Freitag, 10. Februar 2017

Stiftung Preußischer Kulturbesitz kann mehr Geld ausgeben

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz kann in diesem Jahr 331 Millionen Euro ausgeben - gut 40 Millionen mehr als 2016. Der Bund und das Land Berlin haben ihre Mittel für 2017 erhöht. Allein auf die Betriebskosten entfallen 195 Millionen Euro. Rund 124 Millionen davon kommen vom Bund, gut 41 Millionen von den Bundesländern. Der Rest stammt aus eigenen Einnahmen und Drittmitteln. Der Bauetat erhöht sich wegen der Mehrkosten für das Pergamonmuseum auf gut 136 Millionen Euro. Die Stiftung ist eine der weltweit größten Kultureinrichtungen. Sie ist unter anderem für die als Weltkulturerbe geschützte Museumsinsel und für die anderen staatlichen Museen in Berlin verantwortlich. 

Das unter dem Namen Humboldt Forum entstehende Kulturzentrum im Berliner Schloss soll 2019 öffnen und vor allem die weltberühmte Sammlung des Ethnologischen Museums zeigen, die bisher etwas abgelegen im Stadtteil Dahlem zu sehen war. Bis dahin sind unter dem Motto "Neue Nachbarn" mehrere Ausstellungsprojekte geplant, die schon jetzt einen Bezug zwischen der Museumsinsel und dem gegenüberliegenden Zentrum der Weltkulturen herstellen. Das deutlich teurer gewordene Empfangsgebäude für die Museumsinsel ("James Simon Galerie") soll 2018 fertig sein. Zum Auftakt ist dort unter dem Titel "Strange Things" eine Gemeinschaftsausstellung geplant, für die alle Museen nach ungewöhnlichen Objekten in ihren Sammlungen suchen. Ungeklärt ist indes die Zukunft der nahegelegenen Friedrichswerderschen Kirche von Karl Friedrich Schinkel, die als ein Baudenkmal von besonderem Rang gilt. Die Stiftung hatte das Gebäude als Skulpturenmuseum genutzt. 2012 musste es geschlossen werden, weil der Aushub der Baugrube in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rissen in den Wänden geführt hatte.

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