Dienstag, 7. Februar 2017

Bachelorarbeit zum Thema Open Access

Der Student der Wirtschaftswissenschaften, Lars Findeisen, hat am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie der Universität Rostock, der von Professor Rafael Weißbach geleitet wird, die erste Bachelorarbeit zum Thema Open Access geschrieben. Der junge Mann erklärt den englischen Begriff so: „Unter Open Access versteht man den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Der gesamten Wissenschaft, aber auch der interessierten Öffentlichkeit, soll damit ein unkomplizierter Zugriff auf Forschungsergebnisse ermöglicht werden, deren Erarbeitung meist von öffentlichen Geldern finanziert oder gefördert wird“.

In seiner Bachelorarbeit hat er untersucht, ob wissenschaftliche Aufsätze mit freiem Zugang (open access) wirklich besser wahrgenommen werden als konventionell veröffentlichte. Um die Wahrnehmung eines Aufsatzes zu messen, sei dessen unzitierte Dauer verwendet worden, also die verstreichende Zeit bis zum ersten Zitat. Für die Stichprobe kommt heraus, dass open-access Aufsätze im Schnitt nach zwölf Monaten, die konventionell veröffentlichten signifikant später, nämlich erst nach 15 Monaten zitiert werden. Lars Findeisen kommt zu der Erkenntnis, dass durch Open Access die Wissenschaftler-Gemeinschaft im Netz zusammengebracht werde. Für den Forscher ist es wichtig, sichtbar zu sein. Früher sei dies über Zeitschriften gemessen worden. Heute ist es individuell messbar, ob die eigene Forschung Akzeptanz bei der Community findet.

via Pressemitteilung der Universität Rostock vom 06.02.2017: Feuer und Flamme für Bachelorarbeit zum Thema Open Access 

Keine Kommentare: