Mittwoch, 30. September 2015

EU hält an Buchpreisbindung fest

Die EU-Kommission hat bekräftigt, dass sie die Buchpreisbindung bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) nicht in Frage stellen will. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström habe dies in einem Brief an den Börsenverein des Deutschen Buchhandels versichert, teilte der Börsenverein am 29.09.2015 in Frankfurt am Main mit. Dies bedeute, dass etwa US-amerikanische E-Book-Plattformen beim Verkauf deutschsprachiger E-Books in Deutschland den vom deutschen Verlag festgelegten Ladenpreis berechnen müssten. Verstöße würden bestraft.

Lehnwortportal im Internet

Das Institut für deutsche Sprache (IDS) in Mannheim hat auf seiner Website ein Lehnwortportal freigeschaltet, das mehr als 1.500 Wortartikel enthält, die aus dem Deutschen ins Hebräische "eingewandert" sind. Darunter befinden sich Wörter wie Dreck, Feinschmecker, Luftgeschäft und Pudel. Wenn etwa Israelis jemanden einen „Drek“ nennen, meinen sie, er sei ein nicht ganz sauberer, übler Typ. Ähnliches gilt für den „Pudel“, der neben der Hunderasse einen nicht ernst zu nehmenden Menschen bezeichnet. Der „Fainschmeker“ (Hohnbegriff für eine hochnäsige Person) oder das „Luftgescheft“ (eine zweifelhafte Arbeit ohne reelle Basis) wiederum haben über das Jiddische den Einzug ins Ivrit, das moderne Hebräisch, geschafft.

Das Lehnwortportal Deutsch des IDS "stellt Wörterbücher zu Entlehnungen aus dem Deutschen in andere Sprachen zur Verfügung. Diese Wörterbücher können als Einzelwerke konsultiert werden; in der Datenbasis des Portals sind sämtliche Informationen jedoch zusätzlich als komplexes, wörterbuchübergreifendes Netzwerk von Lehn- und Herkunftswörtern repräsentiert. So ist das Portal als 'umgekehrtes Lehnwörterbuch' nutzbar: Im Wörterbuch der Herkunftswörter kann ausgehend von deutschen Lexemen in allen Wörterbüchern nach zugehörigen Lehnwörtern in anderen Sprachen gesucht werden. Für Experten bietet das Portal komplexe Suchfunktionen an, um Lehn- oder Herkunftswörter beispielsweise auch anhand von grammatischen Merkmalen oder zeitlich-dialektaler Zuordnung zu finden" (nach der Website des Lehnwörterbuchs). Sprachen, die bereits zur Verfügung stehen, sind Polnisch, Teschener Polnisch, Slovenisch und neuerdings Hebräisch.

Fünf deutsche Werke zum Weltdokumentenerbe nominiert

Fünf deutsche Werke könnten in diesem Jahr in das Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen werden. Vom 04. bis 06.10.2015 berät das Internationale Komitee für das "Memory of the World"-Programm in Abu Dhabi über die Neuaufnahmen. Insgesamt liegen 88 Nominierungen vor, aus Deutschland frühe Schriften der Reformationsbewegung, die Manuskripte, Briefe und Originaldrucke von Luthers Schriften umfassen. Darunter ist auch ein Plakatdruck seiner 95 Ablassthesen, die der Reformation erst richtigen Schub verlieh. Johann Sebastian Bachs Autograph der h-Moll-Messe ist ebenfalls nominiert. Gemeinsam mit Partnern aus anderen Ländern hat das deutsche Komitee zudem ein Dossier zum Goldenen Brief des birmanischen Königs Alaungphaya an den britischen König George II. eingereicht. Auch waren deutsche Experten an der Nominierung digitaler Sprachensammlungen sowie persischer und arabischer Handschriften des Buches "Al-Masaalik Wa Al-Mamaalik" beteiligt. Zum digitalen Unesco-Register "Memory of the World" gehören ausgewählte Dokumente, darunter Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente. Es besteht seit 1992 und umfasst derzeit rund 300 Dokumente, darunter die 21 Thesen der Solidarnosc, die Magna Charta und der Azteken-Codex in Mexiko.

Hellmuth Karasek ist tot

Ein Nachruf auf den von mir sehr geschätzten Literaturkritiker ist u.a. in ZEIT ONLINE vom 30.09.2015 zu lesen (http://www.zeit.de/kultur/literatur/2015-09/hellmuth-karasek-tot-nachruf).

Ein weiterer sehr lesenswerter Nachruf aus der Feder von Ulrich Wickert kann in der Online-Ausgabe der Zeitung Hamburger Abendblatt nachgelesen werden (http://www.abendblatt.de/kultur-live/article205832945/Ulrich-Wickert-ueber-Freund-Hellmuth-Karasek.html).

Dienstag, 29. September 2015

Deutscher Buchhandlungspreis 2015 in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt

Die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises 2015 fand am 19.09.2015 in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main statt (YouTube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=OzVvIz7YQ7o).

INFOGRAPHIC: How To Name Your Big Important Novel

http://electricliterature.com/infographic-how-to-name-your-big-important-novel/

Online-Plattform für geflüchtete Wissenschaftler

Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre der Universität Leipzig wurde ein Online-Portal für geflüchtete Wissenschaftler und deutsche Forschungseinrichtungen entwickelt und freigeschaltet. Die unter der Leitung von Prof. Dr. Carmen Bachmann aufgebaute Website soll den Kontakt zwischen Wissenschaftlern deutscher Forschungseinrichtungen und geflüchteten Wissenschaftlern herstellen, um diese bei der Fortführung ihrer Forschungstätigkeit in Deutschland zu unterstützen.

2,1 Millionen Euro für geisteswissenschaftliches Data Center in Köln

Das Data Center for the Humanities (DCH) an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln ist seit 2012 mit der Entwicklung entsprechender Infrastrukturen befasst. Nun war es bei der Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms Etablierung von Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und qualitativen Sozialwissenschaften (eHumanities Zentren) erfolgreich: Ab Oktober 2015 wird es als eines von sechs Zentren bundesweit mit 2,1 Millionen Euro unterstützt. Das Projekt kooperiert mit dem Fraunhofer Institut in St. Augustin, dem Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen und dem Archiv ‚Deutsches Gedächtnis‘ der Fernuniversität Hagen. An der Universität zu Köln wirken außerdem das Institut für Linguistik, das Projekt Digital Averroes Research Environment (DARE) sowie das Regionale Rechenzentrum (RRZK) an der Arbeit des Verbundes mit.

Warum VIVO als Forschungsinformationssystem?

Zu der Veranstaltung zum Thema VIVO hatte das Open Science Lab der TIB Hannover am 09.09.2015 ins Leibnizhaus eingeladen. Sechzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Wissenschaft und der Verlagsbranche nutzten die Gelegenheit, um das Forschungsinformationssystem VIVO, das auf Open Source Software und Linked Open Data beruht, näher kennenzulernen und sich über VIVO auszutauschen.

Die TIB Hannover betreibt eigens einen Blog, um VIVO näher zu erläutern. Lambert Hellers Eingangsreferat ist dort unter der Adresse http://blogs.tib.eu/wp/vivo/warum-vivo-als-forschungsinformationssystem/ zu finden.

North Rhine-Westphalian Library Service Centre to add 19 million records to WorldCat

"The North Rhine-Westphalian Library Service Centre (hbz), a library consortium in Germany's most populous state, has signed an agreement with OCLC to add 19 million bibliographic records from the consortium to WorldCat, making these valuable collections more visible and accessible to scholars around the world. Based in Cologne, hbz works as a central development and service organization for university, college and specialized libraries, as well as data processing centers in the state of North Rhine-Westphalia. With the addition of hbz records, the collections of all six German library consortia regions and the German National Library will be included in WorldCat, the world's largest online database of items held in libraries."

Die vollständige Pressemitteilung von OCLC vom 28.09.2015 kann unter http://www.oclc.org/news/releases/2015/201506Oberhaching.en.html nachgelesen werden.

hbz-Jahresbericht 2014 bereits im Mai 2015 veröffentlicht

Der Jahresbericht 2014 des Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), der bereits im Mai 2015 veröffentlicht wurde, informiert über die wichtigsten Projekte und Zahlen des vergangenen Jahres sowie das Spektrum an Aufgaben und Zielen des hbz. Der erste Fokusartikel widmet sich den Entwicklungen im Projekt Kuali OLE unter dem Titel "Kuali OLE - Einblick in ein Next Generation System". Der zweite Fokusartikel befasst sich mit den Neuerungen von DigiBib IntrOX unter dem Titel "DigiBib IntrOX - der Discovery-OPAC". Der Kontextartikel ist dem Thema "Langzeitverfügbarkeit - neue Pfade in einer alten Landschaft (nach Hugh Miller, 1802-1825)" gewidmet.

Der Jahresbericht 2014 ist als PDF-Version unter https://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/jahresberichte/Jahresbericht2014_web.pdf/download verfügbar.

Neue Publikation in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft

Die Arbeit von Benjamin Fischer mit dem Titel "Potential von automatischen Videoanalysen im Fussball am Beispiel der Schweizer Super League" steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen der elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download als Schrift 75 unter http://www.htwchur.ch/informationswissenschaft/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html bereit.

Montag, 28. September 2015

arbido print 3/2015 mit dem Schwerpunktthema Wikimedia

Die neue Ausgabe (Heft 3) der gemeinsamen Zeitschrift des Vereins Schweizerischer Archivarinnen und Archivare (VSA) und Bibliothek Information Schweiz (BIS) widmet sich komplett dem Thema GLAM und/et/e Wikimedia.

Das Editorial führt in das Thema ein: "Von der Enzyklopädie Wikipedia bis zur Bilddatenbank Wikimedia Commons – die Projekte von Wikimedia sind vielseitig, und sie alle haben zum Ziel, Wissen weltweit zu verbreiten und zugänglich zu machen. Eine Aufgabe also ähnlich der von öffentlichen Kulturinstitutionen wie Bibliotheken, Archiven und Museen – in English kurz GLAM genannt. Und dennoch... Oft stösst man innerhalb dieser Institutionen bei I+D-Fachleuten auf eine gewisse Skepsis gegenüber diesen Tools, eine gewisse Angst davor, die Kontrolle über die Sammlungen, die über Jahrzehnte aufgebaut und bewahrt wurden, zu verlieren. Liegt das daran, dass man misstrauisch ist gegenüber diesen Unbekannten, die globale Wissensdatenbanken aufbauen, ohne die Regeln unseres Berufsstandes zu respektieren? Ist es die Angst davor, überflüssig zu werden? Oder handelt es sich dabei ganz einfach um Unkenntnis darüber, wie diese Projekte eigentlich funktionieren? Denn: Bieten die Projekte von Wikimedia nicht eine grossartige Gelegenheit, den Reichtum unserer Institutionen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen und zugänglich zu machen?

In der Schweiz haben bereits mehrere Institutionen diese Chance be- und ergriffen. So werden spezifische Projekte zu den Sammlungen erarbeitet und Veranstaltungen organisiert, bei denen so verschiedene Berufsgruppen wie Informatiker, Programmierer, Künstler, I+D-Mitarbeitende und Wikipedians zusammenkommen, um gemeinsam Daten zu nutzen und zu bereichern".

Die komplette Ausgabe steht im Volltext frei zum Abruf bereit (http://www.arbido.ch/userdocs/arbidoprint/arbido_2015_3_low.pdf).

