Dienstag, 14. März 2017

Mehr Hochschulstandorte in Deutschland

Wer in Deutschland studieren will, kann dies rein rechnerisch an einer Hochschule im Umkreis von maximal 59 Kilometern tun. Dies liegt laut einer Studie des zur Bertelsmann-Stiftung gehörenden Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) am Ausbau der Universitätsstandorte von 232 (1990) auf 619 (2016).

"Die Zunahme (...) hat insbesondere im Segment der privaten und staatlichen Fachhochschulen stattgefunden", heißt es in dem am 13.03.2017 veröffentlichten Report des CHE. Neue Standorte und "Filialen" seien vor allem in Großstädten und Ballungsräumen entstanden, wo vergleichsweise viele Abiturienten leben und auch zuvor schon Hochschulen angesiedelt waren, etwa in Berlin, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Allerdings existieren nun auch Uni-Standorte in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen es zuvor keine gab. 1990 hatten mehr als zwei Drittel der Kreise in Deutschland keinen Hochschulstandort, 2016 lag dieser Wert deutlich unter 50 Prozent. Die Zahl der studienberechtigten Abiturienten und Fachabiturienten in Deutschland war 2016 im dritten Jahr in Folge gestiegen, und zwar auf rund 453 000. Derzeit studieren in Deutschland rund 2,8 Millionen Menschen.

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