Mittwoch, 30. Dezember 2015

Ein gesundes und glückliches neues Jahr

wünscht Ihnen allen Horst Hilger

A History of US Public Libraries

http://dp.la/exhibitions/exhibits/show/history-us-public-libraries

"Book mobiles, cute kids at summer reading programs, even a librarian on horseback - this exhibition from D(igital)P(ublic)L(ibrary)(of)A(merica) has it all. In addition to the warm fuzzies, however, the show also delves into some of the stickier issues in the history of US libraries, such as how librarianship came to be a woman-dominated profession, but with more men in management positions, or segregation in some libraries. In the 'Profession for Women' theme, it's pointed out that the American Library Association, founded in 1876, did not elect its first woman president, Theresa Elmendorf, until 1911. Another section of the exhibition documents the Tougaloo Nine, who attempted to use the white-only Jackson, Mississippi, public library on March 27, 1961, and were arrested for disorderly conduct. The Conclusion section briefly covers some 21st century trends in libraries, such as the impact of the Internet or the transformation of physical spaces in libraries to become 'Third Spaces' - places that are neither work nor home, where people can gather, interact, and create, including computer workstations arranged to permit collaboration, maker spaces, and cafes" (via The Scout Report - Volume 21, Number 47).

Blog zur Digitalisierung des Kulturerbes ethnischer Minderheiten

Das Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg hat in einer Inetbib-Mail vom 11.12.2015 auf das neu gegründete englischsprachige Weblog "Minorities Records" innerhalb des Blognetzwerks Hypotheses.org aufmerksam gemacht (http://minorecs.hypotheses.org/).

Das Blog fungiert als Kommunikationsinfrastruktur für Bibliothekare, Archivare und Geisteswissenschaftler, die am Prozess der Digitalisierung des Kulturerbes historischer ethnischer Minderheiten aktiv beteiligt sind. Minorities Records ermöglicht die multimediale Präsentation von Projekten, die Ankündigung wissenschaftlicher Veranstaltungen, die Bereitstellung von Informationen über neue Technologien, die Initiierung von Diskussionen zu neuen Strategiekonzepten sowie Netzwerkbildungen zum Zweck internationaler Kooperationen. Außerhalb der Fachcommunity zielt das Blog darauf, den Anspruch einer ethnischen Minderheit auf die Digitalisierung ihres Kulturerbes zu artikulieren und politische Entscheidungsträger, Medienvertreter als auch die Öffentlichkeit auf dieses Desiderat aufmerksam zu machen. Ausgangspunkt der Konzepierung dieser Diskussionsplattform war der von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderte Workshop "Digitizing German-language cultural heritage from Eastern Europe", der am 27. und 28. April 2015 am IOS in Regensburg stattgefunden hat.

Forscher dürfen Anne Franks Tagebücher nutzen

Textpassagen aus den Tagebüchern von Anne Frank dürfen für wissenschaftliche Zwecke kopiert und veröffentlicht werden: Die Freiheit der Wissenschaft habe Vorrang vor dem Urheberrecht, urteilte das Landgericht Amsterdam am Dienstag in einem Zivilverfahren in erster Instanz....[weiter] http://www.boersenblatt.net/artikel-wissenschaft_hat_vorrang_vor_urheberrecht.1073523.html

Übergabe des Sondersammelgebietes Technikgeschichte der SLUB Dresden an die Bibliothek des Deutschen Museums

Seit 1998 betreut die SLUB Dresden das Sondersammelgebiet Technikgeschichte. Sie erhielt dafür jährlich Fördermittel der Deutsche Forschungsgemeinschaft zum Erwerb ausländischer Zeitschriften, Monographien und Mikroformen. Zum Jahresende 2015 endet die DFG-Förderung. Daher wird die Bearbeitung des Fachkatalogs Technikgeschichte durch die SLUB am 31.12.2015 nach Abschluss des Berichtsjahres beendet.

Ab 2016 stellt die SLUB Dresden das Sondersammelgebiet Technikgeschichte ein und übergibt die Bearbeitung des Fachkatalogs Technikgeschichte einschließlich der vorhandenen 166.000 Titelnachweise an die Bibliothek des Deutschen Museums in München. Dort ist die weitere Erschließungsarbeit im Rahmen des Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft im Bereich Technikgeschichte vorgesehen. Der Zugriff auf das neue Datenbank-Angebot wird weiterhin möglich sein (via http://blog.slub-dresden.de/beitrag/2015/12/10/ueberfuehrung-des-sondersammelgebietes-technikgeschichte/).

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Buch und Bibliothek 11/2015

Aus dem Inhalt (in Auswahl): Ein Streifzug durch den IFLA-Weltkongress in Kapstadt; Uni-Bibliothek Konstanz wieder geöffnet; 100 Jahre Bibliothek für Zeitgeschichte (Christian Westerhoff); Plädoyer für eine Kooperation zur dauerhaften Nutzung bibliografischer Datenbestände: Urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften und Nationalbibliotheken sollten zusammenarbeiten (Wolfgang Ziebarth); Nicht anfassen! Oder doch? Neues 3-D-Präsentationssystem ermöglicht virtuelles Blättern in dreidimensional animierten Büchern (Steffen Heizereder); SCHWERPUNKT: Datenschutz; Das Herz der Universität schlägt wieder: Freiburger UB nach sechs Jahren Bauzeit eröffnet - 53 Millionen Euro Kosten / Modernes Medienzentrum integriert (Elisabeth Weidling).

Projektplan für Umstieg auf Alma im Österreichischen Bibliothekenverbund (OBV)

Nach der Entscheidung für das neue, konsortiale Bibliotheksverwaltungssystem Alma wurde der Projektplan für den Umstieg auf der Vollversammlung des Österreichischen Bibliothekenverbundes (OBV) am 21.11.2015 an der Wirtschaftsuniversität Wien vorgestellt.

Der Wechsel wird in drei Phasen erfolgen: 1. Konzeption, 2. Implementierung und 3. Betrieb. Die Projektleitung liegt bei der Herstellerfirma Ex Libris ebenso wie bei der Österreichischen Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG). Die Konzeptionsphase umfasst das 1. Halbjahr 2016 und ist der Konkretisierung und Spezifizierung der Konzeptanforderungen gewidmet: Verbundarchitektur, Normdaten, ZDB, Datenschutz, Migration / Parallelbetrieb und konsortiale Funktionalitäten.

Die Implementierungsphase beginnt im Juli 2016 mit einem halben Jahr vorbereitender Aktivitäten (Testumgebung, Training, Studium Dokumentation, Überprüfung von Arbeitsabläufen und Daten). Danach erfolgt ab Januar 2017 die eigentliche Implementierung in drei Gruppen: Einzelne Verbundteilnehmerbibliotheken starten zeitlich versetzt mit der Implementierung. Daneben wird im Januar 2017 mit der Implementierung der zentralen Services an der OBVSG begonnen. Für diese Tätigkeit sind 15 Monate veranschlagt.

Die letzte Phase sieht die Inbetriebnahme der drei Gruppen von Bibliotheken - wiederum zeitlich versetzt - vor. Mit dem 2. Quartal 2018 sollen die zentralen Services folgen. Zu allen Zeiten muss der Parallelbetreib mit Aleph vollständig gewährleistet bleiben, selbstverständlich auch nach dem Umstieg (via https://www.obvsg.at/fileadmin/files/obvsg/news/newsletter-obvsg-2015-3.pdf).

Wissenschaftler: Digitalisierung gefährdeter Kulturstätten bleibt unzureichend

http://heise.de/-3052388

Dienstag, 22. Dezember 2015

Virtuelle Ausstellung des Südtiroler Landesarchivs zum Ersten Weltkrieg

https://bildarchiv.prov.bz.it/SLA_expo/categories/227

via http://archivalia.hypotheses.org/52840

Krupp-Stiftung ermöglicht Lehrstühle für Provenienzforschung

Auf Initiative der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung werden an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zwei neue Stiftungslehrstühle eingerichtet, darunter der bundesweit erste Lehrstuhl zur Provenienzforschung, und ein weiterer zum Kunstrecht und zum Kulturgutschutz. Die Krupp-Stiftung stattet die Stiftungslehrstühle für den Zeitraum von fünf Jahren mit jeweils einer Million Euro an Fördermitteln aus.

Neue Digitalisate der BSB München

Prachthandschrift "Ehrenspiegel des Hauses Österreich"

Beispielseite: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00103106/images/index.html?id=00103106&seite=680

Digitale Version, Band 1: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00103105/images/index.html

Digitale Version, Band 2: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00103106/images/index.html

Großformatige lateinische Bibel von Petrus Grillinger (1428)

Zur digitalen Version: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00104459/images/index.html

Beispielseite: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0010/bsb00104459/images/index.html?id=00104459&groesser=&fip=eayayztssdasyztswwyztseayawen&no=2&seite=368

Prachtchorbuch Albrechts V.

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00103729/image_1

Film auf You Tube: Prachtchorbuch Albrechts V. erstmals veröffentlicht (2:05 min.)

DFG unterstützt 21 neue Fachinformationsdienste

Die DFG fördert weitere 21 Fachinformationsdienste an wissenschaftlichen Bibliotheken. Der Hauptausschuss der DFG bewilligte in seiner Dezember-Sitzung insgesamt 21,2 Millionen Euro für den Aufbau spezialisierter Literatur- und Informationsangebote. Damit will die DFG die Bibliotheken in ihrer Servicerolle und mit ihren Dienstleistungen für Forschung und Wissenschaft in Deutschland stärken.

Die neu eingerichteten Fachinformationsdienste sind zum einen auf ein breites fachliches Spektrum (Geistes- und Sozialwissenschaften, Geowissenschaften), zum anderen auf Forschungsregionen bezogen. Anders als die früheren „Sondersammelgebiete“ an Bibliotheken in Deutschland bezwecken die Fachinformationsdienste nicht mehr das möglichst vollständige Sammeln und Archivieren von Veröffentlichungen, sondern berücksichtigen die unterschiedlichen Interessen der Forschung in den einzelnen Disziplinen; hinzu treten weitere Serviceleistungen.

Zu den Ergänzungsangeboten der Fachinformationsdienste zählt vor allem die Bereitstellung forschungsrelevanter Materialien, die über die bibliothekarische Grundversorgung hinausgehen (beispielsweise durch eine neue Form von Lizenzverträgen, die den überregionalen Zugriff auf digitale Ressourcen erlauben). Ermöglicht werden aber auch weitere fachspezifische Dienstleistungen, die im engen Austausch mit der Forschungscommunity entwickelt werden können. Zu den Dienstleistungen, die sich ausdrücklich an den Interessen der Forschung orientieren, gehören etwa die Fortsetzung und technische Weiterentwicklung einer „Deutschen Historischen Bibliographie“ im Fachinformationsdienst „Geschichtswissenschaft“ an der Bayerischen Staatsbibliothek in München in Kooperation mit der Bibliothek des Deutschen Museums München. Ein anderes Beispiel: Im Rahmen des Fachinformationsdiensts „Kartographie“ entwickelt die Staatsbibliothek Berlin einen neuen Service zur Vermittlung von Geobasisdaten für Forschungsprojekte verschiedener Fächer. Ein Beispiel für ein regional ausgerichtetes Angebot ist schließlich der Fachinformationsdienst „Afrikastudien“ an der Universitätsbibliothek Frankfurt/Main. Dort wird die systematische Erwerbung schwer zugänglicher Veröffentlichungen aus afrikanischen Staaten fortgesetzt. Zusätzlich unterstützt die Bibliothek die Afrikaforschung durch Beratungsdienstleistungen für eine Vielzahl von zum Teil sehr kleinen Universitätsinstituten.

In den kommenden drei Jahren wird der Aufbau folgender Fachinformationsdienste unterstützt:

Fachinformationsdienst Afrikastudien, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt/Main • Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt/Main • Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften – Propylaeum, Universitätsbibliothek Heidelberg und Bayerische Staatsbibliothek München • Fachinformationsdienst Anglo-American Culture, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und Bibliothek des J. F. Kennedy-Instituts der Freien Universität Berlin • Fachinformationsdienst Benelux / Low Country Studies, Universitäts- und Landesbibliothek Münster • Fachinformationsdienst CrossAsia – Asien, Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz und Universitätsbibliothek Heidelberg • Fachinformationsdienst Geowissenschaften der festen Erde – Offene Informationsinfrastruktur für die Geowissenschaften der festen Erde, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und Deutsches Geoforschungszentrum Potsdam • Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft, Bayerische Staatsbibliothek München und Bibliothek des Deutschen Museums München • Fachinformationsdienst Jüdische Studien, Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt/Main, und Hochschule der Medien, Stuttgart (Prof. Dr. Kai Eckert) • Fachinformationsdienst Kartographie und Geobasisdaten, Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz • Fachinformationsdienst Lateinamerika, Karibik und Latino Studies, Bibliothek des Ibero-Amerikanischen Instituts Berlin – Preußischer Kulturbesitz • Fachinformationsdienst Montan, Bergbau und Hüttenwesen, Universitätsbibliothek der Technischen Universität Bergakademie Freiberg • Fachinformationsdienst Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien, Universität- und Landesbibliothek Halle/Saale • Fachinformationsdienst Nordeuropa, Universitätsbibliothek Kiel • Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel-, Südosteuropa, Bayerische Staatsbibliothek München • Fachinformationsdienst Politikwissenschaft, Staats- und Universitätsbibliothek Bremen und GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln (Dr. Philipp Mayr) • Fachinformationsdienst Religionswissenschaft, Universitätsbibliothek Tübingen • Fachinformationsdienst Romanistik, Universitäts- und Landesbibliothek Bonn und Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg • Fachinformationsdienst Slawistik, Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz • Fachinformationsdienst Sozial- und Kulturanthropologie, Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin • Fachinformationsdienst Soziologie, Universität- und Stadtbibliothek Köln und GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim (Prof. Dr. Christof Wolf)

Mit der Förderentscheidung des Hauptausschusses wird die dreijährige Umstrukturierung der bisher DFG-geförderten Sondersammelgebiete abgeschlossen. Mehr als zwei Drittel der langjährig unterstützten Sondersammelgebiete haben bereits jetzt eine Fortsetzung im Rahmen eines Fachinformationsdienstes gefunden. Ab Januar 2016 befinden sich insgesamt 31 Fachinformationsdienste im Aufbau. Das Förderprogramm steht ab 2016 allen Bibliotheken und wissenschaftlichen Informationseinrichtungen offen, die sich für die Versorgung weiterer Fächer engagieren wollen.

Weitere Informationen können von der Website der DFG abgerufen werden (http://www.dfg.de/foerderung/programme/infrastruktur/lis/lis_foerderangebote/fachinformationsdienste_wissenschaft/index.html) (via https://idw-online.de/de/news643697).

[Infografik] Es ist niemals zu spät mit dem Lesen zu beginnen

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/12/22/infografik-es-ist-niemals-zu-spaet-mit-dem-lesen-zu-beginnen/

Montag, 21. Dezember 2015

Schrettinger-Katalog der BSB München jetzt auch digital

In 151 Schachteln wird der älteste große Schlagwortkatalog der Welt, der "Schrettinger-Katalog", aufbewahrt. Von 1819 bis 1856 haben die Bibliothekare Martin Schrettinger und Heinrich Foringer rund 84.000 Titel der damaligen Münchner Hofbibliothek alphabetisch nach Themen geordnet und handschriftlich auf 17.000 Folioblättern notiert. Diese Art der Sacherschließung half dabei, den Zustrom an Büchern in die Hofbibliothek aus der Säkularisationszeit besser zugänglich zu machen. Der "Schrettinger-Katalog" ist bis heute ein praktisches Erschließungsinstrument für die Altbestände der Bayerischen Staatsbibliothek, aber auch ein Dokument der Bibliotheksgeschichte und Spiegelbild der frühen Wissenschaftsgeschichte.

Der Katalog kann über den OPACplus der Bayerischen Staatsbibliothek auch digital eingesehen werden (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?id=BV042618737&db=100). Für einen schnellen Überblick gibt es ein maschinenschriftliches Schlagwortregister aus dem Jahr 1980, das ebenfalls elektronisch zur Verfügung steht (https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?id=BV043205768&db=100).

o-bib. Das offene Bibliotheksjournal Bd. 2. Nr. 4 (2015)

https://www.o-bib.de/issue/view/2015H4/showToc

Das vom VDB herausgegebene offene Bibliotheksjournal o-bib veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe frei zugänglich und kostenlos ausgewählte Vorträge vom 104. Deutschen Bibliothekartag in Nürnberg.

Aus dem Inhalt: Die Lobbyarbeit des dbv: Allgemeine Überlegungen und konkrete Umsetzung am Beispiel des Urheberrechts / Natascha Reip, Frank Simon-Ritz; Forschungsdatenmanagement als Herausforderung für Hochschulen und Hochschulbibliotheken / Ulrich Meyer-Doerpinghaus, Beate Tröger; Forschungsdatenmanagement als überregionale Aufgabe der Informationsversorgung - was kann eine Zentrale Fachbibliothek wie ZB MED Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften leisten? / Birte Lindstädt; Verhandlung von FID-Lizenzen durch das Kompetenzzentrum für Lizenzierung – Statusbericht / Ursula Stanek, Kristine Hillenkötter; Neue Wege in der Informationsversorgung: Das Beispiel Fachinformationsdienst Medien- und Kommunikationswissenschaft / Sebastian Stoppe; Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten (CIB) – Passagen einer Reform / Uwe Risch; Wechsel des Bibliothekssystems in die Cloud / Vanessa Kauke, Bruno Klotz-Berendes; Software as a Service: Herausforderungen bei der Einführung des Bibliothekssystems Alma in der Freien Universität Berlin / Jiri Kende; Klärung des urheberrechtlichen Status: Wege und Perspektiven in der Deutschen Nationalbibliothek / Kathrin Jockel; Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) – ein neuer Dienst der Deutschen Nationalbibliothek / Reinhard Altenhöner, Katharina Schöneborn; Der Wissenschaftskreislauf schließt sich: Publizieren bei einer Spezialbibliothek –ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften / Ursula Arning; Nachlassverzeichnisse im Netz – Ein Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek / Maximilian Schreiber.

Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema "Bibliotheken unterstützen Open Access-Zeitschriften: eine Bedarfsabklärung" (Alice Keller). Den Abschluss bilden Tagungsberichte und Nachrichten aus dem Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare e.V. (VDB).

Wikipedia-Artikel zu Marianne Buder und Nachlass in Kalliope erfasst

Für den Arbeitskreis Geschichte des Informationswesens in Deutschland der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen e.V. (DGI) haben die Teilnehmer des Lehrgangs Fachangestellte für Medien und Informationsdienste 07/14 im Rahmen ihres Abschlussprojektes bei indisoft Berlin aus 48 Aktenordnern das wissenschaftliche Werk von Marianne Buder, ehemals Vizepräsidentin der DGD, in Bezug auf die Geschichte des Informationswesens in Deutschland und besonders Berlins mit Hilfe des nationalen Nachweisinstruments für Nachlässe, Autographen und Verlagsarchive, Kalliope, erfasst. Neben den Erschließungsarbeiten formulierte das Team einen Wikipedia-Artikel zu Marianne Buder, der am 24.11.2015 online ging und Marianne Buder als engagierte Dokumentationswissenschaftlerin einen Platz in der Riege ihrer männlichen Kollegen sichert (https://de.wikipedia.org/wiki/Marianne_Buder)(via DGI-Newsletter Nr. 66 - Dezember 2015).

DGI-Praxistage „Informationsvisualisierung. Hype oder Trend?“

Am 08. und 09.11.2015 fanden im Gästehaus der Goethe-Universität in Frankfurt am Main die 5. DGI-Praxistage „Informationsvisualisierung. Hype oder Trend?“ statt. Erstmalig wurden diesmal im Vorfeld drei gut besuchte und spannende Workshops zu dem Thema angeboten. Anschließend wurde wie in den Jahren zuvor anlässlich des von Elka Sloan moderierten Kamingesprächs „Sagt ein Bild mehr als 1000 Worte?“ diskutiert und danach in gehobenem und kulinarisch äußerst ansprechenden Ambiente "genetzwerkt". Fazit des Abends war, dass Bilder Worte nicht ersetzen, aber durchaus schlagkräftig unterstützen können.

Alle weiteren Informationen und einige Vortragsfolien finden sich auf der Veranstaltungsseite http://dgi-info.de/events/2015-dgi-praxistage-visualisierung/ (via DGI-Newsletter Nr. 66 - Dezember 2015).

DFG fördert Fachinformationsdienst Romanistik

Die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn wird ab 2016 gemeinsam mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg die romanistische Forschung mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Fachinformationsdienst (FID) unterstützen.

Das Profil des FID Romanistik umfasst die Sprach-, Literatur, Kultur-, Medien- und Übersetzungswissenschaften sowie die Fachdidaktik. Im Mittelpunkt der kommenden dreijährigen Förderphase stehen:

- die Sammlung und überregionale Bereitstellung von romanistischer Literatur für den Spitzenbedarf in allen Medienformen, - der Betrieb eines romanistischen Rechercheportals, - die Unterstützung der Wissenschaftler in den Bereichen des Open-Access-Publizierens und des Forschungsdatenmanagements, - die Verzahnung aller Angebote mit der romanistischen Kommunikationsplattform romanistik.de.

Der Fachinformationsdienst tritt nach der Umstellung der DFG-Förderprogramme zur wissenschaftlichen Informationsversorgung an die Stelle der bisherigen Sondersammelgebiete "Allgemeine Romanistik", "Französische Philologie", "Italienische Philologie" und "Spanien, Portugal".

Freitag, 18. Dezember 2015

Information - Wissenschaft & Praxis 66 (2015) H.5-6

Inhalt: http://www.degruyter.com/view/j/iwp.2015.66.issue-5-6/issue-files/iwp.2015.66.issue-5-6.xml

Das Heft widmet sich schwewrpunktmäßig dem Thema Digital Humanities. Folgende Beiträge sind enthalten (Auswahl): Informationswissenschaft und Digital Humanities / Burghardt, Manuel, Wolff, Christian, Womser-Hacker, Christa; Was sind IT-basierte Forschungsinfrastrukturen für die Geistes- und Sozialwissenschaften und wie können sie genutzt werden? / Heyer, Gerhard, Eckart, Thomas, Goldhahn, Dirk; Die Infrastruktur-Angebote von DARIAH-DE und TextGrid / Blümm, Mirjam, Funk, Stefan E., Söring, Sibylle; Zentren für Digital Humanities in Deutschland / Burghardt, Manuel, Wolff, Christian; Zwischen Beobachtung und Partizipation – nutzerzentrierte Methoden für eine Bedarfsanalyse in der digitalen Geschichtswissenschaft / Heuwing, Ben, Womser-Hacker, Christa.