Die 10 häufigsten Gründe, ein Print-Buch einem eBook vorzuziehen [Infografik]

http://www.lesen.net/ebook-news/die-10-haeufigsten-gruende-ein-print-buch-einem-ebook-vorzuziehen-infografik-22580/

Nachlass Erika Köth bleibt dauerhaft im LBZ Speyer

2006 überließ die Familie von Kammersängerin Erika Köth ihren künstlerischen Nachlass auf zehn Jahre dem Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz / Standort Pfälzische Landesbibliothek in Speyer. Der Nachlass umfasst neben persönlichen Papieren umfangreiches, vor allem theater- und musikhistorisch wertvolles Bildmaterial, Pressedokumentationen zu ihren Auftritten, Ehrungen, Korrespondenz und Tonträger sowie Zeugnisse der Verehrung von Bewunderern ihrer Kunst. Rechtzeitig vor dem 90. Geburtstag von Erika Köth, dem 15. September 2015, haben die Verwandten entschieden, den Nachlass dem LBZ / Pfälzische Landesbibliothek dauerhaft zu überlassen, so dass er nun auch für die wissenschaftliche Erschließung zur Verfügung gestellt werden kann. Anlässlich des runden Geburtstages von Erika Köth präsentierte die Landesbibliothek eine kleine Ausstellung.

Karl-Preusker-Medaille geht an Konrad Umlauf

Der Dachverband der Bibliotheksverbände Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V. verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2015 an den renommierten Bibliothekswissenschaftler und -praktiker Professor Dr. Konrad Umlauf. Die Bundesvereinigung würdigt damit Umlaufs herausragende Kompetenz in Theorie und Praxis des Bibliotheks- und Informationswesens. Die Auszeichnung wird am 30.10.2015 im Grimm-Zentrum der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin verliehen (http://www.bideutschland.de/download/file/PM_KPM_2015.pdf).

Guess the Writer: INFOGRAPHIC

http://bid4papers.com/blog/guess-the-writer/

Staatsbibliothek zu Berlin erwirbt das Wagenbach-Archiv

Der 1964 in West-Berlin gegründete Verlag Klaus Wagenbach, der von Anfang an publizistischer Begleiter und Zeuge bewegter bundesrepublikanischer Geschichte wie auch kultureller Entwicklungen Europas war, überlässt sein Archiv der ersten vierzig Jahre der Staatsbibliothek zu Berlin. Es umfasst 260 Ordner und etwa 2.100 Herstellungstüten, in denen der Entstehungsprozess eines jeden Buchs dokumentiert ist. Der Verlag schafft damit Platz für neue Publikationsvorhaben und übergibt der Forschung umfangreiche und bislang weitgehend unbekannte Quellen. Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erwarben das Teilarchiv des Wagenbach-Verlags mit Unterstützung durch die Kulturstiftung der Länder.

In den 1970er Jahren wurde vor allem politische Literatur verlegt. So finden sich Schriftwechsel etwa mit Ingeborg Bachmann, Günter Grass, Stephan Hermlin, Wolf Biermann, Johannes Bobrowski, F.C. Delius, Peter Rühmkorf, Peter Schneider, Ernst Jandl, Ulrike Meinhof, Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Peter Brückner (u.a. über dessen Amtsenthebungsverfahren), Otto Schily und dem Grips-Theater, außerdem die umfangreiche Korrespondenz mit Erich Fried, einem der zentralen politischen und literarischen Autoren des Verlags. Dazu kommen Unterlagen zu den Gerichtsprozessen, mit denen der Verlag überzogen wurde, etwa die Frage um den „Mord“ an Benno Ohnesorg. Die Dokumente zeigen die Entwicklung der damaligen Avantgardeliteratur als Abbild der allgemeinen politischen und kulturellen Lage und zeichnen die Führungsrolle nach, die der Verlag dabei einnahm (einschließlich der sich daraus ergebenden Schwierigkeiten sowohl mit dem Staat als auch innerhalb der Linken, etwa die Bedrohung durch die RAF.)

In den 1980er Jahren beginnt die Entwicklung des Verlags hin zur Kultur- und Kunstgeschichte und zur italienischen Literatur mit Autoren wie Peter Burke, Alain Corbin, Natalie Zemon Davis, Carlo Ginzburg, Salvatore Settis, Heinz Berggruen, Wolfgang Ullrich, Giorgio Vasari und Horst Bredekamp sowie Giorgio Manganelli, Luigi Malerba, Gianni Celati, Stefano Benni, Norberto Bobbio und Natalia Ginzburg. Inzwischen hat sich der Verlag immer weiter internationalisiert, publiziert anspruchsvolle literarische Autoren, die deutsch, italienisch, spanisch, französisch und englisch schreiben. Mit über 1.200 verlegten Titeln wählt der Verlag nach wie vor seine Bücher nach inhaltlichen und nicht nach merkantilen Kriterien aus. Ein besonderes Merkmal der Wagenbach-Bücher ist die hohe optische und haptische Qualität der Bücher.

Das Archiv beinhaltet neben vielem anderen umfangreiche Chef- und Lektoratskorrespondenzen, Gutachten, Manuskriptablehnungen und in den Herstellungstüten Schriftwechsel von Herstellern, Gestaltern und Lektoren mit den Autoren zu den einzelnen Büchern, die dazugehörigen Manuskripte, Übersetzungen, Lektorate, Korrekturgänge und Einbandentwürfe. Aus dem Vertrieb gibt es Korrespondenzen mit Buchhändlern und Auslieferungen und mit Autoren über Lesungen und die Verbreitung der Bücher. Anhand von Absatzzahlen lassen sich die Wirkung von Rezensionen, Verkaufsaktionen, Werbemitteln oder Lesereisen ermitteln.

Die Berliner Zeitung Tagesspiegel schreibt zum Erwerb des Wagenbach-Archivs durch die Staatsbibliothek: "...es ist ein Glücksfall für alle Seiten, dass das Archiv mit Geldern der Kulturstiftung der Länder von der Staatsbibliothek zu Berlin für einen auch auf Nachfrage ungenannten Betrag erworben wurde. Was der unabhängige Verlag niemals aus eigener Kraft hätte leisten können, das wird im Schutz der Institution künftig möglich: freier Zugang zu den Dokumenten, konservatorische Aufbereitung und, wenn die DFG die Mittel freigibt, eine Verschlagwortung der aus heterogenen Quellen abgehefteten Vorgänge zu einzelnen Büchern.... Insbesondere das Material der frühen siebziger Jahre verspricht Aufschluss über eine Gemengelage, bei der sich dogmatische und undogmatische Linke ständig in den Haaren lagen und die Übergänge von radikalem Denken zu Fanatismus und Terrorismus fließend waren. Mit dem Archiv verfügt die Staatsbibliothek erstmals über zahlreiche Originale von Rudi Dutschke. Dazu kommen Briefwechsel mit Ulrike Meinhof, Peter Brückner und Erich Fried....Das Wagenbach-Archiv ergänzt das digitalisierte und mittlerweile stark nachgefragte Archiv des Ost-Berliner Aufbau Verlags aus den Jahren 1945 bis 1990. Und es reiht sich ein in die Archive der Wissenschaftsverlage Vandenhoeck & Ruprecht, de Gruyter sowie eines bedeutenden Teils des Musikverlags Schott mit Originalhandschriften von Beethoven, Chopin und Orff" (mehr unter http://www.tagesspiegel.de/kultur/staatsbibliothek-zu-berlin-wundertuete-aus-wagenbach-archiv/12359606.html.

Digitales Kulturgut der ULB Düsseldorf dauerhaft gesichert

Am 07.09.2015 hat mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kulturministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) und dem KDN, dem Dachverband der kommunalen IT-Dienstleister, das Digitale Archiv Nordrhein-Westfalen (DA NRW) seinen Betrieb aufgenommen. Das DA NRW stellt eine unterstützende organisatorisch-informationstechnische Infrastruktur für die OAIS-konforme Langzeitarchivierung zur Verfügung, die der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf Gelegenheit gibt, ihr digitales Kulturgut (Digitalisate der historischen Bestände und elektronische Pflichtexemplare) dauerhaft und rechtssicher zu erhalten. Weitere Informationen stehen unter http://www.ulb.hhu.de/link/danrw zur Verfügung.

Geplante Reform des Urhebervertragsrechts

Der vorliegende Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums sieht im geltenden Urhebervertragsrecht zwei wesentliche Defizite :

• Die „gestörte Vertragsparität“ zwischen Urheber und Verwerter, die dazu führe, dass sich Kreative auf Vertragsbedingungen einlassen müssen, mit denen sie gegen unangemessene Einmalzahlung alle Rechte an einem Werk aus der Hand geben.

• Die fehlende Markt- und Handlungsmacht der Urheber, um ihren Anspruch auf angemessene Vergütung durchzusetzen.

An die Stelle „unangemessen niedriger Vergütungen“ solle die „faire Beteiligung an den Erlösen der Verwertung“ stehen. Dies sei durch individualrechtliche und kollektivrechtliche Mechanismen sicherzustellen. Insgesamt habe der Gesetzentwurf das Ziel, „die Belange der Urheber und ausübenden Künstler zu stärken“.

Außerdem enthält der Entwurf noch folgende Punkte:

• Urheber können nach fünf Jahren ein Nutzungsrecht zurückrufen, wenn ihnen ein anderes Angebot eines neuen Verwerters vorliegt. Der bisherige Vertragspartner kann die Verwertung zu den Bedingungen des Konkurrenzangebots fortsetzen. Bekommt zum Beispiel ein Autor nach fünf Jahren von einem anderen Verlag ein Angebot für eine Neuauflage, so kann er den Verlag wechseln – es sei denn, dass der bisherige Verlag im Sinne eines Vorkaufsrechts die Vertragsbedingungen des neuen Angebots übernimmt.

• Der Urheber hat künftig einen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft und Rechnungslegung. Ein Verlag muss seinem Autor auch dann die verkaufte Stückzahl mitteilen, wenn er pauschal vergütet wird.

• Von „Verbänden auf Augenhöhe“ ausgehandelte Gemeinsame Vergütungsregeln und Tarifverträge sollen faire Vertragsbedingungen für Urheber aufstellen. Bei Verstößen sollen Verbände künftig auf Unterlassung klagen können.

• Verwerter, also auch Verlage, können sich künftig nicht auf eine vertragliche Bestimmung berufen, die zu Lasten des Kreativen – beispielsweise eines Übersetzers – von den gemeinsamen Vergütungsregeln abweicht.

• Um zu fair ausgehandelten Kollektivvereinbarungen wie etwa einer gemeinsamen Vergütungsregel zu kommen, wird die Bereitschaft der Akteure zu ihrem Abschluss vorausgesetzt. Einige Regelungen zum Schutz der Urheber sollen künftig nur noch kollektivrechtlich (durch Gemeinsame Vergütungsregel oder Tarifvertrag) beschlossen werden können.

via Börsenblatt online vom 24.09.2015

Nordrhein-Westfalen finanziert neue Musikbibliothek mit 7,8 Millionen Euro

Am 25.09.2015 wurde in Detmold das FORUM Wissenschaft | Bibliothek | Musik eröffnet. Das neue Bibliothekszentrum vereint die drei Bestände der Hochschule für Musik, der Lippischen Landesbibliothek und des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold/Paderborn unter einem Dach. Das Wissenschaftsministerium hat in Bau und Ersteinrichtung 7,8 Millionen Euro investiert.

Das neue Gebäude hat eine Nutzfläche von 1.840 Quadratmetern. Es wurde im Mai 2015 fertiggestellt, im September ist der Betrieb gestartet. Die Gesamtkosten für Bau und Ersteinrichtung von rund 8,6 Millionen Euro werden aus Mitteln des Wissenschaftsministeriums und Eigenmitteln der Hochschule für Musik Detmold sowie einem Zuschuss der Universität Paderborn getragen. Der Landesverband Lippe als Eigentümer der Lippischen Landesbibliothek beteiligt sich mit der Hälfte der Baukosten für den Verbindungsbau.

