenkunde bietet unter anderem einen freien Zugang zur rund 200 Titel umfassenden Bibliothek des Bonner Bienenkundlers August Pollmann (1812-1898). Außerdem wird die Bibliothek des Niederrheinischen Vereins für Öffentliche Gesundheitspflege mit ihren insgesamt mehreren tausend Titeln nach und nach vollständig digitalisiert. Darüber hinaus steht eine Sammlung zur Augenheilkunde – Ophthalmologie – online zur Verfügung, die ebenfalls im Laufe der Zeit weiter ausgebaut wird.

KOBV-Newsletter Mai/Juni 2015 (Ausgabe 39) ist erschienen

Die neue Ausgabe des KOBV-Newsletters Nr. 39 (Mai/Juni 2015) ist erschienen.

Aus dem Inhalt:

Allgemeines: KOBV-Jahresbericht 2013/2014 ist erschienen; Projekte und Kooperationen: Humanities Data Centre (HDC); Projekt K2 - Das neue KOBV-Portal; Servicestelle Digitalisierung (DigiS); Hosting und Entwicklung: OPUS 4; Events: Bibliothekartag in Nürnberg vom 26.-29.Mai 2015; 13. KOBV-Forum am 29.Juni 2015.

Alle weiteren Newsletter (seit Januar/Februar 2009) können unter https://www.kobv.de/publikationen/newsletter/ abgerufen werden.

KOBV-Jahresbericht 2013-2014 erschienen

Der Jahresbericht der KOBV-Zentrale für die Jahre 2013 und 2014 ist erschienen. Gemeinsam mit den KOBV-Mitgliedsbibliotheken wird darin auf die vergangenen zwei Jahre, auf wichtige Projekte, auf Kooperationen und Ereignisse zurückgeschaut.

Urteil des BGH: Einbetten von Internetvideos verletzt kein Urheberrecht

http://heise.de/-2747615 vom 09.07.2015

EU-Parlament stimmt für kleine Urheberrechtsreform mit Panoramafreiheit

http://heise.de/-2747034 vom 09.07.2015

Monatsbericht Juni der Staatsbibliothek zu Berlin veröffentlicht

Der Monatsbericht Juni 2015 der Staatsbibliothek zu Berlin wurde vor wenigen Tagen veröffentlicht (http://staatsbibliothek-berlin.de/fileadmin/user_upload/zentrale_Seiten/ueber_uns/pdf/monatsberichte/06-15.pdf). Im Fokus des Monatsberichts stehen vor allem Vorträge, die von Kolleginnen und Kollegen der Berliner Bibliothek im Juni 2015 gehalten wurden.

Alle weiteren Monatsberichte des laufenden Jahres können im PDF-Format heruntergeladen werden (http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/portrait/monatsberichte/). Ein Archiv aller Ausgaben steht bis zum Berichtsjahr 2003 (in der rechten Spalte) zur Verfügung.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Bibliotheksforum Bayern 09 (2015) H.2

Bibliotheksforum Bayern 09 (2015) H.2

Aus dem Inhalt:

Groß, Matthias. "Die Herausforderungen im Blick. Bibliotheksverbund Bayern zwischen heute und morgen. 14. Verbundkonferenz in Rosenheim". Bibliotheksforum Bayern 09 (2015) H. 2. Mai 2015. S. 94-103.

Die 14. Verbundkonferenz des Bibliotheksverbunds Bayern (BVB) fand unter dem Motto „Die Herausforderungen im Blick – Bibliotheksverbund Bayern zwischen heute und morgen“ am 21. November 2014 erstmals im Rahmen des Bayerischen Bibliothekstags statt. Neben der Begrüßungsrede des (ehemaligen) Generaldirektors der Bayerischen Staatsbibliothek, Dr. Rolf Griebel (S. 99-103), berichtet der Leiter des Referats Virtuelle Bibliothek Bayern in der Verbundzentrale des BVB über die Veranstaltung, die mit über 200 Kolleginnen und Kollegen aus Bayern und anderen Bundesländern außerordentlich gut besucht war. Die Folien zu allen gehaltenen Vorträgen finden sich unter http://www.bib-bvb.de/web/guest/bvb-verbundkonferenz-2014.