Die Urheberrechtsreform und ihre möglichen Folgen - MICHAEL ROESLER-GRAICHEN

http://www.boersenblatt.net/artikel-die_urheberrechtsreform_und_ihre_moeglichen_folgen.1068149.html

Zitate aus dem Text: "Dass die VG Wort und mit ihr weitere Verwertungs­gesellschaften von Verlagen möglicherweise bald über 400 Millionen Euro an Ausschüttungen aus den Jahren 2012 bis 2015 zurückfordern müssen..., ist der traurige Höhepunkt einer Entwicklung, die das Urheberrecht und die von ihm abgeleiteten Verlagsrechte seit Jahren in Mitleidenschaft zieht. Sollte der Bundesgerichtshof im Verfahren zwischen dem Autor Martin Vogel und der VG Wort die Begründung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) übernehmen, träte der Worst Case ein. Und es ist nicht sicher, dass noch eine juristische Lösung gefunden werden kann, die dies verhindert....Die ...unterstellte Asymmetrie von Autor und Verlag verkennt, wie wichtig das kollaborative Verhältnis beider ist. Viele Werke, ob ein Roman, ein Sachbuch oder ein wissenschaftliches Werk, entstehen erst in der Arbeitsbeziehung zwischen Autor, Lektor und gegebenenfalls Übersetzer. Bis aus einem eingereichten Manuskript ein fertiges Buch geworden ist, das an den Buchhandel ausgeliefert wird, sind viele Überlegungen, Planungs- und Arbeitsschritte nötig, in die alle Abteilungen eines Verlags eingebunden sind, von der Programmplanung über Lektorat und Herstellung bis hin zu Presse und Marketing. Ein Verlag produziert zudem nicht nur einzelne Titel, sondern schafft mit jedem Programm ein Stück gelebte Kultur. [Es] ist ... doch in der großen Zahl der Fälle so – wenn man einmal die sogenannten Bezahlverlage ausklammert –, dass Verlage die Verfasser von Manuskripten doch erst zu den Autoren machen, als die sie später vom Lesepublikum und der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das Konzept des isolierten Urhebers, der frei über die Nutzung seiner Werke verfügt, und allenfalls Werknutzungsbewilligungen erteilt, sorgt ­gerade nicht für die Unabhängigkeit, die sich die Gedanken­experimentatoren davon versprechen. Es spielt vielmehr Aggregatoren in die Hände, die Leistungen anderer, in die sie nicht investiert haben, gewinnbringend nutzen....Im Fall des Paragrafen 52b Urheberrechtsgesetz, den der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom April dieses Jahres extensiv ausgelegt hatte, werden die Gewichte nicht (vermeintlich) zugunsten der Urheber, sondern (vermeintlich) zugunsten der Nutzer verschoben. Die Praxis, am Bildschirm angezeigte Werke nicht nur auf einen USB-Stick zu laden, sondern auch in Teilen auszudrucken, wurde durch das Gericht sanktioniert. Man wird genau beobachten müssen, ob die auf nationaler Ebene geplante Bildungs- und Wissenschaftsschranke Justizentscheidungen wie die zum Paragraf 52a festschreibt oder ob sie Lizenzangeboten der Verlagshäuser einen tatsächlichen Vorrang einräumt – im Interesse einer fairen Beteiligung der Verlage....Würden alle geplanten Eingriffe auf nationaler oder europäischer Ebene Gesetz, hätte das privatwirtschaftliche Modell des Verlegens kaum eine Überlebenschance."

Fraunhofer IAIS macht durch das "kicker Archiv" 50 Jahre Fußballgeschichte digital verfügbar

Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS hat das kicker Archiv realisiert. Durch den Einsatz neuer Dokumentenanalyse-Technologien zur Erschließung von digitalisierten Dokumentbeständen kann mittels Volltextsuche in über 300.000 kicker-Seiten recherchiert werden.

"Der Nutzer kann beispielsweise den Namen eines Spielers als Suchbegriff eingeben und erhält in der Ergebnisübersicht nicht wie bisher üblich nur die Ausgaben und Seitenzahlen genannt, sondern auch die Artikeltexte, in denen der Begriff vorkommt. Technisch möglich ist das durch Artikel-Separierung mit einer speziell angepassten OCR-Verarbeitung" (via https://idw-online.de/de/news643599).

Das kicker Archiv ist leider nur passwortgeschützt benutzbar.

Themenbibliothek Erster Weltkrieg und Novemberrevolution

Um ihre reichhaltigen Bestände an Quellen und Forschungsliteratur zum Ersten Weltkrieg und zur anschließenden Revolutionszeit noch besser zugänglich zu machen, hat die Bayerische Staatsbibliothek die Themenbibliothek Erster Weltkrieg und Novemberrevolution freigeschaltet. Sie ist erreichbar über die Adresse http://erster-weltkrieg.historicum.net.

Die Themenbibliothek besteht aus zwei Modulen:

1. Das Themenportal bietet eine Bestandsübersicht zu allen einschlägigen Dokumenttypen, gibt Hinweise für die Recherche, weist Online-Ressourcen nach und stellt ausgewähltes Quellenmaterial zur Verfügung.

2. Als zweite Komponente steht ein Spezialkatalog mit mehr als 54.000 Einträgen zur Verfügung. Ein großer Teil der Publikationen aus der Zeit vor 1982 wurde bereits mit Schlagwörtern angereichert, um eine übergreifende Sacherschließung für den Spezialkatalog anbieten zu können (via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg57043.html).

Infographic: How Much Does Google Really Know About You?

http://the-digital-reader.com/2015/12/17/infographic-how-much-does-google-really-know-about-you/

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Museen verzeichnen 2014 wieder mehr Besucher

Deutsche Museen und Ausstellungshäuser verzeichneten 2014 rund 118 Millionen Besucher und damit fast 3 Millionen mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen haben das Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Deutsche Museumsbund e.V. veröffentlicht. Deutliche Zuwächse gab es unter anderem in den ortsgeschichtlichen Museen und den Schloss- und Burgmuseen, Rückgänge verzeichneten erneut die naturkundlichen Museen. Die am häufigsten genannten Gründe für den Anstieg der Besucherzahlen waren Sonderausstellungen und die Erweiterung der Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise Museumspädagogik. Insgesamt meldeten die Museen 9.058 Sonderausstellungen, davon waren rund 40 % Kunstausstellungen.

Qatar Digital Library (QDL)

Die im Entstehen begriffene Qatar National Library hat bereits ein umfangreiches digitales Archiv aufgebaut. In der Qatar Digital Library (QDL) ("Explore the Archive") befinden sich bereits über 645.000 Dokumente. Dabei handelt es sich um digitalisierte Seiten zur Geschichte der Golfregion, des Nahen Ostens, islamische Handschriften, Landkarten, Tondokumente und Fotografien und vieles mehr. Um gezielt zu suchen, empfiehlt es sich, die Filtermöglichkeit am linken Bildschirmrand zu nutzen (Filter by Subject, by Place, by Type, by People & Organisations, by Date). Dadurch kann die Zahl der Treffer beträchtlich eingegrenzt werden.

Außerdem stehen 112 (Stand: Ende Dezember 2015) "Articles From Our Experts" frei zur Verfügung. Die thematische Bandbreite der Artikel erstreckt sich von Episoden aus dem Leben von Shaikh Hamad bin Isa Al Khalifa, einer bedeutenden Persönlichkeit in Bahrain in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, über einen historischen Überblick der Beziehungen zwischen Großbritannien und Iran (Country Profile: Iran) bis zur Information, welchen Weg und in welcher Zeit, nämlich in 22 Tagen, eine Botschaft von London nach Basra im Jahre 1814 nahm.

Die QDL entstand aus der Kooperation zwischen der Qatar Foundation, der Qatar National Library und der British Library. Alle Dokumente werden sowohl in arabischer als auch in englischer Sprache präsentiert bzw. erläutert.

BuB 12/2015

Die neue Ausgabe der Fachzeitschrift BuB - Forum Buch und Bibliothek (12/2015) hat den Schwerpunkt "'Mein Kampf' - gemeinfrei". Sie beschäftigt sich u.a. mit der geplanten wissenschaftlich kommentierten Neuauflage des Instituts für Zeitgeschichte und der urheberrechtlichen Freigabe von Hitlers "Mein Kampf". Empfehlenswert ist außerdem ein Gespräch mit der ehemaligen Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin Claudia Lux, deren Aufgabe es ist, die Nationalbibliothek von Katar "in allen Bereichen für den Neubau so vorzubereiten, dass eine lokale Persönlichkeit sie vor der Eröffnung übernehmen kann und sie in der Zukunft ihre Funktionen für Katar ausüben kann". Interessant sind auch ihre Bemühungen, die problematischen politischen und sozialen Verhältnisse in dem Emirat zu relativieren.

Die BuB-Hefte sind drei Monate nach Erscheinen als PDF-Dokumente im Web frei zugänglich (BuB PDF-Archiv).

Onleihe Rheinland-Pfalz: Neue Bibliotheken

Der Onleihe-Verbund Rheinland-Pfalz ist auch 2015 weiter kräftig gewachsen - sowohl beim Medienangebot und bei den Entleihungen als auch bei der Zahl der beteiligten Bibliotheken. Insgesamt 14 Bibliotheken sind im Jahr 2015 als neue Mitglieder dem Onleihe-Verbund beigetreten. Mit aktuell 57 Mitgliedsbibliotheken zählt die Onleihe Rheinland-Pfalz zu den größten Onleihe-Verbünden in Deutschland.

Die Neueinsteiger 2015 in alphabetischer Reihenfolge: Stadtbücherei Bad Ems, Stadtbibliothek Bad Neuenahr, Öffentliche Bücherei Bad Sobern, Stadtbibliothek Bingen, Stadtbücherei Boppard, Stadtbibliothek Diez, Gemeindebücherei Haßloch, Gemeinde- und Pfarrbücherei Hauenstein, Stadtbücherei Landstuhl, Öffentliche Bücherei Anna Seghers Mainz, Zentralbücherei Prüm, Stadtbücherei Rockenhausen, Gemeindebücherei Waldmohr, Bibliothek im Schulzentrum Wörrstadt.

Eine Besonderheit des Onleihe-Verbundes Rheinland-Pfalz ist die Beteiligung der wissenschaftlichen Bibliotheken im LBZ. Der Verbund bietet deshalb auch ein größeres Angebot an wissenschaftlicher Literatur für die Aus- und Weiterbildung an, das weiter ausgebaut werden soll (via bibliotheken heute 3/2015).

bibliotheken heute Heft 3/2015 erschienen

http://lbz.rlp.de/fileadmin/lbz/LBZ/Publikationen/bibliotheken_heute/bibliotheken-heute15-3.pdf

Zum Jahresende ist Heft 3/2015 der rheinland-pfälzischen Bibliothekszeitschrift bibliotheken heute erschienen. Es widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema "Bibliotheksangebote für Flüchtlinge und Asylsuchende in Rheinland-Pfalz". Bibliotheken berichten in Auswahl über ihre Aktivitäten und Angebote. In einem Interview geben in der Flüchtlingsarbeit Engagierte Hinweise aus der Praxis, die für Bibliotheken interessant sein könnten. Weitere Themen sind u.a. ein Bericht über die Situation der Bestandserhaltung in Rheinland-Pfalz, der die Ergebnisse einer Umfrage zusammenfasst. Darüber hinaus gibt es in der neuen Ausgabe von bibliotheken heute ein Rückblick auf den Schulbibliothekstag 2015 und auf den vergangenen LESESOMMER sowie eine Vorschau auf die neuen Werbematerialien für die kommende LESESOMMER-Saison 2016.

Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz im Länderverzeichnis national wertvollen Kulturgutes Rheinland-Pfalz aufgenommen

Das Landesbibliothekszentrum (LBZ) Rheinland-Pfalz ist mit dem schriftlichen Nachlass des Malers Max Slevogt und dem sogenannten Gründungsbestand der Bibliotheca Bipontina in das „Länderverzeichnis national wertvollen Kulturgutes“ aufgenommen worden. Kulturgüter werden in das "Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes" eingetragen, wenn ihre Abwanderung aus Deutschland einen wesentlichen Verlust für den deutschen Kulturbesitz bedeuten würde bzw. wenn sie von wesentlicher Bedeutung für die deutsche politische, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte sind.

Der schriftliche Nachlass des Malers und Graphikers Max Slevogt (1868 - 1932) wird im LBZ in der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer aufbewahrt. Es handelt sich dabei um einen der wichtigsten deutschen Künstlernachlässe des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Max Slevogt war ein Künstler, der im heutigen Rheinland-Pfalz gearbeitet und gelebt hat und auch hier verstorben ist. Das Material des schriftlichen Nachlasses setzt sich aus etwa 3.700 hand- und maschinenschriftlichen Schriftstücken zusammen. Besonders reich belegt sind die letzten 15 Lebensjahre des Künstlers. Erhalten haben sich unter diesen Materialien einige Werkmanuskripte Slevogts, weiter 170 Schreiben von seiner Hand, die an Mitglieder seiner Familie gerichtet sind. Den größten zusammengehörigen Block bildet die eingegangene Korrespondenz, darunter unter anderem Briefe von Lovis Corinth, Gerhard Hauptmann, Käthe Kollwitz, Alfred Kubin, Max Liebermann und Christian Morgenstern. Dieser Nachlass ist eine überaus bedeutende Quelle für das persönliche Netzwerk Slevogts, aber auch für den deutschen Kunstbetrieb insbesondere in der Weimarer Republik. Neben biographischen Erkenntnissen ermöglicht das Material auch Aussagen zur Entstehung vieler Gemälde und Illustrationsfolgen des Künstlers.

