Dienstag, 27. Juni 2017

Eröffnung der Comenius-Forschungsbibliothek im September 2017

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Comenius-Gesellschaft vom 15. bis 17. September 2017 wird am 16.09. die Comenius-Forschungsbibliothek feierlich eröffnet. Mit derzeit etwa 5.000 Zeitschriften und Büchern in mehr als zehn Sprachen bietet sie eine optimale Voraussetzung für die Comenius-Forschungsstelle, die im April 2016 ihre Arbeit aufgenommen hat. Zugleich schafft die mehrsprachige Bibliothek eine gute Möglichkeit zum Auf- und Ausbau internationaler Vernetzungen. 

Die Sammlung geht im Kern auf die Gelehrten-Bibliothek des 2008 verstorbenen Werner Korthaase aus Berlin zurück. Die Forschungsstelle wird sich der Aufgabe annehmen, die Bestände zu erschließen und die wichtigsten Quellen und Forschungsbeiträge auch digital zur Verfügung zu stellen.

UrhWissG: Börsenverein startet letzten Versuch zur Verschiebung

Noch ist unklar, ob der Bundestag in dieser Woche das „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz“ (UrhWissG) verabschieden wird. Das Thema steht aktuell nicht mehr auf der Tagesordnung, was sich aber kurzfristig wieder ändern kann. Der Börsenverein kritisiert das geplante neue Wissenschaftsurheberrecht und startet einen letzten Versuch, um eine Verschiebung des Gesetztes zu erreichen.

In einem Brandbrief an die Fraktionsvorsitzenden, die Kanzlerin und an die Ausschussvorsitzenden will der Börsenvereinsvorsitzende Alexander Skipis klarmachen, wie gravierend der Eingriff sei. In dieser Sache bittet der Verband um Unterstützung der Verlage: Das Schreiben sollen möglichst viele Unternehmen der Branche unterschreiben, bevor es in Form eines offenen Briefes an die politischen Entscheidungsträger geht und zugleich als Anzeige in der „FAZ“ erscheinen wird. ... [mehr] https://www.buchreport.de/2017/06/26/boersenverein-startet-letzten-versuch-zur-verschiebung/

Montag, 26. Juni 2017

HRK-Präsident zur Urheberrechtsreform: Kompromisslos für Digitalisierung

Pressemitteilung vom 23.06.2017

„Wenn die Abgeordneten die Digitalisierung in Deutschland ernsthaft voranbringen und die
deutsche Wissenschaft fördern wollen, dürfen sie die roten Linien der Hochschulen nicht
überschreiten“, so der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler angesichts der für die kommende Woche geplanten Verabschiedung des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes. „Ich bitte sie noch einmal nachdrücklich, das Gesetz in der von der Regierung eingebrachten Fassung zu verabschieden.“


Für die Hochschulen gebe es bei dem Gesetzentwurf zwei rote Linien, sagte Hippler.
Zum einen müsse die erlaubnisfreie Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke für die
akademische Lehre in angemessener Höhe pauschal abgegolten werden. „Das ist die einzig denkbare Regelung, die der Dynamik der akademischen Lehre entspricht. Eine Erfassung jeder einzelnen Nutzung ist im Lehrbetrieb der Hochschulen nicht realisierbar.“


Zum anderen sei der explizite Vorrang der geplanten Schrankenregelungen vor vertraglichen Regelungen unverzichtbar. Dieser sorge dafür, dass Hochschulen nicht erst aufwändig prüfen müssten, ob ein angemessenes Angebot eines Verlages vorliege, bevor sie bereits lizenzierte Materialien nutzen. „Die Pauschalvergütung würde entwertet, wenn eine Einzelfallprüfung von Verlagsangeboten vorgeschaltet werden müsste“, so der HRK-Präsident.


Er appellierte an die Abgeordneten „Ermöglichen Sie den Studierenden, auch im kommenden Wintersemester auf digitale, semesterbegleitende Unterlagen zurückgreifen zu können. Sollte der Bundestag das Gesetz nicht wie geplant verabschieden, werden die Hochschulen aller Voraussicht nach ihre digitalen Angebote für die Lehre abschalten müssen. Dies wäre ein fatales Signal für den Wissenschaftsstandort Deutschland.“

Bitkom-Studie zum Streaming von Filmen und Serien

Drei von zehn deutschen Internetnutzern ab 14 Jahren (29 Prozent) schauen Spielfilme und Serien über kostenpflichtige On-Demand-Portale wie Amazon Prime Video, Apple iTunes oder Google Play. Das hat eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Im Vorjahr waren es 25 Prozent. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-bitkom-studie_zum_streaming_von_filmen_und_serien.1344571.html

Open Access auf dem Bibliothekartag 2017

Eine Vielzahl an Sessions und Vorträgen war beim Bibliothekartag 2017 dem Thema Open Access gewidmet. Dies zeigt, wie sehr das Thema inzwischen im Arbeitsalltag von Bibliotheken angekommen ist. Der Blogpost gibt einen Überblick über die Beiträge zu Open Access. ... [weiter] https://www.zbw-mediatalk.eu/2017/06/open-access-auf-dem-bibliothekartag-2017-vom-grosen-deal-bis-zur-alltaglichen-arbeitsebene/

Einsteins Briefe für 190.000 Euro versteigert

Briefe des deutsch-amerikanischen Physikers Albert Einstein (1879 - 1955) sind in Israel für umgerechnet rund 190 000 Euro versteigert worden. Das Auktionshaus Winner’s in Jerusalem veröffentlichte die acht verkauften Briefe des weltberühmten Wissenschaftsgenies auf seiner Webseite. Die meisten der Schreiben aus den Jahren 1951 bis 1954 sind an den US-Physiker David Bohm gerichtet und beschäftigen sich unter anderem mit der Frage der göttlichen Schöpfung und der Situation in Israel. 