Kaindl, Annemarie. "Die digitalen Klosterkataloge Herzog Maximilians I. von Bayern. Ein bayerischer Zentralkatalog des 17. Jahrhunderts im virtuellen Raum". S. 46-49.

Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt eine Vielzahl handschriftlicher Bücherverzeichnisse aus der frühen Neuzeit, die überwiegend unter der Signaturengruppe Codices bavarici monacenses Catalogi (Cbm Cat.) aufgestellt sind. Die BSB hat diese Quellen in einem „Katalog der Kataloge“ beschrieben und dokumentiert damit unter anderem die Entwicklung der Münchner Hofbibliothek. In das Referenzwerk mit aufgenommen wurden auch Inventare von Sammlungen, die in die Staatsbibliothek eingegangen sind, wobei der Schwerpunkt auf kirchlichen Bibliotheken liegt, die im Zuge der Säkularisation nach München gekommen waren.

Die Entstehungsgeschichte der Klosterkataloge Maximilians I. von Bayern (1597/8–1651) etwa beginnt zwei Jahrhunderte davor. Der Herzog ließ als Ergebnis dreier Erhebungswellen zwischen 1595 und 1630 Bücherlisten am Hof zentralisieren. Dabei entstand ein überregional bedeutsamer Quellenfundus, dessen Aussagekraft – über die Bibliotheksgeschichte hinaus – noch zu wenig gewürdigt ist.

Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft Österreichs übt Kritik an Novelle zum Urheberrecht

Der Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer übt scharfe Kritik an der Novelle zum Urheberrecht in Österreich. Die Neuregelung gebe den österreichischen Bibliotheken im Rahmen einer Fernleihe Möglichkeiten, die vor allem für wissenschaftliche Verlage einer Enteignung gleichkämen. So dürften laut der Beschlüsse "Kopien von Werkstücken" hergestellt werden, um im Rahmen einer Fernleihe zum Gebrauch versendet zu werden.

"Diese Regelung ist ein Riesenschlag gegen die Verlagsbranche. Insbesondere wissenschaftliche Publikationen können dadurch künftig in Österreich nicht mehr kommerziell erscheinen. Nachdem bisher Verlage gemeinsam mit ihren Autoren beträchtliche Investitionen getätigt haben, um der Öffentlichkeit ihre Werke anzubieten und sich im Rahmen der Digitalisierung mit dem Aufbau von Geschäftsmodellen befasst haben, wird dieser Wirtschaftssektor gänzlich verschwinden. Letztlich ist das ein Pyrrhussieg für die Wissenschaft, denn es wird in Österreich niemand mehr in solche Publikationen investieren. Junge aufstrebende Nachwuchskräfte im wissenschaftlichen Bereich werden keine Verlage finden, die bereit sind, Geld für deren Publikationen in die Hand zu nehmen" (nach: https://www.wko.at/Content.Node/iv/presse/wkoe_presse/presseaussendungen/pwk_545_15_Fachverband-der-Buch--und-Medienwirtschaft-uebt.html)

Five Artists, Five Book Reviews

http://www.nytimes.com/interactive/2015/06/25/books/review/five-artists-five-book-reviews.html

Five Contemporary Artists Create Visual Works of Literary Criticism - New York Times JUN. 25, 2015

Mittwoch, 8. Juli 2015

Linden-Museum Stuttgart im Google Art Project

Das Linden-Museum Stuttgart, eines der bedeutendsten Völkerkunde-Museen Europas, präsentiert sich im Google Art Project mit derzeit 38 Ausstellungsstücken aus den unterschiedlichsten Zeitepochen (https://www.google.com/culturalinstitute/collection/linden-museum-stuttgart). Mit dem Google Art Project bietet das Stuttgarter Museum eine Art virtuellen Rundgang an. Das Besondere daran ist, dass die Objekte auf dem Bildschirm so vergrößert werden können, dass auch kleinste Details sichtbar werden.

Digitales Archiv der Kunst und Kultur der Sinti und Roma

Mit einem digitalen Archiv wollen Sinti und Roma erstmals umfassend Einblicke in ihre vielfältige Kunst und Kultur geben. Das neue Archiv mit dem Namen RomArchive möchte den Anteil der Sinti und Roma an der europäischen Kultur sichtbar machen und damit zum Abbau von Stereotypen und Vorurteilen beitragen.