Bei dem sogenannten 'Gründungsbestand' der Bibliotheca Bipontina, LBZ Zweibrücken, handelt es sich um die Bibliothek des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Birkenfeld (1560 - 1600), die, seinem Testament entsprechend, von allen seinen Nachfahren aus der wittelsbachischen Nebenlinie bis zur französischen Revolution erweitert und gepflegt wurde. Die Büchersammlung war bereits im 16. Jahrhundert öffentlich zugänglich und vorwiegend als Arbeitsbibliothek konzipiert. Sie spiegelt die streng lutherischen Sozialisation Karls an den Brennpunkten der Entstehung des großen lutherischen Einigungswerkes, des Konkordienbuches (1580), wider und ist Zeugnis der konfessionellen Verteidigungsstrategien des lutherischen Teils der vorderen Grafschaft Sponheim. Der geschlossene Bestand verlebendigt mit der Vielfalt seiner thematischen Orientierung das Alltagsleben einer Hofhaltung des 16. Jahrhunderts. Er dokumentiert darüber hinaus die kulturellen und dynastischen Verbindungen der Zweibrücker Herzogsfamilie mit den bedeutendsten Fürstenhäusern Europas. - Die Bibliothek enthält eine kunsthistorisch bemerkenswerte Sammlung hervorragender Einbände und Goldschnittarbeiten beispielsweise des Renaissance-Buchbinders Jakob Krause sowie wertvolle Handschriften, Inkunabeln und Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts. Provenienzeinträge und Kommentare des Bibliotheksgründers dokumentieren die Bestandsentwicklung genau und erlauben Rückschlüsse auf individuelle und zeittypische Gegebenheiten. - Der überlieferte Nachlasskatalog dieser wittelsbachischen Büchersammlung (1603) verzeichnet rund 1.800 Titel, von denen über drei Viertel erhalten geblieben sind (nach der Pressemeldung vom 17.12.2015).

Perspektive Bibliothek Bd. 4. Nr. 2 (2015) veröffentlicht

http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bibliothek/issue/view/2594

Aus dem Inhalt:

Die Bibliothek in der Tasche: Möglichkeiten und Grenzen mobiler Anwendungen in der Benutzung / Julia Dickel S.5-32; Entwicklung und Implementierung eines MARC21-MARCXML-Konverters in der Programmiersprache Perl / Wolfgang Boiger S.33-59; Repositorien für Forschungsdaten am Beispiel des Faches Biologie: Ein neues Aufgabenfeld für Bibliotheken? / Ann-Catrin Fender S.60-86; Vor Kindle: Die Anfänge des E-Books / Anja Jungbluth S.87-106; Paradigmenwechsel im Personalmanagement unter dem Vorzeichen von Generationswechsel: Wandel der Mitarbeiterführung in Zeiten der digitalen Gesellschaft / Benjamin Merkler S.107-126; Diversity als Chance: Interkulturelle Kompetenz als Schlüssel erfolgreichen Managements in Bibliotheken / Anja Jungbluth S.127-149; Kommunikation als Medium der Führung – Vier Seiten einer Nachricht und die Kunst des Fragens und des Zuhörens / Ann-Catrin Fender S.150-171.

Fraunhofer Open Access

Der Fraunhofer Vorstand hat am 12.10.2015 die Fraunhofer Open Access-Strategie 2020 verabschiedet. Die Strategie konkretisiert, welche Ziele Fraunhofer mit Open Access anstrebt und legt konkrete Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre fest (http://www.openaccess.fraunhofer.de/wp-content/uploads/2015/12/Fraunhofer-Open-Access-Strategie-2020.pdf).

Konkret wird angestrebt, bis 2020 mindestens jede zweite wissenschaftliche Publikation eines Jahrgangs per Open Access frei zugänglich zu machen, davon mindestens ein Drittel über den goldenen Weg der Erstveröffentlichung in einer Open Access-Zeitschrift. Durch gezielte Förderung soll zugleich erreicht werden, dass – soweit möglich – auch zugehörige Forschungsdaten frei zugänglich gemacht werden.

Die größten Irrtümer zum Thema Medienrecht / Sascha Schmidt - Landesmedienzentrum BW

"Viele glauben, dass man fremde Bilder und Texte mit Quellenangabe rechtlich unbedenklich ins Netz stellen kann – doch weit gefehlt. Über diesen und andere Irrtümer klärte Rechtsanwalt Henning Krieg am Landesmedienzentrum in Stuttgart auf. Beim Referententreffen stellte er klar, in welchen Rechtsfällen Nutzer/-innen wirklich achtsam sein sollten und hinter welchen Mythen Irrtümer stecken"... [weiter] http://www.lmz-bw.de/medienbildung/aktuelles/mediaculture-blog/blogeinzelansicht/2015/die-groessten-irrtuemer-zum-thema-medien-recht.html

Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA

Mittwoch, 16. Dezember 2015

EBLIDA und IFLA beziehen Stellung zur geplanten Urheberrechtsreform der EU-Kommission

EBLIDA President Jukka Relander said, “Because libraries and archives in Europe do not have uniform exceptions and limitations available to them in their member states, they cannot effectively share information across Europe’s borders. Citizens in the 28 EU member states have different and unequal access to information. 21st century libraries and archives need legal certainty to ensure that they can achieve their public service missions of providing free access to information to help build an innovative and inclusive society. EBLIDA agrees with the EU Commission that widening access to content across the EU is necessary and welcomes the opportunity to participate in consultations that consider exceptions to copyright rules for an innovative and inclusive society.”

IFLA President, Donna Scheeder added: “We welcome the Commission’s commitment to copyright exceptions and limitations related to knowledge, research and education being a key priority of the coming Digital Single Market. That the Commission is considering new exceptions and limitations to permit text and data mining, remote consultation of library holdings and digital preservation demonstrates its understanding of the challenges libraries and archives face in the digital age.”

Mehr dazu: http://www.eblida.org/News/2015/press-release_modernisation-copyright-rules_eblida-ifla.pdf

VDLied

Das Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugschriften digital (VDLied) ergänzt die jahrhundertbezogenen nationalbibliographischen Verzeichnisse VD 16, VD 17 und VD 18 als medienspezifisches, jahrhundertübergreifendes Verzeichnis. In der Datenbank VDLied werden nur vollständig digitalisierte Drucke nachgewiesen. VDLied erfasst sowohl die als Ephemera oft nur in wenigen Exemplaren erhaltenen populären Kleindrucke der Flugschriften als auch die in diesen Drucken enthaltenen Lieder (meist zwei oder mehr). Die Erschließung der Lieder umfasst neben dem Liedanfang auch Refrain und Melodienverweis sowie Strophen- und Zeilenzahl.

Von 2012 bis 2015 wurde das Projekt von der DFG gefördert. In der Förderphase wurden die Liedflugschriftensammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und des Zentrums für Populäre Kultur und Musik (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) mit den enthaltenen Liedern erfasst, die Drucke digitalisiert und die Daten in dem von der Verbundzentrale des GBV eingerichteten Portal VDLied zusammengeführt. Beteiligt ist außerdem das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes Wien, das die Daten der dort bereits erschlossenen und digitalisierten Liedflugschriften dem Projekt zur Verfügung stellt. Weitere Informationen zum VDLied können unter http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/historische-drucke/projekte/vd-lied-digital/ abgerufen werden.

Südwest-Info - Mitteilungsblatt des VDB-Regionalverbands Südwest - Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz , Saarland - Nr. 28 (2015)

http://www.vdb-online.org/landesverbaende/sw/sw-info/suedwest-info-28-2015.pdf

Aus dem Inhalt: Der neue Triplex-Lesesaal der Universität Heidelberg: Lernzentrum auf 6.500 Quaddratmetern (Martin Nissen); Die Bibliothek der Universität Konstanz nach fünf Jahren Sanierung: Teil-Wiedereröffnung als Meilenstein (Oliver Kohl-Frey); RDA im SWB live (Silke Horny); Ausstellung „Karlsruher TulpenKULTur. Markgraf Karl Wilhek und seine Gartenkunst“ an der BLB Karlsruhe (Karen Evers); Buchpatenschaftsprogramm der WLB Stuttgart (Christian Herrmann); Verwaltung von E-Book-Metadaten mit E-Book-Pool und EBM-Tool (Roswitha Kühn); Strategisches Management – ein Plädoyer. „Nachschlag“ zum 104. Bibliothekartag in Nürnberg 2014 (Anne Petry-Eberle); Ein Jahr „o-bib“ – erste Erfahrungen mit der neuen Open-Access-Zeitschrift des VDB (Heidrun Wiesenmüller)

Nachrichten: In alten Zeitungen stöbern - Neue Angebote in den Digitalen Sammlungen der BLB Karlsruhe; LBZ ersteht wertvolle Handschrift aus der Büchersammlung des Zisterzienserklosters Himmerod; „RDA für Nicht-Katalogisierer“ – Materialien verfügbar

DBV-Stellungnahme zu EU-Urheberrechtsplänen

Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat eine Stellungnahme zur Mitteilung der EU-Kommission "Schritte zu einem modernen, europäischeren Urheberrecht" verfasst. Sie ist unter http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/2015_12_15_dbv-Stellungnahme_EU-Urheberrecht.pdf nachzulesen.

Als besonders beachtlich bezeichnet es der dbv, dass die Kommission das Verhältnis von Urheberrechts-Ausnahmen, die bestimmte Nutzungen ohne Erlaubnis der Rechteinhaber zulassen, zu bestehenden Lizenzbedingungen klären möchte. Ausdrücklich heißt es in dem Papier, dass „relevante Schranken“ für den Informationszugang für Forschung und Ausbildung wirksam ausgestaltet werden sollen. Begrüßenswert findet der dbv insbesonders, dass die EU-Kommission das Text- and Data- Mining regeln möchte, dass sie andeutet, die Anzeige von Bibliotheksbeständen auch im Fernzugriff zuzulassen und dass sie die in einigen EU-Ländern (so auch Deutschland) erlaubte Zugänglichmachung vergriffener Werke mit Lizenz der Verwertungsgesellschaften Europa-fähig machen will.

Andererseits stellt der dbv fest, was seiner Meinung nach in der Mitteilung fehlt: Eine klare Positionierung in Richtung zwingender Schrankenregelungen für Forschung, Ausbildung und Informationszugang; die Einführung rechtlicher Rahmenbedingungen für die „Ausleihe“ von E-Books und E-Medien in Bibliotheken; eine Regelung für die kreative Nutzung von Inhalten, die auch für Nutzer von Bibliotheken und ihrer Medien wichtig wäre.

Althistoriker Christian Meier gibt sein Archiv nach Marbach

Der Historiker Christian Meier hat sein persönliches Archiv dem Deutschen Literaturarchiv Marbach geschenkt. Es handelt sich dabei um Manuskripte und Zettelkästen aus allen Phasen seines Schaffens sowie um ausgewählte, inhaltsreiche Korrespondenzen mit Geisteswissenschaftlern, Rechtswissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur wie Reinhart Koselleck, Jutta Lampe, Carl Schmitt, Wolf Jobst Siedler und Richard von Weizsäcker. Der 1929 in Stolp/Pommern geborene Meier unterhielt Verbindungen zur Forschergruppe "Poetik und Hermeneutik" und war unter anderem Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands. Zudem war der emeritierte Münchner Professor für Alte Geschichte von 1996 bis 2002 auch Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

29 Jobs From Fiction That Are More Exciting Than Yours

https://www.adzuna.co.uk/blog/2015/12/14/29-jobs-from-fiction-that-are-more-exciting-than-yours/

Dienstag, 15. Dezember 2015

Händel im Netz

Die Stiftung Händel-Haus in Halle/Saale hat 144 historische Musikdokumente digital erfasst und ins Internet gestellt. Zu den Objekten der Sammlung gehören der Erstdruck der Oper "Ottone" von 1723, außerdem frühe Ausgaben der Oratorien "Joseph und seine Brüder" und "Salomon". 2011 wurde bereits ein erster Teil der Sammlung digitalisiert. Das Angebot soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden.

