Donnerstag, 8. Februar 2018

BSB München startet Rechercheportal für landesgeschichtliche Fachrezensionen

Historiker und andere landesgeschichtlich Interessierte können die Rechercheplattform „recensio.regio – Rezensionsplattform für die Landesgeschichte“ nutzen. Unter http://www.recensio-regio.net bietet das Portal Zugriff auf die Rezensionen landesgeschichtlicher Fachzeitschriften und ist damit erste Anlaufstelle für Informationen zu Neuerscheinungen aus der deutschsprachigen Landesgeschichte. Die Rezensionen der kooperierenden Zeitschriften stehen dem Nutzer im Volltext durchsuchbar zur Verfügung. Das Angebot ist kostenlos und frei zugänglich
Die Bayerische Staatsbibliothek konnte bereits zum Start der Rezensionsplattform elf renommierte Fachjournale der deutschen Landesgeschichte als Kooperationspartner gewinnen, die mit 820 Rezensionen vertreten sind, darunter die Rheinischen Vierteljahresblätter, das Neue Archiv für sächsische Geschichte und die Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte.
Das Ziel von recensio.regio ist es, als zentrale Anlaufstelle für Rezensionen für die landesgeschichtlich interessierte Fachcommunity zu fungieren. So lässt sich auf dem Portal über die Grenzen der eigenen Region hinaus verfolgen, welche Themen in anderen Regionen aktuell bearbeitet und welche Diskussionen geführt werden. Darüber hinaus verbessert recensio.regio auch die internationale Sichtbarkeit der deutschen landeshistorischen Forschung.
recensio.regio ist eine Ergänzung der erfolgreich eingeführten Plattform recensio.net, deren Fokus auf der europäischen Geschichte liegt. Seit dem Start im Jahr 2011 konnte recensio.net die Anzahl der kooperierenden Fachzeitschriften mehr als verdoppeln und verzeichnet heute knapp 31.000 Rezensionen aus 47 europäischen Geschichtszeitschriften. Mit recensio.regio liegt nun ein Angebot für die Landes- und Regionalgeschichte vor, das den spezifischen Bedürfnissen dieser Fachcommunity Rechnung trägt. Weitere Portale mit anderer inhaltlicher Ausrichtung sind bereits in Planung.
Die Plattform ist im Kontext des an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelten Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft entstanden, der von der DFG finanziert wird. Sie wird von der Arbeitsgemeinschaft Landesgeschichte im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) beratend unterstützt.

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