Im Rahmen des RomArchives soll u. a. eine Sammlung internationaler Kunst aller Gattungen entstehen. Auch zeitgeschichtliche Dokumente und wissenschaftliche Positionen werden aufgenommen. Für die Bereiche Film, Bildende Kunst, Fotografie, Darstellende Kunst, Musik und Literatur sind hochrangige Künstler der Roma-Gemeinschaft als Kuratoren engagiert worden. Die Kulturstiftung des Bundes stellt den Angaben zufolge 3,75 Millionen Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit beträgt fünf Jahre. Das RomArchive soll 2020 an die Öffentlichkeit übergeben werden. Ende Juni 2015 hatte sich der Beirat konstituiert, der aus Künstlern, Wissenschaftlern und aus Repräsentanten von Sinti- und Roma-Organisationen zusammensetzt.

The Steven Spielberg Jewish Film Archive Virtual Cinema

http://ssjfa.huji.ac.il/jfawebsite/newsite/index.html

"...provides free access to nearly 600 digitized films from the documentary film collection of Hebrew University of Jerusalem (HUJ). The entire film archive ... was founded in the late 1960s. Two decades later, it was named for American filmmaker Steven Spielberg in gratitude for his financial suport...The films depict life and events in both Israel and the Diaspora, including some Holocaust-related footage..."

Databases of Incunabula of Latin Classics in Spain and Portugal

"...new databases of incunabula of classical Latin authors held in Spain and Portugal prepared at the National Distance Education University (UNED, Madrid) are now available for free access.

CICLE (Corpus of Classic Latin Incunabula in Spain) is a relational database which is focused on the heritage of incunable editions of Latin classics produced in printing presses located in Spain from the 1470s till 1500, including printings in Latin and in translation. The database identifies the collection of editions and the surviving copies in Spain as well as elsewhere.

Access to CICLE: http://www.incunabula.uned.es/repertorios.php?apartado=Cicle&seccion=acceso

The CICLPor database (Corpus of Classic Latin Incunabula preserved in Portuguese libraries) comprises the Portuguese heritage of copies of incunabula of Latin authors from the Archaic period until Late Antiquity, ending at the time of Isidore of Seville (ca. 560-636). Incunabula included in CICLPor were printed outside of Portugal since in this period no Latin classic texts were produced by printing presses located in the country. Editions in Latin as well as translations are included.

Access to CICLpor: http://www.incunabula.uned.es/repertorios.php?apartado=CiclPor&seccion=acceso

Website on Latin classics in the early stages of printing: http://www.incunabula.uned.es/"

nach einer Mail von Bettina Wagner (BSB München) in der INCUNABULA-List

Studie der BBAW zum Digitalen Publizieren

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) hat Empfehlungen zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationssystems (Berlin 2015. 60 S. ISBN 978-3-939818-54-0) herausgegeben. Damit soll den digitalen Entwicklungen Rechnung getragen werden. Obgleich sie einen nahezu unbegrenzten Zugang zu Daten versprechen, ändern digitale Technologien die Rolle der Bibliotheken und Verlage. Zudem stellen sie die Wissenschaft vor die Frage, ob Open Access nicht auch Qualitätsstandards ins Wanken bringt. Die Studie basiert auf einer dreijährigen Anhörungsphase von Bibliotheken und Wissenschaftsverlagen.

Projekte der Max-Weber-Stiftung

Die Max-Weber-Stiftung gibt im Netz einen Überblick über ihre aktuelle geisteswissenschaftliche Forschung. Insgesamt zehn Institute betreibt die aus öffentlichen Geldern finanzierte Stiftung für geisteswissenschaftliche Forschung im Ausland. In einer Projektdatenbank kann jetzt recherchiert werden, mit welchen Projekten sich die Wissenschaftler dort befassen. Das Portal bietet einen Überblick zu aktuellen Forschungsvorhaben, Langzeitprojekten und zur Grundlagenforschung. Institutsspezifische Informationen können recherchiert oder per Suchbegriff die entsprechenden Projekte aller Einrichtungenn gefunden werden. Die Datenbank ist ohnen Registrierung nutzbar.