Einen der mit Schreibmaschine geschriebenen und handsignierten Briefe an Bohm hat der israelische Illusionist Uri Geller (70) gekauft. Bohm habe 1973 an einer Londoner Universität Gellers „paranormale“ Fähigkeiten wissenschaftlich getestet. Einstein riet Bohm in dem Brief davon ab, in den jüdischen Staat zu kommen: „Israel ist intellektuell lebendig und interessant, aber hat nur sehr beschränkte Möglichkeiten.“ Dennoch habe Bohm später am Technion in Haifa unterrichtet. Einstein selbst hatte in den Jahren nach der Staatsgründung 1948 ein Angebot abgelehnt, Israels Staatspräsident zu werden.

Den höchsten Verkaufspreis erzielte bei der Versteigerung am Dienstag mit mehr als 75.000 Euro ein anderer Brief an Bohm, in dem Einstein unter anderem schreibt: „Falls Gott die Welt erschaffen hat, dann war es offenbar nicht seine erste Sorge, uns ihr Verständnis leicht zu machen.“ Doch er schreibt an anderer Stelle auch über alltäglichere Themen: „Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Instabilität Ihres Bauches, ein Problem, mit dem ich selbst viel Erfahrung habe.“

via dpa

Ausschreibung "Freier Informationsfluss in der Wissenschaft - Open Access"

Mit der Digitalen Agenda 2014 – 2017 sowie ihrer Open Access (OA) Strategie will die Bundesregierung den ungehinderten Informationsfluss in der Wissenschaft verbessern. Im Zuge dessen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung in seiner aktuellen Ausschreibung Konzepte, die sich Herausforderungen in diesem Zusammenhang widmen bzw. die Verbreitung von OA stärken. Staatliche und private Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Stiftungen und Vereine können in den folgenden Themenbereichen Einzel- bzw. Verbundvorhaben beantragen:
(i) Ansätze zur Verbesserung der Schaffung, Nutzung, Handhabung, Verbreitung und Sichtbarkeit von Open Access Publikationen, 
(ii) theoretische und praktische Auseinandersetzungen mit frei im Internet zugänglicher Literatur sowie
(iii) Vorhaben die in einem weiteren inhaltlichen Kontext von Open Access angesiedelt sind. Die maximale Fördersumme für bis zu 2jährige Projekte beläuft sich auf 300 000 €, wobei entsprechende Anträge (inkl. Vorhabenbeschreibungen in schriftlicher und digitaler Form) noch bis zum 31. Juli 2017 bei Projektträger VDI/ VDE Innovation + Technik GmbH eingereicht werden können. 

Mehr Informationen zur Ausschreibung gibt es unter https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1369.html

Archiv des Leipziger Bibliophilen-Abends geht an das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der DNB

Der Leipziger Bibliophilen-Abend übergibt dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek über 100 Jahre nach seiner Erstgründung 1904 sein historisches Archiv. Die Schenkung bereichert die Sammlung Archivalien und Dokumente zur Buchgeschichte des Deutschen Buch- und Schriftmuseums und schafft eine weitere Quellenbasis für die wissenschaftliche Erforschung der Buchgeschichte und der Bibliophilie als Kulturgeschichte. 

1904 wurde der Leipziger Bibliophilen-Abend als erste bibliophile Vereinigung Deutschlands gegründet und bestand bis 1933. Nach der im Jahr 1991 erfolgten Wiedergründung konnte der Bibliophiel-Abend - aufbauend auf die Erträge 35 Jahre reger und ergebnisreicher Arbeit unter dem Dach der Pirckheimer-Gesellschaft - bald alten Rang und Wert zurückgewinnen. Der Leipziger Bibliophilen-Abend wirkt namentlich durch seine vielfach ausgezeichneten bibliophilen Editionen weit über lokale Grenzen hinaus. 

Das Archiv enthält die seit 1904 herausgegebenen über 300 Drucke sowie umfangreiches Schriftgut zur Geschichte des Vereins im kulturellen und sozialgeschichtlichen Umfeld Leipzigs im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, Recherchen zu seinen ehemaligen Mitgliedern sowie lückenlose Unterlagen zur Tätigkeit des Vereins seit Wiedergründung 1991. 

Im Deutschen Buch- und Schriftmuseum reiht sich das Archiv des Leipziger Bibliophilen-Abends in die Archive weiterer Bibliophilengesellschaften in Deutschland ein, die ihre Archive in den letzten Jahren ebenfalls dem Museum anvertraut haben. Vor allem die Gesellschaft der Bibliophilen (gegründet 1899) und die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst (gegründet 1911) haben reichhaltiges Material zur Buchgeschichte auf diese Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Reform des Urheberrechts weiter in der Schwebe

Eine Vereinfachung des Urheberrechts für die Wissenschaft wird offenbar in dieser Legislaturperiode nicht mehr verabschiedet. Auf der vorläufigen Tagesordnung der kommenden Sitzungswoche des Bundestags, die die letzte vor der Bundestagswahl ist, taucht das Thema auf jedenfalls nicht mehr auf. Eigentlich sollte die Reform des Urheberrechts nächste Woche verabschiedet werden. ... http://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-regeln-fuer-die-wissenschaft-reform-des-urheberrechts-weiter-in-der-schwebe/19973734.html

Donnerstag, 22. Juni 2017

UB Leipzig ist Bibliothek des Jahres 2017

Die UB Leipzig erhält den mit 20.000 Euro dotierten nationalen Bibliothekspreis des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und der Deutschen Telekom Stiftung. Er wird am 24.10.2017, dem "Tag der Bibliotheken", in Leipzig verliehen. Die Preisverleiher betiteln in ihrer gemeinsamen Presseerklärung die UB Leipzig als 'digital autonom, frei zugänglich und innovationsstark'.