Julia Reda zum europäischen Urheberrecht

"Mit der Verabschiedung des Reda-Berichts hat das Europäische Parlament seinen Standpunkt zu Reformen beim Urheberrecht umrissen, die von Regelungen für Bildung und Wissenschaft bis zum Urhebervertragsrecht reichen. Im Interview erläutert die Berichterstatterin Julia Reda (Piraten), worauf sich die Parlamentarier einigen konnten und wo sie europaweiten Reformbedarf sieht" (http://irights.info/artikel/julia-reda-eine-europaeische-oeffentlichkeit-braucht-ein-europaeisches-urheberrecht/26102/).

Urheberrechtliche Aspekte beim Umgang mit audiovisuellen Materialien in Forschung und Lehre

Ein Rechtsgutachten von Dr. Paul Klimpel und Dr. Eva-Marie König mit dem Titel "Urheberrechtliche Aspekte beim Umgang mit audiovisuellen Materialien in Forschung und Lehre" ist vom Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands gemeinsam mit der Gesellschaft für Medienwissenschaft in Auftrag gegeben worden. Fazit: Das deutsche Urheberrecht schränkt die Geistes- und Sozialwissenschaften im Gebrauch audiovisueller Medien so stark ein, dass Lehre und Forschung an deutschen Hochschulen im internationalen Vergleich ins Hintertreffen geraten. Weitere Informationen und eine Stellungnahme zu dem Rechtsgutachten stehen unter http://www.historikerverband.de/verband/stellungnahmen/verwendung-av-quellen.html bereit.

Samstag, 19. September 2015

The Metropolitan Museum of Art: In Circulation

"The Metropolitan Museum of Art's library features a wide array of collections and research activities related to art from around the world, and its blog, aptly titled In Circulation, touts the latest news about the library's holdings, offering in-depth entries about an array of topics. For instance, at the time of this writing, the site featured a short treatise on the art of the labor movement by metadata and collections librarian, William Bleuher. Readers will also find Gwen Mayhew's article, "Children's Books in So Many Languages!" prominently displayed. The site can be searched by author (of which there are more than 30), department (such as Drawings and Prints, Asian Art, and Paper Conservation), and Tags (for example, Special Collections, Digital Collections, and Digitization)." (via The Scout Report Volume 21, Number 36)

http://www.metmuseum.org/research/libraries-and-study-centers/in-circulation

Freitag, 18. September 2015

Österreichischer Bibliothekenverbund stellt Weichen für Alma

14 Auftraggeber des Österreichischen Bibliothekenverbundes (OBV) haben sich nach zweijährigem Vergabeverfahren zur Ablöse des derzeitigen Bibliothekssystems Aleph 500 für das System Alma der Bestbieterfirma Ex Libris entschieden. Alma ist ein inzwischen etablierter Vertreter einer neuen Generation von Bibliotheksverwaltungssystemen, die nicht mehr lokal vor Ort, sondern in einer Cloud-Umgebung bereitgestellt werden. Statt über eigens zu installierende Programme erfolgt der Zugang über Web-Oberflächen. Die neue Software unterstützt sämtliche Aufgaben im Bibliotheksbetrieb für elektronische, digitale und physische Ressourcen sowohl in einzelnen Bibliotheken als auch im konsortialen Umfeld. Sie erlaubt die Fortsetzung der bewährten Zusammenarbeit zwischen Verbundbibliotheken und Verbundzentrale sowie zusätzlich zwischen einzelnen Teilnehmergruppen. Das System wird auch die Basis für neuartige Dienste bilden.

Die beteiligten Institutionen (Auftraggeber) waren im Einzelnen: Die Österreichische Bibliothekenverbund und Service Gesellschaft mbH (OBVSG), Österreichische Nationalbibliothek, Johannes Kepler Universität Linz, Karl-Franzens-Universität Graz, Technische Universität Wien, Universität Innsbruck, Universität Wien, Veterinärmedizinische Universität Wien, WU Wirtschaftsuniversität Wien, Fachhochschule St. Pölten GmbH, Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, Republik Österreich vertreten durch die Bundesministerin für Bildung und Frauen (Verbund für Bildung und Kultur), Medizinische Universität Wien, Universität Salzburg. Mit der operativen Leitung des gesamten Verfahrens war die OBVSG betraut.

Das Projekt zur Implementierung der neuen Software Alma in den Bibliotheken der Auftraggebergemeinschaft startet Anfang 2016 und ist bis 2018 anberaumt. Danach kann der Umstieg aller nicht am Verfahren beteiligten Verbundbibliotheken erfolgen (nach der Pressemitteilung "Österreichs nationaler Verbund der wissenschaftlichen und administrativen Bibliotheken stellt Weichen für neue Software Alma").

Eine Sondernummer des OBVSG Newsletter (2/2015) widmet sich eigens der Entscheidung für Alma nach dem zweijährigen Vergabeverfahren.

Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises am 17. September 2015

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat am 17.09.2015 im Festsaal der Deutschen Nationalbibliothek 108 unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet.

Die herausgehobenen Geldpreise erhielten: Wist – der Literaturladen in Potsdam, Buchladen am Freiheitsplatz, Hanau, die Buchhandlung Backhaus in Aachen, das BuchHaus Loschwitz in Dresden, die Jenaer Bücherstube in Jena (je 15.000 Euro) und artes liberales in Heidelberg, Literatur Moths in München und Rote Zora Merzig in Merzig (je 25.000 Euro). Die weiteren Preisträger können der Pressemitteilung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 17.09.2015 entnommen werden.

BSZ und VZG (GBV) unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

Im Rahmen der 19. Verbundkonferenz des GBV unterzeichneten Dr. Ralf Goebel, Direktor des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) und Reiner Diedrichs, Direktor der Verbundzentrale des GBV (VZG) am 03.09.2015 im Osnabrücker Schloss eine Kooperationsvereinbarung, die u.a. die Vereinigung der Verbundkataloge des BSZ und der VZG in einer gemeinsamen Produktivumgebung zum Gegenstand hat.

Das BSZ und die VZG vereinbarten zudem, ihre Aktivitäten zu koordinieren, den Ressourceneinsatz zu optimieren und neue Services gemeinsam und arbeitsteilig aufzubauen. Das BSZ und die VZG nehmen damit die Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrats (WR) zur engeren Kooperation zwischen den Verbundsystemen sowie zu arbeitsteiligen Serviceangeboten auf und setzen diese auf operationaler Ebene konstruktiv um.

Die Kooperationsvereinbarung steht im Wortlaut als PDF-Dokument zur Verfügung (http://www.bsz-bw.de/publikationen/kooperationsvereinbarung2015.pdf).

[nach der Pressemitteilung von BSZ und GBV vom 03.09.2015]

Lehrprogramme und Online-Ressourcen der British Library

Die British Library (BL) hat zahlreiche Online-Ressourcen zu literarischen, historischen, politischen und religiösen Themen auf ihrer Website bereitgestellt (http://www.bl.uk/learning/online-resources). Die Bandbreite reicht von literarischen Schätzen der romantischen und viktorianischen Periode der englischen Literatur über illuminierte Handschriften des Mittelalters bis zu Stimmen der Holocaust-Opfer, die das Terror-Regime der Nationalsozialisten überlebt haben. Ältere Ressourcen der BL sind im UK Web Archive zu finden.

Außerdem bietet die BL eine Reihe interaktiver Lehrprogramme an, die u. a. nach Themen (English Literature, History, Citizenship) und nach Altersstufen gegliedert sind.

Die 22 schönsten Buchläden der Welt

http://www.skyscanner.de/nachrichten/die-22-schoensten-buchlaeden-der-welt

ZB MED ermöglicht Volltext-Zugriff auf DeepDyve

Das ZB MED - Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften in Köln ist zusammen mit dem Standort Bonn die zentrale Fachbibliothek für Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften in Deutschland. Das Servicezentrum für Forschende und Studierende kooperiert mit dem Online-Mietservice DeepDyve. Der Online-Dienst ermöglicht Forschenden für monatlich 40 Dollar (rund 35,50 Euro) den Zugang zu maßgeblichen Artikeln aus mehr als 10.000 Fachzeitschriften.

Damit können Nutzer der ZB MED über das Suchportal Livivo auf über zwölf Millionen Volltexte direkt zuzugreifen. Livivo bietet eine zeitgleiche Recherche in 45 Datenbanken mit dem Schwerpunkt Lebenswissenschaften. Insgesamt werden 55 Millionen Datensätze durchsucht. Wann immer es möglich ist, werden frei zugängliche Quellen verlinkt und der Volltext bereitgestellt. Die kostenpflichtigen Inhalte von DeepDyve werden in Kooperation mit renommierten Wissenschaftsverlagen wie Springer Nature, Wiley-Blackwell, Elsevier oder De Gruyter zugänglich gemacht.

Neues Online-Portal „Wissen Nationalpark“

Auf dem neuen Online-Portal „Wissen Nationalpark“ (http://www.wissen-nationalpark.de) stellen EUROPARC Deutschland e.V. und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt Informationen und Hintergrundmaterial rund um das Thema Nationalpark bereit. Unter „Wissensbasis“ finden sich Übersichtsartikel und Praxisbeispiele, in der „Quellensammlung“ gibt es weiterführende Publikationen und Links. Die deutschen Nationalparks erhalten mit dem Portal zudem die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen. Der Bereich „Erfolge und Anregungen“ präsentiert gelungene Umsetzungen in verschiedenen Bereichen wie Naturschutz, Bildung oder Tourismus, die positive Effekte auf die Region haben und Anregungen weit über diese hinaus geben.

Donnerstag, 17. September 2015

Referentenentwurf des Kulturgutschutzgesetzes veröffentlicht

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2015/2015-09-15-kgsg-entwurf-online.pdf

(via http://archiv.twoday.net/stories/1022473695/)

Portal zur Agrargeschichte

Mit über 1.500 Digitalisaten stellt das Deutsche Landwirtschaftsmuseum der Universität Hohenheim derzeit über die Hälfte der ausgestellten Objekte im neu eingerichteten Portal http://www.museum-digital.de/agrargeschichte/. Nicht nur das Deutsche Landwirtschaftsmuseum hat Digitalisate auf der zentralen Plattform eingestellt, sondern auch sechs weitere Museen präsentieren dort rund 2.500 agrarhistorische Objekte und 19 Sammlungen (Freunde historischer Landtechnik Dresden e.V., Archiv des Vereins FAHR-Schlepper-Freunde in Gottmadingen, Virtuelles Hanomag-Museum Hildesheim, IFA-Museum Nordhausen, Universitätsarchiv Hohenheim, Agrarhistorisches Archiv KR Karl Prillinger (Privatarchiv) in Wels/Österreich).

Bis jetzt hat das Deutsche Landwirtschaftsmuseum fünf seiner Sammlungen digitalisiert. Neben einer Traktorensammlung widmen sich die vier anderen digitalisierten Sammlungen der Agrargeschichte der DDR (Prospekte, Ersatzteilkataloge, Broschüren, Betriebsanleitungen und Prüfberichte). Insgesamt sind über 15.000 Seiten online abrufbar. Die digitalisierte Sammlung ermöglicht es dabei nicht nur, die verschiedensten Abschnitte der Agrargeschichte nachzuvollziehen. Denn viele dieser alten Schätze aus der DDR werden auch heute noch in Polen oder Ungarn als Nutzfahrzeuge verwendet. Auf diese Weise haben die Digitalisate einen praktischen Nutzen und können als Unterlagen für die Wartung und Reparatur landwirtschaftlicher Geräte Verwendung finden. Die kompletten Digitalisate des Deutschen Landwirtschaftsmuseums der Universität Hohenheim, dessen Kern die 1818 begründete "Hohenheimer Geräte- und Modellsammlung", die älteste agrartechnische Sammlung der Welt, darstellt, sind unter http://www.museum-digital.de/agrargeschichte/index.php?t=institution&instnr=1 zu finden.