Dienstag, 7. Juli 2015

Konsortium aus National- und Universitätsbibliotheken definiert Standard zur Bereitstellung digitaler Bilder im Netz

Seit dem Beginn der Digitalisierung im Kulturbereich – in Deutschland seit circa 1997 – wurden stets individuelle technische Lösungen zur Präsentation digitaler Bestände aus Bibliotheken, Archiven und Museen im Internet entwickelt. So entstanden im Lauf der vergangenen Jahre eine Vielzahl unterschiedlicher technischer (Insel-)Lösungen, die nicht miteinander kompatibel sind. Das International Image Interoperability Framework (IIIF, gesprochen "TripleAiEff") hat jetzt Standards zur Bereitstellung von digitalen Bildern und für die Datenpräsentation im Internet geschaffen, die sowohl der internationalen Zusammenarbeit in der Forschung als auch der Vereinfachung der Datenbereitstellung im Internet dienen.

Zwei so genannte Application Programming Interfaces (APIs) für Bilder und Datenpräsentation erlauben neben der weltweiten Nutzung verteilter Bildrepositorien von Bibliotheken, Archiven und Museen das Vergleichen, Bearbeiten und die Kommentierung (Annotation) von Bildern. Neben den exzellenten Features zur Betrachtung von hoch aufgelösten Bildern wird so ein weltweit einheitlicher Zugriff möglich. Weitere Informationen stehen in englischer Sprache unter https://www.bsb-muenchen.de/fileadmin/imageswww/pdf-dateien/presse/IIIF_release.pdf (Presseerklärung des Generaldirektors der BSB München, Dr. Klaus Ceynowa) und unter http://iiif.io/ bereit.

Recherchieren in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Eine Veröffentlichung des Tübinger Bibliothekars Jürgen Plieninger, die in der Reihe Checklisten der Kommission für One-Person-Libraries des Berufsverbandes Information Bibliothek (BIB) als Nr. 39 erschienen ist, verdient verschärfte Aufmerksamkeit: Recherchieren in Wissenschaftlichen Bibliotheken (http://www.bib-info.de/fileadmin/media/Dokumente/Kommissionen/Kommission%20f%FCr%20One-Person-Librarians/Checklisten/check39_01.pdf).

Aus dem Vorwort von Jürgen Plieninger: „Recherche ist ein wichtiger Teil der bibliothekarischen Arbeit, von One Person Librarians zumal! Deshalb soll hier einmal der „Kanon“, also das Grundgerüst der Recherche, dargestellt werden. Zum einen als Grundlage für eigene Recherchen von Bibliotheken, die dies als Dienstleistungen für ihre Klientel anbieten, zum anderen aber auch als Hintergrund für die Lehre, also Informationskompetenzaktivitäten aller Art. In beiden Fällen werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ihre eigenen Quellen am besten kennen - hier geht es vor allem um jene Quellen, die allgemein und darüber hinaus für die Recherche greifbar sind.“ Plieninger betont zwar die Wichtigkeit der Recherchekompetenz für One Person Libraries, aber seine frei zugängliche Publikation scheint mir darüber hinaus auch für alle wissenschaftlichen (und auch öffentlichen) Bibliotheken eine hervorragende Überblicksdarstellung zu sein.

Datenbank dblp erreicht 3 Millionen-Grenze

Die weltweit größte, frei zugängliche Bibliographie-Datenbank der Informatik, die dblp computer science bibliography, hat am 18. Juni 2015 ihre dreimillionste Fachpublikation aufgenommen. Die Datenbank hat sich in den vergangenen Jahren zu einem mächtigen Werkzeug entwickelt, das Informatikforscher weltweit zur Suche nach Artikeln, Ideen und Experten nutzen. Über die Webseiten dblp.uni-trier.de und dblp.dagstuhl.de erlaubt dblp einen Überblick in die komplexen Zusammenhänge und Netzwerke der internationalen Informatikforschung. Jeden Monat besuchen knapp eine halbe Millionen Nutzer aus aller Welt den dblp-Dienst. Die Sammlung gilt als die größte ihrer Art innerhalb der Informatik und wächst jedes Jahr um mehr als 325.000 neue Einträge.