Die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres" wird in diesem Jahr zum 18. Mal und zum ersten Mal gemeinsam mit der Telekom Stiftung vergeben. Der Wettbewerb stand diesmal unter dem Motto "Innovationen für die digitale Welt". Mit allein 50 Projekten in den vergangenen 15 Jahren arbeitet die UB Leipzig an technologischen Weiterentwicklungen. Als größte Altbestandsbibliothek in den neuen Bundesländern (und außerhalb Berlins) arbeitet die UB Leipzig an der Erschließung ihrer über Jahrhunderte gewachsenen Bestände, vor allem auch digital.

In den vergangenen Jahren hat die UB Leipzig mit EU-Mitteln eine neue technische Infrastruktur geschaffen, die die Bibliothek unabhängig von Monopolprodukten auf dem engen Markt der Bibliothekssoftware macht. Auf Basis von Open-Source-Komponenten und eigenen Weiterentwicklungen sind neu entstanden: "finc" als Suchmaschine für Bibliotheken, "amsl" als Software zur Administration von Lizenzen und "adlr.link" als Plattform für den Fachinformationsdienst der Medien-, Kommunikations- und Filmwissenschaft.

Auch in anderen Bereichen setzt die UB Leipzig konsequent neue Technologien ein und verfolgt Open-Source-Prinzipien und offene Standards. 2016 wurde beispielsweise mit der systematischen Bereitstellung sogenannter interoperabler Daten zu Digitalisaten auf Basis von Linked Data begonnen. Derzeit werden unter anderem moderne Betrachtungssysteme entwickelt, um die Darstellung von Digitalisaten aus komplett unterschiedlichen Quellen unmittelbar nebeneinander zu ermöglichen und so die Digital Humanities zu fördern.

Einzelstücke wie der Codex Sinaiticus - die älteste Bibel der Welt - haben eigene Websites, so auch der berühmte Papyrus Ebers. Für diese 3.500 Jahre alte, vollständig überlieferte medizinische Schriftrolle ist bei der UNESCO der Titel des Weltdokumentenerbes beantragt.

nach der Pressemitteilung der Universität Leipzig vom 22.06.2017

Bibliotheksforum Bayern 11 (2017) H.2

https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2017-2/BFB-2-2017-Webversion.pdf

Aus dem Inhalt:

Musikbibliotheken in Bayern
Zwischen musikalischen Kostbarkeiten und digitaler Musikwissenschaft: Ein aktuelles Porträt der Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek / Jürgen Diet

Von der Musikalischen Volksbibliothek zur größten öffentlichen Musikbibliothek in Deutschland: Die Musikbibliothek der Münchner Stadtbibliothek / Bettina Wolff

Bibliotheksverbund Bayern
Bibliotheken – Orte des digitalen Wandels: 16. Verbundkonferenz des Bibliotheksverbunds Bayern / Matthias Groß

Bibliothekspolitik
Der Bayerische Bibliotheksplan als Maßstab für Erlangen? Veranstaltung mit Staatssekretär Bernd Sibler, Erlangens Oberbürgermeister Dr. Florian Janik und FAU-Vizepräsident Dr. Günter Leugering / Anne Reimann und Konstanze Söllner

Digitale Bibliothek
Weg vom „Entweder-oder“ hin zu einer digital-analogen Gesamtstrategie: Interview mit Christoph Deeg / Diana Rupprecht

Facebook in der Bibliothek: Schon seit einigen Jahren ist das Thema Facebook in aller Munde ... / Bettina Winkler

Benutzung
Paradigmenwechsel bei Recherchesystemen durch Semantik und künstliche Intelligenz? Yewno: ein semantischer Discovery Service im Pilotversuch an der Bayerischen Staatsbibliothek / Berthold Gillitzer

Bibliotheksbau
"... nur der Schönheit wegen“: Die Geschichte des Prachttreppenhauses der Bayerischen Staatsbibliothek / Klaus Haller und Annemarie Kaindl

Kurz notiert

Wissenschaftsforscherin Terje Tüür-Fröhlich über Wissenschaftsevaluierung und fehlerhafte Zitationsdatenbanken

Terje, wir kennen uns von zahlreichen Tagungen. Du beschäftigst Dich schon seit längerer Zeit mit Fehlern in Zitationsdatenbanken. Ein Thema, das oft unter den Teppich gekehrt wird, denn diese Datenbanken gelten als objektiv, dienen sie doch der Bewertung von wissenschaftlichen Leistungen. Warum dieses Forschungsthema, und warum "banale" Fehler, was ist an Fehlern "banal"?. ... [mehr] Terje Tüür-Fröhlich antwortet: https://www.heise.de/tp/features/Auch-Pierre-Bourdieu-ist-ein-Indexierungsopfer-3727711.html

Our World In Data

https://ourworldindata.org/

"Our World in Data (OWID) is an online publication that shows how living conditions are changing. The aim is to give a global overview and to show changes over the very long run, so that we can see where we are coming from and where we are today.
Our World in Data communicates this empirical knowledge in two ways:
  1. through data visualizations – charts and maps.
  2. by presenting the academic research on global development that explains what drives the changes that we see and what the consequences of these changes are.
The publication is produced at the University of Oxford and currently created by a team of three: The economist Esteban Ortiz Ospina, the web developer Jaiden Mispy, and the founder of the publication Max Roser.

