Mittwoch, 8. Februar 2017

Ist das Publizieren in Open-Access-Zeitschriften immer seriös?

Nahezu täglich erhalten Wissenschaftler Angebote von Open-Access-Zeitschriften. Diese Zeitschriften finanzieren sich über Gebühren, welche die Autoren der Beiträge zahlen. Daher gibt es auch Zeitschriften, die wegen des Profits nahezu jeden Artikel veröffentlichen. Ein vertrauenswürdiges Gutachten scheint es hier nicht zu geben. Wie kann ein Wissenschaftler herausfinden, welcher Open-Access-Anbieter seriös ist?

Hierbei gibt es verschiedene Kriterien. Zum Beispiel sollte das Peer-Review-Verfahren der Zeitschrift verfügbar und nachvollziehbar sein. Ein anderer Indikator ist die Häufigkeit des Erscheinens der Zeitschrift: Erscheint sie nur selten oder unregelmäßig, können redaktionelle Abläufe nicht funktionieren. Hilfe bietet auch das Directory of Open Access Journals, das Open-Access-Zeitschriften bewertet und qualitativ hochwertige fördert.

Die Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) besteht aus mehreren Verlagen, die Standards für ihre Open-Access-Zeitschriften festlegen. Eine Mitgliedschaft in der OASPA kennzeichnet eine seriöse Zeitschrift.


Welche Möglichkeiten des Open-Access es für Wissenschaftler gibt und weitere Kriterien zur Bewertung von Open-Access-Zeitschriften sind in Uwe Böhmes, Cornelia Raus und Silke Teschs Beitrag „Open Access – kostenlos oder sinnlos?“ nachzulesen. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der Nachrichten aus der Chemie unter nachrichten@gdch.de. 


Leider steht der Beitrag über Open Access nicht Open Access zur Verfügung; er muss eigens per Mail angefordert werden. Schade!

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