ZKBW-Dialog Nr. 83 ist online

Die neue Ausgabe des ZKBW-Dialog, die Nr. 83 vom 17.09.2015, ist seit heute online. Sie bietet wieder viele Informationen zu den Themen Leihverkehr, Internet-Recherche und Digitalisierung. Die neue Ausgabe, die wiederum in zwei Versionen erscheint – nämlich als PDF (http://swop.bsz-bw.de/volltexte/2015/1226/) und als HTML-Version (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:publikationen:dialog83-html) -, berichtet schwerpunktmäßig über überregionale Themen (u.a. die DFG), Urheberrecht, Open Access und Open Data, über Neuigkeiten aus dem BSZ und digitale Angebote von Bibliotheken und Archiven der SWB-Verbundregion. Den Abschluss bilden – wie stets - kurze Berichte zur SWB-Online-Fernleihe und zur verbundübergreifenden Fernleihe.

Den ZKBW-Dialog-Index, eine Auflistung aller bislang erschienenen Ausgaben, wird unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:publikationen:dialog erreicht.

Wissenschaftler in Österreich können in über 1.600 Springer-Zeitschriften Open Access publizieren

Springer und das Bibliothekskonsortium in Österreich (Kooperation E-Medien Österreich/KEMÖ) haben ein weitreichendes, neues Lizenzmodell “Springer Compact“ mit dreijähriger Laufzeit ab Januar 2016 vereinbart. Springer Compact verbindet die Nutzung von Inhalten auf SpringerLink mit der Möglichkeit, Open Access zu publizieren. Die Konsortialmitglieder erhalten Zugriff auf über 2.000 Springer- Zeitschriften und können in über 1.600 Springer Hybrid-Zeitschriften Open Access publizieren. Der FWF Wissenschaftsfonds spielt eine wichtige Rolle bei dieser Vereinbarung. Springer hat ein vergleichbares Modell mit den niederländischen Universitäten im November 2014 vereinbart. Weitere Vertragsabschlüsse nach dem Springer Compact Modell stehen in Großbritannien und Deutschland unmittelbar bevor.

Hauptziel des Österreichischen Bibliothekskonsortiums Kooperation E-Medien Österreich / KEMÖ (http://www.konsortien.at) ist die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken sowie zwischen Archiv-, Informations- und Forschungseinrichtungen bei der Nutzung von elektronischen Medien. Zweck der Kooperation ist der koordinierte Erwerb und die koordinierte Ressourcenadministration von Datenbanken, eJournals und eBooks. Es steht für eine aktive Förderung von Open-Access-Initiativen in Österreich und weltweit.

Der Austrian Science Fund FWF dient der Weiterentwicklung der Wissenschaften auf hohem internationalem Niveau. Er leistet einen Beitrag zur kulturellen Entwicklung, zum Ausbau der wissensbasierten Gesellschaft und damit zur Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Österreich. Der FWF fördert qualitativ hochwertige Forschungsprojekte in allen Fachgebieten und verbessert damit Österreichs innovative Wettbewerbsfähigkeit und die seiner Forschungseinrichtungen. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der FWF ein starker Förderer von Open Access und koordiniert das Open Access Network Austria (OANA).

(via http://www.springer.com/de/ueber-springer/media/pressemitteilungen/unternehmen/wissenschaftler-in-oesterreich-koennen-in-ueber-1-600-springer-zeitschriften-open-access-publizieren/794472)

Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht Weiterbildungsatlas

Der Deutsche Weiterbildungsatlas ist von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht worden. Der Atlas untersucht die Weiterbildungsteilnahme sowie das Weiterbildungsangebot von Volkshochschulen und privatwirtschaftlichen sowie betrieblichen Angeboten in den Bundesländern und den 96 Raumordnungsregionen. Auf Grundlage des Mikrozensus der Jahre 2007 bis 2012 errechneten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) die regionalen Teilnahmequoten der Deutschen ab dem 25. Lebensjahr sowie von Geringqualifizierten im zentralen Erwerbsalter (25-54 Jahre). Baden-Württemberg liegt demnach knapp hinter Hessen (Weiterbildungsquote: 16 Prozent der Erwachsenen) und einer Quote von 15,7 Prozent an der Spitze der Länder in der Weiterbildung.

Wikimedia und Reiss-Engelhorn-Museen führen Musterprozess um Digitalisierung gemeinfreier Bilder

"Kann man durch das bloße Digitalisieren, also Einscannen oder Abfotografieren, eines gemeinfreien Werkes (Urheber-)rechte an dem digitalen Werk begründen? Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen sind der Meinung, dass die mit der Digitalisierung verbundenen Aufwände einen urheberrechtlichen Schutz rechtfertigen und wenden sich damit gegen die Verwendung von Digitalisaten gemeinfreier Werke in der Wikipedia. Wikimedia, die Organisation hinter der Wikipedia, ist gegenteiliger Auffassung."

Mehr unter https://netzpolitik.org/2015/wikimedia-und-mannheimer-museum-fuehren-musterprozess-um-digitalisierung-gemeinfreier-bilder/.

Mittwoch, 16. September 2015

Neu im digitalen Handapparat der Inkunabelsammlung der USB Köln

Ein weiteres Werk aus dem Handapparat der ehemaligen "Verteilten Digitalen Inkunabelbibliothek" (VdIB) steht digital zum Download bereit: Ennen, Leonard [Hrsg.]: Katalog der Inkunabeln in der Stadt-Bibliothek zu Köln / hrsg. von Leonard Ennen. - Köln : Greven 1. A. Einzelne Blätter. B. Kölnische Drucke bis zum Jahre 1500. - XXVI, 150 S.

Die Digitale Sammlung Inkunabeln und Blockbücher der USB Köln steht unter http://www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/inkunabeln/index_ger.html zur Verfügung.

Die Bestände der Eisenbibliothek in Schlatt (CH)

Dem Namen der Eisenbibliothek (Stiftung der Georg Fischer AG, Klostergut Paradies, 8252 Schlatt/Schweiz) entsprechend ist die Literatur über die Gewinnung und Verarbeitung von Eisen und Stahl der ursprüngliche Sammelschwerpunkt. Im Laufe der Zeit hat sich der Fokus auf ausgewählte Teilgebiete der Technikgeschichte samt benachbarten Disziplinen (Geschichte der Naturwissenschaften, Archäometallurgie, Industrie- und Wirtschaftsgeschichte, Industriekultur etc.) erweitert. Es gibt weltweit nur wenige Spezialbibliotheken in diesem Bereich, deren Bestände eine vergleichbare Tiefe, Breite und Vollständigkeit erreichen. Neue und zusätzliche Sammelschwerpunkte kristallisieren sich auch infolge von Entwicklungen in den drei Divisionen der Georg Fischer AG heraus: So wird in Zukunft vor allem den Kunststoffen und ihrer Geschichte grössere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Das Herz der Sammlungen ist ein umfangreicher Bestand an Alten Drucken und ein sehr viel kleinerer Bestand an Handschriften. Diese wertvollen historischen Bestände wurden grösstenteils schon in der Entstehungszeit der Bibliothek oder kurz danach erworben, sie werden bis heute durch gezielte antiquarische Akquisitionen ergänzt. Grundsätzlich gilt für alle Sammelschwerpunkte, dass sowohl historische Drucke als auch neue (geschichtswissenschaftliche) Forschungsliteratur erworben wird. Eine fixe Grenze zwischen historischen und aktuellen Beständen lässt sich nicht ziehen, sie hängt vom Forschungsinteresse ab. In einigen Sammelgebieten wird auch nicht historisch orientierte Literatur erworben, so z.B. zur Giessereitechnik, Eisenmetallurgie und Kunststofftechnologie. Die Bestände sind nach einer hauseigenen Systematik aufgestellt. Einen guten Eindruck von den Sammelgebieten der Eisenbibliothek vermittelt die aktuelle Systematik (http://www.eisenbibliothek.ch/content/dam/ironlibrary/documents/de/library/Benutzung/Aufstellungssystematik.pdf) sowie der Artikel über die Eisenbibliothek im "Handbuch der historischen Buchbestände in der Schweiz" mit Stand 2009 (http://www.eisenbibliothek.ch/content/dam/ironlibrary/documents/de/library/collections/hb_schweiz_band_02_001_524.pdf).

Zum quantitativen Profil des Bestands

Insgesamt umfasst der Bestand der Eisenbibliothek zwischen 40.000 und 45.000 Medieneinheiten, wobei in dieser Zahl sowohl Bücher, Handschriften und Broschüren (graue Literatur) als auch eine Vielzahl von Aufsätzen (Sonderdrucke) und Zeitschriftenbänden enthalten sind. Circa 700 Zeitschriftentitel sind vorhanden, davon circa 70 laufend.

In den historischen Beständen befinden sich circa 5.700 Bände, die vor 1900 erschienen sind. Dazu zählen eine Inkunabel von 1482, cica 330 Drucke aus dem 16. Jahrhundert sowie fünf Handschriften, die vor 1600 zu datieren sind, davon eine Pergamenthandschrift aus dem letzten Drittel des 13. Jahrhunderts. Genauere Angaben zur chronologischen, sprachlichen und thematischen Zusammensetzung der historischen Bestände macht das "Handbuch der historischen Buchbestände in der Schweiz".

Als jüngste größere Erwerbung konnte die Eisenbibliothek im Südwesten Englands etwa 150 Bücher und Broschüren zur Geschichte der Kunststoffe erstehen. Die Sammlung wurde über Jahrzehnte vom Polymerchemiker John Morgan zusammengetragen, der am Rutherford Appleton Laboratory selbst Kunststoffe für die Anwendung in der Atomphysik und Raumfahrt entwickelt hat. Ein von ihm entwickeltes Kunststoffbauteil gelangte sogar bis auf die Venus: es landete dort mit einer frühen Venusmission (nach der Website der Eisenbibliothek).

Die Eisenbibliothek ist seit einigen Jahren SWB-Teilnehmerbibliothek. Kostenpflichtige Führungen durch die Bibliothek sind möglich.

Das Ende des Urheberrechts?

Richard Malka, der Anwalt des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo", greift in einem Essay die Urheberrechtspolitik der Europäischen Kommission scharf an. Malka sieht eine Gefahr in einigen der von der EU-Kommission und vom Parlament angedachten Urheberrechtsausnahmen:

• Wenn künftig Bibliotheksnutzer im Rahmen der E-Book-Leihe ohne Limit Titel ausleihen dürften – wer solle dann noch E-Books kaufen, geschweige denn die Printversion.

• Wenn Nutzer künftig die Möglichkeit hätten, im Rahmen des Text und Data Mining (TDM) Inhalte aus großen Datenbanken zu kopieren, um anhand dieser Daten Forschung zu betreiben oder neue Inhalte zu kreieren, würde künftig kein Verleger mehr Geld ausgeben, um solche kostenintensiven Tools überhaupt noch zu erstellen.

• Wäre die Verbreitung digitaler Werkauszüge zu Unterrichtszwecken künfitg erlaubt, zöge dies eine Lawine nicht vergüteter Kopien nach sich; dies wäre eine unlautere Konkurrenz zum verlegerischen Angebot.

• Der von den Urheberrechtsreformern favorisierte, in den USA gängige Begriff des "Fair Use" solle zwangsimportiert werden, kritisiert Malka, habe aber im europäischen Rechtssystem nichts verloren.