Our World in Data covers a wide range of topics across many academic disciplines: Trends in health, food provision, the growth and distribution of incomes, violence, rights, wars, culture, energy use, education, and environmental changes are empirically analysed and visualized in this web publication. For each topic the quality of the data is discussed and, by pointing the visitor to the sources, this website is also a database of databases. Covering all of these aspects in one resource makes it possible to understand how the observed long-run trends are interlinked."

Beiträge zur Hochschulforschung - Ausgabe 2/2017

Die Artikel in dieser Ausgabe der Beiträge zur Hochschulforschung befassen sich mit den Gründen für die Überschreitung der Regelstudienzeit aus Sicht der Studierenden, dem fachlichen Hintergrund und dem Führungsstil von Hochschulleitungen, der wissenschaftlichen Produktivität von Professorinnen und Professoren sowie der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie (http://www.bzh.bayern.de/uploads/media/2-2017-gesamt.pdf).

Bundeskartellamt greift Beschwerde gegen Projekt DEAL nicht auf

Bereits Ende Mai hat das Bundeskartellamt entschieden, kein Verfahren gegen das Projekt DEAL einzuleiten. Damit greift die Behörde eine Beschwerde des Börsenvereins des deutschen Buchhandels nicht auf. Dieser hatte DEAL vorgeworfen, seine Marktmacht beim Bezug elektronischer Zeitschriften zu missbrauchen. ... [mehr] http://www.verbaende.com/news.php/Bundeskartellamt-greift-Beschwerde-gegen-Projekt-DEAL-nicht-auf-HRK-Praesident-Verlage-sind-am-Zug?m=116442

Mittwoch, 21. Juni 2017

Strategische Prioritäten der DNB 2017 bis 2020

Die Deutsche Nationalbibliothek hat ihre Digitalisierungsstrategie für die Jahre 2017 bis 2020 aktualisiert. Mit ihr werden mehrere Ziele verfolgt: Zum einen dient die Digitalisierung dem Schutz und Erhalt der originalen Text-, Bild- und Tondokumente des kulturellen Gedächtnisses Deutschlands. Zum anderen sollen mit der Digitalisierung die Sichtbarkeit, der Zugang sowie die Nutzungsmöglichkeiten der eigenen Bestände für Wissenschaft und Forschung, für Bildung und Kultur sowie für die interessierte Öffentlichkeit im In- und Ausland grundlegend verbessert werden. 

Die geplanten Digitalisierungsprojekte der kommenden Jahre sowie die wichtigsten Vorhaben zur Weiterentwicklung und Optimierung von Geschäftsprozessen im Digitalisierungsbereich sind Teil der Strategischen Prioritäten der Deutschen Nationalbibliothek 2017 bis 2020.

Landgericht Stuttgart: Wikipedia-Fotograf muss Museumsfotos löschen

Die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen haben sich vor Gericht gegen einen Wikipedia-Nutzer durchgesetzt, der Fotos ihrer Objekte hochgeladen hatte. Das Landgericht Stuttgart hat entschieden, dass der Fotograf es unterlassen muss, Bilder der Museumsobjekte auf Wikipedia anzubieten. ... [mehr] https://irights.info/artikel/landgericht-stuttgart-wikipedia-fotograf-muss-museumsfotos-loeschen/28033

Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

Die derzeit in Bamberg entstehende Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften (= BStK Online) ist frei zugänglich unter https://glossen.ahd-portal.germ-ling.uni-bamberg.de/pages/1. 

Die Datenbank wird mit Förderung der DFG seit dem 01.07.2014 am Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg bearbeitet (verlängert am 30.11.2016). 

Sie enthält die Informationen aus dem ebenfalls von der DFG geförderten und im Jahre 2005 gedruckt erschienenen ‚Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossen­hand­schriften‘ (BStK.). Seitdem wird sie laufend um neu ver­öf­fent­lich­te Literatur sowie neu als glossentragend identifizierte Hand­schriften ergänzt. Derzeit beläuft sich die An­zahl der Neufunde auf 177 Handschriften. Insgesamt er­fasst die Daten­bank aktuell 1489 Hand­schrif­ten. Zuletzt wurde am 22.05.2017 BStK.-Nr. 151d hinzugefügt.

Die Daten­bank bietet zu allen bekannten Hand­schrift­en mit alt­hoch­deutsch­en und alt­sächsisch­en Glossen rele­vante hand­schriften­kundliche Daten sowie Links zu kodikologischen Daten­bank­en (wie beispielsweise Handschriftencensus.de oder manuscripta.at) und online zugäng­lichen Digita­lisa­ten. Darüber hinaus werden quellen­kundliche Infor­mationen zu Zahl und Art, Eintragungstechnik, Editionen und Sprache der Glossen geboten. Die Suchfunktionen und Filtermöglichkeiten erlauben vielfältige kombinierte Abfragen nach chrono­logisch­en, geo­graphisch­en, in­halt­lichen und glosso­graphisch­en Ge­sichts­punk­ten.

via einer Mail von Bettina Wagner in der incunabula-l-Liste vom 21.06.2017

Dankesrede von Roland Reuß auf den Buchtagen in Berlin

Der Literaturwissenschaftler und Mitinitiator des "Heidelberger Appells", Roland Reuß, ist auf den Buchtagen in Berlin als "Förderer des Buchs" geehrt worden. boersenblatt.net veröffentlicht seine Dankesrede im Wortlaut. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-dankesrede_von_roland_reuss.1343082.html

Anm.: Die Lektüre "lohnt" sich!  

