Freitag, 3. Februar 2017

Kabinett verabschiedet Strategie für globale Wissensgesellschaft

Die Bundesregierung beabsichtigt, die internationale Zu­sam­men­arbeit bei Bildung und Forschung weiter vorantreiben, um Deutschland für die „glo­ba­le Wissensgesellschaft“ fit zu machen. Ein entsprechendes Strategiepapier, das einen ersten Impuls von 2008 aufgreift und weiterentwickelt, verabschiedete das Kabinett am 01.02.2017 in Berlin. 

Zu den fünf „handlungsleitenden Zielen“ der Regierung gehört erstmals auch der inter­nationale Ausbau von Berufsbildung und Qualifizierung. Deutschland habe mit seinem dualen Ausbildungssystem von Betrieben und Berufsschulen einen Exportschlager zu bieten, heißt es im Ministerium. Wichtig sei auch, „Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner (...) einzubinden“. So werde das Ministerium allein dieses Jahr rund 41 Millionen Euro für den Aufbau nachhaltiger Forschungs- und Bildungskapazitäten in Subsahara-Afrika investieren. Die „Internationalisierungsstrategie“ der Regierung verweist darauf, dass die öffentlichen  Bildungsausgaben in Deutschland von 2008 bis 2015 um ein Drittel auf fast 124 Milliar­den Euro gestiegen seien. In dieser Legislaturperiode habe der Bund zusätzlich neun Milli­arden Euro für Bildung und Forschung bereitgestellt. 

Mehr als 90 Prozent des globalen Wissens entstehen nach Angaben des Ministeriums außerhalb Deutschlands. Zwischen 2009 und 2015 hätten sich die Zuschüsse des  Bundesforschungsministeriums für international ver­netzte Vorhaben daher mehr als verdoppelt.
Die Regierung betont aber neben wirtschaftlichen Vorteilen auch die Verantwortung Deut­schlands in der Welt. „Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheit und Ernährungssicherheit machen nicht an Ländergrenzen halt.“ Nur im Rahmen „ge­meinsamer länderübergreifender Anstrengungen auf europäischer und internationaler Ebene“ ließen sich diese Herausforderungen meistern, heißt es in dem Report.

via dpa vom 01.02.2017

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