Malka befürchtet, dass sämtliche geplanten Urheberrechtsausnahmen (im Juristendeutsch: "Schranken") "zu Millionen freier Downloads und zur Verbreitung unzähliger kostenfreier Digitalkopien führen könnten. Dies würde nicht nur die europäische Kulturindustrie erheblich schwächen, sondern Europa zum Jagdrevier übermächtiger Akteure machen.

Malkas Essay steht im Wortlaut der deutschen Übersetzung als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung: Wer sich gratis bedient, begeht Diebstahl. 2015: Das Ende des Urheberrechts?

(via Börsenblatt online vom 16.09.2015)

Wilhelm Schirp Laabs Collection: Fotosammlung zu Yukatan

Mittel aus dem deutsch-mexikanischen Forschungsförderungsprogramm PROALMEX ermöglichen es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Augsburg und Yukatan, die ethnologisch und historisch wertvolle Fotosammlung von Wilhelm Schirp Laabs zu erschließen. Der gebürtige Aachener, der 1905 nach Mexiko auswanderte, hat zwischen 1910 und 1940 die sozialen, kulturellen und politischen Verhältnisse und Entwicklungen auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan mit aufschlussreichem Bildmaterial dokumentiert. Laabs arbeitete bei den Siemens & Haske-Elektrowerken in Merida, der Hauptstadt Yukatans. Als talentierter Amateurfotograf dokumentierte er alles, was in seiner neuen Umgebung seine Aufmerksamkeit weckte. Das Spektrum der Motive reicht von den Arbeitsverhältnissen in der Fabrik bis zu Versammlungen und politische Demonstration, von Alltagsgewohnheiten und besonderen Ritualen über Tagesausflüge und Familienfeiern bis hin zu lokaler Prominenz.

Auf zwei Jahre angelegt und von PROALMEX gefördert, sieht der Arbeitsplan des Projekts, dessen voller Titel 'Multiple Perspectives by Cataloging, Contextualization, and Archiving of Shared Visual Heritage: The Case of the Wilhelm Schirp Laabs Collection' lautet, insgesamt vier gemeinsame Workshops vor - zwei in Augsburg und zwei in Merida. Bereits 2017 sollen die Bilder von Schirp Laabs in voll erschlossenem Zustand online für nicht-kommerzielle Zwecke zur Verfügung gestellt und zusammen mit den weiterführenden Projektergebnissen in einer Ausstellung präsentiert werden.

[Infografik] Wie öffentliche Bibliotheken die digitale Inklusion fördern

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/tag/community/

Quelle: American Library Association (ALA)

Dienstag, 15. September 2015

Drei baden-württembergische Hochschulbibliotheken auf dem Weg zur "Ausgezeichneten Bibliothek"

Die Bibliotheksteams der Hochschulen Heilbronn und Albstadt-Sigmaringen haben sich im Herbst 2014 auf den Weg gemacht, ihre bereits qualitätsvolle Arbeit noch weiter zu verbessern. Seit Beginn dieses Jahres werden sie durch die Kollegen der Hochschulbibliothek Pforzheim begleitet. Gemeinsam haben sich die drei Teams das Ziel gesetzt im Rahmen des Qualitätsmanagement-Projektes "Ausgezeichnete Bibliothek" neue Arbeitsmethoden einzuführen und es dadurch bis 2016 den bereits als "Ausgezeichnete Bibliothek" zertifizierten Öffentlichen Bibliotheken und der Bibliothek Wirtschaft und Management der TU Berlin gleich zu tun. Als erste Bibliotheken in Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg stellen sich die Teams einem umfassenden Qualitäts- und Organisationsentwicklungsprozess.

Um die Hürden Selbstbewertung, Entwicklung einer Strategie und eines Bibliotheksprofils sowie Prozessmanagement zu nehmen, liefert das Institut für Qualitäts- und Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Hochschulen (IQO) der Hochschule der Medien unter Leitung von Cornelia Vonhof den wissenschaftlichen Support auf der knapp dreijährigen Marathonstrecke zur Verbesserung der eigenen Leistungen (via BuB 08-09/2015).

ULB Münster digitalisiert den Nachlass von August Stramm

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster erwarb den Nachlass Stramm 1935 direkt von seiner Frau Else Krafft. Er umfasst 2 Kapseln, hauptsächlich Werkmanuskripte, Briefe (Feldpost), wenige Lebensdokumente und ist vollständig in HANS, dem Katalog der ULB Münster für Handschriften, Autographen, Nachlässe und Sonderbestände, katalogisiert.

August Stramm (1874-1915) war einer der Begründer und wichtigsten Vertreter der expressionistischen Dichtung. Im zivilen Leben Postbeamter hat er kurz vor dem Ersten Weltkrieg endlich Erfolg, als sein Drama Sancta Susanna 1913 für die Zeitschrift Der Sturm angenommen und im Jahr darauf gedruckt wird (Vertonung im Jahre 1921 von Paul Hindemith). Viele seiner Werke erscheinen allerdings erst posthum, da er im Jahre 1915 bei Gefechten an der Ostfront fällt und auf dem jüdischen Friedhof von Grodec beigesetzt wird. Stramm wurde nur 41 Jahre alt.

Die ULB Münster hat seinen Nachlass digitalisiert (http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/nav/classification/3254024).

Suche nach Weiterbildungen in 90 Sprachen

Das InfoWeb Weiterbildung (IWWB), ein Angebot des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) im Rahmen des Deutschen Bildungsservers, ist jetzt in 90 Sprachen verfügbar: neben Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch etwa auch in traditionellem und vereinfachtem Chinesisch, Arabisch, Hindi, Russisch und Türkisch. Damit wendet sich die Metasuchmaschine für Weiterbildungsangebote auch an eine internationale Nutzerschaft, die von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern über Weiterbildungsinteressierte in der ganzen Welt bis hin zu Flüchtlingen reichen kann. Über zwei voreingestellte Links lassen sich zudem direkt Suchen nach Kursen für Deutsch als Fremdsprache aufrufen: • auf Deutsch: http://www.iwwb.de/Deutschkurse; • und auf Englisch: http://www.german-language-learning.de (via idw - Informationsdienst Wissenschaft vom 14.09.2015).

Online-Kiosk für Einzelkauf von Zeitungsartikeln

"Blendle hat ... auch in Deutschland seinen Online-Kiosk für alle Nutzer [geöffnet]. Die können darin einzelne Artikel oder ganze Ausgaben aktueller Zeitungen und Zeitschriften kaufen. Seit Beginn des Beta-Tests im Juni sind noch einige Titel hinzugekommen, inzwischen sind mehrere überregionale und regionale Tageszeitungen ebenso vorhanden wie Wochenzeitungen und verschiedene Magazine. Hinzugekommen sind beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Focus und das Göttinger Tageblatt.

Wer sich bei Blendle anmeldet, bekommt 2,50 Euro in seinem Account gutgeschrieben. Die verfügbaren Medien sind einsehbar und können im Web-Browser beziehungsweise in der Android-App durchgeblättert werden (eine etwas eingeschränkte iOS-App gibt es auch). Die Texte selbst sind dabei nicht lesbar. Finden die Nutzer einen Artikel, der sie interessiert, können sie ihn per Mouse-Over (oder Klick auf dem Mobilgerät) hervorheben. Zu sehen bekommen sie dann die Überschrift, die ersten Zeilen und den Preis. Mit einem weiteren Klick öffnen sie den Artikel und können mit dem Lesen beginnen. Der Text wird dafür auf den Bildschirm aufgezogen und bleibt nicht im Layout des Hefts. Der Preis wird aus dem eigenen Blendle-Konto abgebucht, das unter anderem per PayPal aufgeladen werden kann. Nutzer können sich aber auch Guthaben schenken" (via heise online vom 14.09.2015).

Infographic: Gender Ratio In Popular Fiction

"Some of the works in this graphic include The Lion, the Witch, and the Wardrobe, Harry Potter, and Game of Thrones. The male characters outnumber the female characters in each of these works, especially in The Hobbit, which had no female characters at all.... And as you would expect, male characters in G[ame] o[f] T[hrones] not only outnumbered their counterparts, they also had a worse survival rate."

http://the-digital-reader.com/2015/09/14/infographic-gender-ratio-in-popular-fiction/

Montag, 14. September 2015

Open Access Repository Ranking 2015 veröffentlicht

Die Ergebnisse des diesjährigen Open Access Repository Rankings sind in der vergangenen Woche anlässlich der Open Access-Tage in Zürich veröffentlicht worden (http://repositoryranking.org/). Kriterien für die Einstufung waren: Open Access, Usability, Services, Metadaten, Operabilität.

Zu den Ergebnissen: Auf den ersten drei Plätzen liegen der Publikationsserver der Universität Regensburg (89 Punkte), EconStor, der Publikationsserver der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften mit 84 und der Open Access Server der Ludwig-Maximilians-Universität München mit 80 Punkten.

Universität Mannheim auf Platz eins in Sozial- und Verhaltenswissenschaften

Der DFG-Förderatlas 2015 zeigt, dass keine andere deutsche Universität von 2011 bis 2013 mehr DFG-Gelder in den Sozial- und Verhaltenswissenschaften eingeworben hat als die Universität Mannheim. Mit einer Fördersumme von 23,6 Millionen Euro belegt die Universität Mannheim im aktuellen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit ihren Kernbereichen den ersten Platz.

8,1 Millionen Euro der Gesamtsumme hat die Universität Mannheim allein in den Wirtschaftswissenschaften eingeworben und damit die Universitäten Bonn und die HU Berlin auf die Ränge zwei und drei verwiesen.

Im Forschungsfeld Sozialwissenschaften, das sich aus den drei Fächern Soziologie, Kommunikations- und Politikwissenschaft zusammensetzt, belegt Mannheim mit 13,1 Millionen Euro Fördersumme Rang zwei, knapp hinter der Universität Bremen

Der DFG-Förderatlas erscheint alle drei Jahre und ist die umfassende Zahlen- und Datensammlung zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland. In der aktuellen Ausgabe wurde der Zeitraum 2011 bis 2013 erfasst. Den Förderatlas 2015 kann auf der Website des DFG heruntergeladen werden (DFG-Förderatlas 2015). Die Tabellen auf S.127 des PDF enthalten die DFG-Bewilligungen der Universität Mannheim (via Informationsdienst Wissenschaft vom 11.09.2015).

INFOGRAPHIC: 7 Famous Literary Bars

http://www.adweek.com/galleycat/7-famous-literary-bars-infographic

Freitag, 11. September 2015

Roadmap-Prozess für Forschungsinfrastrukturen

Der Roadmap-Prozess für Forschungsinfrastrukturen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist ein Verfahren zur strategischen forschungspolitischen Priorisierung großer Infrastruktur-Projekte für die Forschung. Ziel ist es, notwendige forschungspolitische Entscheidungen über langfristig angelegte Forschungsinfrastrukturen vorzubereiten. Konzepte können durch Forschungsorganisationen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die die Errichtung einer solchen Infrastruktur planen, bis zum 15. Januar 2016 eingereicht werden. Mehr Informationen stehen unter http://www.bmbf.de/foerderungen/29358.php zur Verfügung.

Zwischenbericht Hochschulbibliotheken der Digitalen Zukunft veröffentlicht

Im Rahmen des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) und seiner Themengruppe 6 „Governance & Policies“ ist ein Zwischenbericht zu den Hochschulen der Digitalen Zukunft erschienen. Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) ist ein gemeinsames Projekt des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, des CHE Centrums für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz. Förderer ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Informationen stehen unter http://hochschulforumdigitalisierung.de/sites/default/files/dateien/ThGrVI-2015-08-05%20Bibliotheken.pdf bereit.

Bücherpreise gesunken

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Bücherpreise laut Destatis-Verbraucherpreis-Index im August um 1,6 Prozent gesunken. Die Teuerungsrate insgesamt lag bei plus 0,2 Prozent. Damit sind die Bücherpreise im Destatis-Warenkorb im Jahresvergleich stärker gefallen als im Vormonat Juli (-0,3 Prozent). Der Verbraucherpreis-Index (2010 = 100) für Bücher lag im August genau bei 100,0 und damit auf dem Level von vor fünf Jahren − nach 103,1 im Juli und 103,4 im Juni.

Die Preise für Zeitungen und Zeitschriften stiegen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,0 Prozent (Juli: +6,3 Prozent; Juni: +6,0 Prozent; Mai: +5,9 Prozent). Die Preise für andere Druckerzeugnisse nahmen wie schon im Juli um 1,0 Prozent zu.

Insgesamt stieg die Inflationsrate − gemessen am Verbraucherpreis-Index − im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent (Juli: 0,2 Prozent). Wie schon in den Vormonaten lag das insbesondere an weiterhin gesunkenen Energiepreisen (-7,6 Prozent), berichtet Destatis. Die Nahrungsmittelpreise nahmen im Jahresvergleich um 0,8 Prozent, Dienstleistungen um 1,2 Prozent zu.

Donnerstag, 10. September 2015

Wird durch kostenlose Literaturbeschaffung im Open Access die Fernleihe zum Auslaufmodell? - Werner Tannhof

http://wp.ub.hsu-hh.de/18112/wird-durch-kostenlose-literaturbeschaffung-im-open-access-fernleihe-zum-auslaufmodell/

Website zu Paul Bowles

Einer meiner Lieblingsschriftsteller ist Paul Bowles (1910-1999). Der amerikanische Autor, der mehr als 50 Jahre seines Lebens in Tanger verbrachte und dort 1999 starb, führte ein abenteuerliches Leben zwischen New York, Paris und Tanger. Bowles schrieb Romane und Erzählungen, in erster Linie vor dem Hintergrund exotischer Landschaften, und komponierte Musikstücke für Theater, Film und Ballett. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman "The Sheltering Sky", der von Bernardo Bertolucci kongenial verfilmt wurde.

Bowles hat schon seit längerer Zeit eine offizielle Website, die seine Biographie, eine ausführliche Bibliographie, eine Zusammenstellung seiner musikalischen Werke, eine Chronologie seines Lebens und diverse Foto-Gallerien enthält. Außerdem ist auf der Website eine Biographie seiner Ehefrau, der Schriftstellerin Jane Bowles, und eine Bibliographie ihrer Werke zu finden.

British Library: Virtual books

"Within the British Library's Online Gallery exists a gem called Virtual Books. Here, readers will find a collection of great books that can be viewed online using the library's own award-winning "Turning the Pages" software. A great place to start is by scoping out the six works displayed on the landing page, which include selections from the great Indian epic, The Ramayana, draft scores of Handel's Messiah, a handful of Leonardo da Vinci's sketches, and other masterpieces. From there, readers may like to explore the Most Viewed and Recent Additions sections. To explore items, simply click on a title. The book then takes a moment to load, but the Turning the Pages format lets you read, listen, rotate, zoom, and view the original writing next to modern, easily viewable font transliterations" (via Scout Report Volume 21, Number 34).

http://www.bl.uk/onlinegallery/virtualbooks/index.html

Unter den "Virtuellen Büchern" befinden sich Meisterwerke wie Händels Messias, der Codex Sinaiticus, Jane Austens Frühwerk, Auszüge aus Scotts Tagebuch seiner Antarktis-Expedition, eine Bibel-Ausgabe aus Äthiopien und eine hebräische Bibel des 15. Jahrhunderts aus Lissabon.

Leistungsschutzrecht: Kartellamt weist Beschwerde der VG Media gegen Google zurück

http://heise.de/-2808737

Online-Lehrbuchangebot zum Semesterstart: utb-studi-e-book teilweise zum Druck und Download freigegeben

http://www.buchmarkt.de/content/63574-lehrbuchangebot-bei-utb-studie-e-book-ohne-hartes-drm-und-flash.htm

Mittwoch, 9. September 2015

Recht - Bibliothek - Dokumentation Jg. 45 (2015) Nr. 1

Aus dem Inhalt:

Steinert, Dirk M. "Die Ablieferungspflicht für Netzpublikationen und ihre urheberrechtlichen Implikationen". S. 27-39.

Steinert gibt einen Überblick zur Rechtsentwicklung bei der Ablieferungspflicht für Netzpublikationen, beginnend mit dem Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) vom 22.Juni 2006. Gesetzliche Bestimmungen auf Länderebene folgten. Steinert schildert im Anschluss die urheberrechtlichen Grundlagen, geht auf die altbekannten körperlichen Publikationen ein, um sich dann eingehend der einschlägigen Rechtslage bei Netzpublikationen zu widmen.

Weitere Aufsätze gelten folgenden Themen:

Goldschmitt, Regina: Dem Nutzer einen (sichtbaren?) Schritt voraus – vom Innovationspotential einer Spezialbibliothek

Jacobs, Anne: Servicedienstleistungen von Kanzleibibliotheken

Pratter, Jonathan: Die neuen Publikationsformate und die juristische Methodenlehre: Ein Nachtrag zur Lage der Dinge in den Vereinigten Staaten

Weichsel, Helmut: Das Rechtsinformationssystem der Republik Österreich (RIS)

Kaufmann, Danielle: Die Schweizer Bibliotheken: nochmals gut davongekommen?

Ein Nachruf auf Dr. Jürgen-Christoph Gödan (21. Juni 1938 – 4. Mai 2015) aus der Feder von Holger Knudsen schließt sich an.

Kompetenzzentrum für Lizenzierung / Bereitstellung erster FID-Lizenzen

Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entsteht an den Standorten Göttingen und Berlin das Kompetenzzentrum für die Lizenzierung elektronischer Ressourcen im DFG-geförderten System der "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft" (FID).

Am Aufbau beteiligt sind die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen, die Staatsbibliothek zu Berlin und die Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG/GBV). Die Aktivitäten werden von der SUB Göttingen koordiniert. Zu den Kernaufgaben des Kompetenzzentrums für die Lizenzierung (KfL) gehört die Verhandlung, Lizenzierung und überregionale Bereitstellung digitaler Medien für die FID (FID-Lizenzen). Seit 2014 verhandelt das KfL im Auftrag der FID Lizenzen, erste Abschlüsse liegen vor.

Das KfL hat nun auch seine technische Infrastruktur in Betrieb genommen, über die jetzt erste FID-Lizenzen bereitgestellt werden. Es handelt sich zunächst um Angebote der FID Darstellende Kunst, Kunst, Mathematik, Musik, und Pharmazie. Weitere werden folgen. Die FID-Lizenzen werden jeweils überregional für fachspezifische Nutzerkreise verfügbar gemacht, wobei der Zugang in diesem Rahmen für institutionsbezogene Einzelnutzer gewährt wird. Es erfolgt in der Regel keine campusweite Freischaltung der Lizenzen. Die Wissenschaftler der betreffenden Fachcommunities werden von den FID direkt adressiert und über das Lizenzangebot informiert. Eine Übersicht aller verfügbaren FID-Lizenzen wird auf der Website des KfL (http://www.fid-lizenzen.de/angebote) bereitgestellt. Der Zugang zu den Produkten erfolgt über die Webpräsenzen der einzelnen FID, an die fach- und produktspezifische Rückfragen adressiert werden können (via http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg56347.html).

Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt historische Nachrichteninhalte in seine Wissenssnacks auf

Zeit.de berichtete vor kurzem, dass die amerikanische Nachrichtenagentur "Associated Press" und die britische Wochenschau "British Movietone" eine Vielzahl historischer Nachrichteninhalte vor allem des 20. Jahrhunderts in digitalisierter Form auf Youtube bereitgestellt haben. Während der AP-Kanal bis in die Gegenwart mit neuen News gefüttert wird, endet British Movietone 1986. Die Wissenssnacks der Friedrich-Ebert-Stiftung haben beide Kanäle in ihr Angebot aufgenommen (http://fes-online-akademie.de/wissenssnacks/geschichte-in-bewegtbildern-nachrichtenarchiv/).

Dienstag, 8. September 2015

heiDOK mit dem DINI-Zertifikat für Open-Access-Publikationsservices ausgezeichnet

Der Heidelberger Publikationsserver heiDOK wurde mit dem DINI-Zertifikat 2013 für Open-Access-Repositorien und -Publikationsservices der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. ausgezeichnet. Mit der Zertifizierung erhält heiDOK ein Gütesiegel, das einem standardisierten Anforderungskatalog zufolge die Qualität der Dienste bestätigt. Das DINI-Zertifikat umfasst die Bereiche Sichtbarkeit des Gesamtangebots, Leitlinien, Unterstützung für Autor-/innen, rechtliche Aspekte, Informationssicherheit, Erschließung und Schnittstellen, Zugriffsstatistik sowie Langzeitverfügbarkeit.

Mit dem DINI-Zertifikat, das aktuell in der Version von 2013 vorliegt, werden Open-Access-Repositorien und -Publikations­dienste ausgezeichnet. Möglich ist die Zertifizierung für institutionelle und fachliche Repositorien sowie für Open-Access-Zeitschriften. Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. verfolgt damit das Ziel, die Qualität dieser Publikationsdienste zu sichern und die Publikationsinfrastruktur für das elektronische Publizieren insgesamt zu verbessern (nach http://ub.blog.uni-heidelberg.de/2015/08/26/heidok-mit-dem-dini-zertifikat-fur-open-access-publikationsservices-ausgezeichnet/).

BIBLIOTHEKSDIENST Band 49 H.8

Aus dem Inhalt:

Syré, Ludger. "Der Oberrhein im Fokus: Regionalbibliographen tagten grenzüberschreitend in Straßburg von Ludger Syré". S.784-787

Open Access unter http://www.degruyter.com/view/j/bd.2015.49.issue-8/issue-files/bd.2015.49.issue-8.xml

Maier, Susanne. "Was nichts kostet, macht keine Arbeit?! Weiteres zur Farbenlehre Grün, Gold, Grau. Bericht zum neunten Konsortialtag des Friedrich-Althoff-Konsortiums e. V. am 16. April 2015 an der Universität Potsdam". S.837-846.

"Der neunte Konsortialtag des Friedrich-Althoff-Konsortiums e. V. lockte über 140 Interessierte zum Thema „Was nichts kostet, macht keine Arbeit?! Weiteres zur Farbenlehre Grün, Gold, Grau“ nach Potsdam. Die Veranstaltung bot ein breites Forum für Praxisberichte aus Einrichtungen der Region zum Umgang mit kostenfrei zugänglichen elektronischen Materialien. Die Palette der Vorträge umfasste u. a. die Identifizierung von Open-Access-Rechten in Allianz- und Nationallizenzen, die Probleme und Erfolge beim Betreiben institutioneller Repositorien, die Aspekte der Rechteeinholung für die Speicherung von Internetquellen sowie die Möglichkeiten des systematischen und kooperativen Nachweises frei verfügbarer Volltexte" (nach dem Abstract).

Katalogentwicklung für arthistoricum.net

Um spezifische Recherchen der kunstwissenschaftlichen Fachcommunity effizienter und umfangreicher versorgen zu können, arbeitet die SLUB Dresden seit einiger Zeit an einem neuen Katalog für arthistoricum.net. Damit die Anregungen und Hinweise der Fachcommunity möglichst frühzeitig in die Neuentwicklung eines fachspezifisch kuratierten Datenraums einbezogen werden können, hat die SLUB die erste Beta-Version des neuen Katalogs unter http://katalogbeta.arthistoricum.net am 19.08.2015 veröffentlicht.