Neues Online-Tutorial zum Thema Datenmanagementpläne

Das Online-Tutorial zum Thema “Was sind Datenmanagementpläne?“ ist auf der Webseite der Forschungsdatenmanagement-Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin bzw. über die DOI https://doi.org/10.18450/dataman/91 frei verfügbar. Das Tutorial informiert rund um das Thema Datenmanagementpläne und definiert den Aufbau und Inhalt eines Datenmanagementplans, beschreibt dessen Notwendigkeit und Sinn und gibt einen Einblick in Anforderungen und Formalitäten.

Das Online-Tutorial wurde von der Forschungsdatenmanagement-Initiative der Humboldt-Universität zu Berlin erarbeitet. Es steht unter einer CC-BY Lizenz und darf gerne bei Namensnennung geteilt werden: Kerstin Helbig, Katja Krause, Carolin Kruse, Florian Rehak, Gianpiero Tari (2017): Was sind Datenmanagementpläne? Video. Humboldt-Universität zu Berlin, Medien-Repositorium.
https://doi.org/10.18450/dataman/91 

Die Forschungsdatenmanagement-Initiative ist ein Zusammenschluss der Zentraleinrichtungen Computer- und Medienservice (CMS), Servicezentrum Forschung sowie Universitätsbibliothek unter dem Vizepräsidenten für Forschung der Universität.

via InetBib-Listenarchiv vom 20.06.2017

HRK-Hochschulkompass erweitert und optimiert

Der HRK-Hochschulkompass durch die Welt der Universitäten und Hochschulen wurde gründlich überarbeitet und ist seit Mitte Juni 2017 mit einem komplett überarbeiteten Auftritt online: Unter https://www.hochschulkompass.de bietet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nun auch kompakte Informationen über Profile und Selbstverständnis einzelner Hochschulen. Der neue Kooperationspartner ARD-alpha ermöglicht, dass die von ihm produzierten „Hochschulvisitenkarten“ ergänzend in den Hochschulkompass eingebunden werden. Bislang sind 70 dieser Filmbeiträge verfügbar, weitere werden folgen. Gerade für Studieninteressierte soll damit die Orientierung in der komplexen deutschen Hochschullandschaft erleichtert und besser erfahrbar werden.

Sammlungsportal der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist online

Das Sammlungsportal der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist Mitte Juni 2017 online gegangen. Bestände der über 40 wissenschaftlichen Sammlungen und Museen sind in Zukunft digital für Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich. 

In einem ersten Schritt sind rund zwei Drittel der Sammlungen im Portal vertreten. Die Zahl der dort veröffentlichten Objekte reicht von einem bis zu 2.000 pro Sammlung. Die Unterschiede resultieren vor allem aus den zeitlichen und personellen Ressourcen in den einzelnen Bereichen. Zu denen, die von Anfang an dabei sind, gehören neben der „Jena collection of X-ray movies“ des Instituts für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie sowie der Mineralogischen Sammlung u. a. die Kustodie, die Sammlung Ur- und Frühgeschichte, das Orientalische Münzkabinett sowie die Sammlung Antiker Kleinkunst.

Geordnet sind die Sammlungen alphabetisch. Dafür wurden nicht immer Fachtermini gewählt, sondern solche, die auch Laien verständlich sind. Die Startseite hält alle allgemeinen Informationen, etwa zu Ansprechpartnern, parat und führt weiter zu drei Pfaden: Größe und Bedeutung der Sammlung, Verzeichnis wissenschaftlicher Veröffentlichungen sowie Informationen und hochaufgelöste digitale Abbildungen ausgewählter Objekte. Eine englische Version befindet sich im Aufbau. Dank des neuen Designs wird die Internetseite auf allen mobilen und stationären Geräten optimiert dargestellt. Darüber hinaus sind einzelne Sammlungen mit den Datenbanken der Fachdisziplinen verlinkt, z. B. die Papyrussammlung des Instituts für Altertumswissenschaften und das Herbarium Haussknecht.
 

Das Sammlungsportal der Jenaer Universität ist zudem mit der „digiCult-Verbund eG“ und der Projektgruppe Digitalisierung des Museumsverbandes Thüringen vernetzt. Über „digiCult“ sind die Sammlungen der Jenaer Universität in weitere nationale und internationale Kulturdatenbanken eingebunden, etwa in das Thüringer Museumsportal, die Deutsche Digitale Bibliothek und die Europäische Digitale Bibliothek Europeana.

VG Wort sieht "erheblichen Änderungsbedarf" beim Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz

Kurz vor den abschließenden Lesungen des Bundestags zum Urheberrechts-Wissensgesellschaftsgesetz hat die VG Wort erheblichen Änderungsbedarf angemeldet. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-urheberrechts-wissensgesellschafts-gesetz.1343074.html

Europäische Filmwirtschaft

Dann gibt es uns nicht mehr


Wenn die Europäische Union ihren Plan zur Vermarktung von Online-Rechten an Filmen und Serien durchsetzt, werden Europas Filmproduzenten entscheidend geschwächt.... [mehr] http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/eu-gefaehrdet-europas-filmproduzenten-15067890.html

Dienstag, 20. Juni 2017

b.i.t. online. Bibliothek. Information. Technologie 20 (2017) Ausg. 2

http://www.b-i-t-online.de/heft/2017-02-inhalt

Aus dem Inhalt: 