Um die thematische Breite der dblp-Datenbank zu vergrößern und um das Angebot langfristig zu verstetigen und auszubauen, wird dblp seit 2011 als gemeinsamer Dienst der Universität Trier und Schloss Dagstuhl - Leibniz-Zentrum für Informatik betrieben. Bereits seit der Gründung sah dblp sich dabei dem Ideal der "offenen Daten" verpflichtet, indem die Datenbank zum allgemeinen Nutzen der internationalen Forschung frei zur Verfügung steht. Dabei genießt dblp ein hohes Ansehen und wurde bereits mit mehreren Preisen wie dem "ACM SIGMOD Contributions Award" ausgezeichnet.

Springer stellt neues White Paper zu den Springer Book Archives vor

Springer hat in Zusammenarbeit mit Maverick Publishing Services ein neues White Paper zu den Springer Book Archives (SBA) herausgegeben: Reflections on closing the gap in research. Es fasst zusammen, wie das Archiv mit den retrodigitalisierten Büchern aus dem Springer-Bestand entstanden ist. Darin wird aufgezeigt, wie Springer es gelungen ist, wichtige Titel, von denen es nur noch wenige gedruckte Ausgaben gab, für die weltweit größte Sammlung an E-Books zu sichern. International führende Universitäten haben das SBA in ihre Bestände aufgenommen. Wissenschaftler können darauf zugreifen und sie in die fortlaufende Forschung miteinbeziehen. Das vollständige White Paper ist zu finden unter http://www.springer.com/bookarchives.

[Infografik] Denk nach, bevor du etwas postest!

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/06/30/httpwww-klicksafe-deuploadspicsinfografik_bild_ich_habe_ein_foto_aufgenommen-jpg/

Firmenakten zum Buchhandel vor 1945 im Staatsarchiv Leipzig

Etwa 25.000 Firmenakten sind im Bestand 21765 Börsenverein der deutschen Buchhändler zu Leipzig (I) im Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig enthalten. Die Akten wurden zu allen buchhändlerischen Firmen geführt, die mit dem Börsenverein als Mitglied oder durch Aufnahme ins "Adressbuch des Deutschen Buchhandels" in Verbindung standen. Ihr zeitlicher Schwerpunkt liegt auf den Jahren zwischen 1937 und 1949. Sie dokumentieren damit eine auch für den Buchhandel schwierige und bewegte Zeit für den gesamten deutschsprachigen Raum - und darüber hinaus: London, Riga und Istanbul stehen hier stellvertretend für zahllose Orte außerhalb Deutschlands, in denen Börsenvereinsmitglieder ihren Sitz hatten.

Ende 2013 konnte das Staatsarchiv Leipzig dank der Unterstützung der Horst Kliemann Stiftung für Geschichte des Buchwesens ein Projekt zur Verzeichnung der zuvor noch nicht elektronisch erfassten Akten beginnen. Mehrere tausend Mitgliedsakten können bereits elektronisch recherchiert werden. Die gezielte Suche nach einer Buchhandlung oder einem Verlag ist ebenso möglich wie die Abfrage nach den buchhändlerischen Firmen an einem bestimmten Ort. Weitere Informationen zu den Alt-Akten des Börsenvereins und Links zu den Online-Findbüchern sind unter http://www.boersenverein.de/de/portal/Geschichte/158238 zugänglich.

Archiv der Universität Halle-Wittenberg veröffentlicht „Catalogus Professorum“

Das Archiv der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stellt den Katalog der Hochschullehrer, die in den Jahren von 1817 bis 1968 an der Universität Halle lehrten und forschten, online zur Verfügung und macht sie der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zugänglich. Erarbeitet hatte den Katalog der Historiker Henrik Eberle im Rahmen seines Dissertationsprojektes in den 1990er Jahren. Er stellte die Daten bisher auf seiner eigenen Website zur Verfügung und bot sie dem Universitätsarchiv zur Übernahme an.

Das Verzeichnis kann jetzt auf der Website der Universität unter der Adresse http://www.catalogus-professorum-halensis.de aufgerufen werden. Dort ermöglicht der „Catalogus Professorum“ den schnellen Zugriff auf grundlegende Informationen zu den Hochschullehrern.