Freitag, 2. Februar 2018

FID Germanistik geht an den Start

Die Germanistik, das personenstärkste geisteswissenschaftliche Fach, bekommt einen eigenen Fachinformationsdienst: Kurz vor Weihnachten 2017 traf die Bewilligung des Förderantrags an die DFG ein, für den die UB Johann Christian Senckenberg in Frankfurt/Main verantwortlich zeichnet. Die über sechs Jahrzehnte währende Germanistik-Tradition der UB Frankfurt als ehemals DFG-unterstützte Sondersammelgebietsbibliothek findet damit im zeitgemäßen Rahmen ihre Fortsetzung bis mindestens 2020.

Der FID Germanistik sieht Publizieren, Partizipieren, Recherchieren und Forschen als die zentralen Aktivitäten philologischer Praxis, für die innerhalb eines neu zu etablierenden Portals die entsprechende Infrastruktur angeboten werden soll. Publizieren wird mittels eines Publikationsservers sowie über einen Hosting-Service auf Basis der Software Open Journal System (OJS) vorangetrieben. Kooperationsvereinbarungen hierfür bestehen u.a. mit renommierten Institutionen wie etwa dem Freien Deutschen Hochstift, literarische Gesellschaften wie der Rilke-Gesellschaft sowie mit dem Online-Verzeichnis der Hochschulgermanistik


Mit Unterstützung von studiumdigitale, der zentralen E-Learning-Einrichtung der Goethe-Universität, wird ein Online-Tutorial erarbeitet, das über aktuelle digitale, fachspezifische Arbeitspraktiken orientieren soll. Recherche-Werkzeug, Speicher für Forschungsergebnisse und zentrale Anlaufstelle bildet das innerhalb des Faches gut eingeführte Portal „Germanistik im Netz (GiN)“. Dieses wird um singuläre Inhalte und neue Funktionalitäten erweitert. Geboten werden künftig auch Nachweise von Archivbeständen (über das Portal Kalliope), umfassende Volltexte (u.a. über das Deutsche Textarchiv) sowie weitere Fachinformationen auf einen Klick. Als zusätzliche forschungsorientierte Dienstleistung des FID Germanistik soll ein Text-Mining-Werkzeug entwickelt werden. 


via https://idw-online.de/de/news688485

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