ACRL zeichnet Frank Scholze mit dem Oberly Award 2017 aus

Forschungsinformationssysteme: Not oder Tugend? / Jürgen Wastl 

Vom Sondersammelgebiet zum Fachinformationsdienst: Zwischenbilanzen eines umstrittenen Transformationsprozesses / Einführung von Martina Kuth
Kooperative Erschließung von Presseausschnitt-Sammlungen: Das DFG-Projekt "Zeitgenössische Kunst im Siegel der Presse: Digitalisierung und Erschließung aus den Jahren 1950 bis 2013" / Kathrin Mayer 

Wissen fürs Volk: Einen Steinwurf vom Reichstag entfernt befindet sich in einem Bau aus Stein und Glas die Parlamentsbibliothek. Ein Besuch / Marion Koch

sharemagazines - der digitale Lesezirkel / Jolande Heidenreich

Interviews: Die Cloud ist vorbereitet: Interview mit Skip Prichard (CEO von OCLC) / Interview mit Professor Dr. Rudi Studer, Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) aus Anlass seiner Verabschiedung aus dem aktiven Lehrdienst am 31. März 2017

Reportagen (frei zugänglich)

Bibliotheksrecht

Kurz notiert

Rezensionen

Bis auf einen Beitrag (Forschungsinformationssysteme) ist das komplette Heft frei zugänglich 

Information. Wissenschaft & Praxis 68 (2017) H.2-3

https://www.degruyter.com/view/j/iwp.2017.68.issue-2-3/issue-files/iwp.2017.68.issue-2-3.xml

Aus dem Inhalt: 

THEATERDOKUMENTATION
Performance und Inszenierungen als „Objekte“ in Portalen: Ein Beispiel für Best Practice im Bereich Theaterdokumentation / Margret Schild

Abstract: "Das Theatermuseum Düsseldorf sammelt, erschließt und präsentiert deutsche Theatergeschichte am Beispiel der Stadt Düsseldorf und der Region (NRW). Die Dokumentation dieses immateriellen Kulturgutes erfolgt gemeinsam mit den anderen Düsseldorfer Kulturinstituten im Verbund d:kult (Digitales Kunst- und Kulturarchiv Düsseldorf). Inszenierungen stehen im Mittelpunkt der Erschließung in Verbindung mit damit verknüpften vielfältigen physischen Objekten. Die Inszenierungen werden in der Datenbank als virtuelle Objekte erfasst und so an die lokalen, nationalen und internationalen Portale (d:kult online, Deutsche Digitale Bibliothek, Europeana) weiter gegeben. Bei der Weitergabe an Portale werden die vielfältigen Beziehungen auf zwei Varianten reduziert (verbundene und assoziierte Objekte). Fachspezifische Aspekte lassen sich im Exportformat LIDO noch nicht ausreichend spiegeln, obwohl es sich um ein ereignisorientiertes Format handelt. Hilfreich wäre hier eine verstärkte und normierte Präsentation von Beständen anderer theaterbezogener Sammlungen." 

URHEBERRECHT
Zum Vorschlag der EU-Kommission für eine neue Urheberrechtsrichtlinie: Die ökonomische Verwertungssicht dominiert weiter gegenüber den offenen Austauschformen in Bildung und Wissenschaft / Rainer Kuhlen

Abstract: "Die Europäische Kommission hat mit Datum 14. September 2016 einen (derzeit stark kontrovers diskutierten) Vorschlag für eine neue Urheberrechtsrichtlinie „On Copyright in the Digital Single Market“ (COM(2016) 593 final) vorgelegt. Dies ist keine Ersetzung der bestehenden Richtlinien, insbesondere nicht der alten InfoSoc-Richtlinie von 2001. Vielmehr wird eine Vielzahl neuer Schrankenregelungen vorgeschlagen (z. B. für grenzüberschreitende Ausbildung, TDM, Gedächtnisorganisationen, Bibliotheken, Leistungsschutzrecht für Presseverleger) die jetzt weitgehend obligatorisch für eine Umsetzung in das jeweils nationale Recht der Mitgliedsländer sein sollen. In diesem Beitrag steht die Frage im Zentrum, inwieweit der jetzige Vorschlag allgemein zu einer Verbesserung der Nutzungssituation für Wissen und Information in Bildung und Wissenschaft führen kann."

LANGZEITARCHIVIERUNG
EMiL – Emulationsbasierte Langzeiterhaltung in Gedächtnisinstitutionen / Nathalie Lubetzki

OPEN EDUCATIONAL RESOURCES
Open Educational Resources (OER) in Deutschland fördern: Der Diskurs und die Bildungspolitik zu Open Educational Resources in Deutschland am Beispiel des Förderprogramms OERinfo / Luca Mollenhauer, Ingo Blees, Marc Rittberger

TAGUNGSBERICHTE
Präsentation und Live-Demo von SowiDataNet – Fachrepositorium für sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Forschungsdaten / Monika Linne, Uwe Jensen 

„Informationskompetenz – Informationsverhalten – Informationsverarbeitung“: Festtagung an der Universitätsbibliothek Regensburg „10 Jahre Studieneinheit Informationskompetenz“ / Brigitte Doß, Luzian Weisel

Die Beiträge sind NICHT frei zugänglich

This Day in History: Statue of Liberty - June 19, 2017 by Wendi Maloney

The Statue of Liberty arrived at its permanent home on Bedloe’s Island in New York Harbor at 1 p.m. on June 19, 1885, “snugly packed in the hold of the French transport Isère,” according to a New York Times report the following day. Multiple delegations of dignitaries, 20,000 citizens, and “every species of craft known to the sea” was out on the water to greet the Isère, so that the “water was gay with color for miles around.” ... [mehr] http://blogs.loc.gov/loc/2017/06/this-day-in-history-statue-of-liberty/

CEWS-Hochschulranking zur Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen veröffentlicht

Mit dem Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2017 legt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS die achte Ausgabe vor. Seit seiner Erarbeitung im Jahr 2003 hat es sich als ein Bestandteil der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert. Zielstellung des Ranking ist es, die Leistungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich zu vergleichen.