Das Ziel, ein für wissenschaftliches Arbeiten möglichst optimales Werkzeug anzubieten, verfolgt auch die Katalogneuentwicklung an der SLUB Dresden, deren öffentliche Beta-Version des SLUB-Katalogs bereits seit dem 02.07.2015 zugänglich ist.

Elektronische Pflichtexemplare der ULB Düsseldorf sind intern abrufbar

Die elektronischen Pflichtexemplare der ULB Düsseldorf, die bisher aufgrund von Nutzungsbeschränkungen nicht frei verfügbar und deshalb über die E-Pflichtsammlung der ULB nicht zugänglich waren, können nun im Sonderlesesaal an einem speziellen PC-Arbeitsplatz, der auch die Möglichkeit zum Ausdruck bietet, eingesehen werden.

Die ULB Düsseldorf sammelt in ihrer Funktion als eine der drei nordrhein-westfälischen Landesbibliotheken die in ihrem Regierungsbezirk erscheinenden gedruckten und elektronischen Publikationen. In der E-Pflichtsammlung sind bereits über 4.000 elektronische Dokumente erschlossen und zum überwiegenden Teil direkt aufrufbar. Die Erweiterung der Zugänglichkeit auch auf nutzungsbeschränkte Dokumente komplettiert die E-Pflichtsammlung der ULB und bietet den Nutzerinnen und Nutzern den Zugang zu weiteren Pflichtpublikationen.

Zugang zur E-Pflichtsammlung der ULB: https://e-pflicht.ub.uni-duesseldorf.de/; weitere Informationen zum Pflichtexemplar: http://www.ulb.hhu.de/link/pflichtexemplar

Israelische Nationalbibliothek im KVK

Die Israelische Nationalbibliothek (The National Library of Israel) und ihr neues Katalogsystem Merhav sind seit Kurzem über den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) erreichbar.

Thema Flüchtlinge im Multisuchsystem

Das Multisuchsystem http://www.multisuchsystem.de/ kann auch zu aktuellen Themen Informationen liefern: Das Thema Migration z.B. ist sowohl in der ASEZA-Datenbank als auch in der Contents Aufsatz- und Zeitschriftendatenbank enthalten. Wenn in ASEZA in das Eingabefeld für Themen die Zeichenfolge mig eingegeben wird, führt das angezeigte Thema Migration als Hyperlink zur Anzeige von 118 Titeln, von denen die meisten frei zugänglich sind. Aber auch die wichtigen nicht freien Zeitschriftten bieten über die Google Scholar-Verknüpfung zahlreiche frei erhältliche Volltexte.

In der Contents Literaturverwaltung kann zunächst nach refugee in der Aufsatzdatenbank gesucht werden: Dann werden über 500 Treffer angezeigt. Noch besser ist die Suche nach einem "Klick" auf den rechten Themen-Button. Wenn man in das Eingabefeld erneut mig eingibt, erhält man den Hyperlink Migration. Die beiden fett ausgeschriebenen Titel befinden sich auch in der Aufsatzdatenbank, so dass zugehörige Aufsätze angezeigt werden. Die normal ausgeschriebenen Titel sind dagegen mit Google Scholar verknüpft, so dass sofort alle nachgewiesenen Volltexte einer Zeitschrift gefunden werden können (nach der Mail von Hans Hehl in Inetbib).

Neue ARD-Informationsbroschüre 2015/16 erschienen

Die Redaktion ARD-Publikationen hat eine neue ARD-Informationsbroschüre konzipiert, die erstmals im September 2013 erschienen ist und künftig einmal jährlich aktualisiert wird. Darin ist das Wichtigste über die ARD in aller Kürze zusammengefasst, von den rundfunkpolitischen Rahmenbedingungen und Finanzierung über die Angebote in Hörfunk, Fernsehen und Online bis hin zu den wichtigsten Adressen.

Download als PDF-Datei:

http://www.dra.de/publikationen/buecher/pdf/ard-infob_2015-dt.pdf (Stand: 01.08.2015, 1935 KB)

openHPI-Kurs zur Hauptspeicher-Datenbanktechnologie

Mit mehr als 6.200 eingeschriebenen Teilnehmern ist am 07.09.2015 der vierte kostenlose Onlinekurs auf https://open.hpi.de gestartet, in dem Hasso Plattner, Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Softwarekonzerns SAP und Stifter des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), in die Technologie von Höchstgeschwindigkeits-Datenbanken einführt. "In-Memory Data Management" lautet der Titel des aktuellen „Massive Open Online Course“ (MOOC).

Die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung der Technologie hatte das Hasso-Plattner-Institut bereits 2006 gestartet. Interessenten können sich für den sechswöchigen Kurs in englischer Sprache weiterhin einschreiben unter https://open.hpi.de/courses/imdb2015.

Plattner vermittelt in dem Kurs die grundlegenden Konzepte und Konstruktionsprinzipien der Technologie von Hauptspeicher-Datenbanken. Vor allem geht es um die Unterschiede und Vorteile von spaltenorientierter Verarbeitung im Hauptspeicher von Hochleistungscomputern mit vielen Rechenkernen gegenüber zeilenorientierter Speicherung auf Festplatten. Darüber hinaus werden auch die Auswirkungen auf zukünftige Unternehmensanwendungen und deren Entwicklung diskutiert.

[Infografik] Wie Tablets und E-Reader die Lernkompetenzen verbessern

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/09/08/infografik-wie-tablets-und-e-reader-die-lernkompetenzen-verbessern/

Brought to you by http://www.early-childhood-education-degrees.com

Montag, 7. September 2015

Akademie der Künste erwirbt Volker-Braun-Archiv

Die Akademie der Künste in Berlin hat mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Forschungsgemeinschaft den literarischen Vorlass Volker Brauns erworben. Das neu errichtete Volker-Braun-Archiv umfasst nach Angaben der Akademie etwa 150 Archivkästen aus dem Zeitraum von 1960 bis 2014 und soll in den nächsten Jahren sukzessive erschlossen und für die Forschung freigegeben werden. Zum Bestand gehören auch Brauns Theater- und Verlagskorrespondenz und zahlreiche seiner Briefwechsel (unter anderem mit Franz Fühmann, Kerstin Hensel, Stephan Hermlin, Walter Jens, Sarah Kirsch und Christa Wolf).

Bibliothekartage 2017 und 2018

Der 106. Deutsche Bibliothekartag wird vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 in der Messe Frankfurt/Main, der 107. Deutsche Bibliothekartag vom 12. bis 15. Juni 2018 im Estrel Berlin stattfinden.

Bibliothek und Medien frei verfügbar

Die Zeitschrift Bibliothek und Medien hat der Verlag Kubon & Sagner als frei zugängliches E-Journal auf seinem Server bereitgestellt. Darunter befinden sich auch Ausgaben der ABDOS-Mitteilungen (2010/1 und 2010/2 sowie 2011/1-2), die von der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa-Forschung (ABDOS) e.V. herausgegeben wird (http://www.kubon-sagner.de/opac.html?filter=series%3AOABD001E).

biblos - Jahrgänge 2014 und 2015 sind online

Die Online-Ausgaben der Jahrgänge 2014 und 2015 der österreichischen Bibliothekszeitschrift biblos stehen frei zugänglich auf dem Server der ÖNB Wien zur Verfügung (http://www.onb.ac.at/about/23194.htm).

MOOC zum UN-Klimagipfel der Fernuniversität Hagen

In Kooperation mit der schwedischen Universität Lund bietet der Weiterbildungsstudiengang Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften („infernum“) an der FernUniversität in Hagen vor dem UN-Klimagipfel in Paris einen englischsprachigen Massive Open Online Course (MOOC) an. Das Thema: „Climate Change: a question of justice?“ Er ist offen zugänglich, kostenfrei und für eine hohe Zahl an Teilnehmenden ausgelegt.

Um dabei zu sein, möge man sich unter https://mooc.umweltwissenschaften.de anmelden. Einen ersten Eindruck können sich Interessierte im Trailer für den MOOC machen, der hier aufrufbar ist: https://www.youtube.com/watch?v=iVFKpPisam8.

Humboldt-Universität zu Berlin erhält Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf als Schenkung

Die Familie Wolf hat sich entschieden, der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) die wertvolle und umfangreiche Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf zur Nutzung zu überlassen. Am 03.09.2015 wurde der Schenkungsvertrag beurkundet. Die Schenkung versteht die HU als Verpflichtung, das Werk der Schriftstellerin Christa Wolf und des Verlegers, Herausgebers und Essayisten Gerhard Wolf lebendig zu halten und die Auseinandersetzung mit ihren Texten und ihrem öffentlichem Wirken weiterzuführen. Am Institut für deutsche Literatur baut die Germanistin Birgit Dahlke eine Christa-und Gerhard-Wolf-Arbeitsstelle auf, die mit der 2014 gegründeten Christa Wolf Gesellschaft kooperiert, Forschung initiiert und Lehrangebote bündelt.

Wie im Falle der am Institut bereits vorhandenen und als „Heiner Müller Archiv/Transitraum“ philologisch-editorisch genutzten Privatbibliothek Heiner Müllers handelt es sich bei der circa 330 Regalmeter Bücher und Zeitschriften umfassenden Arbeitsbibliothek der Wolfs um eine autobiographisch und zeithistorisch bedeutende Sammlung. Mit ihr wird nicht nur ein Dokument der intellektuellen Biographie zweier Autoren des 20. Jahrhunderts öffentlich zugänglich, sondern auch das Erbe zweier Philologen mit Bezug zur Universität: Gerhard Wolf schloss 1956 sein Germanistikstudium an der HU ab.

[Infographic]: Famous Schools From Fiction

http://www.adweek.com/galleycat/fiction-gets-schooled-infographic

Donnerstag, 3. September 2015

Website des Hasso-Plattner-Instituts informiert zum Thema Innovationen

Aus Anlass des zehnten Jahrestages der Stiftung einer ersten universitären School of Design Thinking hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) die Website http://thisisdesignthinking.net ins Netz gestellt. Wer sich für das Innovationskonzept interessiert, kann hier Insider-Berichte aus Unternehmen und Organisationen in aller Welt sowie Interviews und Meinungsbeiträge zu vielen Aspekten des Design Thinking finden.

Förderatlas 2015 der DFG

Worin liegen die Stärken des Forschungssystems in Deutschland – und wo? Welche Bedeutung haben Drittmittel für die Finanzierung von Forschungsprojekten – und wie nutzen die Universitäten und Forschungsinstitute diese Mittel? Welche Effekte haben besondere Förderprogramme? Umfassende Zahlen, Daten und grafische Darstellungen zu diesen und zahlreichen anderen Themen enthält der Förderatlas 2015 der DFG.

Ein Schwerpunktthema ist die Exzellenzinitiative, weitere Analysen blicken auf die starken Forschungsregionen. Eine eigene Webseite zum Förderatlas bietet zahlreiche zusätzliche Grafiken und Tabellen sowie Kompaktdarstellungen zu zahlreichen Hochschulen. Der alle drei Jahre erscheinende DFG-Förderatlas ist das umfassendste Zahlen- und Datenwerk zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland.

DFG-Förderatlas 2015

Freizeit-Monitor 2015

Kernergebnisse:

◾ Fernsehen bleibt die häufigste Freizeitaktivität, gefolgt von Radio hören und Telefonieren.