DRA-Newsmail: "Columbus 64" und das 11. Plenum 1965 – Eingriffe in einen Fernsehfilm

Das besondere Dokument 2015/2 des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA) widmet sich der weit verzweigten Geschichte des Fernsehfilms "Columbus 64" von Ulrich Thein, der – wie so viele Werke im Zuge des "Kahlschlag-Plenums" der SED Mitte der 1960er Jahre – in die Mühlen der Zensur geriet. Neben weiteren Materialien präsentiert es Ausschnitte aus Szenen, die zum Teil kurz vor Sendung aus dem Film entfernt wurden.

http://www.dra.de/online/dokument/2015/dok2015-2.html

VZG Aktuell - dritte Ausgabe 2015

Die dritte Ausgabe 2015 von "VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale" ist erschienen und steht als PDF-Datei zur Verfügung.

Aus dem Inhalt:

Allgemeines: Aktuelle Informationen der VZG - Personalien; Die VZG auf dem 6. Bibliothekskongress in Leipzig vom 14. - 17. März 2016; 19. GBV-Verbundkonferenz am 3. September 2015 in Osnabrück; CBS-Partner Meeting in Hamburg; 35. ASpB-Tagung in Bonn; Aktuelle Informationen des GBV; Kooperationsvereinbarung zwischen dem BSZ und der VZG (GBV); Bericht zum Stand der Kooperation von BSZ und VZG (GBV), Dr. Andreas Krausz und Dennis Benndorf; Entwicklungspartnerschaft zwischen VZG (GBV), hbz und der Kuali OLE Community; Kooperationsvorhaben BSZ, VZG (GBV), hbz und Ex Libris; Aus der 62. Sitzung des GBV-Fachbeirats am 3. November 2015; Aus der 43. Sitzung der Verbundleitung des GBV

Verbundsystem: Das Projektziel vor Augen: RDA-Umstieg im GBV im Januar 2016 , Dr. Barbara Block; DFG-Projekt: Coli conc - Das Mapping Tool „Cocoda“, Uma Balakrishnan; Erfahrungsaustausch Überregionaler Leihverkehr, Regina Willwerth

Digitale Bibliothek: Visualisieren und Vermitteln von Daten und Objekten im Verbund, Dr. Sebastian Möllers, Museen Stade, Dominika Pienkos, Programmfabrik GmbH, und Ulrich Reiff, UNESCO Welterbe Harz

Lokale Bibliothekssysteme: LBS4-Verschlüsselung, Sascha Henkel und Wilhelm Kröger

Kurzmitteilungen

Montag, 14. Dezember 2015

55. Helmholtz Open Science Newsletter vom 14.12.2015

Der 55. Helmholtz Open Science Newsletter ist erschienen. In dem Newsletter sind Beiträge zu folgenden Themen zu lesen:

10 Jahre Helmholtz Open Science Koordinationsbüro; „Helgoland Marine Research“ wird Open-Access-Zeitschrift; Dokumentenserver Klimawandel gestartet; Rückblick: „The Importance of Content Mining for Science“; Berliner Senat beschließt Open-Access-Strategie; Niederlande: Umstieg auf Open Access bis 2024 geplant; Österreich: Transformationsstrategie veröffentlicht; Von Lingua zu LingOA; Literaturhinweise.

Virtuelle Curd Jürgens-Ausstellung auf der Website des Deutschen Filmmuseums

Am 13.Dezember 2015 wäre Curd Jürgens, Theater-, Film- und Fernsehschauspieler, Regisseur, Autor und Sänger, 100 Jahre alt geworden. Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt/Main ehrt den Weltstar anlässlich dieses Gedenktages mit einer virtuellen Ausstellung seines Nachlasses. Unter http://curdjuergens.deutsches-filminstitut.de/ sind Drehbücher, Fotografien, Manuskripte, Film- und Theaterprogramme, private und geschäftliche Korrespondenz, Tonbänder, Presseartikel und Fanpost zugänglich.

Maas wünscht sich gesellschaftlichen Dialog über modernes Urheberrecht

Eine Neugestaltung des Urheberrechts sei dringend erforderlich, sagt Justizminister Heiko Maas – und plädiert für einen breiten gesellschaftlichen Dialog. Man dürfe nicht alle Entscheidungen dem Europäischen Gerichtshof überlassen....[weiter] http://heise.de/-3041526

Urheberrecht: Autoren und Verleger kritisieren Gesetzesnovelle

Mehr als 250 Schriftsteller, Verleger und Agenten protestieren in einem offenen Brief gegen den Entwurf für ein neues Urhebergesetz aus dem Bundesjustizministerium. [weiter] http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/urheberrecht-autoren-und-verleger-kritisieren-gesetzesnovelle-a-1067394.html

Freitag, 11. Dezember 2015

InetBib-Tagung vom 10.02.-12.02.2016 in Stuttgart

Die 13. InetBib-Tagung findet vom 10. bis zum 12.02.2016 an der Universität Stuttgart bzw. in der Stadtbibliothek Stuttgart statt. Das Tagungsprogramm ist seit Kurzem online (http://www.inetbib.de/inetbib16/).

Anmeldungen für die Tagung sind möglich unter https://www.inetbib.de/cgi-bin/anmeldung2016-stuttgart.pl.

Europas erstes Institut für verfolgte Künstler eröffnet

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat am 08.12.2015 im Solinger Kunstmuseum Europas erstes Institut für verfolgte Künstler, das Zentrum für verfolgte Künste, eröffnet. Die Einrichtung erinnert als deutschland- und europaweit einmaliger Ort an Künstler, die in der NS-Zeit und in der DDR schikaniert, verfolgt, geächtet oder vertrieben wurden. Viele von ihnen sind heute vergessen. Das Zentrum beabsichtigt, ihre Geschichten und Werke zu erforschen, zu dokumentieren und öffentlich zu machen.

Grundlage des Zentrums sind zwei Sammlungen von Werken verfolgter Maler und Schriftsteller aus einer Abteilung des Solinger Kunstmuseums - die Sammlung Gerhard Schneider mit Gemälden und Grafiken aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 und eine von der Else-Lasker-Schüler-Stiftung in Wuppertal zur Verfügung gestellte Literatursammlung mit Erstausgaben, Handschriften, Fotos und Originalmanuskripten verfemter Schriftsteller. Der Bund steuerte eine Million Euro bei.

Swetlana Alexijewitsch hält Nobelpreisrede

Die weißrussische Literatur-Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch hat am 07.12.2015 ihre Nobelpreisrede vor der Akademie in Stockholm gehalten. Die Rede kann nachgelesen werden. Sie steht unter http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2015/alexievich-lecture_ty.html zum Abruf bereit.

Freiburg Advanced Center of Education eröffnet

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und die Pädagogische Hochschule (PH) Freiburg haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und das Freiburg Advanced Center of Education (FACE) eröffnet. Auf der Basis der neuen Kooperation haben die Universität und die PH Freiburg knapp sieben Millionen Euro in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und etwa 1,7 Millionen Euro in der Landesausschreibung „Lehrerbildung“ des MWK eingeworben. Ziel von FACE ist es, den Professionsbezug in der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie die empirische Unterrichts- und Bildungsforschung zu stärken (via https://idw-online.de/de/news643172).

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Digitale Angebote der Bibliothek für Zeitgeschichte

Die Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Anlässlich des Jubiläums sollen die digitalen Angebote der Stuttgarter Spezialbibliothek, die seit 2000 eine Abteilung der Württembergischen Landesbibliothek ist, vorgestellt werden:

Bücher und Broschüren, die den Zeitraum 1914 bis 1918 behandeln (Stand 10.12.2015: 312) - bis "Bibliothek für Zeitgeschichte" scrollen

Plakat-Datenbank der Bibliothek für Zeitgeschichte (gesamte Sammlung umfasst circa 30.000 Bild- und Schriftplakate seit der Kaiserzeit bis in das Jahr 2005; recherchierbar sind die Plakate aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik, des Dritten Reichs und Teile der Sammlung aus dem Zeitraum von 1945 bis 1970er Jahre.)

Rationierungsmarken-Datenbank der Bibliothek für Zeitgeschichte (insgesamt circa 6.800 Datensätze)

Themenportal Erster Weltkrieg

* Bücher und Broschüren, die den Zeitraum 1914 bis 1918 (Erster Weltkrieg) behandeln - bis "Bibliothek für Zeitgeschichte" scrollen

* Tagebücher und Briefe - Die Lebensdokumentensammlung der BfZ enthält circa 50.000 Feldpostbriefe, Tagebücher und Erinnerungen von Kriegsteilnehmern des Ersten Weltkriegs. Ausgewählte Beispiele wurden digitalisiert und transkribiert und stehen online zur Verfügung.

* Plakat-Datenbank der Bibliothek für Zeitgeschichte: Ausschnitt Erster Weltkrieg

* Kriegszeitungen Erster Weltkrieg

* Rationierungsmarken-Datenbank der Bibliothek für Zeitgeschichte: Ausschnitt Erster Weltkrieg

Erste Schritte zum neuen europäischen Urheberrecht

Die Europäische Kommission hat heute [Anm.: am 09.12.2015] in Brüssel erste Maßnahmen zu einer Modernisierung des Urheberrechts in der EU präsentiert und damit einen weiteren Schritt in Richtung digitaler europäischer Binnenmarkt zurückgelegt. In einer Stellungnahme bietet der Europäische Verlegerverband (FEP) seine Kooperation an, mahnt aber auch zur Vorsicht.

Der 9. Dezember stand bereits seit Oktober als Datum für die Bekanntgabe einer ersten Richtlinie und eines Aktionsplans für weitere legislative Schritte fest. In dem von der EU-Kommission veröffentlichten Papier wird die grenzüberschreitende Übertragbarkeit von Online-Inhaltsdiensten (Cross-border Portability of Online Content Services) geregelt. Sie soll es Konsumenten aus dem EU-Raum ermöglichen, mit ihren digitalen Inhalten, die sie in ihrem Heimatland erworben oder abonniert haben, zu reisen und diese überall ohne Restriktionen zu nutzen.

Die Kommission erwägt, unter bestimmten Umständen die Nutzung von geschützten Inhalten ohne vorhergehende Zustimmung der Rechteinhaber zuzulassen: • Forscher sollen unter erleichterten Bedingungen Datensätze für Text- und Datenanalysen, das sogenannte "Text and Data Mining", nutzen können; • Urheberrechtsausnahmen soll es auch im Bildungsbereich geben. So sollen etwa Lehrer, die Online-Kurse geben, bessere und klarere Regeln an die Hand bekommen, die europaweit gelten; • Menschen mit Behinderungen sollen einen erweiterten Zugang zu geschützten Inhalten bekommen (Marrakesh Vertrag); • Die Panoramafreiheit soll es Nutzern erlauben, Bilder von Gebäuden und Kunstwerken im öffentlichen Raum auf Internetplattformen hochzuladen....[weiter] http://www.boersenblatt.net/artikel-eu-kommission_praesentiert_aktionsplan.1063058.html

EBSCO integriert BASE-Datenservices in den EBSCO Discovery Service (EDS)

Mehr als 80 Millionen Dokumente aus über 3.800 Quellen sind jetzt im EBSCO Discovery Service™ (EDS) auffindbar. Eine Vereinbarung, die kürzlich zwischen EBSCO Information Services (EBSCO) und der Universität Bielefeld abgeschlossen wurde, ermöglicht die Indexierung der Bielefeld Academic Search Engine (BASE) der UB Bielefeld in EDS.

BASE ist eine der weltweit umfangreichsten Suchmaschinen speziell für Open Access zugängliche, wissenschaftliche Ressourcen im Internet. BASE sammelt und indexiert Daten von Repository-Servern, die ihre Inhalte über das Open Archives Initiative Protocol for Metadata Harvesting bereitstellen. BSCO Discovery Service haben viele Bibliotheken als Discovery Lösung gewählt (http://www.ebscohost.com/discovery/eds-news). Durch die Integration des BASE Datenservices in EDS werden die Inhalte, die durch die weltweite Repository-Community bereitgestellt werden, in Hunderten akademischen Bibliotheken noch sichtbarer (via EBSCO-Pressemitteilung vom 07.12.2015).