Für die letzte Ausgabe im Jahr 2015 wurde die Methodik des Rankings grundlegend überarbeitet. Mit Ausnahme der Auswahl der Hochschulen, die in das Ranking aufgenommen werden, hat sich die Methodik mit dieser Ausgabe nicht geändert. In das Ranking werden die Hochschulen einbezogen, die Mitglied in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sind sowie weitere Hochschulen, soweit sie mindestens 30 Professorinnen und Professoren aufweisen. 


Das CEWS-Hochschulranking berücksichtigt das Fächerprofil der Hochschulen und greift dabei auf das Kaskadenmodell zurück. Die Bezugsgrößen sind, je nach Qualifikationsstufe und Hochschultyp, der Frauenanteil an den Studierenden und an den Promotionen. Das Ranking beruht auf quantitativen Daten aus dem Jahr 2015. Bewertet werden die Hochschulen in den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen und Juniorprofessuren, wissenschaftliches und künstlerisches Personal und Professuren. Berücksichtigt werden auch Veränderungen im Zeitverlauf beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal sowie bei den Professuren. Eingeflossen sind die Daten von 287 Hochschulen, das Gesamtranking gibt Auskunft über 64 Universitäten, 131 Fachhochschulen und 44 Künstlerische Hochschulen.. Zusätzlich zu dem Hochschulranking beinhaltet die Veröffentlichung ein Ranking der Bundesländer, das auf ähnlichen Indikatoren beruht.


Das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten ist online zugänglich unter: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-52104-5.

Montag, 19. Juni 2017

Die Vereinnahmung der Urheberschaft der Autoren durch die Verlage ist die usurpatorische Standard-Praxis

Von Rudi Schmiede

In unterschiedlichen Zusammenhängen und auf verschiedenen Listen läuft seit Längerem eine intensive Debatte über Fragen des Urheberrechts und dessen Auswirkungen in Forschung, Lehre und Studium und insbesondere den dazu vorliegenden Referentenentwurf des Justizministeriums (siehe: http://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/UrhWissG.html). Leider haben sich dazu bislang überwiegend Bibliothekare und Informationsspezialisten sowie offizielle Hochschulsprecher geäußert, weniger die unmittelbar betroffenen Wissenschaftler, Hochschullehrer und Studierenden.

Umso interessanter ist es, sich Stellungnahmen von Wissenschaftlern kritisch anzuschauen. Vermutlich von den meisten FachkollegInnen unbemerkt, hat aus meinem Fach der bisherige Vorsitzende der Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Stephan Lessenich, als (eigentümlich subjektiv formulierte und auf der Webpage der DGS nicht auffindbare, gleichwohl vom BMJV so bewertete) Stellungnahme der DGS ablehnend Stellung zu dem Referentenentwurf bezogen (siehe: http://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/Stellungnahmen/2017/Downloads/02102017_Stellungnahme_LMU_RefE_UrhWissG.pdf;jsessionid=7BEB7437EAF6DD0298E06D3BE02B89DB.2_cid297?__blob=publicationFile&v=2). Er argumentiert dabei eher kurz formuliert in dieselbe Richtung, die einer seiner LMU-Hochschulkollegen (zusammen mit einem Kollegen aus Heidelberg) kürzlich genauer und polemischer ausgeführt hat. Ich setze mich im Folgenden (die wesentlichen Textteile wurden schon auf inetbib veröffentlicht) mit deren Stellungnahme auseinander. ... [mehr] http://www.password-online.de/?wysija-page=1&controller=email&action=view&email_id=270&wysijap=subscriptions

 

Gulliver’s Travels – the most popular Irish work by the most popular Irish author in world literature

Three hundred and fifty years after his birth, the work of Irish satirist Jonathan Swift continues to enjoy great popularity among contemporary readers. Library data tells us that Swift is the most popular Irish author, and the work for which he is best known, Gulliver’s Travels, is the most popular work by an Irish author, in world literature.... [mehr] http://www.oclc.org/blog/main/gullivers-travels-the-most-popular-irish-work-by-the-most-popular-irish-author-in-world-literature/

Jahresbericht 2016 der Stadtbibliothek Stuttgart

Einen zusammenfassenden Überblick über ihre Arbeit im vergangenen Jahr hat die Stadtbibliothek Stuttgart auf ihre Website gestellt. Im gesamten Jahr liehen 2,9 Millionen Besucher über 6 Millionen Medien aus. Die Zahl der Downloads der elektronischen Medien aus der eBibliothek steigerte sich um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Die Stadtbibliothek am Mailänder Platz feierte im Oktober 2016 ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Familientag und einem Konzert der A-Cappella-Gruppe FÜENF. Als Symbol moderner und erfolgreicher Bibliotheken war sie in zahlreichen Medienberichten präsent wie beispielsweise den ARD Tagesthemen zum Tag der Bibliotheken, der 3 Sat Kulturzeit zum Thema „Quo vadis, Stadtbibliothek?“ oder bei Spiegel online zu den „Kathedralen des Wissens – Die schönsten Bibliotheken der Welt“. So zählte die Stuttgarter Sehenswürdigkeit dann auch 1,47 Millionen Besucher, darunter Besuchergruppen aus Bolivien, Brasilien, Frankreich, Israel, Japan, Kanada, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Polen, Russland, Schweiz, Südkorea und Taiwan. 

Der Jahresbericht 2016 kann unter http://www1.stuttgart.de/stadtbibliothek/druck/wissenswert/jahresbericht_2016.pdf abgerufen werden. 

Keine Einigung über E-Book-Steuer

Der EU-Finanzministerrat konnte sich am vergangenen Freitag [Anm.: am 16.06.2017] nicht über einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Veröffentlichungen in elektronischer Form einigen: Tschechien will E-Books nicht separat behandelt wissen, sondern bevorzugt einen flächendeckenden Ansatz im gesamten Mehrwertsteuerbereich, den die EU-Kommission erarbeiten solle. ... [mehr] https://www.boersenblatt.net/artikel-eu-finanzministerrat.1342693.html

Academic Book of the Future / Academic Books and Their Future - Reports to the AHRC and the British Library

https://academicbookfuture.files.wordpress.com/2017/06/project-report_academic-book-of-the-future_deegan1.pdf 
by Marilyn Deegan

"The Academic Book of the Future Project was funded by the Arts and Humanities Research Council (AHRC) and the British Library (BL) in response to widespread concerns about books, publishing, libraries, and the academy. Declining monograph sales, rising serials prices, funding problems, rapidly-changing new technologies, shifting policy landscapes, increasing pressure on academics to do more with less, all contributed to a sense of unease about the health of the academic book in the arts and humanities, and indeed about the health of the disciplines themselves. This was the background against which the funders issued a call for proposals in early 2014, seeking a team to work with all the concerned communities and stakeholders." S.15

https://academicbookfuture.files.wordpress.com/2017/06/academic-books-and-their-futures_jubb.pdf   
by Michael Jubb  

"The project focuses on academic books in the arts and humanities, and was commissioned at a time of unprecedented challenge for such books, not only in the UK, but across the world: technological developments bringing changes in the activities and processes involved both in research and in publication; new forms of research outputs and dissemination; and new economic and political pressures. Our aim in the project was to examine these issues in depth, and to investigate what they might presage for the future. We did so with the active support of a rich array of partners: representatives of the many different groups who have a stake in the future of academic books. Indeed, one of our key findings is quite how broad that range of stakeholders is, and how intricate and multi-faceted the relationships and interactions between them are. Complexity is an undeniable feature of the academic books ecology in the arts and humanities." S.7

HeBIScocktail Sonderausgabe Bibliothekartag 2017

Nachträglich ist noch anzuzeigen, dass anlässlich des Bibliothekartages in Frankfurt am Main eine Sonderausgabe des HeBIScocktail erschienen ist, die zusätzlich in einer PDF-Version zur Verfügung steht. 

Zum Inhalt: Die Sonderausgabe informiert über aktuelle HeBIS-Projekte wie „1914-1918 - der erste Weltkrieg im Spiegel hessischer Regionalzeitungen“, den neuesten Stand des HeBIS Discovery Systems und darüber, wie die Technik vor dreißig Jahren in HeBIS-Kat aussah.

Google muss Verweise auf gelöschte Links unterlassen

Rede von Bundesjustizminister Heiko Maas

Nicht nur das Börsenblatt online hat die Rede von Bundesjustizminister Maas „Streitkultur und Wissensgesellschaft im digitalen Zeitalter“ bei der Hauptversammlung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Rahmen der Buchtage am 13. Juni 2017 in Berlin veröffentlicht. Es gibt jetzt auch die offizielle Version auf der Website des Bundesjustizminsteriums (http://www.bmjv.de/SharedDocs/Reden/DE/2017/06132017_Boersenverein_Buchhandel.html). 

William Faulkner: Die Weltliteratur ist ein unendliches Gespräch

Kaum ein Schriftsteller hat die literarische Nachkriegsmoderne Europas geprägt wie William Faulkner. Bei Günter Grass oder Albert Camus und vielen anderen hat der Amerikaner starke Spuren hinterlassen. ... [mehr] https://www.nzz.ch/feuilleton/william-faulkner-die-weltliteratur-ist-ein-unendliches-gespraech-ld.1299486

Freitag, 16. Juni 2017

Atlas of Early Modern Printing

http://atlas.lib.uiowa.edu/

From the University of Iowa Libraries comes The Atlas of Early Printing, an interactive map and timeline that illustrates the rise of the printing press in fifteenth century Europe. Users are invited to manipulate the timeline in order to explore how printing and institutions related to printing (such as universities and paper mills) spread across geography and time. Visitors can learn more about a specific place or event by clicking on pins that appear on the map. These visualization tools are accompanied by essays about the early history of print in Europe, including the technical process of early printing (be sure to check out the three-dimensional animation of how the hand press works, available in the Printing Press Model Tab). In addition, the 15th Century Book section features a consideration of the physical properties of a single book (in this case, a 1490 manuscript entitled Scriptores Historiae Augustae) and what they can reveal about the history of printing. 

Digitale Bibliothek der Vereinten Nationen ist online

UN-Dokumente, Landkarten, Reden, Open Access-Veröffentlichungen und Wahlunterlagen der Vereinten Nationen sind nun in mehr als sechs Sprachen in der United Nations Digital Library kostenfrei zugänglich. Gemeinsam mit der Dag Hammarskjöld Library (DHL) in der Zentrale der UN und dem Büro der UN in der Genfer Bibliothek wurde eine Plattform entwickelt, die innovative Open Source-Technologie nutzt. Ein Videoclip erklärt das Angebot.