◾ Siegeszug des Internets hält an: 99 Prozent der jungen Generation (bis 24 Jahre) und auch ein Drittel der Ruheständler (über 65 Jahre) sind regelmäßig online.

◾ Innerhalb der Bevölkerung zeigen sich beim Einkommen die größten Unterschiede: Geringverdiener (bis 1.500 € monatliches Haushaltsnettoeinkommen) sind beispielsweise deutlich spontaner, während Besserverdiener (über 3.500 €) mehr Zeit mit der Familie verbringen.

◾ Hochkulturelle Aktivitäten, Ehrenamt und Vereine müssen sich Zukunftssorgen machen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung gibt an, ihnen nie nachzugehen.

◾ Die Freizeitwünsche der Deutschen: Spontaneität, Erholung und Geselligkeit.

Ausführliche Ergebnisse im Freizeit-Monitor 2015

Forschen in der digitalen Welt: Juristische Handreichung für die Geisteswissenschaften veröffentlicht

"Geistes- und Kulturwissenschaften beschäftigen sich verstärkt mit der quantitativen Auswertung von Forschungsdaten, etwa unter dem Schlagwort „Digital Humanities“. Die Ergebnisse werden oft im Open Access und unter freien Lizenzen veröffentlicht. Die jetzt veröffentlichte Handreichung bietet einen Überblick, welche Rolle das Urheberrecht und andere Schutzrechte, gesetzliche Regelungen und Lizenzen dabei spielen".

Paul Klimpel, John Weitzmann: Forschen in der digitalen Welt – Juristische Handreichung für die Geisteswissenschaften, 2015 (DARIAH-DE Working Papers Nr. 12) PDF

Stiftungsarchive in Deutschland

Mit dem neuen Buch Archive in Stiftungen. Ein Wegweiser beleuchtet der Bundesverband Deutscher Stiftungen erstmals umfassend die Landschaft deutscher Stiftungsarchive. Die Publikation stellt insgesamt 342 Archive vor, von denen viele bisher nicht erfasst waren. Ein Register nach Schwerpunkten und Orten erleichtert die Recherche. Ergänzend dazu sind 35 Stiftungsarchive ausführlicher porträtiert, darunter die Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv mit einem Brief von Christopher Kolumbus, die umfangreiche Sammlung zur Geschichte des Tanzes im Archiv der Stiftung John Neumeier sowie das Musikarchiv von Horst Lippmann und Fritz Rau mit Arbeiten von Benny Goodman und den Rolling Stones. Ratschläge für die private Archivierung ergänzen die Publikation. Das Online-Portal http://www.stiftungsarchive.de stellt darüber hinaus regelmässig aktualisierte Informationen über Stiftungsarchive bereit.

Als unabhängiger Dachverband vertritt der Bundesverband Deutscher Stiftungen die Interessen der Stiftungen in Deutschland. Der grösste Stiftungsverband in Europa hat über 4000 Mitglieder. Über Stiftungsverwaltungen sind ihm mehr als 7000 Stiftungen mitgliedschaftlich verbunden. Damit repräsentiert der Dachverband rund drei Viertel des deutschen Stiftungsvermögens in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.

Bibliografische Angaben: Bundesverband Deutscher Stiftungen (Hrsg.). Archive in Stiftungen: Ein Wegweiser. Berlin 2015. 280 Seiten. ISBN 978-3-941368-73-6. Die Publikation ist gedruckt und digital kostenfrei erhältlich.

Digitale Bibliothek der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha

Die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha bewahrt eine einzigartige Sammlung an Handschriften, Alten Drucken und Karten. Die Digitale Historische Bibliothek Erfurt/Gotha stellt forschungsrelevante, besonders wertvolle oder häufig genutzte Teile ihres historischen Bestandes über das Internet bereit. Alle digitalisierten Titel werden auf dieser Website präsentiert. Sie werden zusätzlich auch über den Online-Katalog der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha erschlossen. Angeboten werden Gothana, historische Bibliothekskataloge, Pößnecker Inkunabeln, politische Predigten und ausgewählte Drucke und Handschriften.

Francke-Portal: Tagebücher August Hermann Franckes vollständig online recherchierbar

Die Tagebücher August Hermann Franckes werden im Archiv der Franckeschen Stiftungen zu Halle/Saale aufbewahrt, die Online-Dokumentation wurde ergänzt durch Fragmente aus der Staatsbibliothek zu Berlin. Sie stammen zum großen Teil von August Hermann Francke selbst. Die Quellen spiegeln den Tages- und Arbeitsablauf des Stiftungsgründers und zeigen den Aufbau der Organisations- und Verwaltungsstrukturen der Franckeschen Stiftungen. Vor allem aber geben sie Einblicke in die Beziehungen Franckes zu hochrangigen Vertretern von Politik und Wissenschaft seiner Zeit und bilden das weltweite Netzwerk des Halleschen Pietismus ab.

Für das Tagebuch der "Reise ins Reich" von 1717 bis 1718 lassen sich Franckes Reisebegleiter, Johann Ulrich Christian Köppen (1694-1763), und Franckes Sohn, Gotthilf August Francke (1696-1769), als Schreiber verifizieren. Am Tagebuch von 1725 arbeiteten mehrere Kopisten, darunter Georg Friedrich Weise (1696-1781). Eine Ausnahme bildet die rudimentäre Überlieferung des Tagebuchs von 1715. Es besteht aus Exzerpten, angefertigt im Zusammenhang mit der unveröffentlicht gebliebenen Kirchenhistorie Johann Heinrich Callenbergs (1694-1760), von dessen Hand jedoch lediglich die Datumsangaben sind.

Seit März 2013 werden diese handschriftlichen Quellen im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes Francke-Portal. Aufbau einer internetgestützten Rechercheplattform zu August Hermann Francke, seinen gedruckten und ungedruckten Schriften am Studienzentrum August Hermann Francke der Franckeschen Stiftungen bearbeitet und stehen nun erstmals in digitalisierter und transkribierter Form mit Verlinkungen zu Druckschriften und Briefen Franckes im Internet (http://digital.francke-halle.de/mod2) zur Verfügung.

Neben den Tagebüchern werden im Francke-Portal auch die Briefe und Druckschriften Franckes nachgewiesen. Im Rahmen des Projekts konnten u.a. 281 Druckschriften in 19 Sprachen Franckes ermittelt werden. Sie belegen die internationale Ausstrahlung des Halleschen Waisenhauses. In der noch verbleibenden Projektlaufzeit bis zum Februar 2017 sollen die Schreibkalender und Reisetagebücher Franckes online recherchierbar, seine überlieferten Briefe in auswärtigen Archiven und Bibliotheken vollständig ermittelt und digital zugänglich gemacht werden (nach der Pressemitteilung der Franckeschen Stiftungen vom 02.09.2015).

Langenscheidt schaltet deutsch-arabisches Wörterbuch frei

In der derzeit prekären Situation der Flüchtlinge hat sich der Langenscheidt-Verlag ein Hilfsangebot einfallen lassen: für Asylbewerber und Helfer wird der kostenlose Zugang zum Online-Wörterbuch Arabisch bis einschließlich 26.2.2016 in vollem Umfang freigeschaltet. Das Online-Wörterbuch Deutsch-Arabisch/Arabisch-Deutsch ist - mit Aussprache - KOSTENLOS und OHNE LOGIN (auch mobil) aufrufbar unter http://de.langenscheidt.com/. Auf dem genannten Portal sind übrigens auch andere Sprachen freigeschaltet.

Arabisch wird in vielen Ländern verwendet. Es ist Amtssprache in Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Israel, Irak, Jemen, Jordanien, Komoren, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, in den Palästinensischen Autonomiegebieten, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tschad, Tunesien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Westsahara. Verkehrssprache ist es in Eritrea, Sansibar (Tansania), Südsudan, wird von muslimischen Bevölkerungsteilen in Äthiopien gesprochen und gewinnt auf den Malediven an Bedeutung (Wikipedia).

Dienstag, 1. September 2015

CERN und Elsevier schließen Open-Access-Vereinbarung

Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, und der Verlag Elsevier haben bekanntgegeben, dass Artikel von CERN-Autoren in physikalischen Zeitschriften des Elsevier-Verlags, die nicht vom SCOAP-Open-Access-Konsortium umfasst sind, im Open Access publiziert werden sollen. Aufgrund dieser Vereinbarung sollen Forschungsergebnisse des CERN in Feldern wie Nuklearphysik, physikalischer Technik, Astroteilchenphysik und wissenschaftliches Rechnen als Open Access-Artikel erscheinen, wobei das Copyright beim CERN und seinen Autoren verbleibt und Creative Commons CC-BY-Lizenzen zur Anwendung kommen sollen. So kann das CERN dem für das Jahr 2015 angestrebten Ziel von 100 % "Gold"-Open Access für alle Forschungsergebnisse aus der Physik näherkommen. Die Vereinbarung betrifft alle Artikel, die wenigstens einen Autor aus dem CERN haben und die 2015 und 2016 in den Elsevier-Zeitschriften Nuclear Instruments and Methods A, Nuclear Physics A, Physics of the Dark Universe und SoftwareX erscheinen werden, rückwirkend auch für das Jahr 2014 (nach: ABI Technik 2015; 35(2)140).

ABI Technik 35 (2015) H. 2

Aus dem Inhalt:

Bonte, Achim. "Was ist eine Bibliothek? Physische Bibliotheken im digitalen Zeitalter". S.95–104

"Während die landläufigen Vorstellungen von „Bibliothek“ bislang beunruhigend statisch bleiben, erzwingen die fortschreitende Digitalisierung von Medien und die Mobilisierung des Mediengebrauchs längst neue Bedeutungsinhalte. In Fachkreisen entwickelt sich die Idee service- und erlebnisorientierter Lernräume anstelle des klassischen Medienspeichers zu einem gängigen Leitbild. Doch wie aussichtsreich ist diese neue Schwerpunktbildung? Und wie wird dieser Anspruch tatsächlich erfüllt und nachhaltig gesichert? Ausgehend von den Umbrüchen in der gesamten Informations- und Medienbranche beschreibt der Beitrag wesentliche Rahmenbedingungen für das Innovationsmanagement in Bibliotheken und die Schlussfolgerungen, die daraus zu ziehen sind. Anschließend werden einige konkrete Entwicklungschancen für physische Bibliotheksorte vorgestellt" (nach dem Abstract).

Fachhochschule Köln wird Technische Hochschule Köln

Aus der Fachhochschule Köln ist am 01. September 2015 die Technology Arts Sciences TH Köln - Technische Hochschule Köln mit einem neuen Logo und neuem Erscheinungsbild geworden. Die Technische Hochschule Köln setzt die Geschäftsbeziehungen der Fachhochschule Köln fort.

Seit dem 01. September 2015 können die Ansprechpartner/innen der "neuen" TH Köln unter vorname.nachname@th-koeln.de erreicht werden. Die bisherigen E-Mail-Adressen werden zunächst beibehalten und für einen Zeitraum parallel laufen. Anschrift und Lieferadressen bleiben unverändert bestehen. Weitere Informationen sind auf der Website http://www.th-koeln.de/ zu finden.

Zahlungen der ETH Zürich an Elsevier, Springer und Wiley nun öffentlich

http://wisspub.net/2015/08/29/zahlungen-der-eth-zuerich-an-elsevier-springer-und-wiley-nun-oeffentlich/

wisspub.net - Gemeinschaftsblog zu wissenschaftlicher Kommunikation im Netz

[Infografik] Wie offen ist Wissenschaft?

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/09/01/infografik-wie-offen-ist-wissenschaft/

Quelle: Munroe, Randall: The Rise of Open Access. In: Science, Vol. 342 no. 6154 pp. 58-59, 4 October 2013, 1095-9203