Informationen des Deutschen Museumsbundes zur Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes

Anfang November 2015 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechtes verabschiedet. Über diese Novellierung ist in den vergangenen Monaten in der Fachwelt wie in den Medien intensiv diskutiert worden. Dabei wurde vielfach der Eindruck erweckt, mit dem Gesetzentwurf verschärfe oder verschlechtere sich die Situation für Museen wie für Sammler. Der Deutsche Museumsbund e.V. hat das neue Gesetz von Anfang an befürwortet und informiert darüber in einer ausführlichen Stellungnahme.

Replikationsserver.de: Mehr Transparenz für sozialwissenschaftliche Daten

Replikationsserver.de ist eine gemeinsame Initiative der „Zeitschrift für Soziologie“, der „Sozialen Welt“ und GESIS zur Bereitstellung sozialwissenschaftlicher Daten zu Replikationszwecken. Damit wird im Sinne einer guten wissenschaftlichen Praxis eine größtmögliche Transparenz im Bereich der sozialwissenschaftlich publizierten Forschung geschaffen, denn Autorinnen und Autoren der genannten Zeitschriften verpflichten sich dazu, Daten zu ihrer Publikation öffentlich zugänglich zu machen.

GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften bietet mit datorium einen Service für Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zur eigenständigen Dokumentation, Sicherung und Veröffentlichung ihrer Forschungsdaten. Dieser Service wurde jetzt für Autorinnen und Autoren der Zeitschriften „Soziale Welt“ und „Zeitschrift für Soziologie“ angepasst und erweitert, so dass eine einfache Verbindung der Forschungsdaten zum veröffentlichten Zeitschriftenbeitrag erfolgen kann (via https://idw-online.de/de/news643097).

Verzagtheit in Deutschland beim Thema Open Data

Viele Informationen werden von deutschen Behörden noch immer nicht digital Bürgern und Unternehmen zur Verfügung gestellt. Eine nun veröffentlichte Umfrage der Open Knowledge Foundation zeigt die Defizite im internationalen Vergleich auf.... [weiter] http://heise.de/-3037951

Neues europäisches Urheberrecht - Reformgerüst der EU-Kommission

Der EU-Urheberrechtsrahmen soll "moderner und stärker europäisch" werden, meint die EU-Kommission. Sie brütet etwa über einem Leistungsschutzrecht, der Panoramafreiheit und einer stärkeren Copyright-Durchsetzung. Die EU-Kommission hat am Mittwoch [Anm.: am 09.12.2015] ein lange erwartetes Gerüst zur Urheberrechtsreform vorgelegt.... [weiter] http://heise.de/-3038357

Kundenrückgang in Bibliotheken Großbritanniens - Die beliebtesten britischen Bibliotheken

http://www.theguardian.com/books/2015/dec/09/libraries-suffer-fall-in-users-as-tories-slash-funding

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Off-Topic: Risikovergleich - Zug 63-mal sicherer als Pkw und 4-mal besser als Bus

In Deutschland hält die Eisenbahn uneinholbar ihren Spitzenplatz als sicherstes Verkehrsmittel. Nach Berechnungen der Allianz pro Schiene war im deutschen Elfjahresschnitt von 2004 bis 2014 das Todesrisiko für Insassen eines Pkw 63-mal höher als für Bahnreisende. Bei den Verletzungen fällt der Abstand noch größer aus: Bezogen auf die Personenkilometer ist die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken bei jeder Autofahrt gut 113-mal höher als bei einer Bahnfahrt. Während der Bus in puncto Sicherheit ebenfalls klar vor dem Pkw liegt, bleibt der Abstand zwischen Bus und Bahn dennoch spürbar: Das Todesrisiko für Busreisende ist im Vergleich zur Bahn gut viermal höher, das Verletzungsrisiko liegt 34-mal über dem der Bahn.

Auch im EU-Vergleich sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Nirgendwo in Europa ist Autofahren sicherer als Bahnfahren. Deutschland liegt bei der Verkehrssicherheit sowohl bei der Eisenbahn als auch beim Autoverkehr auf den guten vorderen Plätzen. Im mehrjährigen EU-Durchschnitt von 2005 bis 2013 starben 3,5 Pkw-Insassen pro Milliarde Personenkilometer, in Deutschland waren es 2,5 getötete Autofahrer. Demgegenüber standen europaweit 0,15 getötete Bahnreisende. Mit 0,04 Toten war die Eisenbahn in Deutschland im Schnitt von 2005 bis 2013 deutlich besser als der europäische Durchschnitt. In allen europäischen Ländern ist Bahnfahren sicherer als Autofahren: Am gefährlichsten leben Autofahrer im Osten Europas: in Rumänien (durchschnittlich 14 Tote), Lettland (10) oder Polen (9,6) sind pro Milliarde Personenkilometer die meisten Todesopfer unter den Autoinsassen zu beklagen (via https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/bahn-bei-sicherheit-vorn-zahl-der-strassenopfer-steigt/).

German Motion Picture Fund

Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein neues Förderprogramm für die deutsche Filmwirtschaft aufgelegt. Der German Motion Picture Fund (GMPF) unterstützt international koproduzierte Kinofilme oder Serien, deren Herstellungskosten mindestens 25 Mio. Euro oder 1,2 Mio. Euro pro Folge betragen. Der deutsche Finanzierungsanteil muss mindestens 20 % betragen, bei Serien darf der Anteil von Fernsehsendern nicht höher als 70 % liegen. Die Förderung, die als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt wird, beträgt maximal zweieinhalb Millionen Euro, in besonderen Fällen können auch bis zu vier Millionen ausgezahlt werden. Der German Motion Picture Fund ist mit zehn Millionen Euro pro Jahr dotiert und wird über die Berliner Filmförderungsanstalt abgewickelt. Bund und Länder geben pro Jahr insgesamt etwa 200 Millionen Euro für die Filmförderung aus. Damit steht Deutschland an dritter Stelle in Europa hinter Frankreich und England (via FAZ vom 05.12.2015).

2016 noch keine Einzelerfassung der Nutzungen nach § 52a Urheberrechtsgesetz durch die Hochschulen

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben sich kürzlich darauf verständigt, die gemäß § 52a Urheberrechtsgesetz (UrhG) gesetzlich erlaubten Intranetnutzungen an öffentlichen Hochschulen, etwa für digitale Semesterapparate, 2016 nochmals über eine angemessene Pauschalzahlung zu vergüten.

2016 sei daher noch keine Einzelerfassung der Nutzungen nach § 52a Urheberrechtsgesetz durch die Hochschulen vorzunehmen. Darüber hinaus soll im 1. Quartal 2016 das geplante Verfahren für die Erfassung und Meldung der einzelnen, an den Hochschulen vorgenommenen Nutzungen weiter entwickelt werden. Das Meldeverfahren soll − im Vergleich zu dem im Pilotprojekt der Universität Osnabrück im Wintersemester 2014/15 erprobten Verfahren − deutlich vereinfacht und für die Hochschulen nutzerfreundlich ausgestaltet werden. Eine entsprechende Meldung und Abrechnung werde damit nicht vor dem 01. Januar 2017 erfolgen (via Börsenblatt online vom 09.12.2015).

Visualisierung von Orten in der Landesbibliographie Baden-Württemberg

Eine der Aufgaben der Landesbibliographie Baden-Württemberg ist der Nachweis von Literatur zu einzelnen Orten und Ortsteilen in Baden-Württemberg. Seit dem 07.12.2015 gibt es ein neues Serviceangebot: In einer Baden-Württemberg-Karte im rechten Bildbereich sind alle Orte, auf die sich der Inhalt eines Literaturtitels bezieht, visualisiert und mit einem blauen nummerierten Symbol markiert. Die graphische Aufbereitung in dieser zweidimensionalen Karte bietet eine Orientierung bei der Verortung von Titeln im Bundesland Baden-Württemberg. Die dafür nötige Georeferenzierung sämtlicher Orte, die in der Landesbibliographie nachgewiesen sind, und die Entwicklung der Kartenfunktion ist in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg und mit Unterstützung des Landesarchivs Baden-Württemberg erfolgt.

Urheberverbände diskutieren Abgaben für Plattform-Betreiber

Der Bonner Rechtswissenschaftler Matthias Leistner hat ein Modell für eine neue Internet-Vergütung in die Diskussion gebracht. Dafür soll das Recht der „öffentlichen Wiedergabe“ eingeschränkt werden, um anschließend eine neue Ausnahmeregelung mit Pauschalvergütung zu schaffen, die Internet-Plattformen aufbringen sollen.... [weiter] https://irights.info/artikel/urheberverbaende-diskutieren-abgaben-fuer-plattform-betreiber/26566

Verbraucherschützer fordern europäische Nutzerrechte bei Privatkopie und Onlinediensten

Mit einem fünf Punkte umfassenden Positionspapier zur Reform des Urheberrechts (PDF) sprechen sich Verbraucherschützer dafür aus, die private Nutzung im Urheberrecht und die Rechte von Konsumenten an digitalen Gütern zu stärken.... [weiter] https://irights.info/webschau/verbraucherschuetzer-fordern-europaeische-nutzerrechte-bei-privatkopie-und-onlinediensten/26575

Montag, 7. Dezember 2015

Neuerwerbungen des Deutschen Tanzarchivs

Das Deutsche Tanzarchiv in Köln hat zwei Konvolute von Protagonisten des neuen Tanzes erwerben: Das Dansmuseet und die Carina-Ari-Stiftung in Stockholm veräußerten ihre Bestände von Kurt Jooss, Gründer des deutschen Tanztheaters. Außerdem erstanden die Archivare einen bedeutenden Teil des Erbes von Isadora Duncan, der weltberühmten Tänzerin und Pionierin des Ausdruckstanzes.

Europäischer Buchmarkt 2014

Rund 22 Milliarden Euro Umsatz haben die Verlage in 28 europäischen Staaten 2014 erzielt, etwas weniger als im Vorjahr (22,3 Millionen Euro), wie eine Auswertung der Federation of European Publishers (FEP) zeigt. Die Zahl der lieferbaren Titel stieg dagegen von 14,5 auf 16,9 Millionen. Den Wert des Buchmarkt insgesamt schätzt die FEP auf 36−38 Milliarden Euro ein. Der E-Book-Anteil lag 2014 bei rund 5 Prozent. Die Auswertung der FEP basiert auf nationalen Statistiken der 28 Länder aus EU und European Economic Area (EEA) und berücksichtigt den Netto-Umsatz der Verlage mit Buchverkäufen. Der größte Markt nach den Verlegereinnahmen war danach 2014 Deutschland, gefolgt von Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien.

Während die Anzahl der neuen Titel von 560.000 (2013) auf 545.000 (2014) abnahm, legte die Zahl der lieferbaren Titel von 14,5 auf 16,9 Millionen zu (davon waren mehr als drei Millionen E-Books). Hierfür zeichnen laut FEP insbesondere die Digitalisierung der Backlists, wachsende Print-on-Demand-Dienste und der Zuwachs bei Selfpublishing-Titeln (vor allem in Großbritannien) verantwortlich. Die meisten neuen Titel erschienen in Großbritannien, gefolgt von Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Eine ähnliche Reihenfolge ergibt sich 2014 bei den lieferbaren Titeln: Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien, so die FEP-Auswertung.

Rund 125.000 Vollzeitbeschäftige in Buchverlagen gab es 2014 in den 28 Ländern, 5.000 weniger als im Jahr davor. Für die gesamte Buchbranche (Verlage, Autoren, Buchhändler, Druckereien etc.) schätzt die FEP die Zahl auf über eine halbe Million Menschen (via Börsenblatt online vom 07.12.2015).

D21-Digital-Index 2015

"Mit der Studie D21-Digital-Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001-2015) und mit rund 33.000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zur Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Der Index ermöglicht es, die Auswirkungen von Innovationen und Ereignissen für Wirtschaft und Gesellschaft detailliert, nachhaltig und im Zeitverlauf aufzuzeigen. In diesem Jahr legt die Studie Schwerpunkte auf gesellschaftlich besonders relevante Fragestellungen wie Arbeiten und Bildung in der digitalisierten Welt, Datenbewusstsein in der Bevölkerung und Innovationen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben verändern" (via http://www.initiatived21.de/portfolio/d21-digital-index-2015/).

