Freitag, 3. Februar 2017

Wirtschaftliche Bedeutung der Filmindustrie in Deutschland

Die deutsche Filmindustrie hat einer neuen Studie zufolge nicht nur kulturelle, sondern auch große wirtschaftliche Bedeutung. Die Branche erwirtschaftet mit rund 160.000 Beschäftigten vom Regisseur über Schauspieler bis zu Kostümbildnern und Stuntleuten fast 25 Milliarden Euro im Jahr. Jeder Euro Wertschöpfung in der Filmwirtschaft ergibt durch positive Auswirkungen auf mitbeteiligte Unternehmen 1,60 Euro Wertschöpfung in der gesamten Volkswirtschaft, heißt es in der vom Bundeswirtschaftministerium (BMWi) in Auftrag gegebenen Untersuchung, die den Titel "Wirtschaftliche Bedeutung der Filmindustrie in Deutschland" trägt und kostenfrei von der Website des BMWi heruntergeladen werden kann. Je ein direkt Beschäftigter führe zu einem Gesamteffekt von 2,1 Erwerbstätigen.   

Mit 13,4 Milliarden Euro entfällt mehr als die Hälfte des Erwirtschafteten auf die Fernsehveranstalter. Sie sind nach wie vor auch der mit Abstand größte Auftraggeber. Gut 50 Prozent der rund 36.000 selbstständigen und freiberuflichen Filmschaffenden sind bei ihnen beschäftigt. Bei den Fördergeldern steht dagegen vor allem das Kino im Fokus. Insgesamt unterstützen Bund und Länder den heimischen Film mit 224 Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommen 50 Millionen Euro aus dem Filmförderfonds sowie weitere 10 Millionen aus dem 2015 aufgelegten German Motion Picture Fund für internationale Koproduktionen.

Die Studie wurde von der Berliner Beratungsfirma Goldmedia in Zusammenarbeit mit der Hamburg Media School und dem Consulting-Unternehmen DIW Econ erarbeitet. Eigenen Angaben zufolge gibt sie erstmals belastbare wirtschaftliche Kennzahlen zur Filmbranche, zum Teil basierend auf den derzeit aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts aus dem Jahr 2014. 

Eine Vorreiterrolle hat Deutschland demnach in der Filmtechnik. Für die Zukunft wird neben Kino und Fernsehen vor allem der Vormarsch von zeitlich jederzeit nutzbaren Internet-Angeboten erwartet.

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