"Die aktuell veröffentlichten Ergebnisse der seit 2013 jährlich erscheinenden D21-Digital-Index-Studie zeigen, dass es in Deutschland momentan an vielen Stellen klemmt, was die digitale Transformation angeht. Laut dieser Umfrage hat der Grad der Digitalisierung der Gesellschaft in Deutschland gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,3 % zugenommen. Berücksichtigt man, dass es schon im letzten Jahr nur ein knappes Plus von 0,1 % gegeben hat, kommt man kaum umhin, diese Zahlen in der Form zu interpretieren, dass es bei der deutschen digitalen Gesellschaft zu einer gewissen Stagnation gekommen ist" (via Library Essentials Ausgabe 9-2015).

http://www.initiatived21.de/wp-content/uploads/2015/10/D21_Digital-Index2015_WEB.pdf

Word Map

Word Map "brings together the power of Google Translate and the collective knowledge of Wikipedia to put into context the relationship between language and geographical space. ... To browse, just zoom in/out, pan around and click on the word to learn more."

Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg besitzt Hunderte Parodien des Weihnachtsklassikers "Stille Nacht, heilige Nacht"

Das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ eroberte die Welt rasant: 1818 in Salzburg/Österreich entstanden, wurde das Lied schnell in vielen Ländern gesungen, gehört, illustriert und gedruckt. Im Laufe der Zeit kamen Parodien des Weihnachtsklassikers auf, die zeigen, wie beliebt das Lied war und wie unterschiedlich es interpretiert werden konnte. Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) der Universität Freiburg beherbergt Hunderte von Varianten des Klassikers, die im Laufe von 100 Jahren gesammelt wurden – von sozialkritischen Parodien über kriegspropagandistische Umdeutungen bis zu humoristischen Verballhornungen.

Online-Ausstellung des Forschungsprojekts „Making War, Mapping Europe" veröffentlicht

Historiker der Freien Universität Berlin haben Ergebnisse ihrer Forschung über die militärische Konflikte und kulturelle Kontakte französischer, britischer und deutscher Soldaten von 1792-1920 online gestellt. Die Online-Ausstellung Making War, Mapping Europe zeigt anhand von sechs Fallbeispielen den kulturellen Kontakt von Soldaten dieser Länder mit der Peripherie Europas und dem Orient im sogenannte „langen 19. Jahrhundert“. Sie entstand in Kooperation mit dem Trinity College Dublin und den Universitäten von Swansea und York.

Präsentiert werden Zeugnisse dieser Begegnungen: Photographien, Kunstwerke, Souvenirs sowie zufällig überlieferte Gebrauchsgegenstände. Hunderte von Bildern und Artefakten der Ausstellung machen deutlich, wie militärische Einsätze und Expeditionen letztlich auch als Katalysatoren für unterschiedlichste Formen einer interkulturellen Begegnung fungierten.

Fortführung der Forschungsstelle Entartete Kunst durch den Bund gesichert

Die Zukunft der Forschungsstelle Entartete Kunst an der Freien Universität (FU) Berlin ist für das Jahr 2016 gesichert. Die Ende des Jahres 2015 auslaufende Finanzierung der Forschungsstelle durch die Ferdinand-Möller-Stiftung übernimmt für 2016 das Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

[Infografik] Bücher und ihre Verfilmungen - ein Vergleich unter Bestsellern

http://www.lesen.net/ebook-news/buch-vs-film-game-of-thrones-protzt-beim-umfang-harry-potter-an-der-kasse-infografik-23902/

Digitale Skripte sollen auch dem Urheberrecht unterliegen

An Universitäten sollen bald auch digitale Skripte dem Urheberrecht unterworfen sein. Das könnte Studierenden das Leben schwer machen... [weiter] http://www.sueddeutsche.de/politik/vg-wort-e-legal-1.2767613

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Aktuelle Ausgabe IFLA-Journal Vol. 41 Number 4 Dec. 2015: Informationskompetenz, Leseförderung und „Bibliotheksangst“

Das IFLA-Journal ist die internationale Zeitschrift des Weltbibliothekverbands mit expertengeprüften Artikeln zu Bibliotheks- und Informationswissenschaft und den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren, die die Arbeit von Bibliotheken beeinflussen. Es veröffentlicht Forschungsergebnisse, Fallstudien und Aufsätze, die das breite internationale Aufgabenspektrum der Branche widerspiegeln. Die Dezemberausgabe (Vol. 41. Nr. 4) ist nun im Volltext erschienen und beschäftigt sich u.a. mit der weitverbreiteten „Bibliotheksangst“ unter Studierenden (http://www.ifla.org/files/assets/hq/publications/ifla-journal/ifla-journal-41-4_2015.pdf).

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 03. Dezember

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen soll an dieser Stelle auf ein Off-Topic-Thema hingewiesen werden, nämlich auf die problematische Tatsache, dass Menschen mit Behinderungen einen Großteil ihres Einkommens abgeben müssen, wenn sie eine Arbeitsassistenz benötigen, da Eingliederungshilfen unter die Sozialhilfe fallen.

Jurist im Rollstuhl kämpft für Behinderte

Er bewältigt ein berufliches XXL-Programm, braucht aber rund um die Uhr Assistenz. Dass Carl-Wilhelm Rößler dafür einen Großteil seines Einkommens abgeben muss, empfindet nicht nur er als ungerecht.

Die rechte Hand bewegt die Computer-Maus. Aber der Arm gehorcht ihm nicht. Den muss eine Assistenzkraft zunächst in die richtige Ausgangsposition bringen - auf dem Tischaufsatz des Rollstuhls. Dann ist der Kölner Jurist Carl-Wilhelm Rößler startklar in seinem Büro, vor Laptop und PC. Er hat sein Headset zum Telefonieren auf, denn den Hörer in die Hand nehmen kann er nicht. "Ich habe improvisiert und mir eine Anlage zusammengesetzt - und wenn es klingelt, klicke ich im Laptop auf Annehmen und los geht's", erzählt der 48-Jährige. "Tippen geht nicht. Ich diktiere. Über eine Spracherkennung mit juristischem Wortschatz wird das in eine Word-Datei umgewandelt. Eine Riesenhilfe."

Rößler ist sehr aktiv. Er vertritt Mandanten als Anwalt für Sozialrecht, arbeitet schwerpunktmäßig in einer Beratungsstelle, fertigt auch Gutachten für die Politik und hält Vorträge. Der 48-Jährige sitzt im Rollstuhl. Seit dem Kindesalter ist er körperlich stark eingeschränkt. Bei seinem XXL-Programm ist Rößler auf Hilfe angewiesen. Er braucht eine 24-Stunden-Assistenz. Auch für das Private - den Alltag Zuhause oder wenn es den Hard-Rock-Fan mal auf ein AC/DC-Konzert zieht. Dass er für diese Unterstützung einen großen Teil seines Einkommens abgeben muss, empfindet der Jurist als "schreiendes Unrecht". Nicht nur er: Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember kritisieren Sozialverbände eine finanzielle Diskriminierung und verlangen ein Umsteuern. Eingliederungsleistungen - sie sollen helfen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben - fallen unter die Sozialhilfe. Folge laut Sozialverband Deutschand (SoVD): Einkommen und Vermögen der behinderten Menschen werden angerechnet. Für Rößler heißt das, dass ein wesentlicher Teil seines Einkommens für die Assistenzkosten eingezogen wird, wie er schildert. "Das bringt viele Betroffenen sowie Partner und Familien um die Früchte eigener Erwerbstätigkeit, so dass sie im Vergleich zu nicht behinderten Menschen erheblich benachteiligt werden", beklagt der SoVD.

Rund 7,5 Millionen Menschen gelten in Deutschland als schwerbehindert. Rößler stellt klar: "Behinderung und Bedürftigkeit haben nichts miteinander zu tun. Schon deshalb muss die Eingliederungshilfe raus aus der Sozialhilfe." Ungeachtet seiner finanziellen Nachteile - der Jurist hängt sich immer voll rein in die Arbeit. Im Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL) berät er behinderte Menschen oder deren Angehörige. Er schreibt Stellungnahmen, etwa für Experten-Anhörungen im Landtag, wie man die Belange behinderter Menschen berücksichtigen sollte. Der Kölner ist in vielen Gremien vertreten, engagiert sich im Forum behinderter Juristen. "Eigentlich wollte ich in den kaufmännischen Bereich, aber nach meiner Banklehre bin ich nicht übernommen worden, wegen meiner Behinderung", erzählt er. "Je höher die Qualifikation, desto seltener sind oft manuelle oder körperliche Tätigkeiten. Das war ein Anreiz für mich, Jura zu studieren." Gesagt, getan. Aber: "Man muss sich als behinderter Mensch im Klaren sein, und das ist ein schmerzhafter Prozess, dass die Einschränkung bestimmte Berufe nicht zulässt."

Rößler kämpft für seine Mandanten auch vor Gericht - da geht es um Diskriminierungsfälle, Streit rund um Pflege oder Hilfsmittel. Seine Kanzlei hat er daheim. "Das Büro ist die Wohnung. Ich spare so Zeit und Kraft, kann kombinieren mit behinderungsbedingten Erfordernissen wie Physiotherapie."

Inklusion - gleichberechtigte Teilhabe - werde oft auf die Schule reduziert, umfasse aber alle Lebensbereiche, sagt Rößler. "Der Abbau auch verdeckter Benachteiligung ist wichtig. Und Begegnung. Inklusives Leben braucht barrierefreien, bezahlbaren Wohnraum." Er mahnt: "Inklusion setzt voraus, dass behinderte Menschen nicht als Last gesehen, sondern als gebender Teil der Gesellschaft wertgeschätzt werden." (dpa)

"The Selfie Generation: Their digital lives, social spaces and education needs"

Unter diesem Motto lädt OCLC zu seiner jährlichen EMEA Regional Council Conference am 01. und 02.03.2016 in Madrid ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessenten und Entscheidungsträger aus Bibliotheken, Museen und Archiven in Europa, Nahost und Afrika, die sich der Herausforderung stellen, den Bedürfnissen ihres Publikums besser gerecht zu werden.

Auf der OCLC Website http://www.oclc.org/en-europe/events/2016/emea-annual-2016.html finden sich alle Detailinformationen der Veranstaltung. Registrieren kann man sich unter http://www.eventbrite.co.uk/e/emea-regional-council-meeting-2016-the-selfie-generation-registration-19162458429. Die Teilnahme ist kostenpflichtig.

Keynote des Bundesministers der Justiz beim Kongress der Initiative Urheberrecht „Zukunft des Urheberrechts“

Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, hat beim Kongress der Initiative Urheberrecht „Zukunft des Urheberrechts“ am 01.12.2015 in Berlin in einer Keynote versichert, dass die Bundesregierung sich in Brüssel dafür einsetzen wird, "dass eine Beteiligung der Verleger an den gesetzlichen Vergütungsansprüchen auch künftig möglich sein wird". Maas sprach außerdem über die Reform des Urheberrechts, über den Referentenentwurf zum Urhebervertragsrecht und einen geplanten Gesetzesentwurf zur Bildungs- und Wissenschaftsschranke, der Anfang 2016 vorliegen soll. Der Wortlaut seiner Rede wird auf der Website seines Ministeriums dokumentiert.

Deutsches Rundfunkarchiv: Letzte Ausgabe der "Aktuellen Kamera" des DDR-Fernsehens am 14.12.1990

Trotz ihres Wandels vom Sprachrohr der Ostberliner Regierung hin zu einem sachlich-distanzierten und freien Journalismus verlor die Aktuelle Kamera (AK) nach der Wiedervereinigung ihren Platz in der neu gebildeten Rundfunklandschaft Deutschlands. Wolfgang Meyer war der Sprecher der letzten AK und verlas am 14.12.1990 unter anderem Meldungen vom Gipfeltreffen der EG-Staaten, von einer Studentendemonstration gegen die zahlreichen Schließungen von Bildungseinrichtungen in Sachsen sowie von der bedrohten Schließung des Tierparks Berlin. Die Sendung schloss mit einem Beitrag in eigener Sache, in dem auf die langjährige Geschichte der Fernsehnachrichtensendung eingegangen wurde (nach der Website des DRA).

http://www.dra.de/online/hinweisdienste/ereignis/2015/dezember14.html

RDA-Fortbildung an der BLB Karlsruhe

Am 26.11.2015 fand an der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe eine Fortbildungsveranstaltung des VDB-Regionalverbandes Südwest zum Thema "Was man als Nicht-Katalogisierer über RDA wissen muss - eine Einführung in das neue Katalogisierungsregelwerk" statt. Die Vorsitzende des VDB-Regionalverbandes, Prof. Heidrun Wiesenmüller (Hochschule der Medien Stuttgart), die das neue Regelwerk bestens kennt, führte die Fortbildungsveranstaltung durch. Die Präsentationsfolien der Veranstaltung, das Aufgabenblatt und die Lösungen zu den Aufgaben stehen auf der Website des VDB zum Abruf bereit (http://www.vdb-online.org/veranstaltungen/693/).

Urheberlobby: Rufe nach "Internetvergütung" werden lauter

Wissenschaftler plädieren dafür, einen pauschalen Vergütungsanspruch für die automatisierte Nutzung geschützter Werke im Netz zu schaffen. Stärker umstritten sind Fragen der Haftung von Plattformen....[weiter] http://heise.de/-3028836

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Virtuelle Tour durch die Theater- und Konzertsäle der Welt

Das 2011 gegründete Google Cultural Institute ermöglicht mit seinem neuen Projekt „Performing Arts“ eine Tour durch die Architektur und Aufführungen von 60 renommierten Opern-, Konzert- und Theaterhäusern aus etwa zwanzig Ländern. Man kann beispielsweise hinter den Vorhang der Polnischen Staatsoper blicken, die Baustelle der Berliner Staatsoper beobachten, sich im Perücken-Atelier vom Brüsseler Opernhaus La Monnaie/De Munt umschauen und die kaiserliche Loge im historischen Bolshoi Theater betrachten. Die Berliner Philharmoniker ermöglichen eine virtuelle Tour durch ihren Konzertsaal, Betrachter können in einem 360-Grad-Video Simon Rattle eine Beethoven-Sinfonie dirigieren sehen oder sich über die Geschichte des Orchesters informieren. An dem Projekt beteiligt sind u.a. die Opéra National de Paris, die Royal Shakespeare Company sowie die Carnegie Hall und die Metropolitan Opera in New York. Auch Performance-Künstler wie Marina Abramovic wirken mit.

Wissenschaftszentrum Berlin macht 1.500 wissenschaftliche Texte im Open Access zugänglich

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) stellt rund 1.500 Verlagspublikationen und damit mehr als 50.000 Seiten Text von WZB-Forscherinnen und -Forschern im Open Access zur Verfügung. Die Publikationen werden erstmals als Volltext im Internet kostenfrei und dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Digitalisierung der Forschungstexte ist Teil einer langfristig angelegten Open-Access-Strategie des WZB. Geplant ist eine Ausweitung der Open-Access-Aktivitäten, unter anderem durch die systematische Zweitveröffentlichung von aktuellen Zeitschriftenaufsätzen im Rahmen der urheberrechtlichen Möglichkeiten.

Das derzeitige Projekt „OA 1000+“ (https://www.wzb.eu/de/bibliothek/serviceangebote/open-access/oa-1000) umfasst Publikationen zu einem breiten Spektrum sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Themen von 68 WZB-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern. Die meisten Texte sind zwischen 1966 und 1994 auf Deutsch und Englisch als Monografien oder Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften erschienen. Darüber hinaus wurden ausgewählte im Verlag edition sigma publizierte und mittlerweile vergriffene Monografien und Aufsätze aus den Jahren 1985 bis 2004 digitalisiert. Als Speicher- und Fundort für die digitalisierten Texte dient das Fachrepositorium EconStor der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW), die Kooperationspartner im Projekt ist. Außerdem können die Publikationen auch über die WZB-Webseite, den WZB-Bibliothekskatalog und gängige Suchmaschinen wie Google Scholar gefunden werden (via https://idw-online.de/de/news642560).

Urheberlobby: Rufe nach "Internetvergütung" werden lauter

Wissenschaftler plädieren dafür, einen pauschalen Vergütungsanspruch für die automatisierte Nutzung geschützter Werke im Netz zu schaffen. Stärker umstritten sind Fragen der Haftung von Plattformen....[weiter] http://heise.de/-3028836

Verwertungsgesellschaften stoppen Zahlungen an Agenturen und Verlage

Autoren, Fotografen und Grafiker dürfen auf eine Verdoppelung der Ausschüttungen hoffen - Peter Mühlbauer

Am 12. November entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im belgischen Musterfall Reprobel, dass die von Verwertungsgesellschaften eingezogene Privatkopieabgabe nur Autoren, nicht jedoch Verlagen zusteht (Az.: C-572/13). Ein Gesetz, das eine hälftige Teilung der Einnahmen zwischen Verlagen und Autoren vorsah, werteten die Luxemburger Richter als Verstoß gegen die EU-Richtlinie zum Urheberrecht in der Informationsgesellschaft. Die Verwertungsgesellschaften VG Bild-Kunst und VG Wort haben aus diesem Urteil nun Konsequenzen gezogen....[weiter] http://www.heise.de/tp/artikel/46/46728/1.html

Dienstag, 1. Dezember 2015

BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 8 (2015) H.3

http://bibliotheksmagazin.de/fileadmin/groups/bismagazin/pdf/BIS03_2015.pdf PDF-Dokument

http://www.qucosa.de/recherche/frontdoor/?tx_slubopus4frontend[id]=18828 Aufsätze einzeln anklickbar

Aus dem Inhalt (in Auswahl):

Frank Aurich, Thomas Haffner: UNESCO kürt frühe Lutherquellen; Ulrich Johannes Schneider: Papryus Ebers; Felix Lohmeier, Leander Seige: Kooperative Katalogentwicklung in Sachsen. SLUB Dresden und UB Leipzig setzen gemeinsam auf Open Source; Stephan Luther: Deutschlands Archive auf der digitalen Landkarte. Das Universitätsarchiv Chemnitz im Archivportal-D; Mario Kliewer, Marc Rohrmüller: Weltsichten. Ein DFG-Projekt zur Erschließung und Publikation fotografischer Archive von Forschungsreisenden; Gregory Heyworth: Verblasste Notenschätze der SLUB wieder lesbar; Almuth Märker, Michael Vogel: Geballtes Wissen zur Bestandserhaltung.

Willkommen in Sachsen: Katrin Giersch, Astrid Schiemichen, Petra-Sibylle Stenzel: Alma; Angela Malz: Gemeinsam ist man weniger allein. Die Universitätsbibliothek Chemnitz knüpft Netzwerke innerhalb der TU Chemnitz; Tina Goldammer, Uwe Hastreiter: „Die Bibliothek um die Ecke“. Stadtteilbibliotheken in Chemnitz; Sylvia Kindelberger, Lena Schulz: Ein neuer Grad an Barrierefreiheit. Angebote in Leichter Sprache in den Städtischen Bibliotheken Dresden; Thomas Bürger: Die respektlose Muse. Dieter Goltzsches buchkünstlerisches Werk aus fünf Jahrzehnten ist zu besichtigen.

BIS KOMPAKT: Kompetent und kreativ. Zum Tode von Wolfgang Reich / Prof. Dr. Dr. Detlef Döring 9. Mai 1952 – 1. April 2015 / Neue Leitung der Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste / Bibliothek zum Nachtisch / Online-Bibliothek Liesa erhielt Sächsischen Bibliothekspreis 2015 / Veranstaltung zur Frauenmystik in einer Leipziger Handschrift / Gellert und die andere Welt des 18. Jahrhunderts / Sechster Buchsommer in der Stadtbibliothek Chemnitz erfolgreich beendet / Lesetipp-Aktion zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements / … mit Leidenschaft! / Lydia Benecke zur Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften / Scoyo in Leipziger Städtischen Bibliotheken / C&A Filiale in Dresden Nickern spendet 2.000 Euro an Projekt Lesestark / Makerspace auf Titel des internationalen Horizon Bibliotheksentwicklungsreports.

Koordinierungsprojekt zur Weiterentwicklung von Verfahren der Optical Character Recognition (OCR)

Das "Koordinierungsprojekt zur Weiterentwicklung von Verfahren der Optical Character Recognition (OCR)" untersucht und beschreibt Verfahren der automatischen Texterkennung. Es werden zum einen Konzepte für optimale Workflows erarbeitet. Zum anderen soll eine Standardisierung von OCR-bezogenen Prozessen und deren Metadaten erreicht werden. Eines der wesentlichen Ziele ist die konzeptionelle Vorbereitung der vollständigen Transformation des gedruckten deutschen Kulturerbes (16. bis 19. Jahrhundert) in eine maschinenlesbare Form.

Durchgeführt wird das Projekt von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dort im Besonderen durch das Deutsche Textarchiv (DTA), sowie von der Bayerischen Staatsbibliothek München unter Beteiligung von Experten, Wissenschaftlern und Bibliothekaren. Das Projekt startete am 01.09.2015 und wird von der DFG gefördert.

Weitere Informationen zu dem Projekt: http://www.ocr-d.de/

BSB München schließt Digitalisierung der Zeitschrift "Sionsharfe" ab

Die Digitalisierung der Sionsharfe wurde abgeschlossen. Die Zeitschrift kann in den Digitalen Sammlungen der BSB München eingesehen werden. Die Sionsharfe wurde um 1876 von Johann Martin Schleyer (1831 - 1912), damals Pfarrer in Litzelstetten bei Konstanz, gegründet. 1879 nutzte er die Zeitschrift, um erstmals seine Plansprache Volapük der Öffentlichkeit zu präsentieren. So erschien der "Entwurf einer Weltsprache und Weltgrammatik für die Gebildeten aller Völker der Erde" als Beilage zur Zeitschrift. Die Bereitstellung erfolgt mit Unterstützung der Martinus-Bibliothek-Mainz, die ihren Bestand - nach derzeitiger Kenntnislage in diesem Umfang weltweit einzigartig - zur Digitalisierung zur Verfügung gestellt hat.

Zeitschrift Sionsharfe in den Digitalen Sammlungen: http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=sammlung&projekt=1431503461&l=de

Biographie-Portal um slowenische Biographien erweitert

Im Biographie-Portal werden weit über 100.000 Biographien aus allen gesellschaftlichen Bereichen und fast allen Epochen der deutschen, österreichischen und der schweizerischen Geschichte erschlossen. Das Portal wurde nun erweitert um Nachweise auf zahlreiche, wissenschaftlich fundierte Beiträge aus dem nationalen slowenischen Nachschlagewerk "Slovenska biografija" (SBI), das von der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste betreut wird.

100.000 Digitalisate im Münchener Digitalisierungszentrum gescannt

Noch in diesem Jahr wird das hunderttausendste digitalisierte Objekt von der Bayerischen Staatsbibliothek München ins Netz gestellt, das im Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ) gescannt wurde. Mit einem Durchsatz von im Schnitt 1.000 PDF-Downloads pro Tag und über 30 Terabyte Datenvolumen im Jahr erfreuen sich die MDZ-Digitalisate größter Beliebtheit. Download-Spitzenreiterin ist derzeit die "Schedelsche Weltchronik". Die 100.000 MDZ-Digitalisate werden zusätzlich zu den mittlerweile über 1 Million in Kooperation mit Google digitalisierten Werken bereitgestellt.

Schedelsche Weltchronik: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00034024/image_73

Digitale Sammlungen: http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=digitale_sammlungen&l=de

[Infographic] Funny and Weird Book Awards

http://the-digital-reader.com/2015/11/30/infographic-funny-and-weird-book-awards/

[Infografik] Der Rückgang des Lesens unter Jugendlichen

http://blog.bibliothekarisch.de/blog/2015/12/01/infografik-der-rueckgang-des-lesens-unter-jugendlichen/